• Offizieller Beitrag

    er kam heute nacht bei uns vorbei!
    wer bezahlt das ganze? die energiewirtschaft verdient geld ohne ende, diese abfallgeschäfte und polizeieinsätze (3 helikopter zum einsatzzeitpunkt und viele überflüge vorher) zahlt aber nicht die verdienende industrie, sondern wir alle!
    klasse!



    mfg rohoel.

  • Ja, die Energiewirtschft verdient Geld und wir erfreuen uns (noch) an günstigen Energiepreisen. Man kann ja zur Atomenergie stehen wie man will, aber der erforderliche Polizeieinsatz geht IMHO nicht zu lasten der Energiewirtschaft. Das sind die Kosten unserer Demokratie, in der solche Proteste möglich sind.


    Franz

  • wer bezahlt das ganze?


    Hallo


    Jau... bei uns kam das Ding auch ganz überraschend durch [umgeleitet] und der Aufwand ist schon riesig [NATO-Gipfel 2009 lässt grüssen]. Ich selber hätte gerne auch eine Alternative zur Atomenergie... ob's die aber wirklich gibt? Und die Laufzeitverlängerung halte ich für ein Geschenk dessen Risiko wir alle tragen... 8) ...und günstig/billig ist Atomenergie - gemessen am Risiko - wahrlich nicht.


    Zu den Kosten des Transports... die zahlen "wir" Steuerzahler. Wenn ich's richtig weiß, kommt der Löwenanteil vom Land Niedersachsen. Grundsätzlich halte ich auch das für in Ordnung. Demokratie muss auch Protest kennen/zahlen. Allerdings hat manches hier nichts mehr mit legitimen Protest zu tun. Gleisbett untergraben, Polizeifahrzeuge anzünden... das zu verhindern sollte eigentlich nicht den Steuerzahlern auferlegt werden. Die Atomindustrie verdient zwar genügend und könnte... so richtig gerecht ist es aber auch nicht. Bleibt noch der Verursacher solcher Taten... aber auch das dürfte nicht ganz unkompliziert werden... ich glaube, es gibt derzeit keine wirkliche Lösung für dieses Finanzierungsproblem... ist für mich in dem Ganzen aber eher das kleinere Problem/Übel...


    ...die Frage stellt sich aber gelegentlich auch bei anderen "Veranstaltungen"... von daher ist die Diskussion, die gerade los geht, vielleicht nicht verkehrt. Ob's viel bringt/ändert...?


    MfG


    P.S. Sehe ich das richtig... wir haben in D-Land immer noch kein Endlager?

  • P.S. Sehe ich das richtig... wir haben in D-Land immer noch kein Endlager?


    Hallo


    Das ist auch mein Kenntnisstand. Niemand weiß, was mit dem Abfall in 50/60 oder 100 Jahren passiert oder passiert ist. Traurig aber war.
    Wenn die Energiewirtschaft diesen Müll produziert, dann sollen sie auch dazu verpflichtet werden, es ordnungsgemäß zu entsorgen.

    Gruß Olli

  • Zitat von »rohoel«

    ']P.S. Sehe ich das richtig... wir haben in D-Land immer noch kein Endlager?


    Wenn ich richtig unterrichtet bin gibt es in ganz Europa noch kein Endlager. Die meisten Staaten wissen noch nicht - wie Deutschland - wie und wo das Endlager sein soll.
    Wissenschaftler sagen Salz, und damit Gorleben, sei ungeeignet für min. 2.000 Jahre Lagerzeit. Wasser löst Salz, aber ich bin kein Wissenschaftler.

    • Offizieller Beitrag

    Das sind die Kosten unserer Demokratie, in der solche Proteste möglich sind.

    da sollte jeder den preis für sein "wegtragen" mal schön selber zahlen, finde ich. ich habe sicher nix gegen normale demos mit "normalen" polizeiaufgeboten, aber das geht meinem empfinden nach viel zu weit, zumal die sachschäden auch noch zu berücksichtigen sind. da geht mein verständnis gegen null, zumal ich meinen kindern versuche beizubringen, daß fremdes eigentum entsprechend zu achten und zu behandeln ist. letzteres klappt zumindest bis jetzt sehr erfolgreich. :thumbup:



    mfg rohoel.


  • Wenn die Energiewirtschaft diesen Müll produziert, dann sollen sie auch dazu verpflichtet werden, es ordnungsgemäß zu entsorgen.


    Hallo


    Jau... wobei für "die" das Geld auch nicht auf den Bäumen wächst. Zahlen würden's im besten Fall dann die Kunden und die würden sich dann überlegen ob sie wirklich Atomstrom wollen. Für mich ist die Frage nach dem Preis von Atomstrom so eine der politischen Lügen der letzten Jahrzehnte. Die wahren Kosten wird man kaum ermitteln können. Subventionen für Forschung [ZDF berichtet aktuell von 300 Milliarden Euro in der Zeit der Atomenergie], Endlagerung, fehlende Absicherung für GAU's [Rücklage für diesen Fall von 2 Milliarden Euro pro Kraftwerk durch den Betreiber - also nichts]...


    ...vielleicht sollten wir doch vermehrt auf Unternehemen setzen, die Alternativen fördern... keine Ahnung ob's flächendeckend funzen würde [ich glaub's nicht]...


    Stromrebellen


    MfG

    • Offizieller Beitrag

    P.S. Sehe ich das richtig... wir haben in D-Land immer noch kein Endlager?


    Vielleicht sollte man ein Verbuddel-Endlager nochmal ganz genau überdenken.


    Unsere Nachfahren sind in 500a vielleicht froh gezielten Zugriff zu solchen Rohstoffen zu haben.
    Und sehr wahrscheinlich haben sie bessere Technologien um mit diesen Stoffen sicher umzugehen.

  • Problem ist immer noch, daß keine der letzten Regierungen ernsthaft eine Anstrengung unternommen hat, nach einem geeigneten Endlagerplatz weiter zu forschen und eben immer noch dieses als gegeben annimmt, mit allen seinen Konsequenzen.


    Und zu Demonstranten: Demo wo sie wollen, aber nicht im Bannkreis des transports. Das ist dann Landfriedensbruch, wird mit Platzverweis geahndet und ggf. sanktioniert mit Verhaftung und Tragen der Kosten. Und bis 24 Stunden ist das wohl sogar legal...


  • Unsere Nachfahren sind in 500a vielleicht froh gezielten Zugriff zu solchen Rohstoffen zu haben.
    Und sehr wahrscheinlich haben sie bessere Technologien um mit diesen Stoffen sicher umzugehen.


    Hallo


    Mometan sieht es eher danach aus, dass unsere Nachfahren das als "Altlast" übernehmen müssen... und das über viele Generationen hinweg... damit eine bis zwei Generationen Strom hatten.


    Alternativvorschläge hätte es gegeben... waren politisch aber wohl nicht umsetzbar. Ich frage mich heute immer noch, warum man "Häuslebauer" nicht gezwungen hat, kleine Blockkraftheizwerke einzubauen und diese gefördert hätte bzw. solche Projekte vor Ort gesucht hat [wobei fossiele Brennstoffe auch eine Sackgasse sind].


    Und Sicherheit in AKW's... ich kann mich noch daran erinnern, dass man uns als Schulklasse durch Philippsburg geschleust und dabei erzählt hat, dass sogar Flugzeuge auf die Meiler stürzen könnten. 2001 hat man's dann nach unten korrigiert und auf "kleinere Flugzeuge" begrenzt... deutsche Märchenstunde sozusagen.


    MfG


  • Wieso? Z.B. sieht das Verfahren der Transmutation doch schon sehr viel versprechend aus.


    Hallo


    Du meinst sicherlich "Gold aus Abfall"... ;) ...alter Menschheitstraum. Klar... wir wissen nicht, was die Zukunft hier noch bringen kann und vielleicht kann man mit radiaktiven Abfällen wirklich mal mehr anstellen. Nach heutigem Stand dürfte da aber nicht viel zu holen sein. Abfall bleibt gelegentlich Abfall...


    ...hinzu kommt, dass die Sache mit dem radioaktiven Abfall momentan nur ein Vorgeschmack ist auf das, was uns noch erwartet, wenn die Teile dann wirklich mal rückgebaut werden sollen. Und DIE Zeit ist momentan eben absehbar... kein Plan wohin damit. Und das sind dann Mengen...


    MfG

  • Ich hatte vor 21 Jahren mal das Vergnügen, mir die gelagerten Fässer im Salzbergwerk anzusehen. Vorher gab es einen Vortrag, wo erwähnt wurde, dass alles ganz sicher sei; das Einzige, das nicht passieren dürfe, wäre Wassereinbruch, den es aber niemals geben würde.


    Hmm, bin nicht ganz auf dem Laufenden, meine aber vor Kurzem gehört zu haben, dass genau das doch eingetreten ist? ?(


    Übrigens: das geilste an der Besichtigung war die Fahrt mit der Kabine nach unten. :D

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)