Zitat
Original von Nachtwandler
Er realisiert ja die Fahrzeugbewegung nur über die Signale vom Satelliten. Würde eine Verbindung zu Tacho oder gar Lenkung bestehen, würde das anders aussehen.
Die Info ist definitiv falsch. Im TomTom GO - im classic, den 500er oder 700er hat ja noch keiner aufmachen dürfen - ist ein sogenannter accelerometer eingebaut. Das ist ein Chip, das Beschleunigung in X und Y Richtungen messen kann. Laut Datenblatt zwischen ca 0.001 und 2 G. Richtig aufgestellt und bei optimaler Verarbeitung der Signaldaten kann der Chip Geschwindigkeitsänderungen von 4-5 km/h pro Minute noch erkennen.
Da aber nur die Beschleunigung bzw. Verzögerung gemessen werden kann, die bei normaler Fahrweise eher gering ist, läppern sich Fehler schnell zusammen und die aufsummierten Werte geben nicht mehr die tatsächliche Geschwindigkeit an.
Kurven sind auf diese Weise sehr schwer erkennbar, da die Querbeschleunigung in einer sanften Kurve gering ist. Im "Stillstand" einen Haken schlagen (Kreuzung) ist ebenfalls kaum erkennbar, weil der Chip eine Rotation nicht erkennen kann. Wenn Du bergauf (im Tunnel) stehenbleibst zeigt der Sensor eine "Dauerbeschleunigung" an, weil die Gravitation auf den geneigten Sensor wirkt.
War ein interessanter Versuch von TomTom, mal seh'n wie "verbessert" das in den neuen Modellen ist. Vielleicht haben sie noch einen kleinen Kompas dazugepackt - sowas gibt's auch auf Chip Basis und für eine ungefähre Richtungsangabe würde das reichen.
Ein fix verbautes Navigationsgerät hat neben dem Zugang zum Tachosignal noch ein echtes Gyrometer, mit dem die Lage und Orientierung des Fahrzeugs in 3 Achsen präzise gemessen werden kann.