[Umfrage] Welches sind Eure bevorzugten Smartphone Navi Apps?

  • Welches sind Eure bevorzugten Smartphone Navi Apps? 29

    Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

    Hallo zusammen,

    das neue Jahr hat begonnen, lasst uns doch einmal abstimmen, welches unsere absoluten Favoriten sind (Stand: 2018), innerhalb der zur Verfügung gestellten limitierten Auswahl und ganz abgesehen von Google Maps, das ja bei jedem vorinstalliert ist. Mir ist klar, dass viele Smartphone User nicht nur 1 Navi App installiert haben, sondern mehrere Produkte/Versionen kennen und alternativ nutzen oder schätzen. Um einen Sieger klarer herauszukristallisieren, bitte ich Euch auf Euer allerstärkstes Pferd zu beschränken; wenn's unbedingt sein muss, kann ein 2. hinzugewählt werden. Denn wenn jeder exakt 6 Stimmen abgäbe, würde dies nur das Gesamtergebnis verwässern.:/


    Wer z.B. 4 Apps toll findet und keine 2 Favoriten darunter ausmachen kann, kann gerne posten, welche dies sind, wie er/sie am Ende abgestimmt hat, usw. Meldungen und Kommentare zu den persönlichen Favoriten sind gerne willkommen! :saint:


    Vielen Dank im voraus für die Teilnahme an der Umfrage! :thumbup::thumbup:

  • TT GO Mobile vs. Sygic vs. Navigon OLD.

    1 Navigationsbeispiel im NRW Ruhrgebietauf (Autobahn-Rundfahrt), das zum direkten Vergleich meiner 2 bevorzugten Android Apps dienlich sein dürfte. Dafür habe ich die Vorschauansichtsfunktion (auch Route Preview, Navigationssimulation, Demo, Demonstration genannt) beider Apps verwendet. Nur wenige Apps besitzen diese imo sehr nützliche Funktion (TomTom Go Mobile, Sygic, Navigon, CoPilot, iGo, MapFactor, Navitel und welche noch?); man kann sich selbst ausmalen, zu welchen Zwecken eine Navigationssimulation nützlich sein könnte, wenn sie nicht gerade für direkte Konkurrenzvergleiche missbraucht wird. Wer beide Apps bereits gut nutzt/kennt, wird die 3 Videoclips (2018) zeitverschwenderisch finden, na ja:

    Google Maps v9.70.1 (Feb 2018)

    Früher war GMaps sehr simpel, verfügte nur über Grundnavigationsfunktionen, bestach aber immer schon durch das flächendeckendste Kartenmaterial (inkl. Waldwege, Rest der Welt). Die Android App hat sich über die letzten Jahre kräftig weiterentwickelt und ist mittlerweile sicherlich die Sieger-App in jeglicher Hinsicht, wenn's nicht gerade um zugeschnittene Premium Kfz-Navigation gehen soll. Sie muss als die Referenz-Allrounderapp gelten und steht auch in nichts mehr dem kostenlosen Allrounder HERE WeGo nach. Alles, was HERE kann, kann GMaps auch und zwar einen Tick besser und noch viel mehr. Wer Navi-Apps mag, wird aber auch nicht auf HERE verzichten wollen. Sie ist gratis, modern, flott & effizient (auch in der Bedienung) und sehr sehr sympathisch.


    Navigon NEW konnte ich in den 7 Tagen nicht hinreichend testen, deswegen werde ich kaum Gutes/Schlechtes aus eigener Langzeit-Testerfahrung darüber berichten können. Bislang bleibt es nur bei meinen gemischt-negativen Eindrücken, die diese junge Android App-Version bei mir hinterlassen hat.


    Anlässlich der monatelangen Berichterstattung über das Loch auf der Autobahn vor Tribsees (SZ: 1, 2, 3, u.a.; SPON: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, u.a.) können wir die Verkehrsinfos der 5 obig genannten Apps miteinander vergleichen. Parallel stellen wir fest, dass die Apps unterschiedlich tief reinzoomen können und dass die Karten bei maximalem Zoom-In über unterschiedlich hohe Detailgenauigkeit verfügen (Darstellung von Gegenfahrbahnspuren, Parallelspuren, Spurenrichtung).


    Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, deswegen keine ausführliche Dokumentation/Erörterung von mir, sondern nur das Bildmaterial mit einzelnen Stichpunkten, geordnet nach max. Tiefenzoom.


    Navigon:

    [IMG:https://abload.de/img/navigonfullanp7x.png]


    Sygic:

    [IMG:https://abload.de/img/sygicfullnfpmu.png]


    Here:

    [IMG:https://abload.de/img/herefullotqu4.png]


    Tomtom:

    [IMG:https://abload.de/img/gofullkaqqx.png]


    Gmaps:

    [IMG:https://abload.de/img/gmapsfull1wpra.png]


    Visuelles Kartenmaterial:

    • Gmaps kann mit Abstand am tiefsten reinzoomen, hinzu kommt dadurch (fast logischerweise) die höchste Detailgenauigkeit und -vollständigkeit, der Wahnsinn! Kartografiert werden auch Waldwege, Wanderwege, Fahrradwege, u.a. Karten-Note: Sehr Gut+
    • Tomtom kann auch sehr tief reinzoomen, was besonders im Drive Modus einem 'Cockpit View'-Feeling zugute kommt dank der breiten Spur und damit verbundenen Extrainformation für den Fahrer. Alle wesentlichen Spur-Informationen in Fahrtrichtung und Gegenfahrtrichtung sind im Kartenmaterial integriert, aber u.U. nur im Drive Modus anhand des PLGA erkennbar. Karten-Note: Sehr Gut-
    • Sygic verwendet primär Kartenmaterial von Tomtom, was erst einmal einen echten Pluspunkt bildet. Leider lässt die App den User überhaupt nicht tief reinzoomen! Und auch fehlen mancherorts Fahrtrichtungspfeile, obwohl diese in der Tomtom App dargestellt sind. Auch hier lässt der verlässlich erscheinende ALGA durchscheinen, dass alle wesentlichen Spur-Informationen im Kartenmaterial integriert sind. Weshalb Sygic die App und damit den Nutzer mit dem fehlenden Tiefenzoom beschneidet, bleibt mir verborgen. Ich hoffe sehr, dass Sygic den Tiefenzoom bekannt aus der Tomtom App in Zukunft anbieten wird. Dann hätte ich nichts mehr Wesentliches an der App zu kritisieren. Karten-Note: Gut
    • Here präsentiert stellenweise imho zu vereinfachtes Kartenmaterial oder Straßendarstellung; wesentliche Straßeninformationen wie Gegenfahrbahn und Parallelspuren werden in der Karte geschluckt und alles zusammen als 1 einzelner Strich abgebildet, so wie eine dtsch. Autobahnstrecke aus dem Weltraum wohl auch aussehen würde, nämlich als Strich auf dem Globus lol. Diese "Einzelstrich-Straßenabbildung" der Realität ist mir besonders auf Autobahnen zu primitiv und ungenau. Und i.A. scheinen mir die Straßen zu dünn gezeichnet, was jegliches Reinzoomen hinfällig macht. Außerdem verfügt Here iirc über keinen Fahrspurassistenten. Immerhin werden besondere/große Gebäude in 3-D Darstellung gezeichnet; nicht so gut und zahlreich wie in der Sygic App, aber besser als Navigon. Im 3-D Drive Modus kann man ganz passabel tief reinzoomen, was eine hilfreiche Perspektive auf die Straßenlage erzeugt. Karten-Note: Befriedigend+
    • Navigon verwendet primär Kartenmaterial von Here. Die Darstellung der Straßen ist hier leicht besser. Enttäuschend ist jedoch, dass man hier nicht genauso tief wie bei Here reinzoomen kann. Deswegen finde ich den 3-D Drive Modus vergleichbar unglücklich wie den 3-D Drive Modus bei Sygic. Millionen Fahrer stören sich nicht am 3-D Drive Modus von Sygic oder Navigon, deswegen ist mein persönlicher Geschmack nicht repräsentativ. Im Kartenmaterial sind Spuren- und Fahrtrichtungsinformationen integriert, ansonsten würden Navigons PLGA und ALGA nicht funktionieren. Allerdings bestätigt Youtube Clip3, dass auf das Erscheinen des ALGA kein Verlass ist; da steckt ein fetter Bug im Code drin! Karten-Note: Befriedigend
  • Seit Monaten aktuell ist die katastrophale Verkehrslage auf dem Luftlinien-Streckenabschnitt zwischen VON:Anschlussstelle Bad Sülze und NACH:Anschlussstelle Tribsees, den man eigentlich auf der Autobahn [A20] (E22) hinter sich brächte und der seit 2 Wochen in beide Richtungen komplett gesperrt ist, unzugänglich für den normalen Autofahrer.


    Die von den Apps 5 jeweils angeblichen Verkehrssituationen fand ich interessant per Tiefenzoom zu untersuchen; im Grunde unterscheiden sich alle 5 hinsichtlich Meter-für-Meter, Spur-für-Spur und inhaltlich, dass es gar nicht möglich/praktikabel wäre im Einzelnen z.B. in Tabellenform aufzuzeigen, was die eine App über den einen 1m-Spurenabschnitt berichte im Vergleich zur anderen App.


    Ganz detailliert, wild und dadurch "pseudo-vollständig" sieht das Verkehrsbild von Tomtom aus, was mich dazu verleitet anzunehmen, dass hier nicht mit groben und/oder veralteten Verkehrsdaten gearbeitet wird. Doch die Daten scheinen veraltet zu sein, denn auf meiner Navigationsspur gibt es keinen Hinweis auf einen Road Block. Und so navigiert mich die App schnurstracks zum Ziel, was in der Praxis schon seit 2 Wochen nicht mehr möglich wäre:

    [IMG:https://abload.de/img/tomtomg9j4o.png]


    Die Sygic Karte stammt primär von Tomtom, wie Sygic bewirbt. Die überlagerten Verkehrsdaten stammen auch von Tomtom, was Sygic auch bewirbt. So verwundert es nicht, dass die App genauso schnurstracks durchs praktisch Unmögliche navigiert:

    [IMG:https://abload.de/img/sygicq8jpl.png]


    Die visuelle Verkehrsdarstellung in Here sieht ziemlich grob aus, nicht wirklich differenziert. Falls Detailinfos zu Staus, Blockaden, Unfällen, u.ä. verarbeitet sind, kann der Nutzer solche aber nicht abrufen. Ich weiss nicht, woran es liegt, aber vor Fahrtantritt schlägt die App eine abenteuerlich lange Route vor:

    [IMG:https://abload.de/img/screenshot2018030422055sz3.png]


    Navigon scheint seine Verkehrsdaten nicht von Here zu beziehen. Vor Fahrtantritt schlägt die App zwar auch die falsche geradlinige Verbindung vor, aber bei Fahrtantritt kommt die Meldung, dass sich aufgrund der aktuellen Verkehrslage die Route geändert habe. Und zum ersten Mal sehen wir die Route, die in der Realität von den Kfz-Fahrern seit mehreren Wochen gefahren wird, nämlich durch\über Langsdorf:

    [IMG:https://abload.de/img/navigonfzkpo.png]


    Gmaps zeigt schon vor Fahrtantritt diese Route an und scheint wegen der hohen Straßenauflösung auch über die detailgenaueste Beschreibung der Verkehrslage zu verfügen. Und offenbar auch über aktuellere Verkehrsinfos als Here, Tomtom und Sygic:

    [IMG:https://abload.de/img/googlemapsl3kte.png]


    CoPilot zeigt in seiner popeligen Karte gar keine Verkehrsdaten an, verarbeitet aber solche im Hintergrund. Die vorgeschlagene Route umfährt auch den gesperrten Streckenabschnitt korrekterweise und scheint mir noch am kürzesten. Die App konnte ich im vollen Umfang 7 Tage lang testen, und wie ich finde hat sie gar keine besonderen Stärken, sondern fällt eher dadurch negativ auf, dass sie in allen Vergleichsaspekten der Navigon App unterlegen bleibt. Eine imo sehr schwache App im Vergleich, die es nicht einmal verdiente, ernsthaft als Konkurrenz zum Trio Tomtom/Sygic/Navigon in Betracht gezogen zu werden:

    [IMG:https://abload.de/img/copilotjgjqi.png]


    MapFactor kennt in seiner FREE Version 3.1 zwar keine Live HD Traffic Informationen. Dafür stellt die App das quasi nicht vorhandene 100m-Streckenstück genauso dar und umfährt es auf unerhörte Weise wtf:

    [IMG:https://abload.de/img/mapfactor.navigatorfvs4j.png]


    Navitel hat kostenlose Traffic-Daten, "jams" genannt, deren Genauigkeit von der Anzahl anderer Navitel-Nutzer im Umkreis abhängt, ähnlich wie bei Google Maps. Bei erwartetem zähen Verkehrsfluss wird nur die Navigationsroute selbst abschnittsweise ampelfarbig eingefärbt, es gibt auf der Karte ansonsten keine weiteren Markierungen von Verkehrsvorfällen wie Blockaden, Baustellen, Unfällen. Der Nutzer kann nur erahnen, dass ein Streckenabschnitt wegen Verkehrsvorkommnissen gemieden wird:

    [IMG:https://abload.de/img/navitelizskz.png]


    Die Rätsels Lösung, MapFactor zeigt dank seines Anwohner-editierten realitätsnächsten OSM-Kartenmaterials wie der ostwärts gerichtete Verkehr vor Ort von den Behörden tatsächlich umgeleitet wird, nämlich über eine seit geraumer Zeit existierende Behelfsausfahrt Langsdorf, die natürlich in keiner kommerziellen Karte enthalten ist, weil es sich um eine temporäre Umleitungsinstallation handelt. In diesem Fallbeispiel ist die OSM-basierte App der Sieger, ganz ohne tagaktuelle Verkehrslage (Stau, Sperrung, einspurig, zweispurig):

    [IMG:https://abload.de/img/tribseeosmp5qde.png]


    Fazit: Die [A20] vor Tribsees war jetzt nur 1 Fallbeispiel. Zu wenig für eine abschließende faire Beurteilung der Verkehrskünste aller 5 Apps. Für einen Pen**er stellte sich Gmaps als Sieger heraus; angeblich seien die Gmaps Verkehrsinfos in der Regel am verlässlichsten/aktuellsten, und Gmaps würde auch sofort Ausweichrouten vorschlagen (wir lassen mal Waze außen vor!). Dass nach 2 Wochen die Tomtom App immer noch nicht über einen Road Block in beide Richtungen Bescheid weiss, lässt aufhorchen.

  • In diesem Post gehe es um MapFactor (kurz: MF) Android App, die auf OpenStreepMap vs. TomTomMap (MF-OSM vs. MF-TTM) Kartenmaterial basiert.


    Meine talking points, was es zu erwähnen gibt:

    • Im Vergleich zu TTM bietet OSM eine detailliertere bzw vollständigere Aufzeichnung von Straßen auch abseits der Kfz-Straßen wie Wanderwege, Waldwege, Feldwege, Fahrradwege, Fussgängerzonen, u.ä. und kommt in dieser Hinsicht noch am nächsten an die Detailfülle (aber nicht Zoomtiefe) von Google Maps heran, würde im fairen 1:1-Vergleich sogar höher punkten. Spureninformationen sind auch implementiert, wohl ohne Garantie auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. MF-OSM ist wohl die kartographisch detailreichste Navigationskarte auf dem gesamten Kartenmarkt und hat gerade für Deutscheland fantastisch detailliertes FREE Kartenmaterial, ganz abgesehen von der "3-D Gebäude-Darstellung" kleinster Häuser in kleinsten Dörfern, der Wahnsinn.
    • wie exemplarisch gezeigt, ist auch die Anzeige & Warnung vor fest installierten Speedcams und Ampelcams absolut vollständig, korrekt, und aktuell. Hut ab!
    • MF-TTM basiert auf denselben lizensierten, "professionally error-free" Kartendaten wie TomTomGoMobile (TTGM) und Sygic. Diese Datenfehlerfreiheit bzw Datenprofessionalität lässt sich MF von den Usern bezahlen, schließlich muss die Firma ihren Lizenzverträgen nachkommen. Anhand von Vergleichssimulationen mit TTGM aufgedeckte Fragwürdigkeiten während der MF Navigation wären somit nicht mehr dem Kartenmaterial selbst in die Schuhe zu schieben. Das Kartenmaterial selbst hat im Grunde Top-Qualität, wird aber durch die MF Grafik-Limitationen nicht in vollen Zügen ausgereizt
    • extrem leserliche farbige/breite (sogar anpassbare) Zeichnung der Navigationsspur mit fettem grünen Manöverübersichtspfeil. visuelle Greifbarkeit ist praxisorientiert und wesentlich für auf Bildschirm angewiesene Nutzer.
    • Navigationssimulation von beliebig A nach beliebig B ohne GPS-faking Tricks sofort durchführbar; ab 2.0x-facher Simulationsgeschwindigkeit ruckelt die Grafik
    • auf Anhieb leserlicher PLGA plus große blaue Pseudo-Visualisierung von (besonders in MF-TTM kompletten) Wegweiserschildern, nach meinem Empfinden noch besser als in Navigon. zusammen ist das hilfreicher als von anderen Apps her bekannt
    • vernünftige Auswahl von Funktionen, klassischen Tasks, oft auch über Kontextmenü erreichbar. so gesehen ist die Bedienung gar nicht mal so unintuitiv!
    • Die OSM Datenqualität in einigen Ländern genügt nicht professionellen Ansprüchen, dort muss man sich nicht wundern, wenn der MF-OSM PLGA ab und an Unverständliches kurz aufblitzen lässt. Die Voice Guidance (VG) scheint sich wie bei allen anderen Navi Apps nach den 1-2 maneuver arrows zu richten und ist mir nicht negativ aufgefallen. MF-TTM sorgt bei diesen wesentlichen Navigationselementen (PLGA, VG) gerade für in betroffenen Ländern/Gebieten merkliche Besserung. Da der PLGA 100% vom geladenen Kartenmaterial abhängt, ist das TTGM-professionelle Fehlerfreiheitsniveau bzgl PLGA+VG im MF-TTM Betrieb nahezu schon erreicht. Das gelegentliche Vorhandensein von kleinsten Abweichungen von der TTGM Referenz wird reportiert und bedeutet Raum für zukünftige Code-Verfeinerung.
    • Eine Eigenart des PLGA kann man an manchen Kreuzungen innerorts beobachten: auf Fahrbahnen mit weiß planierten Fahrspurrichtungspfeilen reproduziert der PLGA erst einmal ein Spiegelabbild/eine Kopie davon in Grün für einen Moment, d.h. alle PLGA-Pfeile sind grün und zeigen grün in diverse Richtungen. Erst in Nähe zum Abbiegemanöver weist der PLGA dann auf die einzig richtig zu nehmende Spur hin, und die restlichen Pfeile ergrauen mit einem roten Durchkreuz. In solchen seltenen Fällen nicht verwirren lassen, sondern sich durch die VG, die ja auf den 1-2 maneuver arrows basiert, auf den Spurwechsel schon einmal vorbereiten.
    • Für 14.99€ (19.99€) bekommt man GermanyTTM (EuropeTTM) und das Recht zu einem beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft die Karte für 8.00€ (10.00€) einmalig upzudaten, jedes weitere Update kostet genauso immer wieder. Jedes Kartenupdate, das man vollziehen möchte, kostet also. TTM Updates für MF sind genauso häufig/regelmässig wie TTM Updates für TTGM, etwa 4x pro Jahr. Wer jedes Update mitnehmen möchte, hat nach 1.0 Jahr also 15+8+8+8 (20+10+10+10) für MF-TTM bezahlt. Man kann aber auch sparen und je nach Sinn und Laune ein Karten-Update beziehen, z.B. alle 2 Jahre einmal (oder ganz darauf verzichten). Die einmal bezogene TomTom Karte bleibt erhalten (auch als Re-Download!) und weiterhin nutzbar, läuft nicht ab. Je nachdem, wie updategeil man ist, ist MF-TTM also günstiger oder teurer im Unterhalt als eine Jahreslizenz von TTGM. Die Bepreisung von MF-TTM ist in jedem Fall eine spannende Sache!
    • Für 6€ habe ich mir als In-App Käufe das sog. Mega Pack (= HUD + Alternative Routes + Werbungsfrei) geleistet. Mir fiel auf, dass bei sehr kurzen Start-Ziel Aufgaben MF nur eine Route vorschlägt, wohingegen Navitel für dieselbe Aufgabe drei Routen vorschlägt. Navitel schlägt also auf Teufel komm raus drei Routen vor, egal wie sinnig oder unsinnig sie seien. Ich werde das noch weiter testen und beobachten. Vielleicht leiste ich mir auch die Live HD Traffic Daten, denn da würde die Alternative Routes-Berechnung so richtig Sinn machen
    • man kann tiefer in vertikaler als in horizontaler Handy-Orientierung 3-D reinzoomen. Damit ist meine Handy-Orientierung für diese App klar.
    • die "3-D Gebäude-Darstellung" beschränkt sich wie bei Sygic auf das
      CAD-automatisierte Hochziehen auf gleiche Bauhöhen, d.h. eine Garage hat dieselbe "Gebäudehöhe" wie ein Hochhaus. Naja, besser als nix.
    • die Karte in 3-D ist nur im Fahrmodus zugänglich, dann auch nicht surfbar, zudem beschränkt auf einen festen Betrachtungswinkel (weder Kippen, Tilten noch Schwenken der Karte möglich). die 3-D/2-D Karten lassen sich auch nicht manuell in andere Himmelsrichtungen frei rotieren/ausrichten. diese Limitation in den grafischen Fähigkeiten kann in der Praxis ignoriert werden, ausserdem vereinfacht dieser Umstand die Bedienung der Karte im Fahrmodus, welche der Navigon-Kartenbedienung ähnelt, d.h. neben dem non-tracking(!?) 2-D Überblick kann man im Grunde nur ein bisschen rein-/rauszoomen. eine versehentliche Karten-Fehlbedienung während der Fahrt ist bei Navitel, Navigon und Sygic möglich, hier nicht.
    • die App als Ganzes hinterlässt aufgrund der altbackenen Karten-Optik einen unnötig minderen ersten Eindruck, daher rate ich bei der Einstellung "Settings>>Advanced>>Map renderer" erst einmal auf "Map renderer:Hardware" umzustellen. Dadurch wird die Grafik schöner, moderner, glatter gezeichnet, nicht mehr so pixelig wie in der Standardeinstellung "Map renderer:Automatic". Allerdings verbraucht diese Einstellung am meisten Strom.
    • MF-TTM und MF-OSM Navigation sehen wie eineiige Zwillinge aus, d.h. der TTM-Bezahlende bekommt keinen stärkeren Tiefenzoom oder die buntstöckigen Dächer, wie aus der TTGM App bekannt und geliebt. Cruisen in einer City sieht absolut gleich aus, cruisen in einem Dorf sieht mit TTM stellenweise nackter aus, da OSM in jedem Fall mehr kartographische Details abbildet.
    • Obwohl dasselbe Kartenmaterial verwendet wird, gibt es manchmal merkliche Unterschiede in der VG Verbosität: TT PNA (sehr wortreich) > TTGM > MF-TTM ≥ MF-OSM > Sygic (wortarm). Generell sollte man die TextToSpeech-Sprachengine verwenden, wenn die VG auch Orts-/Straßen-/Ausfahrtsnamen aussprechen soll. Die mäßige Verbosität von MF geht schon in Ordnung und kann in den Einstellungen verändert werden.
    • Wenn eine App anfangs umständlich zu bedienen ist, siehe auch TTGM oder auch Navigon, muss man sie nicht gleich wieder abtun und deinstallieren. Man sollte die Stärken zumindest kennen und schätzen lernen. Mit etwas Übung und Verständnis beherrsche ich nun die etwas umständliche Bedienung der tbh nicht komplexen GUI und finde mittlerweile Gefallen und Spass daran.
    • Live HD Traffic Europe, powered by TomTom, kostet jährliche 9€. Dieses Feature ist im Sygic Einmalpreis und im TTGM Jahrespreis mit inbegriffen. In MF habe ich es noch nicht getestet.

    Fazit: Ich denke, das ist mit den meisten populären Navi Apps so: je länger man sich mit einer konkreten Navi App auseinandersetzt, damit beschäftigt, an die Bedienung gewöhnt, die Unterschiede gegenüber der Konkurrenz kennenlernt, umso mehr schätzt man die wenigen Stärken, die für bestimmte Zwecke dienlicher sind als das, was die ansonsten bevorzugte Navi App hierzu anbietet. MF war keine App, die mir auf Anhieb, z.B. optisch/grafisch, zusagte; bis v3.1 empfand ich die Adresssuche einengend, das Bedienkonzept musste verinnerlicht werden, der Gesamteindruck nicht wirklich attraktiv, modern, elegant, schön ginge anders dachte ich mir. Letzten Endes bin ich aber froh, der App eine zweite, nähere Chance gegeben zu haben. Denn mittlerweile hat sie sich einen Stammplatz in meinem Repertoire erarbeitet. Sie bleibt auf meinem Handy, manches Pro finde ich einfach zu gut davon, ausserdem läuft die App bombenstabil. Das Upgrade auf MF-TTM war sein Geld wert und kann jedem Autofahrer empfohlen werden, der auf professionelle Karten-Fehlerfreiheit und somit auch fehlerfreie Navigation nicht verzichten kann/will.

  • Heute ein Simulationsvergleich der in den Apps integrierten FREE Speedcam-Visualisierungen. Mir war aufgefallen, dass die Sygic Map zwar sehr viele Speedcams und auch Redlightcams visualisiert, aber bei vielen entweder nur in der entgegengesetzten (also falschen) Fahrtrichtung alarmiert oder gar nicht alarmiert.


    Konkretes Referenzbeispiel:

    Auf der Sygic Map war mir eine 16km lange gerade Landstraße in der Voreifel suspekt, nämlich die direkte Verbindung zwischen Iternberg (Aachen) und Lammersdorf (Simmerath) über Roetgen. 12 Speedcams sollen sich auf den 16km befinden, wow! Da man mit Sygic die Navigation simulieren kann, habe ich Hin und Zurück in einer 32km-Fahrt simuliert und versucht das Ergebnis mit der TT GO Mobile Simulation, Navigon Simulation (dank GPSFake Free App!) und MapFactor Simulation abzugleichen.


    Hier die Ergebnisse der Hin / Rück Fahrt im Detail:

    GPS pos. : Sygic kmh
    cam no.
    Sygic GO Mobile TTcam
    Navigon MapFactor POIbase
    N50.71313 E6.18568
    cam#1 null / alert
    ÷ / ÷
    ÷ / ÷ ÷ / ÷ ÷ / ÷ ÷ / ÷
    N50.70466 E6.18119 : 50kmh
    cam#2 alert / null
    null / null
    unt. null / alert null / alert null / alert
    N50.70205 E6.18020 : 50kmh
    cam#3 alert / null
    ÷ / ÷
    ÷ / ÷ ÷ / ÷ ÷ / ÷ ÷ / ÷
    N50.69888 E6.18194 : 60kmh
    cam#4 alert / alert
    ÷ / ÷
    ÷ / ÷ ÷ / ÷ ÷ / ÷ ÷ / ÷
    N50.69483 E6.18380 : 70kmh
    cam#5 alert / null
    null / alert
    unt. null / alert null / alert null / alert
    N50.69337 E6.18244 : 90kmh
    cam#6 null / alert
    ÷ / ÷
    ÷ / ÷ ÷ / ÷ ÷ / ÷ ÷ / ÷
    N50.66234 E6.18919 : 70kmh
    cam#7 null / alert
    alert / ÷
    unt. alert / null alert / null alert / null
    N50.63770 E6.20152 : 50kmh cam#8 null / alert
    alert / ÷
    unt. alert / null
    alert / null
    alert / null
    N50.63522 E6.20870 : 50kmh
    cam#9 alert / null
    ÷ / alert unt. null / alert
    null / alert
    null / alert
    N50.62627 E6.23481 : 50kmh
    cam#10 alert / null
    alert / ÷
    unt. alert / null(alert)
    alert / alert
    alert / alert
    N50.63066 E6.26711 : 50kmh
    cam#11 null / alert
    alert / ÷
    unt. alert / null alert / null
    alert / null
    N50.63217 E6.27801 : 30kmh
    cam#12 null / alert
    alert / ÷ unt. alert / null
    alert / null
    alert / null

    Legende zur Tabelle:

    • violettfarbe = gilt auf der Hinfahrt
    • blaufarbe = gilt auf der Rückfahrt
    • alert = visualisiertes Cam-Icon; akustisches Warnsignal hat alarmiert
    • null = visualisiertes Cam-Icon; kein akustisches Warnsignal ist ertönt
    • ÷ = kein Cam-Icon ist im lfd. Navigationsfenster visualisiert
    • TTcam = TomTom's gratis Blitzer App
    • unt. = untested; visualisiertes Cam-Icon in TTcam App; Status unbekannt weil nicht getestet
    • reality = wirkliches Vorhandensein einer facing Speedcam
    • ? = Status unbekannt weil nicht oder noch nicht getestet
    • kmh = Sygic's Angabe zum Speedcam-Tempolimit in km/h
    • GPS pos. = Sygic's Angabe zu den GPS-Koordinaten der Speedcam

    Beobachtungen soweit:

    1. Es ist interessant, dass TT GO Mobile die cam#2 in beiden Fahrtrichtungen visualisiert, aber jeweils kein akustisches Warnsignal darüber abgibt. Ob cam#2 in Wirklichkeit existiert, in einer oder in beiden Fahrtrichtungen, erh weiss ich leider nicht sorry. Genauso visualisiert die App eine cam#5 in Hin-Richtung, gibt aber kein akustisches Warnsignal ab. :/
    2. Laut TT GO Mobile sei eine cam#7 dem Hin-Fahrer zugewandt, aber dem Rück-Fahrer begegne an dieser Stelle gar keine Speedcam. An dieser Location stehe offenbar kein "Speedcam-Paar", sondern nur eine einzelne Speedcam, und zwar in Hinfahrtrichtung. Aha, ob das stimmt, erh weiss ich leider nicht sorry.
    3. Vergleicht man Sygic-Hin mit TT-Hin (und Sygic-Rück mit TT-Rück), so stimmt nichts miteinander überein. Die einzige Übereinstimmung habe ich fett markiert. Aber hierzu widersprechen Navigon & MapFactor (cam#2 Rück).
    4. Bin mir nicht sicher, inwiefern die gratis TomTom Blitzer App korrekter auf festinstallierte Speedcams hinweist als TT GO Mobile. Dem Anschein nach deckt sich der Datenstand prinzipiell: denn überall wo TT GO Mobile im Drive Modus in einer Fahrtrichtung eine Speedcam visualisiert, zeigt die Map der TT Blitzer App auch ein Speedcam-Icon an. Leider ist die TT GO Mobile Map nicht gleichermaßen anzeigefreudig, sondern macht die Speedcam-Icon Anzeige (teilweise) abhängig von der Navigationsfahrtrichtung; das gefällt mir gar nicht! Eins kann man jetzt schon sagen: Dass auf der Strecke 12 Speedcams laut Sygic sein sollen und jede einzelne in die eine oder andere Fahrtrichtung aktiv sein soll (cam#4 sei sogar in beide Richtungen aktiv!), ist garantiert falsch.
    5. In Sygic gibt es 2 verschieden große Speedcam-Icons, das größere/dunklere flasht, das kleinere/hellere bleibt still; coole Sache, nützt aber alles nichts, wenn die Speedcam-Info murks ist, leider! Wenn ich in Sygic ein Speedcam-Icon auf mich zukommen sehe, das nicht flasht (=gleichbedeutend mit: die App gibt kein Warnsignal ab!), mutmaße ich, dass an der Geo-Position wohl eine Speedcam auf meiner Fahrseite oder auf der Gegenfahrbahnseite oder auf beiden Fahrbahnseiten stünde aber die Cam nicht auf mich gerichtet sei. Aber das ist falsch gedacht, denn man kann dem Programmierergebnis von Sygic's Entwicklerteam nicht trauen!
    6. Navigon und MapFactor zeigen nahezu Identisches an, nur bei cam#10 ist Navigon auf der Rückfahrt uneins, mal warnt die Simulation an dieser Stelle (alert), mal nicht (null). Ein Navigon Bug, guten Tag!
    7. Eine Payapp wie POIbase bringt Klarheit rein, in welche Fahrtrichtung(en) ein Blitzer in der Wirklichkeit aufgestellt ist, siehe z.B. cam#10.
    8. Die Ergebnisse von POIbase und MapFactor decken sich zu 100.0% mit dem Unterschied, dass POIbase von vornherein die cam facing-Richtung anzeigt, während sich bei MapFactor erst nach einer Simulation so eine Info erschließt.

    Fazit: Leider wohne ich nicht in der Voreifel, um die Wirklichkeit zu überprüfen. Außerdem wäre das in der Praxis nicht so einfach, höchstens als Beifahrer mit einem Stift u. Blatt u. Smartphone in der Hand. Aber wieso überprüfen? Es gibt keinen Anlass, die identischen Ergebnisse von POIbase & MapFactor anzuzweifeln. TT GO Mobile reagiert auf cam#2 und cam#10 anders als Navigon & MapFactor; wenn TT GO Mobile 2x patzt, könnte die TT Speedcam App genauso patzen? Außerdem finde es irritierend dass die Map von TT GO Mobile nicht auf Anhieb sämtliche(!) Speedcams und Redlightcams anzeigt, egal auf welcher Fahrbahnseite sie aufgestellt seien.

    • Sygic verwendet primär Kartenmaterial von Tomtom, was erst einmal einen echten Pluspunkt bildet. Leider lässt die App den User überhaupt nicht tief reinzoomen!

    Zuvor hatte Sygic in der Vogelperspektive noch mit Navigon am schlechtesten abgeschnitten, man konnte nicht wie bei Tomtom (oder gar Google Maps) auf die T-Kreuzung heranzoomen, sie blieb in weiter Ferne:

    [IMG:https://abload.de/img/test1wqjkf.png]

    Der grüne Pfeil zeigt die im folgenden verwendete kurze Simulationsstrecke (in der Realität etwa 120m lang).


    Tomtom verfügt im Drive Mode über eine imho optimal eingestellte Perspektive (einschl. Distanz zum Boden) beim 3-D Zoom und ist top in seiner Fähigkeit tief reinzuzoomen, also eine bodennahe Abbildung der umgebenden Fahrbahnen/Fahrspuren zu produzieren. Sygic greift auf dasselbe TT-Kartenmaterial zurück, lässt den User im Drive Mode aber überhaupt nicht tief reinzoomen (GIF-Recording links). Im Sygic Map Mode ist es aber durchaus möglich, bodennah "ranzuzoomen", indem man die Karte bis zum Anschlag kippt und das Strassenstück mit einem Finger zu sich heranzieht (GIF-Animation mitte). MapFactor ist ein Zwischending bzgl Bodennähe, wesentlich besser als Sygic Drive Mode und x-mal besser als Navigon, aber Tomtom unterlegen (GIF-Recording rechts): (click to enlarge!)

    [IMG:https://abload.de/img/tribseesthumb7wk6a.gif], [IMG:https://abload.de/img/anithumbpsp10cs6fj8x.gif], [IMG:https://abload.de/img/mapfactor1603bkzd.gif]


    In diesem Post ging es mir um die Dokumentierung/den "Beweis", dass Sygic prinzipiell in der Lage wäre, im Drive Mode einen ähnlichen Tiefenzoom-Effekt zu produzieren wie Tomtom, wenn auch mit kantigeren Fahrbahnrändern. Viel müssten die Programmierer dafür bestimmt nicht tun. Ich hoffe, dass dieses "Feature" in Zukunft kommen wird, und habe es bei der Sygic Softwareschmiede als Feedback hinterlassen. Meine Daumen sind gedrückt.

  • Heute ein paar kurze Worte, Nennenswertes (zuletzt aktualisiert: 2018-03-17) zu Navitel für die³ App nicht kennen und auch nicht vorhaben die 7-Tage Trial vom Playstore zu installieren. Ich war neugierig die App für dieses subjektive Forumthreadprojekt zu testen. Was fällt auf?, was gefällt mir auf Anhieb?, worin liegen besondere Stärken?, sind meine gängigen positiv motivierten Fragen beim ersten Handhaben einer für mich neuen Navi App.


    Die 3-D Grafik ist im 3-D Kartenmodus und (nordbaren!) 3-D Fahrmodus dieselbe, der begrenzt zoomfähige Perspektivenwinkel ist fest eingestellt (kein Kippen möglich), die 3-D Karte kann mit Finger(n) verschoben und gedreht werden, ähnlich wie im HERE WeGo Fahrmodus wo auch kein Kippen möglich ist. Wie bei Sygic u. WeGo werden (osteuropäische!) Wahrzeichenbauten in voller Pracht und alle anderen Häuser durch gleiche Bauhöhen abgebildet, mit dem Unterschied dass die Navitel 3-D Karte sämtliche Häuser auch von kleinsten Dörfern erfasst wie MapFactor-OSM. Wenn man also virtuell in 3-D durch die Gebäudeschluchten und engen Gassen einer kleinen Ortschaft mit dem Zeigefinger ziehen möchte, geht das nur mit Navitel, egal ob im Fahrmodus oder Kartenmodus. (****)


    Das wirklich Besondere an der Navitel 3-D Kartengrafik ist allerdings deren Bemühen auch den Fahrbahnen eine 3-D Körperlichkeit u.a. durch Höhenunterschiede und Schattenwurf zuzuordnen. Straßenbrücken, Überführungen, Unterführungen, Tunnel, nicht nur bei sich überkreuzenden Autobahnen, werden dadurch plastisch vor Augen gehalten. Bei iGO hatte ich ansatzweise so etwas zum ersten Mal gesehen, hier wird das 3-D Straßenkonzept jedoch tiefer angegangen, auch durch den passablen Tiefenzoom. Um z.B. die räumliche Fahrbahnenverteilung des FRA Airport Ankunftbogen und Abflugbogen bis ins Detail zu entwirren, fand ich diese Art von aufwendiger 3-D Kartengrafik äußerst hilfreich. Inwieweit ein Fahrer Wissen über räumliche Fahrbahnverteilungen benötigt, möchte ich nicht bestreiten. Direkte virtuelle Erkundungen per Zeigefinger-Ziehen, d.h. ohne Navigationssimulation oder Fahrmodus, von Dörfergebäudeschluchten oder von mehrstöckigen Autobahnkreuzen sind imo Paradeanwendungsbeispiele für die Navitel App und die für mich einzig hervorstechende Funktionalität gegenüber anderen Navi Apps. (*****)


    Navitel hat auch einen PLGA, sehr winzig, unscheinbar, unleserlich, und die PLGA-eigene(!) Timer-Anzeige, bestehend aus einem noch winzigeren weißen Balken der auf seine 100% Balkenvoll zusteuert, ist zwar informativ gemeint von den Machern aber am Ende mehr verwirrend als nütz. Da hätten die Macher den PLGA lieber komplett neu gestalten sollen. Kurzum, PLGA ist vorhanden aber imho gepatzt, ein Fail. Einzig die scrollende Animation der 1-2 Manövervorschaupfeile, vgl. TTGM, empfinde ich nicht als neuartige Spielerei (**)


    Die Karte an sich sieht trostlos aus. Wie gesagt, alle Häuser Deutschlands werden als gleiche hohe 3-D Quader dargestellt, die Häuser sind also da, die Straßen auch. Jedoch fehlt der ganze Rest, als wäre unser Land eine gelbe Wüste. Stellenweise ist das Kfz-Straßenmaterial von vornherein unvollständig (=wird nicht in Zukunft ausgebessert werden), oder es fallen regelmäßig bestimmte Straßendetails der Vereinfachung auf die bereits aufwendig zu programmierende 3-D Kartografie zum Opfer. Immerhin scheinen die Spureninformationen für den PLGA nicht auch zum Opfer gefallen zu sein. POI's, Hausnummern, Straßennamen (im unpassend animierten Font) sind das einzige, was die Wüstenlandschaft aufpeppt. Hier und da steht mal willkürlich ein Ampel-Symbol, und Speedcams kennt die App auch nur für Ost-Europa, denn von dort stammt das Mapping und die Software. Navitel wird afaik in Czech Republic programmiert und ist besonders in Polen, Russland und Osteuropa führend und populär. Oder war. (***)


    Navitel verfügt auch direkt über Live Verkehrsinfos, "jams" genannt also Stauinfos, ohne dass man sie umständlich hinzubuchen, bezahlen, oder aktivieren müsste. Navitel schlägt zu Anfang auch bei kurzer Start-Ziel-Entfernung drei Navigationsrouten vor, aus denen man eine wählt. Die "jams" werden dann nur innerhalb der vorgeschlagenen Navigationsroute als farbcodierte Streckenabschnitte (grün, gelb, orange, rot) visualisiert, nicht für den Rest der Karte. (***)


    Die Bedienung der GUI finde ich ungelenk, aber das haben wohl so ziemlich alle Navi Apps gemein, d.h. an diesem Punkt sollte man sich nicht aufhängen. Bedienungsliebenswürdigigkeit kann schwer objektiv verglichen werden und soll auch nicht als ausschlaggebender Maßstab für Qualität oder Güte einer Navi App dienen. Mir gefällt, dass Navigationssimulationen von beliebig A nach beliebig B ohne Tricks sofort durchführbar sind. (***)


    Die größte Schwäche in der Praktikabilität sehe ich in der wortkargen und zusammenhangslosen Voice Guidance (VG). Vor allem innerorts wird man als Fahrer nicht rechtzeitig auf bevorstehende Manöver vorbereitet, und auf Autobahnen klingt, als hätte die VG einen Sprung in der Platte ("…to the slip road …to the slip road …to the slip road"). Abgesehen davon, dass sich der Informationsgehalt von PLGA vs. 1-2 Manöverpfeilen regelmäßig beißt (was in der Natur der Sache liegt und in TTGM's PLGA elegant gelöst wurde), verwirrt die Wortkargheit, da der Zusammenhang bzw die Situation nicht klar ist, ob sich die VG auf den PLGA oder den nächsten Manöverpfeil bezieht, denn manchmal stimmt beides überein und dann wiederum nicht. Und ab und zu liegt die VG de facto falsch, egal welcher der drei Fälle der Fall ist. Wahrscheinlich leitet sich die VG nur vom ersten Manöverpfeil ab, nicht vom zweiten, und auch nicht vom PLGA. Das sture Wiederholen einer kurzen Anweisung kurz hintereinander kann aber missverstanden werden als ein 1-2 Manöver. Und hinzukommt, wie gesagt, der manchmal widersprüchliche PLGA. Alles irgendwie unstimmig und verwirrend? Stimmt genau. Spätestens hier vermisst man schmerzlich die zusammenhangsvolle Klarheit und Eindeutigkeit von Navigon's hervorragender VG oder auch TTGM's sehr guter VG. Die Navitel VG ist imho in keinem Fall ausreichend. Ich halte sie sogar für ungenügend. (*)


    Damit ist alles Offensichtliche und Wichtigste über die App bereits gesagt. Die App hat zwar wie fast jede andere Navi App noch eine Hand voll zusätzlicher Sonderfunktionen aber die sind alle minor, vernachlässigbar für die Diskussion. Wer in der Pflicht patzt, darf keine Kür vortragen. ;)


    Fazit: Überspitzt formuliert denke ich, dass keiner in his/her right mind in Deutschland-Praxis Navitel bevorzugen würde. Das DE-Kartenmaterial ist löchrig (und teilweise einfach falsch!), die Voice Guidance unter aller ***, der PLGA leider unnütz, und Speedcams fehlen. Das reicht schon, um die App direkt wieder zu deinstallieren und sie nicht weiter auf Unterschiede zur Konkurrenz hin zu untersuchen. Das 3-D Straßenkonzept ist nur für einsame Stunden auf dem stillen Örtchen geeignet zum Herumspielen, Truckfahrer brauchen da etwas Professionelleres. Im großen und ganzen kommt mir die App nicht wie eine runde harmonische Sache vor, manche Stellen sind im Detail attraktiv ausgearbeitet, andere Stellen kommen mir grobschlächtig, unausgereift vor. Needing closure, um das Kapitel Navitel für mich persönlich abzuschließen, werde ich wohl in den kommenden Tagen eine Simulation aufnehmen, auf Youtube posten, und dann endlich die App deinstallieren. Weg damit, überhaupt keine Empfehlung. Für Kfz-Fahrer hierzulande gibt es klar bessere Apps wie TTGM oder Navigon!

  • Aber jedem das was ihm Spaß macht. (…) Navigon die präziseste Software ever hat. Ich war und bin z. B. immer noch Fan der 2D Draufsicht in Fahrtrichtung. (...) Die so schlechte Bewertung im Google Play Store ist gegensätzlich zu Testberichten in Fachzeitschriften und den Erfahrungen auch hier. (...) kostet halt Geld. (...) Sygic ist nicht so positionsgenau (…) Rohdaten enthalten pro laufenden Meter dutzende Parameter (…) und kompilieren diese mit ihrer Software in die dargestellten Karten und die durchzuführende Navigation (...) deutliche Unterschiede, auch je nach Gebieten, der Kompilierung und der zugehörigen Übersetzung in die vielen Sprachen (...) Auf in der Höhe verschiedenen Plattformen zu fahren ist für die Geräte eine Herausforderung.

    Danke für all die Hintergrundinformationen und Gedanken zum Thema. Die Positionsgenauigkeit meiner Navi Apps habe ich noch nicht auf Schärfste beurteilt, irgendwie bemerke ich bei allen ein Hinterherlaufen in der Kartenanzeige (engl. lag), bei TTGM (tomtomgomobileandroidapp) vielleicht um 5 oder 10 Meter, je nachdem wie schnell man unterwegs ist und in welcher 3-D Zoomstufe man ist. Bei TTGM gefällt mir, wie flüssig und geschmeidig die 3-D Fahrtgrafik läuft einschl animierter Beschleunigung u. Abbremsen. Bei Apps, die nicht sonderlich tief reinzoomen wollen wie Navigon (die maximale Auflösung in Navigon beträgt xx Meter pro 100 pixel), bin ich schneller zufrieden mit der Positionsgenauigkeit, da die Darstellung an sich schon grob ist, wie aus der weiten Ferne mit der Cam aufgenommen (sehr hoch fliegender Vogel). TTGM kann so tief reinzoomen, dass man quasi jeden Meter für Meter vor sich auf dem Screen dargestellt bekommt; das erleichtert mir die metergenaue Bestimmung des Lags. In der aktuellen TTGM iOS App muss der Lag wohl außerordentlich groß sein, in der TTGM Android App ist alles im grünen Bereich. Die Navigon 2-D Draufsicht habe ich im Realfahren noch nicht getestet, werde ich noch nachholen. Sygic ist im Fahrmodus auch ziemlich fern vom Straßengeschehen vor meinen Füßen, die Auflösung in der Fahrpraxis mir nicht befriedigend.


    Im Vergleich zur altbekannten Navigon Software ist bei der neuen Navigon App (Navigon v1.x.x, "Navigon One") die größte Veränderung imo die neue Vermarktung; Look'n Feel und die Bedienung haben sich nur unwesentlich verändert. Jau der neue Preis kostet saftig und für jeden Kontinent aufs Neue. Die schlechten Playstore-Bewertungen könnte einer mal alle durchlesen. Ja sowas wäre sehr freakig


    Kompilieren ist das treffende Wort, hatte ich gesucht thx! :thumbup:


    TTGM, Sygic und MF-TTM (mapfactorwithtomtommapdataandroidapp) benutzen leider ihre eigenen Code-Algorithmen, um die TomTomMap-Rohdaten zu kompilieren. Nur TTGM schafft es, die Daten immer vollständig oder fehlerfrei für die Navigationselemente zu kompilieren; auch seine Grafik ist am besten (runde Kurven, Häuser haben unterschiedliche Höhen und bunte^^Dächer und Fassaden usw). Interessant ist, dass die HERE WeGo App so viele Parameter nicht gewinnbringend für die Navigation verarbeitet, wie es Navigon doch tut. Zum Beispiel hat WeGo de facto keinen Fahrspurassistenten, weder einen passiven noch aktiven.


    14 Spuren, in der Höhe verschiedene Plattformen, Toronto, Frisco, Shenzhen … sowas ließe sich am besten mit Navitel durchschauen; die App stellt Fahrbahnen als räumliche 3-D Gebilde dar, und man ist frei wie ein Vogel das Gebilde zu umfliegen und sich aus jedem Winkel u. jeder Entfernung/nächster Nähe anzuschauen. Krasse 3-D Fähigkeiten, die diese App bietet. Speicherplatzbedarf ist dementsprechend höher.

  • wo bleiben angaben zum in meinen augen sehr guten osmand(plus)? gibts als feeware mit 10 downloads frei, reicht für stimme, welt und ein paar bundesländer) ;)



    mfg rohoel.

  • Ist doch hier als Sammelthread gedacht, wo jeder die Vorzüge seiner/ihrer geschätzten App herausstellen mag. Osmand kenne ich nur vom Namen her, der Speicherplatz auf meinem Handy ist fast voll, mach doch mal den Anfang für Osmand ;)


    Zu HERE WeGo<X, Sygic, Tomtom und Navigon werde ich auch noch einzelne Posts verfassen mit Pro's und Con's, mehr oder weniger Übersetzungen aus dem Engrishen. So bekommt jede von mir gemeisterte:D Navi App ihr Fett weg.

  • Hallo Leech, für die Einstufung „Anfänger“ und erst 40 Beiträge, steigst du hier schon gewaltig ein, einerseits Hut ab dafür.

    Andererseits, ich schrieb ja schon, Pocketnavigation gibt es schon im 2. Jahrzent und seit 13 Jahren ungefähr bin ich dabei. Der Inhalt bzw. die Themen, welche hier (noch) aufkommen, haben sich auch erheblich gewandelt.

    Das was Du da machst ist toll, nur zur Entscheidungsfindung sehr speziell und wohl für die meisten nicht mehr hilfreich.

    Bedenke, im PNA-Sektor sind praktisch nur noch die beiden Big-Player Garmin und TT relevant, bei sinkenden Zahlen für diese, von mir bevorzugten Geräte.


    Bei den Apps werden sich die meisten Smartphonebesitzer nicht 4-5 Navigations-Apps reinziehen bzw installieren und vergleichen. Ich habe die Navigon-App halt aus Tradition und Sygic mal zur Erprobung, weil diese in Ford Sync3 gespiegelt werden kann.

    Hier müsste ich aber feststellen, dass die optisch ansprechendere Standardversion nochmals neu als eine Car-Navigation Version installiert werden mußte, gegen Geld natürlich. Die App ist im Ganzen rudimentärer, möglicherweise um den unterschiedlichen Auflösungen der Car-Displays zu genügen. Sie läuft nicht nur bei Ford-Car-Systemen

    Die erste tatsächlich Erprobung, gespiegelt auf Sync3 war daher optisch, als auch mit den

    Fahrhinweisen eher noch schlechter als der Ford Festeinbau. Wieder deinstalliert, schade um s Geld.

    Beachtet man noch den Trend zum „das gibt es ja umsonst“, werden die meisten Smartphones bzw. deren Eigner wohl mit der Google Maps Version navigieren.


    Somit sind Deine Ausführungen für Experten vielleicht verständlich, für die Masse, die sich heute mit den 2 PNA Anbietern abgeben oder mit Google Maps halt eine umsonst Navigation auf Smartphones besitzen, eher egal.

    Es ist weiterhin bei GMaps zu bedenken, dass man Karten-Regionen auch fest ins Smartphone laden kann und mittlerweile die Netzbetreiber immer größere Datenvolumen, aktuell sogar schon unbegrenzt anbieten. Damit wird das Geschäft für Sygic, Navigon und andere die Karten fest installieren noch schwieriger.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

  • Live HD Traffic Europe, powered by TomTom, kostet jährliche 9€.

    stimmt nicht, betrag wird nur einmal fällig, lebenslange lizenz. bezahlt wird sicher als gegenleistung für den preis zusätzlich mit daten, die sygic an tt liefert, ist aber nur eine vermutung. mein preisangebot in der app liegt bei 9,99 lebenslang!

    https://www.sygic.com/de/blog/…ormation-how-does-it-work

    so, jetzt bin ich aber weg.



    mfg rohoel.

  • dafür ist das hier aber sehr einsam. ;) : drink

    wieder einmal touché :gab


    rohoel Und die zitierten 9EUR/Jahr bezogen sich auf die MapFactor App (seit Version 3.0 kann man Traffic Datendienst aktivieren), nicht auf Sygic. Den Sygic Einmalpreis fur lebenslange Traffic Lizenz habe ich brav bezahlt ich idi.


    PSR Stimmt schon, für die meisten da draußen ist mein Blah:lesenhier nicht mehr relevant/interessant/hilfreich, weil sie nichts Teureres benötigen, als das was sie seit Jahren schon benutzen und bedienen können, sei es ein altes TT ONE, TT START, oder die immer besser werdende Google Maps App, die mittlerweile auch etwas Fahrspurassistenz kann (aber nicht wirklich!).


    Mein Blickpunkt auf die Produkte ist in der Tat sehr speziell und konzentriert sich auf Aspekte/Elemente, die mir als PKW-Fahrer selbst wichtig sind, anderen Autofahrern aber egal. Die Gewichtung ist einseitig, gebe ich zu:

    Mir sind Dinge wichtig wie Fahrmodus in 3-D (Osmand hat keinen?), starker 3-D Tiefenzoom (s. TTGM), hohe Kartenauflösung auch in 2-D (s. Google Maps), vollständige und fehlerfreie Fahrspurassistenz (s. Navigon), gut vorbereitende Voice Guidance (s. Navigon), absolut fehlerfreie Speedcam-Warnungen (s. Mapfactor) und klare Screen-Leserlichkeit (s. TTGM). Bonuspunkte gibt's für die Funktionen Simulationsmöglichkeit, Junction View, Traffic Daten, Alternativroutenberechnung, supereinfache Suche, einfaches günstiges Updaten von App und Kartendaten. Weniger wichtig ist mir Bedienungsfreundlichkeit, weil das Gewöhnungssache ist.


    HERE WeGo würde bei mir schon in den ersten Grunddisziplinen durchfallen, aber erhält von mir Sonderstatus, weil sie sympathisch und so extrem populär ist und "alle" Leutz das Teil haben.


    "Was alle haben, will ich auch haben." :elk

  • Jetzt mal sehr direkt.


    Fast alles was Du suchst, bietet doch das ungefähr 70 x 20 Zoll große Klarglasdisplay mit 3D View in absoluter Echtzeit vor Deiner Nase.

    So hat zumindest für mich das Autofahren von 1970 bis heute und mit mehr als 1,5 Mio Kilometer auch funktioniert. Dabei war ich nicht nur ums Dorf gefahren, wo ich mich auskannte. Insgesamt war ich auch 12 Jahre, 10 davon seit 2008 dienstlich auf deutschen und anderen Autobahnen und Landstraßen unterwegs. Meist so um 800 bis 1400 Km / die Woche.

    Ich akzeptiere und nutze die Navis natürlich auch und sie sind zum Fahren zu nicht bekannten Zielen, wie ich das nun bei den Dienstreisen regelmäßig hatte, je näher man dem Ziel kommt, auch eine grandiose Hilfe.

    Jetzt kommt es aber. Sie sind immer noch nur eine Hilfe.

    Es kam dabei zugegeben, schon mal vor, dass ich auch durch Fehlinterpretation falsch abbog, oder auch einen Kreisverkehr 2x umrundet habe, bis ich die richtige Ausfahrt hatte.

    Das war aber so selten, das ich dies unter, na ja, ohne Navi wäre es auch schief gegangen, abgehakt habe.

    Augen auf und Gehirn an sind immer noch die wichtigsten Werkzeuge. Bin in den 47 Jahren 2 x geblitzt worden von mobilen Kontrollen, 1988 und 2009. bei Letzterem kam es zur Einstellung. Nach dem Vorfall 2009 bin ich etwa 3 Monate mit ‚nem Blitzerwarner gefahren. Das ständige Warnen von natürlich in aller Regel nicht vorhandenen Blitzern oder Blitzern in Reichweite, aber nicht meiner Straße, ging mir so auf den Keks, das ich das Ding wieder rauswarf.

    Das probateste Mittel ist einfach das Einhalten der erlaubten Geschwindigkeit mit max 10+ auf der BAB und höchsten 7+ in der Stadt. Wenn man so viel fährt, kriegt man dies ins Gefühl und auch einen7. Sinn für die Straßen, wo man gerne blitzt. Mindestens 1 x im Monat habe ich so mobile Blitzer erkannt und die festen Säulen eh.

    Um Traffic und der Wirksamkeit der Traffcinfos habe ich mich schon öfters geäußert.

    Bei mir war es immer so, entweder ging an dem Tag überall nichts oder es lief einfach mit nur wenigen Störungen. Das mit Überall nichts, wo ich immer Strecken über 400 km hatte und gerade einen 50er Schnitt erreichte, gab es an Brückentagen- WEs oder vor/während Feiertagen, wenn ganz D-Land auf Tour ist. Ansonsten war Köln immer der Start oder Zielpunkt und man durchfuhr am Reisetag mindestens 3 Ballungsräume in D-Land. Runter von der Bahn gab es nur selten.

    Zu den anderen Dingen. wie Simulation habe ich mich ja schon geäußert.

    Meine Erfahrung mit den Navis beschränkt sich auf eigene Navigons von 2005 bis 2014, Garmin permanent seit 2014, Ford-Festeinbauten ab etwa 2003, damals sogar noch mit nur Pfeil-Hinweisen und halt auch mal ne App, sowie ab und an wenn vorhanden Leihwagen-Festeinbauten ab Flughäfen in Italien, Polen und Spanien.

    Da habe ich aber, da dies oft TTs oder andere Systeme waren, schnell mein mitgenommenes Navigon oder Garmin aus dem Koffer geholt.


    Viel Spaß mit Deinem Hobby.

    Mir ist Routenplanung und die Möglichkeiten, die sich mit den Navis bieten, hier halt führend Garmin mit Auto-Navis, den OutdoorGeräten fürs Fahrrad und Basecamp am PC, wichtiger, als die von Dir festgestellten eher doch fürs Ankommen marginalen Unterschiede.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.