Wie lange ist "lebenslang"? TomTom hat die Antwort: "Lebenslang ist vorbei, wenn wir das sagen!"

  • Hallo zusammen!


    Bin ich der einzige den das so richtig anpißt, oder fühlen sich hier noch mehr Kunden von TomTom verarscht?


    Wenn ich ein Gerät "mit lebenslangen Kartenupdates" kaufe, dann gehe ich davon aus, daß das Gerät tatsächlich Kartenupdates erhält, so lange es "lebt", also funktioniert. So richtig lange ist das ja bei Elektronik heutzutage ja schon meistens nicht ...


    Mein Go750 ist mittlerweile mehr als fünf Jahre alt und noch immer voll funktionsfähig, trotzdem aber vom TomTom soeben zu Elektroschrott erklärt worden! Gleichzeitig haben sie auch noch zwei andere Geräte, die ich - deutlich NACH meinem Go750 - für meinen Vater und meine Nichte gekauft habe, ebenfalls für obsolet erklärt.


    Vielleicht habe ich nicht immer das neueste Modell gekauft - aber wenn die Geräte noch immer als neu angeboten werden, dann muß ich doch wohl davon ausgehen dürfen, daß sie nicht drei oder vier Jahre später mit einem Federstrich zu Abfall deklassiert werden - anderenfalls müßte TomTom doch wenigstens von vornherein darauf hinweisen, bis zu welchem Datum sie beabsichtigen, ein Gerät als "lebend" zu betrachten!


    Ich kann ja als Kunde noch nicht einmal erkennen, welches Gerät jetzt wie alt ist - und selbst auf der Webseite des Herstellers findet man keinerlei Hinweise darauf, ob irgendein Gerät nun am Anfang oder am Ende seiner Lebensdauer steht. (Wenn man mal vom Button "NEU" beim Via53 absieht. Aber bedeutet das dann gleichzeitig, daß das weiter unten angebotene Via52 dann der bald obsolete Restposten ist, den man möglichst noch schnell an ahnungslose Kunden verbimmeln möchte? Und wenn DAS der Fall ist, warum ist dann das Via62 ebenfalls unten in der Reste-Ecke?

    Um es kurz zu machen: woher soll ich als einfacher Kunde (der Navigationssysteme nicht als Hobby betrachtet sondern als Mittel zum Zweck, und der daher auch nicht ununterbrochen beobachtet, wann welches Gerät vorgestellt oder eingestellt worden ist) denn wissen, was aktuell und was Auslauf-Restposten-Ramsch ist???



    Ich ärgere mich gerade schwarz: für meine Frau habe ich gerade im Dezember noch ein Start42 gekauft, weil ich eigentlich ganz zufrieden mit TomTom war - aber wer weiß, vielleicht wird dieses Gerät ja in acht Wochen auch als "obsolet" deklariert, weil der Hersteller künftig gerne im drei-Monats-Rhythmus neuen Elektroschrott verhökern möchte ...



    Wie seht ihr das, ist das wirklich akzeptabel von TomTom, und ich reagiere gerade über? Oder fühlt ihr euch auch verarscht?


    Und welches Fabrikat kann man denn dann überhaupt kaufen?


    Schönen Gruß,

    Robert

    *extrem genervt*

  • ist doch ein alter hut und das machen alle anderen hersteller nicht anders. man muß dazu eben auch mal die fußnoten oder sternchen weiter unten beachten:

    http://de.support.tomtom.com/app/content/id/9/locale/de_DE

    mir ist jedenfalls klar, daß die nicht einen kunden bedienen wollen, der sein gerät nach 15 jahren immer noch anstöpselt und wenn man diese von mir genannten fußnoten mal betrachtet, weiß man sowas vorher.

    zum gerätekauf älterer geräte: im netz gibt es überall noch becker, der hersteller ist insolvent, ein hinweis gibt es bei keinem verkäufer (klar, der will ja seinen schaden klein halten). auch hier kann ich die andere seite durchaus verstehen.

    es galt schon immer: unwissenheit schützt vor ... nicht. ;)

    das hier ist evtl nicht schön und regt dich noch mehr auf, ändert aber mal garnix. ;)



    mfg rohoel.

  • Servus Robert,


    Das mit den lebenslagen Kartenupdates war schon mal Thema - lebenslang bedeuted leider nicht, dass es Updates (FW oder Karten) so lange gibt, wie Dein Gerät funktioniert - sondern nur solange der Hersteller Updates für das jeweilige Gerät bereitstellt. siehe auch hier: klick mich


    Dein 750-er ist zwar für Dich fünf Jahre alt - für TomTom war er damals aber schon 4 Jahre alt.


    Hier noch eine Liste wann welches Gerät released wurde: Klick mich


    cu Peter

  • mir ist jedenfalls klar, daß die nicht einen kunden bedienen wollen, der sein gerät nach 15 jahren immer noch anstöpselt und wenn man diese von mir genannten fußnoten mal betrachtet, weiß man sowas vorher.



    zum gerätekauf älterer geräte: im netz gibt es überall noch becker, der hersteller ist insolvent, ein hinweis gibt es bei keinem verkäufer (klar, der will ja seinen schaden klein halten). auch hier kann ich die andere seite durchaus verstehen.


    Nun, zum ersten Absatz möchte ich anmerken, daß ich nicht etwa nach 15, sondern schon nach knapp sechs Jahren in diese end-of-life-Falle geraten bin; und zum zweiten Absatz, daß ich das Gerät mitnichten bei irgendeinem fragwürdigen Kistenschieber gekauft habe, sondern tatsächlich auf der TomTom-webseite beim Hersteller direkt!

    Und spätestens DANN hätten die mich ja wohl darauf hinweisen müssen: "Du kaufst hier gerade den alten Elektroschrott, den sonst niemand mehr haben wollte. Wie lange wir dafür noch geradestehen wollen, können wir jetzt noch nicht sagen, aber lange wirds nicht mehr dauern bis du das Ding nur noch als Briefbeschwerer benutzen kannst"


    Daß das "lebenslang" nicht meint, daß ich auch anno 2035 noch Karten und software bekommen würde, ist mir schon klar gewesen - aber wenn ich gewußt hätte, daß das Gerät schon nach sechs Jahren reif für die Tonne ist, dann hätte ich es ganz sicher nicht gekauft!


    Jetzt heißt es nur noch: gespannt sein, wie lange das Start42 für meine Frau wohl durchhält, bis es ebenfalls der Umsatzförderung zum Opfer fällt und der geplanten Obsoleszenz anheimfällt ...



    Vielleicht kommt TomTom ja als nächstes mit einer ganz neuen Idee, führt einen jährlichen Modellwechsel ein, und erklärt alle Geräte mit Ablauf der Gewährleistungsfrist als obsolet. Das muß doch Umsatz bringen, wenn die doofen Kunden alle zwei Jahre neu kaufen müssen!


    Wie sang Roski dereinst noch so schön?


    Neulich hab ich einen Boiler installiert,

    der hat gut und gern zwei Tage funktioniert.

    Dann war er drei Tage alt und das heiße Wasser kalt.

    Na da hab' ich gar nicht lange repariert,

    sondern sofort einen neuen installiert.


    Und da fragt mich doch der Kunde noch nachher,

    ob denn repariern nicht doch preiswerter wär?

    Da antwort ich blitzeschnell: "Ihr uraltes Modell

    stellt die Firma heut schon gar nicht mehr her,

    und Ersatzteile gibts längst nicht mehr."


    ("Ich bin Klempner von Beruf", Ulrich Roski, 1974)

    was du nicht willst das man dir will,
    das willst du nicht, was willst denn du?

  • Na, ab ‚nem gewissen Alter ist man auch mal zu jung um dabei gewesen zu sein.


    Das Lied „Ich bin Klemptner von Beruf“ wurde gesungen von Reinhard Mey und erschien auf dem Album „Wie vor Jahr und Tag“ 1974. Lt. Wiki sind alle Songs des Albums, also auch der Klemptner bis auf das Lied ‚Susan‘ von Mey geschrieben worden.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

    Einmal editiert, zuletzt von PSR ()

  • Na, ab ‚nem gewissen Alter ist man auch mal zu jung um dabei gewesen zu sein.


    Das Lied „Ich bin Klempner von Beruf“ wurde gesungen von Reinhard Mey und erschien auf dem Album „Wie vor Jahr und Tag“ 1974. Lt. Wiki sind alle Songs des Albums, also auch der Klempter bis auf das Lied ‚Susan‘ von Mey geschrieben worden.

    Upps, sorry ... Mein Fehler! Ich hoffe, daß sich davon weder Mey noch Roski selig allzu beleidigt fühlen würden.

    Es ist allerdings wohl eher das "zu lange her" als das "nicht dabei gewesen" - mit Roski, Schobert&Black, Insterburg&Co und eben auch mit Reinhard Mey bin ich dereinst von klein auf aufgewachsen.


    Vielleicht sollte ich mal einen 70er-Revival-Abend mit youtube einplanen, da gibt es anscheinend fast alles aus der damaligen Zeit. Paar Flaschen Bier dazu, und der Abend ist perfekt! ;-)


    was du nicht willst das man dir will,
    das willst du nicht, was willst denn du?

  • Auch wenn ich von dererlei Unbill nicht betroffen bin, weil ich für meine alten Navigon 7000 und 8100 immer noch neue Karten bekomme im Internet, halte ich die Sache mit dem lebenslangen Update durchaus für eine interessante juristische Frage. In den USA bedeutet z. B. life time warranty tatsächlich eine lebenslange Garantie. Die könnte vielleicht faktisch erlöschen, wenn die Fa. den Löffel abgibt, aber bis dahin gilt sie. Ein Beispiel ist wohl Tupperware, die nach 20 Jahren eine Schüssel austauschen, wenn sie einen Defekt bekommt, der nicht auf Misshandlung des Anwenders beruht. Bei einigen Fernglas Fabrikaten gibt es ähnliches. Warum dann nicht bei Navi Software? Schließlich war die Zusage der lebenslangen kostenfreien Updates ja auch ein wesentlicher Grund für die Kaufentscheidung und war im Kaufpreis einkalkuliert, also auch mit bezahlt. Bei Autos mit 7 Jahren Garantie muss ich auch nicht nach 3 Jahren auf einmal alles selber bezahlen. Das ist im Kaufpreis enthalten gewesen, wie bei dem Navi.

  • In den USA bedeutet z. B. life time warranty tatsächlich eine lebenslange Garantie.

    Leider sind wir in DE.

    Und da gelten dann auch die Gesetze von Deutschland,ob dass gut ist,sei dahingestellt.


    In den USA werden z.B. VW Geschädigte ( Abgasskandal ) auch entschädigt,in Deutschland werden Sie

    nur müde von VW belächelt und das von oben herrab.


    Jede Firma,die in Deutschland arbeitet oder Ihre Ware vertreibt,weiss genau,wie weit Sie gehen kann.

  • Robert ,

    Etwas oftopic hier aber muss sein,

    Da ich schon gut Ü60 bin mache ich das scho öfters mit YouTube. Man findet dort fast unendlich viel Schätze aus der „vor MTV“ Zeit, das ist irre. Kommen all die Jugenderinnerungen wieder her.

    Und nicht umsonst schreibe viele Kommentare unter den Clips, selbst von deutlich jüngeren gepostet, war das tolle Musik.

    Die beneiden schon ihre Eltern (uns) um diese tolle Zeit der 60ties und 70ties.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

  • elcaron  

    Du hast natürlich recht, wir wohnen in Deutschland und was VW und Consorten betrifft, so werden die hier von der Politik und unseren geneigten Politikern gehätschelt statt auf die Pfoten gehauen.

    Was das "lebenslang" angeht, so hat der Bundesgerichtshof im Jahr 2008 eine Grundsatzentscheidung getroffen. Leider ist die nur wenigen Leuten gekannt und die Industrie / Handel prahlen auch nicht damit. Früher galt "lebenslang" 30 Jahre, weil das die maximale Hersteller Haftung war. Dann kam in 2003 die große Rechtsreform und die 30 Jahre Gewährleistung / Haftung wurden aufgehoben. Seit dem gilt die gesetzl. Gewährleistung von 2 Jahren für Verbrauchsgüter und 3 Jahre gewöhnliche Verjährung. Und diese 3 Jahre haben dann viele Firmen als Aufhänger genommen und "lebenslang" verkauft, aber sind davon ausgegangen, dass ja ohnehin jeder Anspruch nach 3 Jahren verjährt ist. Das ist auch dem BGH aufgefallen und als ein Hersteller von Dachbaustoffen mit 40 Jahren Garantie warb, haben die Wettbewerber den großen Stein gewälzt um das zu unterbinden. Das Resultat der Klage entsprach aber nicht ihren Erwartungen. Das BGH hat nicht nur die 40 Jahre als zulässig erklärt, sondern auch die Angabe "lebenslänglich" neu definiert. Danach gilt, dass ein Gerät solange als "lebend" bezeichnet werden kann, wie es mit wirtschaftlichem Aufwand betriebsfähig erhalten werden kann. Eine willkürliche Begrenzung auf 2, 4 oder 6 Jahre durch den Hersteller / Händler ist unzulässig. Es ist Sache des Herstellers, sicher zu stellen, dass er seine Zusage des "lebenslangen Updates" auch erfüllen kann. Eine ähnliche Posse war ja vor Jahren die Canon Copy Mouse mit der Begrenzung durch einen Software Chip auf ein paar Hundert Kopien obwohl die Tonerkartusche noch 2/3 voll war. Der Spuk wurde auch per BGH Gerichtsbeschluss beendet. Aber wer sich nicht dagegen wehrt, wird halt rasiert.

  • TomTom schreibt:


    * Lebenslang bezieht sich auf die Nutzungsdauer des Geräts, z. B. der Zeitraum, in dem Sie von TomTom Updates, Dienste, Inhalte und Zubehör erhalten. Ein Gerät hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht, wenn dieser Support nicht mehr verfügbar ist. Sie benötigen einen Computer mit Internetverbindung und ein TomTom-Konto, um neue Karten und Updates herunterzuladen. Weitere Informationen unter: tomtom.com/lifetime 


    Gruß
    taxus






    "Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

  • OK, immerhin bin ich offenbar nicht der einzige, der sich von TomTom verarscht fühlt.

    Juristisch dagegen vorzugehen dürfte relativ aussichtslos sein; die anderen haben im Zweifel mehr Anwälte parat, als ich Hemden im Schrank habe. :-(


    Gibt es denn irgeneinen Anbieter, der das besser macht? Welche Marke kann man denn empfehlen, die nicht schon nach fünf Jahren oder so den Stecker zieht?

    was du nicht willst das man dir will,
    das willst du nicht, was willst denn du?

  • Der Markt ist sehr übersichtlich es gibt eigentlich nur noch Garmin . Alle anderen sind pleite oder haben die Produktion eingestellt.

    iPhone 7+& iPad4 mit Navigon Europa(die alte)Jabra Motion Headset Topeak Handy Halterung mit Topeak Powerbank am Lenker ( hält 12 Stunden )Hyndai I30N Performance mit Werksnavi und Karten von Navteq/Here und Verkehrsservice von TT,das beste aus zwei Welten