[Umfrage] Welches sind Eure bevorzugten Smartphone Navi Apps?

  • habe ich mir gedacht, das avatar kann aber auch geklaut sein. ;) deshalb mein nachhaken.

    danke für die aufklärung.

    nick ändern? glaube ich nicht, wenn, dann nur ein admin (Tobias oder Kristian).



    mfg rohoel.

  • Ich bin gerade mal in YouTube auf seine Videos gestoßen. Unser „neuer“ Freund Leech lässt da halt in einem Vergleich der von ihn getesteten Apps im Simulationsmodus einen Rundkurs bei Duisburg ablaufen. Alle Textanweisungen leider in Englisch bis auf Navigon, so dass man die unterschiedliche Qualität der Ansagen in deutscher Sprache oder den Zeitpunkt derselben nicht bewerten kann. Die Qualität der Ansagen ist für mich auch wichtig.

    Was den Zeitpunkt der Ansagen angeht, läßt sich diese natürlich nicht mit der Simulation einschätzen, weil der eigene Standort mit dem Auto dazu fehlt.

    Da weiß ich halt, dass Navigon bei den PNAs erstklassig war, speziell auf der Autobahn.

    Garmin neigte bei früheren Modelln zu sehr späten Ansagen, weil da auf der BAB nicht der Beginn der Ausfädelspur zählte, sondern der Beginn von Schnittpunkten im Straßenverlauf der Ausfahrt (wohl entsprechend der Attribute, die den Beginn der Ausfädelspur nicht berücksichtigte. Ist halt amerikanischer Herkunft.

    So wurde entsprechend auch auf Kreuzungen das Abbiegen angesagt, wenn man mitten auf oder etwas spitz formuliert, fast hinter der Kreuzung war. Die Ansagen hinkten zwischen 10 m in der Stadt und 300 m auf der BAB nach.

    Seit aber Garmin die Real Direktion Ansagen hat, mit optischen Hinweisen, wie „An der Ampel links abbiegen“ ist dieses Probleme fast verschwunden. Im Gegenteil, seit der 99 Serie kommen Ansagen schon eher zu früh, oft 600 bis 800 m laut gleichzeitig eingeblendeter Entfernungsanzeige vor dem Ereignis. Dass irritiert genauso, wenn das gleiche Ereignis z. B. ein Kreisverkehr zuvor auch schon kommt, dieser aber nicht gemeint ist.

    In F und I sind die Dinger ja sehr (schon fast zu) häufig.


    Als zurück zu den vids, ich finde die Unterschiede marginal, und wenn einer so TT Fan ist, dann mag er dies gerne sein.


    Auch Ich schrieb schon öfters, vielleicht bin ich da auch zu alt zu, aber wenn man von etwa 1970 bis zum ersten Navi um 2005 mit 2 D Karten halb Westeuropa bereist hat, braucht man kein 3 D Birdview in den unterschiedlichsten Winkeln und dann noch mit Häuserschluchten. Ich flieg auch nicht in dieser Höhe mit dem Auto über die Straße und guck wie so ein Habicht hinunter. Und Farb und Form von Dächern ist von unten nach oben gesehen auch so was von egal. Und wenn auf dem Display der Eifelturm oder das Brandenburger Tor aufpoppt, sehe ich es auch immer schon durch die Frontscheibe.


    Mein 3 D Screen ist meine Windschutzscheibe und ich kann eher aus der 90 Grad Draufsicht, wie halt ein alter Techniker, mein Bild in die horizontale Sicht klappen, als mit diesem Pseudo 3 D Gedöns. Ich habe da eher ein Problem als mit der klassischen 2D in Fahrtrichtung.

    Im Garmin ist halt in 3D das automatische Zoomen mit der gefahrenen Geschwindigkeit besser umgesetzt, als bei der 2 D. Da gehts zu oft unmotiviert hin und her von zu nah gezoomt bis zuviel Karte im Screen.

    Mein Ford Sync3 oder, wenn ich es mal nutze, die Navigon App oder GMaps fahre ich mit 2D.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

    5 Mal editiert, zuletzt von PSR ()

  • So. Heute bekommt die HERE WeGo App zusammenfassend ihr Fett weg. Diese bekannteste Gratis-Navi-App ist noch älter als Google Maps App und dürfte jedem von uns bekannt sein. Also brauche ich nicht viel darüber zu verzällen:

    • Im Kartenmodus entscheidet man sich für eine der 6 möglichen Layer-Belegungen: entweder Map, Map+Transit, Map+Traffic, Satellite, Satellite+Transit oder Satellite+Traffic. In einer WinXP GUI würde man die Auswahl <Map vs. Satellite>, bildlich vorstellbar als 1 Kippschalter, mittels 2 Radio-Buttons modellieren und, davon unabhängig, die Option [Transit vs. Traffic] als 2 Kästchen, von denen man maximal 1 abhaken kann: sobald man das zweite Kästchen auch abhakt, erlischt das Häkchen im ersteren Kästchen. Wegen der Unabhängigkeit der Option bleibt ein gesetztes Häkchen bestehen, wenn man zwischen Map und Satellite umschaltet. Dieser Verhalt ist in der App mit lediglich 3 beschrifteten Quadraten clever umgesetzt, da vom Kippschalter immer nur der hervorstehende Teil gezeigt wird. Imho ist in Google Maps die Möglichkeit zur Layer-Belegung verständlicher umgesetzt, dafür muss man wohl 1-mal mehr tappen (und zwar aufs 'X', um den Dialog zu schließen). Layer-Belegungen sind nützlich und finde ich klasse! (*****)
    • Wenn man mit der GUI wild herumspielt, Handy-Orientierungen wechselt o.ä., stürzt die App gerne mal ab. Das soll nicht verwunderlich sein und auch nicht störend, denn im normalen Nutzungsbetrieb läuft sie ja stabil. Ausserdem hängt das gewiss von der benutzten WeGo Version und vom benutzten System, sprich Smartphone Modell+Android Version, ab und soll deswegen nicht als generelles Manko angeprangert werden. Es soll aber Erwähnung finden, denn von all meinen Navi-Apps ist WeGo diejenige, dir mir beim wilden Herumtesten am häufigsten abstürzt. (***)
    • Die App ähnelt in vielerlei Hinsicht (GUI, Aufbau, Layer-Belegung, Suche, Fahrmodus, Funktionalität usw.) der Google Maps App; alles was WeGo kann, beherrscht Google Maps noch besser. Positiv gesehen, WeGo hat kompaktere Funktionalität, ist dadurch noch schneller zu meistern, und liefert in Google Services-blockierten Gebieten (las Chinas o.a.) weiterhin Traffic-Dienste über die mobile Internetverbindung. Für Google Products-Meider wäre WeGo in jedem Fall die vergleichbare Alternative. (***)
    • Selbstverständlich muss eine App grundsätzlich konfiguriert sein (Speicherort, Sprache, Einheiten metrisch, Help improve Traffic No thx), danach verbleiben dem Nutzer nur 2 weitere Einstellmöglichkeiten zur flexiblen Anpassung: Nachtansicht, Geschwindigkeitswarnung An/Aus. Das war's schon, mehr kann man nicht einstellen! Okay, nicht ganz wahr, denn im Fahrmodus kann die Anordnung von 3 dashboard panel Anzeigen geändert (im TRACKING Fahrmodus, von mir auch "Gleitmodus" genannt) bzw. 3 von 5 Anzeigen ausgewählt werden (im NAVIGATION Fahrmodus), und Map options u. Route preferences sind von dort aus auch zugänglich. Aber jetzt. Das war's. Mehr Einstellungen für den Nutzer gibt es nicht. Zwar vermisse ich keine weiteren Einstellungen in dieser simplen App, aber das Ganze kommt mir ziemlich mager vor. Na ja. Kann man auch positiv betrachten: Bei so wenigen Einstellmöglichkeiten bleibt kein Potential für Zweifel übrig, man ist sich sicher, die richtigen Einscheidungen auf ewig getroffen zu haben; das gibt einem Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein beim Hantieren mit der App, und man wird nie wieder an App-Einstellungen zu denken brauchen, Thema erledigt. Manch ein Nutzer ist also dankbar dafür, dass es in der App praktisch nichts zu befummeln gibt. Erleichtert in der Tat die Handhabung. (***)
    • Was die App auszeichnet, ist die nahtlose Integration von sechs Fortbewegungsvarianten (Fußgänger, Fahrrad, Taxi/Uber, Carsharing, ÖPNV, Selbstfahrer). Für DEU sind im ÖPNV das gesamte nationale Netz der Deutschen Bahn einschließlich Regionalbahnen inbegriffen, sämtliche regionalen u. lokalen Buslinien, Busverbünde und Straßenbahnen, absolut flächendeckend; im Routenplan werden Ankunfts- u. Abfahrtszeiten samt ihrer Gleisnummern mit angegeben. Und im Kartenmodus reicht ein Zoomen auf einen beliebigen Kartenausschnitt (braucht nicht die aktuelle GPS-Location zu enthalten!), die Funktion Getting around listet dann die Haltestellenfahrpläne der nächst umliegenden Haltestellen des ÖPNV. Mittlerweile integriert Google Maps auch ÖPNV-Infos für Reisende, aber HERE hatte diese fantastische Funktionalität afaik zuerst in dieser Ausgereiftheit im Programm. Das macht die App zu einem echten Allrounder im Alltag, einsetzbar in vielen Situationen. (*****)
    • Vor dem START einer Navigationsroute (re: Fußgänger, Fahrrad, ÖPNV oder Selbstfahrer) hat man die Gelegenheit, in einer interaktiven Liste der Navigationsschritte sich die einzelnen Manöver auf der Karte einblenden zu lassen: man tappt mit dem Finger auf den Navigationsschritt, daraufhin wird in der oberen Bildschirmhälfte die betreffende Kartenstelle herangezoomt & zentriert und evtl. ein Manöverpfeil in die Straßenabbiegung eingetragen; um zum anschließenden Manöver zu gelangen, wischt man die Manöveranweisung nach links, usf. Dank dieser Interaktivität ist es für mich das erste Mal, dass ich turn-by-turn navigation Anweisungen in Listenform überhaupt studierenswert finde; bislang fand ich solche Auflistungen immer witzlos hihi. Apropos, das swiping mit dem Finger wird in der GUI auch verwendet, um sich durch die alternativen Routen zu hangeln, wenn für die gewählte Fortbewegungsart Alternativrouten zur Verfügung stehen. Diese Art eine App zu bedienen sagt mir zu, finde ich zeitgemäß. (****)
    • WeGo ist superflott bei den Routenberechnungen, und es werden immer Alternativrouten mit ausgegeben. Dies ist aber auch notwendig, da mir keine Möglichkeit bekannt ist, Wegpunkte in die Route zu pflanzen, um etwa den Navigationsverlauf zu manipulieren. Wer einen konkreten Wegpunkt passieren möchte, muss darauf hoffen, dass eine der alternativen Gesamtrouten dadurch verläuft, oder sich mit einen workaround behelfen. Hier sind andere Navi-Apps, auch Google Maps, sicherlich flexibler in der Manipulation der Route vor oder während der Fahrt. (***)
    • In dem Suche-Dialog "From: beliebig A To: beliebig B", aufrufbar durch Tappen auf das Pfeilgabel-Symbol, können jeweils beliebige locations A und B eingetragen werden, WeGo berechnet dann die Routeninfo von A nach B, wie gehabt. Sobald man auf START tappt, wird die Navigation vom aktuellen GPS-Standort C aus gestartet und führt dann stracks nach B, d.h. der Startort A und die eingangs berechnete navigation guidance werden verworfen wtf. Dieses Verhalten unterscheidet sich von TTGM's Verhalten: C→B (WeGo) vs. C→A→B (TTGM). Damit stelle ich den Sinn von WeGo's Verhalten infrage. (**)
    • eine Selbstfahrer-Route kann man im Kartenmodus erstellen (Tappen auf "Where to?" oder auf "From To"-Pfeilgabel) oder im Fahrmodus (Tappen auf "Set destination"). Hält man im Kartenmodus den Finger auf ein Ziel B der Karte, fächert ein Kontextmenü auf: tappt man aufs Auto-Symbol, wechselt die GUI in den Fahrmodus so, als ob man dort "Set destination: B" eingegeben hätte. Die Bedienung über das Auto-Symbol erspart 1x Tappen und verliert all die Vorzüge der Bedienung über die Pfeilgabel. Nur keine Verunsicherung, viele Wege führen nach Rom, deswegen die Erwähnung (***)
    • Abgesehen davon ist die Suche sehr powerful, leistungsfähig. Sie findet schnell alles (Adressen, POI's, usw, aber keine GPS-Koordinaten). Wie bei einer indizierten Volltextsuche muss man kein Eingabeformat einhalten, was sehr bequem und benutzerfreundlich ist. Wenn man online ist, gilt die Suche und Navigation weltweit, man braucht dafür nicht das zugehörige Offline-Kartenmaterial vorher gedownloadet zu haben. Wer immer kostenfrei online unterwegs ist, braucht also nie Offlinekarten downzuladen. (****)
    • Die aus HereMap-Rohdaten vorkompilierte WeGo-Offlinekarte ist im Gegensatz zur auch aus HereMap-Rohdaten entstandenen Navigon-Karte ein fetter Download (BEL/DEU/NLD, Megabytes: 500/1420/500 vs. 35/270/60). Das ist außerordentlicher Speicherbedarf im Vergleich. Dafür enthält die WeGo-Offlinekarte auch Satellite-Bilddaten (***)
    • Es wäre müßig und unfair, alle features and functions aufzuzählen, die andere Navi-Apps haben aber in dieser simplen App fehlen. Aber auf erhebliche, entscheidende Defizite muss imho in diesem Posting eingegangen werden. Vor allem wären da 2 Dinge zu nennen. Zum einen ist das das Fehlen von Speedcam- u. Redlightcam-Infos. Weder werden fest installierte Cams visualisiert noch wird vor ihnen akustisch gewarnt. Wie bei Google Maps gibt das vollen Punktabzug, auch wenn man dieses Defizit durch Installation von POIbase, Blitzer Plus, u.ä. leicht beheben kann (**)
    • Zum anderen ist das das Fehlen eines Fahrspurassistenten (PLGA oder ALGA). Seit 2014 hat Google Maps einen (nicht verlässlich funktionierenden) PLGA. HERE könnte nachziehen, denn sämtliche Fahrspurinfos sind im HERE-Kartenmaterial implementiert, wie das Beispiel des Navigon ALGA eindrucksvoll zur Schau stellt. Auf sehr breiten Kreuzungen mit dicht aneinander gereihten Nebenkreuzungen, multiplen Fahrspuren und weiteren Abbiegungen stößt TTGM's elegante Lösung der passiven Navigationsbepfeilung auf ihre natürlichen Grenzen. Da in solchen Situationen Navigon's ALGA nicht versagt (wohl aber Sygic's ALGA manchmal!), würde ich mir für WeGo auch einen ALGA wünschen. Das Leben ist aber kein Wunschkonzert und am pragmatischsten ist es, wenn man Dinge akzeptiert wie sie sind. Ich akzeptiere, dass WeGo keine lane guidance hat; genauso muss die App akzeptieren, dass ich sie dafür abwerte. Fair ist fair. Dass ich mich auf der BAB mit der WeGo App ein paar Mal verfahren habe, z.B. Ausfahrten verpasst, schreibe ich mal der fehlenden Assistenz zu (*)
    • die 3-D Grafik im Fahrmodus und im Kartenmodus ist gut unterschiedlich, haben jedoch eines Grundlegendes gemein: zieht man sich mit 1 Finger an einer beliebig orientierten Straße entlang, so ändert sich die Perspektive von Häusern/Dächern/Straßen, als ob alles Kartographierte sich auf einer Kugeloberfläche, nämlich unserem Globus, zu befinden scheint und diese Kugel vollkommen frei ist überallhin zu rotieren, analog wie ein auf der Wasseroberfläche eines halbvollen Eimers schwebender Fußball. Im Kartenmodus verringert sich dieser floating ball-Eindruck bzw die 3-D Perspektivität ganz natürlich bei Verringerung des Perspektiven-Kippwinkels (tilt angle), bleibt aber selbst beim zero tilt erhalten, wo Sygic in eine reine 2-D Straßen-Draufsicht übergeht. diese Bodenkrümmungsgrafik ist mir aus Navitel bekannt und eine imho attraktive Art mapping-Räumlichkeit auch in Draufsichten ins Spiel zu bringen, denn unsere Bodenoberfläche ist in der Tat gekrümmt und nicht Sygic-flach . Genau genommen ist die floating ball-Analogie nicht vollständig: während der Ball durch die Eimerwand gehindert wird, sich translatorisch zu bewegen, kann die Kugeloberfläche sehr wohl (wenn auch umständlich) parallelverschoben werden: dazu muss man die Karte mit 2 Fingern fixieren und dann langsam zur Seite hin draggen, anstelle sie mit 1 Finger nach rechts zu swipen (****)
    • die 3-D Karte im Kartenmodus. Die 3-D Karte lässt sich in jeder Layer-Belegung tilten, anders als bei Sygic aber nur um ein paar Grad; dadurch bleibt die imaginäre Kamera immer auf konstanter, entfernter Höhe über dem Boden. Bei maximalem Tiefenzoom ist der Maßstab (fast) so groß wie bei TTGM, Straßen bleiben weiterhin schmal gezeichnet, wodurch enge oder kleine Kurvaturen mit erstaunlicher Detailtreue oder, sagen wir lieber, mit höherer Auflösung abgebildet werden. Wenn man unbedingt pauschalisieren möchte, so ließe sich sagen: TTGM versucht ein Mehr (Anzahl o. Kilometer) an Asphaltiertem noch irgendwie zu berücksichtigen und benutzt dabei eine verniedlichende Straßen-Darstellung, während WeGo prinzipiell kein dumbing down bei der Auflösung betreibt, wohl im Gegenzug einiges Asphaltiertes gar nicht erst kartographiert; letzteres wäre als vereinfachte Straßen-Darstellung (Abstraktion) zu bezeichnen und kann durch Aktivierung der Layer-Belegung Satellite sichtbar gemacht werden. Wahrzeichenbauten erstrahlen in voller Pracht, und von 3-D Häusern verbleibt ein durchsichtiges nutzloses Liniengerüst für den Umriss ihrer individuellen Bauhöhen. Die Karte lässt sich ziehen, zoomen, rotieren, norden und auch tilten. Das Zoomen geht fantastisch flüssig und wird auch von der App selbst als Animation verwendet, etwa um zwischen Orten auf der Karte zu hopsen. Der eigene GPS-Standort wird durch einen witzig animierten grünen Ring markiert. Pfeile für Fahrbahnrichtungen sind häufiger eingetragen als in der Sygic-Karte. Bei den WeGo-Offlinekarten ist die Layer-Belegung Satellite verständlicherweise mies aufgelöst, das Satellitenbild sehr verschwommen; sobald man das Häkchen bei "Use app offline" entfernt, werden die Daten für ein schärferes Bild automatisch nachgeladen. Leider erreicht weder die Bildschärfe noch die Bildinformation, geschweige die maximale Auflösung, das hohe Level von Google Maps' Satellitenbild. Dafür ist der durchschnittliche Datenverbrauch auch nur 150KB/s beim maximalen Tiefenzoom Satellite (~530MB nach 60min), abhängig von Fahrgeschwindigkeit im Kartenmodus. Die Satellitenbild-Möglichkeit wertet den WeGo-Kartenmodus um einen vollen Punkt auf (*****)
    • die 3-D Karte im Fahrmodus. Die Karte ist stärker gekippt, dass man den Horizont sieht; der tilt angle ist fest, nicht veränderbar. Sobald man die Karte berührt, erscheinen die Controls (Zoom-In, Zoom-Out) und man kann die Karte bedienen (ziehen, parallelverschieben, drehen, zoomen, nicht kippen). Allerdings stoppt damit das Tracking, d.h. die Kamera verfolgt nicht mehr automatisch den grünen Pfeil, also uns den Autofahrer. Diesen Zwischenmodus, nennen wir ihn 'Halted', haben auch die 3-D Grafik-starken Navi-Apps Sygic und Navitel; dann muss immer ein Button getappt werden, damit der trackende Fahrmodus fortgesetzt wird. In Sygic heisst der Button passenderweise 'Resume'. In WeGo's Halted Fahrmodus könnte z.B. ein Beifahrer die umliegende Gegend in 3-D auskundschaften, virtuell über die Dächer fliegend auf konstanter Höhe bei maximal eigenstelltem Tiefenzoom, dessen Auflösung btw sehr passabel ist. Viel sinnvoller wäre es, wenn der trackende Fahrmodus Bedienelemente hätte wie etwa bei Navitel (Track Up/North, 3D/2D, Zoom-In/Zoom-Out), zumindest aber die Möglichkeit zu zoomen! Aber so, wie die Dinge z.Z. sind, finde ich den Maßstab (s. Navigon) im trackenden Fahrmodus viel zu klein, absolut inakzeptabel. Da hilft auch ein Handy-Drehen von landscape nach portrait nicht. Wie gesagt, der Halted Fahrmodus hat einen begehrenswerten Tiefenzoom (****), der trackende Fahrmodus bietet gar keine Zoom-Möglichkeit (*). Gesamtnote dementsprechend (**)
    • Sehe ich richtig, dass der NAVIGATION Fahrmodus nur 1 maneuver arrow links oben anzeigt? Oic. Alle anderen Apps haben 1-2 maneuer arrows. (dtsch. Manövervorschau). Immerhin berücksichtigt die Voice Guidance (VG) einen imaginären zweiten Pfeil, wenn das zweite Manöver kurz auf das vorige Manöver folgt. Auch sehe ich am spot check FRA Airport, dass die VG 100% vollständig ihre Liste der Navigationsschritte abarbeitet, also jede mögliche Abzweigung kommentiert: dort, wo die VG anderer Apps schludert o. Anweisungen verschluckt, besteht WeGo die Prüfung fehlerfrei wie Navigon, Hut ab! Zur Navigation gehört aber nicht nur VG. Die VG ist nur eine der möglichen Navigationselemente. Die anderen sind der 2nd maneuer arrow und die Fahrspurassistenz. Und die hat WeGo nicht. (****)
    • Verkehrsdaten u. Stauzeiten werden bei der Routenberechnung mit eingerechnet und während der Fahrt frisch verarbeitet. Ich halte mich zurück beim Testen und Bewerten, andere Leutz haben das bereits eingehender getestet, und ich höre oft, dass Google Maps am besten in diesem Segment ist. Jede App, die behauptet mit Verkehrsdaten umzugehen, bekommt dieselbe Note von mir, schluss ende fertig aus (***)

    Fazit: Meine Augen und Fahrunkünste kommen nicht damit zurecht, dass das 3-D Fahrmodus TRACKING in so kleinem Maßstab stattfindet. Und zur Auto-Navigation gehört imo nicht nur eine tadellose, vorausschauende VG, sondern auch Elemente wie ein 2nd maneuer arrow und Fahrspurassistenz. Und beides habe ich in WeGo noch nicht selbst gesehen, und die App warnt auch nicht vor Speedcams. Das Screen-Layout im Fahrmodus sieht zwar professionell und übersichtlich aus, aber auf der BAB musste ich immer WeGo die Schuld geben, wenn ich mich vermanövert hatte. Wenn ich schon eine Navi-App beim Fahren verwende, dann soll es auch einen umfassenden Job erledigen wie ein PNA. Ansonsten blamiere ich mich nach verfehlten Manövern. Unterm Strich bleibt WeGo eine sympathische simple App, schnell zu meistern wegen wenigen Detailfunktionen u. Einstellmöglichkeiten, vielseitig einsetzbar, besonders für Fußgänger, ÖPNV, Fahrrad und evtl auch Pendler. Für mein Handy ein Must-Have und die allererste Wahl, wenn ich ohne Auto unterwegs bin. Noch vor Google Maps.

    ...last updated 2018-03-27....

  • MapFactor ist ein Zwischending bzgl Bodennähe, wesentlich besser als Sygic Drive Mode und x-mal besser als Navigon, aber Tomtom unterlegen (GIF-Recording rechts): (click pic to enlarge!)

    [IMG:https://abload.de/img/tribseesthumb7wk6a.gif], [IMG:https://abload.de/img/anithumbpsp10cs6fj8x.gif], [IMG:https://abload.de/img/mapfactor1603bkzd.gif]


    In diesem Post ging es mir um die Dokumentierung/den "Beweis", dass Sygic prinzipiell in der Lage wäre, im Drive Mode einen ähnlichen Tiefenzoom-Effekt zu produzieren wie Tomtom, wenn auch mit kantigeren Fahrbahnrändern. Viel müssten die Programmierer dafür bestimmt nicht tun. Ich hoffe, dass dieses "Feature" in Zukunft kommen wird, und habe es bei der Sygic Softwareschmiede als Feedback hinterlassen. Meine Daumen sind gedrückt.

    Mein Riecher hat mich dazu geführt die App namens Sygic Car Navigation (v15.8.6 standalone for Android phones, ©2014 Sygic a.s., last updated 2018-03-09) zu installieren und anzutesten, FREE 7 Days Premium Traffic World Trial. Man kann die App mit dem Auto Dashboard verbinden, muss man aber nicht.


    Und was soll ich sagen? Unsere Sygic GPS Navigation App ist im Grunde nichts anderes als diese klassisch alt & professionell wirkende Car Navigation App, nur im modernisierten neuen Gewand plus einigen Vereinfachungen u.a. Wegfallen/Verbilligung; vielleicht vergleichbar mit der Neueinkleidung von Win98SE auf WinMe oder der Neuverfilmung von Fame oder dem Unterschied zwischen Navigon Europe und Navigon Select. Beide Sygic App Releases sind, abgesehen vom verwendeten Farbschema, Fonts und Anordnung von items, so übereinstimmend in vielem (Einstellmöglichkeiten, Einstellungen, VG, ALGA, Traffic, Karte, Leistung, Fehler, Grafik, usw usf), das ist schon nicht mehr feierlich. Beim Wechsel des Gewands wurde abgestaubt, alte Dinge neu angeordnet, und wenige alte Funktionen fielen weg, so dass in unserer App v17.3.x die Bedienung vereinfacht ist. Ja, die Car Navigation App ist klassisch umständlich zu bedienen, ihre Benutzeroberfläche imho nicht für flotte ungeduldige oder junge Typen geeignet.


    Wegfallen heisst im Umkehrschluss, dass die Car Navigation mehr kann, mehr zu bieten hat. Zum Beispiel hat sie wie HERE WeGo eine interaktive Kartenvorschau der einzelnen Manöver aus der Liste der Navigationsschritte. Und besonders die Grafik spielt in einer doch höheren Liga (Schilderfarben, JunctionView, Speed-Assistent, Tiefenzoom, 3-D Häuser, Hügel u. Höhenunterschiede, Detailgestaltung), auf professionellem Niveau. Ihr Kartenmaterial basiert wohl auch auf TomTomMap-Rohdaten, und so ist es interessant zu sehen, dass unsere App nur das Nötigste rauszieht. Für unsere App wurde also nicht nur die Bedienung vereinfacht, sondern auch die Ausbeutung der TTM data, ganz klar ersichtlich. Es muss ja auch ein Grund übrig bleiben, weshalb Sygic Car Navigation Premium Traffic HUD World Lifetime 34.99€ (einschl. -50%) kostet, mit der Option Car Connectivity sogar 59.99€ (einschl. -50%).


    Apropos, bei der Grafik haben die 3-D Häuser unterschiedliche Bauhöhen, aha. Wie gesagt, das Farbschema ist anders. Aber jetzt kommt's. "prinzipiell in der Lage wäre" ... nicht nur prinzipiell! Dieses App-Release lässt den User im trackenden Fahrmodus tief reinzoomen, da schau einer an (AniGIF/256Far/OptPal/IncWin/820x720/10fps<10MB):

    [IMG:https://abload.de/img/tribseesdoublenewago8s.gif]

    (click pic to enlarge!)


    Weshalb die Entwickler beim Gewandwechsel von Sygic (Car Navigation v15.x.x) aufs neue Sygic (GPS Navigation v17.x.x) den maximal möglichen Tiefenzoom im trackenden (im Gegensatz zum Halted) Fahrmodus so stark eingeschränkt haben, verstehe ich nicht. Hat vielleicht auch mit dem Preis zu tun: wer billiger kauft, sieht billiger. Wer ambitioniertereGrafik will, hat die Möglichkeit Car Navigation zu kaufen. Fair enough!


    Da die 2 Apps prinzipiell das Gleiche können u. machen, macht es Sinn nur eine der beiden zu behalten. Ich brauche mir jetzt nicht mehr zu wünschen oder vorzustellen, wie Sygic mit starkem 3-D Tiefenzoom im (trackenden) Fahrmodus aussieht. Hier sehen wir's ja. Und gefällt's mir? Ja schon. Würde unserem Sygic v17.x.x Release auch gut tun! :love:8)


    Zum direkten Vergleich frische GIF's von Navigon - Mapfactor - HERE WeGo:

    [IMG:https://abload.de/img/threesomsmalldsrpm.gif]

    (click pic to enlarge!)

    Und Google Maps - TTGM:

    [IMG:https://abload.de/img/tomtomgmaps1809prs4.gif]

    (click pic to enlarge!)


    .

  • Ich für mein Anteil benutze z.B. keine App von diesen. Ich benutze die App von Sminno. Der Grund dafür ist, dass sie, obwohl sie kostenlos ist, viele Features hat, wie z.B. Navigation und Musik.

  • Hallo Leech,

    zu Deinen Bemerkungen zum unterschiedlichen Zoom von Sygic App und Sygic Carnavigation schrieb ich Dir schon, dass die App Carnavigation für das Spiegeln der Navigation via CarPlay oder Android Mirroring auf die unterschiedlichsten Auflösungen der Automediasysteme gedacht ist und Rücksicht nehmen muss.

    Da geht nicht die höchste Auflösung, sondern nur die für alle Passende.


    Zu Deiner Abstimmung.

    Da Navigon als App stirbt, bleiben zumindest für die PKW Navigation nicht mehr viele Apps übrig, zumal du noch GMaps ausschließt.

    Sygic steht wohl in der Qualität vorne an und kommt der Navigon noch am nächsten.

    Waze habe ich nach 3 Minuten wieder runtergeschmissen, sieht für mich nicht schön aus, um es nett zu beschreiben.

    Andere jucken mich nicht und die Fahrrad und Touren-Apps, z. B. gpsies und Andere, die es sonst noch gibt scheiden hier wohl aus.


    Deine Umfrage wird ein totgerittenes Pferd.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

    4 Mal editiert, zuletzt von PSR ()