• Ältere Atomkraftwerke sind nicht gegen Flugzeugabsturz gesichert; moderne Kraftwerke sind gegen den Aufprall eines Flugzeuges wie z. B. eines unterschall fliegenden Starfighters gesichert.
    Das jemals ein großes Passagierflugzeug vorsätzlich gegen ein Atomkraftwerk gesteuert werden würde hat man sich beim Bau nicht vorstellen können und daher auch nicht berücksichtig.

  • Es ist einfach so. Ein Restrisiko bleibt immer, denn man kann einfach nicht alle Risiken ausschließen. Was wäre zum Beispiel mit einem Einschlag eines Meteoroiden, Asteroiden oder Kometen... Unwahrscheinlich? Ja, aber man sichert eben nur bis zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit ab. Was bleibt, ist das Restrisiko.


    Ich bin mir zum Beispiel nicht mal sicher, ob die Kosten für Kohle, Gas, Öl usw. nicht letztendlich viel höher sind, als zum Beispiel bei der Atomenergie. Bis auf die radioaktiven Abfälle und dem Risiko eines Gaus war es das auch schon fast mit der Belastung der Umwelt. Wenn man aber bei den fossielen Brennstoffen mal die Klimaerwärmung und die damit verbundenen Kosten hinzurechnet, kommt man sicher auf ganz andere Werte, wenn küstennahe Stadte Überflutungsgefärdet werden, halbe Länder zu Wüsten werden usw. Und alternative Energien kosten erstmal auch Ressourcen zumal sie letztendlich auch nicht die Energieversorgung zu 100% übernehmen können. Irgendeine Wetterunabhängige Energie brauchen wir nun mal. Also Energie die dann zur Verfügung steht, wenn wir sie auch brauchen, und nicht wenn wir Sturm mit wolkenfreien Himmel haben.


    Bei allen Unabwägbarkeiten sollte man sich IMHO die Kernenergie als Option offen halten.


    Zumal Sicherheit vor Unfällen bei der Atomwirtschaft nicht vor Grenzen halt macht. Was nützt das beste Atomkraftwerkfreie Land, wenn ringsrum die anderen Länder noch welche haben. Evt. sogar noch unsicherer als unsere. Vielleicht werden sogar noch welche gebaut, der Bedarf steigt ja, wenn hier ein paar Werke abgeschaltet werden.


    Also insgesamt mag ich hier nicht Schwarz/Weiss sehen. Mir ist die ganze Diskussion auch nicht offen genug. Die einen machen Lobbypolitik für die Energiewirtschaft, die anderen bedienen ihr Wählerklientel, alle machen grüne Politik, weil sie wieder mal Wahlen gewinnen wollen.


    Den Tag sah ich mal einen Bericht von zwei Engländern. Der eine (deutschlandkundige) zeigte seinem Kumpel (voll von Stechschrittvorurteilen) Deutschland. Als Resume zog der (halb geläuterte) Kumpel dann, das die deutschen sehr Umweltbewusst seien. Mit Stoptaste am Spülkasten, Sparlampen, Recycling usw. Ich will damit nur sagen, das diese Diskussion nicht wirklich überall in Europa aktuell ist. Schon bitter, bei einer Fragestellung, die eigentlich nur international zu beantworten ist.


    Franz


  • Das jemals ein großes Passagierflugzeug vorsätzlich gegen ein Atomkraftwerk gesteuert werden würde hat man sich beim Bau nicht vorstellen können und daher auch nicht berücksichtig.


    Hallo


    Man hat's aber behauptet... so wie oben genannt...


    MfG

  • Hallo


    Man hat's aber behauptet... so wie oben genannt...


    MfG


    Ja natürlich. Die erste Sicherheitsmaßnahme war nach meiner Erinnerung ein Überflugverbot bei Atomkraftwerken. Und wenn es verboten ist, dann....!


  • Bei allen Unabwägbarkeiten sollte man sich IMHO die Kernenergie als Option offen halten.


    Hallo


    In dem Moment, wo wir in Zentraleuropa unser "Harrisburg" oder "Tschernobyl" haben, werden wir das nicht mehr sagen/hinnehmen... ggf. stellt sich dann die Frage nach einer Alternative auch nicht mehr. Und klar... das Ganze müsste in ein europäisches Konzept einmünden.


    Und zum Risiko... die Rechtslage ist eigentlich so, dass in D-Land die Betreiber haften bzw. für eine finanzielle Absicherung sorgen müssen. Es gibt nur keine Versicherung, die das für ein AKW übernimmt bzw. die Kosten wären nicht mehr zu tragen. Auch diese Summen müssten in den Strompreis eingerechnet werden.


    Das Ganze mag eine politische Frage geworden sein... mir würde es eher um die Frage gehen, was wir den Generationen nach uns hinterlassen.


    Und nocheinmal... Alternativen HÄTTE es gegeben; sie wurden nicht gewollt. Die wären zwar auch nur vorübergehend gewesen... aber aus der Atomenergie müssen wir auch anscheinend aussteigen. Von daher benötigen wir die Alternativen...


    MfG


  • Ja natürlich. Die erste Sicherheitsmaßnahme war nach meiner Erinnerung ein Überflugverbot bei Atomkraftwerken. Und wenn es verboten ist, dann....!


    Hallo


    Zeigt aber, wie sehr gelogen wurde... man hat etwas behauptet, von dem man - im besten Fall - nicht wusste ob es stimmt. Eigentlich unverantwortlich...


    MfG

  • In dem Moment, wo wir in Zentraleuropa unser "Harrisburg" oder "Tschernobyl" haben, werden wir das nicht mehr sagen/hinnehmen... ggf. stellt sich dann die Frage nach einer Alternative auch nicht mehr.


    Was ist aber, wenn in 100 Jahren, ach was rede ich, in 50 Jahren Brandenburg ne Wüste, das Meer sauer, der Meeresspiegel höher liegt (steigt jetzt schon so um 3 cm /Jahr)... Also so richtig schön die Folgen des Klimawandels spüren. Nebenbei noch ne Energiekriese, weil wir keine Atomkraft mehr haben, die fossilen Brennstoffe zur Neige gehen... Und vielleicht haben wir dann ja trotzdem ein Tschernobyl, nur halt in Frankreich, Tschechien oder sonstwo.


    Ich will damit nur sagen, das man die Atomkraft nicht verteufeln darf, weil es IMHO andere, teilweise auch ernsthaftere Risiken unserer Lebensweise gibt, die mit der Abschaffung der Atomkraft evt. noch steigen. Und zwar global, nicht nur regional begrenzt.


    Oder ist deine Idee, das wir den Strom aus dem Ausland beziehen und das Risiko darf bitteschön auch dort bleiben? Nagut, wäre auch ne Variante. Dann müssten aber wenigstens die nahen AKW im Ausland abgeschaltet werden.


    Oder wie sieht deine Alternative aus? Einfach abschalten ist halt leider nicht die Lösung. Es gibt derzeit IMHO noch keine Alternative zur Kernkraft. Bzw. ist die mind. ebenso schädlich.


    Franz


  • Oder wie sieht deine Alternative aus? Einfach abschalten ist halt leider nicht die Lösung. Es gibt derzeit IMHO noch keine Alternative zur Kernkraft. Bzw. ist die mind. ebenso schädlich.


    Hallo


    Ist oben doch schon genannt... dafür ist es allerdings zu spät. Es wäre vorübergehend eine Lösung gewesen zumindest ohne AKW's und DIESEM Restrisiko auszukommen. Und dass fossiele Brennstoffe keine Dauerlösung sind, ist auch schon geklärt... man hat's damals aber nicht gewollt. Warum auch immer...


    ...und der derzeitige gesallschaftliche Konsens zeigt, dass Atomkraft keine Lösung ist... aber gerade die wird aktuell wieder forciert und weiter kräftig produziert ohne z.B. die Frage der Endlagerung auch nur ansatzweise zu klären. Klar: Wir benötigen anderen Konzepte... aber offensichtlich werden die nicht einmal gesucht. Es wird politisch weiter in die eingeschlagene Richtung gegangen. Wie lange noch?


    MfG

  • Wir benötigen anderen Konzepte... aber offensichtlich werden die nicht einmal gesucht. Es wird politisch weiter in die eingeschlagene Richtung gegangen. Wie lange noch?


    MfG


    Es gibt diese Konzepte: Wind, Sonne, Biomasse, Wasserkraft, Erdwärme, Gezeiten. Dezentrale Energieerzeugung. Alles bekannte Energiequellen. Kaum genutzt, wenig Praxiserfahrung, kaum Forschung im Verhältnis zur Atomenergie. Mit Energiesparen, besser Stop der Verschwendung, kann man auch noch viel Energie "gewinnen".
    Und als "Brückentechnik" kann man Gaskraftwerke einsetzen, zur Not auch hochmoderne Kohlekraftwerke.

  • Ist oben doch schon genannt...


    Blockheizkraftwerke? Du willst, das in jedem Haushalt ein Dieselmotor rund um die Uhr läuft? Das kann ja wohl kaum ne Alternative sein.


    Und bei Gas, Kohle, Diesel usw. haben wir doch die schlimmste Umweltbilanz, weil Kohlendioxid freigesetzt wird, das über Millionen von Jahren gebunden wurde. Das muss aufhören, da liegen die echten Gefahren für unsere Umwelt. Ich glaube, das die Kinder unserer Kinder noch eine andere Erde erleben werden, in der grosse Umwälzungen, Verschiebung des Reichtums, Umsiedlungen usw. durch den Klimawandel an der Tagesordnung sind. Dagegen ist, sorry, ein Tschernobyl Peanuts.


    Wir müssen weg von fossilen Brennstoffen. Hin zu Sonnenenergie (also Solar, Fotovoltaik, Wasserkraft, Windkraft, Gezeitenkraftwerke, Erdwärme, Wärmepumpen) Aber das macht auch Probleme, wo derzeit keine Lösung in Sicht ist. Zum Beispiel die, das man Solarenergie nicht nach Bedarf erzeugen kann. Und eine der wenigen Energieformen, die neben der Erdwärme, eingeschränkt Gezeitenkraftwerke, Biosprit (auch so ein zweischneidiges Schwert, für die Anbauflächen wird Regenwald abgeholzt), Pelletheizungen aus nachwachsenden Rohstoffen, unabhängig von der Witterung, der Uhrzeit und Kohlendioxidneutral ist, ist nun mal die Kernkraft. Vor allem ist sie potent genug, verfügbar und vorhanden.


    Wo soll denn der ganze Strom für die ach so umweltfreundlichen Elektroautos herkommen? Aus der Kohle? Aus Gas? Dann haben wir ja doch wieder nur ein Fahrzeug, das mit fossilen Brennstoffen fährt. Nur das nun der Sprit nicht mehr direkt ins Auto gefüllt wird.


    Und wenn wir gerade dabei sind... Solche unterirdischen Kohlendioxidspeicher sind IMHO nicht weniger gefährlich als ein Endlager. Beides birgt Risiken und beides kostet ne Menge Geld.


    Franz


  • Blockheizkraftwerke? Du willst, das in jedem Haushalt ein Dieselmotor rund um die Uhr läuft? Das kann ja wohl kaum ne Alternative sein.


    Hallo


    Wieso... den Brennstoff [Gas, Öl] verheizen wir sowieso. Nur dass eben keine Wärme, sondern Strom produziert worden wäre. Ein Blockkraftheizwerk ist im Grunde eine Heizung für fossiele Brennstoffe, die halt auch Strom produziert. Entsprechende Modelle waren/sind verfügbar und wurden in geringem Umfang auch eingebaut. Läuft auch nicht rund um die Uhr. Die notwendige Wärme für's Haus hätte es als "Abfallprodukt" gegeben. Den genau gleichen CO2-Austoss haben wir auch ohne die Nutzung der genanten Möglichkeit. Irre... nicht wahr? Es war politisch aber nicht gewollt und jetzt stehen die AKW's in der Gegend herum. Die Alternativen müssen wir so oder so suchen.


    Klar... das ist heute keine Zukunftsperspektive mehr... hätte uns aber das Restrisiko erspart.


    Politisch ist es aber noch härter... die Laufzeitverlängerung schlägt genau die falsche Richtung ein und setzt auf das alt bekannte Pferd mit seinen Risiken.


    MfG


  • Den genau gleichen CO2-Austoss haben wir auch ohne die Nutzung der genanten Möglichkeit.


    Naja, ein BHKW benötigt gegenüber einer normalen Heizung schon mehr Brennstoff für die gleiche Menge an Wärme, den Strom gibt es nicht kostenlos.


    Vorteile ergeben sich in der Summe gegen über lokaler Heizung + dezentraler Stromerzeugung, weil Verteilverluste wegfallen. Zum Beispiel Netzverluste beim Strom oder Verlustwärme im Fernwärmenetz.


    Dann kommen wir aber zum Knackpunkt. Im Sommer wird die Abwärme nicht benötigt. Sollen jetzt alle Hausbesitzer die Dinger laufen lassen, damit die Stromversorgung gewährleistet ist? Dann laufen die Geräte doch wieder rund um die Uhr.


    Warmwasser macht heutzutage ne billige Solaranlage ganz ohne fossile Brennstoffe. Strom brauchen wir aber trotzdem. Hinzu kommt der höhere Wartungs und Serviceaufwand, den man auf der Ökobilanz-Seite auch nicht vergessen darf. Desweiteren wird bei Mini-BHKW, und von denen redest du ja, aus Kostengründen (sind ja eh teurer als ne normale Heizung+Solar) auf aufwendige Filtertechnik verzichtet, was wiederum auch negativ auf der Öko-Seite steht.


    Von den Problemen einer dezentralen Stromversogung mal ganz abgesehen. man sieht ja, was die Windkraftanlagen schon für Probleme bereiten. Außerdem ginge mit der Einspeisung ins Netz einer der Vorteile eines BHKW verloren.


    Generell ist das IMHO Technik von gestern. Besser ist gute Iso+Wärmepumpe+Solar+Votovoltaik. Ganz ohne fossile Brennstoffe und fast Energieneutral. Gerade in Neubauten ist der Wärmebedarf entsprechend gering.


    Man kommt IMHO nicht drumherum, das es im Moment ohne die Kernkraft keine ökologisch sinnvolle, d.h. Kohlendioxidfreie 100% Versorgung geben kann. Ganz im Gegenteil. Man rechnet damit, das der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 rund den Anteil an der Stromversorgung ersetzen kann, den bisher die Kernkraft ausgefüllt hat. Man sollte mal ausrechnen, wieviele Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden könnten, wenn man statt der KKW die Kohlekraftwerke abschalten würde.


    Oder andersrum, durch die Abschaltung der KKW beschleunigt man die grösste, durch Menschen geschaffene ökologische Katastrophe.


    Franz


  • Naja, ein BHKW benötigt gegenüber einer normalen Heizung schon mehr Brennstoff für die gleiche Menge an Wärme, den Strom gibt es nicht kostenlos.


    Hallo


    Kaum... hab mir vor kurzer Zeit wieder einmal eines in einem Vier-Familien-Haus angeschaut. Verbrauchs- und Emissionswerte wie eine damalige Zentralheizung. Und Warmwasser wird mit dem Ding das ganze Jahr erzeugt. Klar hat man da heute auch andere Möglichkeiten... damals aber eben auch nicht. Die Teile waren im Ergebnis ökologisch nicht besser... allerdings auch nicht schlechter... sie hätten lediglich AKW's ersetzt... wenn sie denn flächendeckend verbaut worden wären. Zumal sie dann auch weiterentwickelt worden wären.


    Die Tragödie heute ist auch nicht, was man alles besser machen könnte [das ist zweifelsohne der Fall]... sondern dass aktuell wieder der "alte Stiefel" getreten wird. Und das ohne die dringensten Fragen [z.B. Endlagerung] klären zu können/wollen. Von Umdenken also keine eine Spur. Strom aus erneuerbaren Energien liegt heute bei einem Anteil von unter 20%. Die Laufzeitverlängerung ist hier die falsche Richtung.


    MfG

  • sie hätten lediglich AKW's ersetzt... wenn sie denn flächendeckend verbaut worden wären


    Eben nicht, wie ich oben schon ausführte. MBHKW kann man nicht wie ein Großkraftwerk Bedarfsabhängig zur Stromversorgung einsetzen. Zumal es als reiner "Ersatz" von KKW auch ökologischer Quatsch wäre.



    Die Tragödie heute ist auch nicht, was man alles besser machen könnte [das ist zweifelsohne der Fall]... sondern dass aktuell wieder der "alte Stiefel" getreten wird. Und das ohne die dringensten Fragen [z.B. Endlagerung] klären zu können/wollen.


    Beziehe diesen Satz mal generell auf die Energieversorgung und erweitere mal dein Sichtfeld auf alle Probleme, die es im Zusammenhang der Energieversorgung gibt. Also vor allem die Umweltprobleme die sich da auftun. Denn du fährst hier auch den "alten Stiefel", und das, ohne die dringensten Fragen (z.B. Endlagerung von Kohlendioxid, Klimawandel) klären zu können/wollen.


    Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera, wobei die Pest sicher, die Cholera eher unwahrscheinlich und auch nicht überall kommt.


    Franz