Beiträge von Top_Gun

    Waze 4.0 wird erscheinen sobald es bei Apple durch den Genehmigungsprozess durch ist, was hoffentlich nur noch wenige Tage dauert.


    Aus der Betaphase kann ich sagen:

    • Die wichtigen Funktionen wie Navigationsziele erreicht man noch schneller und leichter.
    • Die ganze Kartendarstellung wurde neu programmiert und optimiert, vor allem die Darstellung von Meldungen und POIs auf der Karte.
    • Die Bedienung ist übersichtlicher geworden, denn alle Funktionen wurden neu geordnet. 3.x war über vier Jahre "organisch gewachsen".


    Wer Waze noch nicht kennt:


    Waze ist eine Social-GPS-App.


    Besonderes Augenmerk liegt auf guter Stauvermeidung. Staumeldungen hat jeder? Ja, sicher. Auf der Autobahn. Waze kennt dagegen historische und aktuelle Geschwindigkeitsdaten auch auf Straßen niedriger Ordnung, die Methode ist besonders darauf optimiert Pendler morgens zügig zur Arbeit und Abends wieder zügig nach Hause zu bringen. Waze kennt die typischen Staus auf den Ein- und Ausfallstraßen, und entscheidet sich für die optimale Strecke.


    Social heißt hier, dass Nutzer sich gegenseitig helfen. Sie melden automatisch bei der Benutzung die aktuellen Geschwindigkeiten auf der benutzten Strecke, und können von Hand Gefahren wie liegengebliebene Autos, Verkehrskontrollen etc. melden.


    Social heißt weiter, dass Waze ein eigenes Buddy-Netzwerk führt. Befreundete Wazer können sich auf der Straße sehen, virtuell anhupen oder sich Ziele vorschlagen.


    Share-your-ride sollte man noch kennen, es funktioniert nicht nur zwischen Buddies, sondern über Mail und Whatsapp prinzipiell mit jedermann - so kann man z.B. den Partner wissen lassen wann man ankommt. Der Empfänger kann die Fahrt live verfolgen, und wenn er Waze-Nutzer ist bekommt er eine Push-Info 2 Minuten vor Ankunft. So wird kein Essen mehr kalt :)


    In Deutschland ist Waze immer noch ein bischen ein Underdog, in anderen Ländern wie USA, Frankreich oder Italien kennt es praktisch jeder Autofahrer.

    Hi,


    seit einer Woche steht für iOS und Android die neue Waze-Version 3.9 zur Verfügung.


    Neu:


    Waze bietet jetzt mit Places eine sehr leistungsfähige POI-Funktion. Neben den gängigen Dingen wie Position und Telefonnummer werden vor allem Bilder zur Navigationsunterstützung und tagesspezifische Öffnungszeiten angeboten - schon bei der Auswahl eines Supermarktes wird angezeigt, ob er derzeit (noch) geöffnet ist.


    Bei der Annäherung an das Ziel blendet Waze ein Bild des Zieles automatisch ein, um das Auffinden zu erleichtern. Bei kleineren Zielen hilft diese Visualisierung enorm zum Auffinden, bei großen Zielen wie Supermärkten sollen die Bilder die Anfahrt zum Parkplatz vereinfachen. POIs haben bereits seit 3.8 einen Navigationspunkt bekommen - erfasst man einen Supermarkt, setzt man diesen Navigationspunkt z.B. zweckmäßigerweise auf die Einfahrt zum Parkplatz.


    Neue Places können in der App erfasst werden: Foto vom Parkhaus, Supermarkt etc. machen, Name eintragen und auf der Karte zurechtrücken. Die weiteren Daten wie Adresse mit Hausnummer, Telefonnummer, Webseite, freies WLAN etc. können in der App oder später zuhause am PC im Editor erfasst werden. Bisher können wir sagen: Die Fotos kommen sehr gut an, es dürfen aber gerne noch mehr werden :-)


    Ich habe unten ein paar Screenshots angefügt, die die verschiedenen Ansichten in der App zeigen.


    Wer Waze noch nicht kennt:


    Waze ist eine Onlinegestützte Navigationsapp für iOS, Android und Windows Phone 8. Waze funktioniert mit nutzergepflegten Karten, die insbesondere in Ballungsgebieten sehr aktuell sind. Durch von der App gemeldete Telemetriedaten werden zeitabhängige Geschwindigkeitsprofile aller Straßensegmente erfasst und für die Zeitberechnung genutzt, zudem werden Staus und rush-hour-Lasten in Echtzeit erkannt: Steht ein Wazer doch im Stau, erkennt das System den Stau, bewertet die Verzögerung und leitet nachfolgende Wazer auf eine bessere Strecke - so sie existiert. Was Waze vor den klassichen TMC-basierten Systemen auszeichnet, ist das Verständnis für die Leistungsfähigkeit von Nebenstraßen - Waze versucht, auch Sekundärstaus rechtzeitig vorherzusehen und verzichtet möglichst darauf, Fahrer vom kleinen Stau auf der BAB in den großen Stau auf der Umleitung weiterzureichen. Die Funktion ist für die Nutzung von Pendlern optimiert, das Ziel der App ist es, jedem Fahrer täglich 10 Minuten Arbeitsweg zu sparen.


    Waze kennt ein Buddysystem: Man kann sich über Ankunftszeiten informieren, gemeinsame Treffpunkte für Fahrgemeinschaften ausmachen und ansteuern, oder getrennt zu einem Event aufbrechen und sehen wer schon da ist oder demnächst ankommt.


    Ciao,


    Detlev

    Wichtigste Neuerung:


    Das soziale Netzwerk arbeitet nun neben der bisherigen Facebook-Integration auch über Telefonnummern. Ähnlich wie bei Whatsapp identifizieren sich Teilnehmer über ihre Telefonnummer, und Freunde werden aus den Kontakten im Handy ausgewählt.


    Die wichtigsten Funktionen im Netzwerk:


    - Fahrt teilen: Andere bekommen mein Ziel vorgeschlagen oder können meine Fahrt live sehen samt ETA
    - Pickup: Wechselseitig können Treffpunkte für Fahrgemeinschaften getauscht werden
    - Freunde sind auf der Karte sichtbar wenn sie in der Nähe sind
    - Chat und kurzes Anhupen über die App


    3.8 ist für iOS und Android verfügbar

    Wichtigste Neuerung:


    Das soziale Netzwerk arbeitet nun neben der bisherigen Facebook-Integration auch über Telefonnummern. Ähnlich wie bei Whatsapp identifizieren sich Teilnehmer über ihre Telefonnummer, und Freunde werden aus den Kontakten im Handy ausgewählt.


    Die wichtigsten Funktionen im Netzwerk:


    - Fahrt teilen: Andere bekommen mein Ziel vorgeschlagen oder können meine Fahrt live sehen samt ETA
    - Pickup: Wechselseitig können Treffpunkte für Fahrgemeinschaften getauscht werden
    - Freunde sind auf der Karte sichtbar wenn sie in der Nähe sind
    - Chat und kurzes Anhupen über die App


    3.8 ist für iOS und Android verfügbar

    Seit ca. Zwei Wochen ist Waze für WP8 kostenlos im Store verfügbar. Die Version ist fast funktionsgleich mit denen für iOS, lediglich der Landscapemodus und die Meldung von Benzinpreisen fehlen noch.


    Ich habe es seit den ersten Betaversionen auf meinem Lumia 820 und kann von der Stabilität unter Windows Phone auf diesem Gerät nur gutes berichten.


    Ein Bericht über Waze:


    [Sonstige] Waze - Mein Fazit nach knapp 2 Jahren :-)

    Hi,


    vor knapp 2 Jahren kam ich durch einen Bericht hier im Forum erstmals mit Waze in Berührung, und habe die Software getestet. Über meinen ersten Eindruck habe ich damals schon berichtet, heute, 2 Jahre später, hat sich viel getan, es ist Zeit für ein neues Resümee.


    Überblick:


    Waze ist ein reines Autonavigationssystem mit communityerstellten Karten. Für Deutschland ging die Arbeit nicht ganz bei null los, denn es wurde vor einigen Jahren eine sogenannte Basemap eingelesen, auf der bis heute die Arbeit beruht. Die Basemap war eine vektorisierte Einfachstkarte, die alle Segmente ohne Attribute enthielt. Die Arbeit der Editoren in D besteht deshalb vor allem darin, diese Basemap navigerecht zu überarbeiten, insbesondere Attribute (Straßentyp, Name, Gemeinde, Fahrtrichtung etc.) zu vergeben und die Geometrie an die Erfordernisse eines GPS-basierten Systemes anzupassen. Segmente werden häufig auch gelöscht, z.B. enthaltene Feld- und Wanderwege, neue Straßen werden anhand von Luftbild oder GPS-Track frisch eingezeichnet.


    Die Routenberechnung erfolt in Waze' Cloudservice, auch die Karten liegen dort. Nach der Zieleingabe lässt der Client die Route vom Server berechnen und lädt von dort auch die relevanten Kartenkacheln herunter. Routenberechnungen erfolgen typisch in unter 1s, die Zeit für das Herunterladen auf den Client variiert nach Internetanbindung, mit 3G hat man eine normale Pendlerstrecke von ca. 20km in unter 5s auf dem Client. Kartenkacheln werden einige Tage gecachet und müssen nicht jedesmal neu geladen werden.


    Die Nutzung verfolgt stark einen Communitygedanken. Fahrer können während der Fahrt auch erkennen, welche anderen Wazer in der Umgebung unterwegs sind, wobei die Position nicht permanent, sondern ca. alle 2 Minuten aktualisiert wird. Wer nicht sichtbar sein möchte, kann auf anonym oder unsichtbar umstellen. Facebook ist angebunden, u.a. können Facebookevents als Zieladresse genutzt werden.


    Clients werden aktuell für iOS und Android gepflegt. Ein Client für Windows Phone 8 ist im Betatest. Für Symbian und Blackberry existieren noch Alt-Clients die nicht mehr gepflegt werden. Für BB X gibt es einen Port des Androidclients.


    Kartenqualität:


    Sehr variabel.


    In Groß- und MIttelstädten sind die Karten auf einem gut detaillierten und Stand und hochaktuell, durch im Schnitt 1-2 Kartenupdates je Woche kann die Karte in Orten mit aktiven Editoren auch mittel- und langfristige Baustellen berücksichtigen.


    Gleiches gilt für das Fernstraßennetz. Die BABs sind vollständig erfasst und attributiert, Bundesstraßen sind erfasst und routingfähig, Namen und Gemeindezugehörigkeit sind überwiegend erfasst.


    In kleinen Gemeinden sind auch heute noch viele Straßen nicht attributiert, so dass hier mit der Basemap zwar eine Navigation möglich ist, die aber Einbahnstraßen, Anliegerstraßen und miterfasste Fußwege, Fußgängerzonen etc. nicht zuverlässig erfasst. Eine Zieleingabe ist auch in diesen Gemeinden zuverlässig möglich, da nicht bekannte Adressen mit Googles Adressdienst georeferenziert werden.


    Routingqualität/Stauumfahrung:


    Der Routingservice steht mit Stand 2013 sehr zuverlässig und performant zur Verfügung. Das überregionale Routing ist untadelig, bei vielbefahrenen Straßen (insbesondere Pendlerrouten und Autobahnen) werden auch tageszeitabhängige Verkehrsänderungen in die Berechnung einbezogen. Innerorts variiert die Qualität aufgrund der benannten Unterschiede in der Erfassungsqualität.


    Im Sommer des Jahres führte eine zweiwöchige Tour von Hannover über Potsdam und Berlin nach Hohenschwangau/Bayern (Neuschwanstein), Rüdesheim, Walsrode und wieder nach Hannover. Im überregionalen Routing waren dabei keine Fehler erkennbar. Rund um Neuschwanstein waren Parkplätze und innerörtliche Nebenstraßen noch unbefriedigend, ein Routing zum Hotel und zu touristischen Attraktionen war grundsätzlich möglich. Das Nacheditieren diente primär dem eigenen Ego ;)


    Staus werden dynamisch in die Berechnung einbezogen. Mein persönlicher Vergleich ist hierbei immer der Staudienst von Navigon und TMC. Staus werden gegenwärtig nur durch eigene Telemetriedaten crowdbasiert erkannt. Externe Quellen wie Verkehrsdurchsagen, Inrix o.ä. hingegen nicht. Dadurch können Staus erst berücksichtigt werden, wenn der erste Waze "drinsteckt". Wiederkehrende Überlastungen z.B. durch Rush Hour sind aufgrund der historischen Daten meist bekannt und sind im Geschwindigkeitsprofil der Segmente berücksichtigt, sie werden bereits bei der initialen Routenberechnung einbezogen.


    Im Vergleich zur Navigonlösung gefällt mir, dass Waze nicht bei jedem Stau von der BAB lotst in den dann unvermeidlich entstehenden Sekundärstau auf der Umleitungsstrecke.


    Community:


    Grundsätzlich darf jeder Wazer die Strecken editieren, die er in der jüngeren Vergangenheit befahren hat. Neben den Gelegenheitseditoren existieren verantwortliche Editoren für Regionen (Areamanager), oder bundesweite Verantwortliche (Countrymanager). In ländlichen Gebieten fehlen vielerorts noch Areamanager, die innerorts editieren. Mittel- und Großstädte sind mit einem oder mehreren Areamanagern besetzt, dennoch dürfen "einfache" User hier ebenfalls editieren. Waze verfolgt die Philosophie, dass es zwar Verantwortlichkeiten, aber keine Reviere gibt.


    Nutzer können erkannte Kartenfehler vor Ort im Client mit wenigen Tastendrucken melden. Fehlermeldungen sind für jeden Editor einsehbar, der in diesem Gebiet Bearbeitungsrechte hat.


    Communityarbeit erfolgt über ein Forum, hier erfolgt sozialer und Know-how-Austausch, und es werden Kartenarbeiten koordiniert.


    Fahrer können unterwegs durch Mapchat kommunizieren, eine Möglichkeit die anscheinend in Deutschland weniger den regionalen Geschmack trifft.


    International:


    Waze funktioniert international, grundsätzlich auch mit grenzüberschreitendem Routing. Sehr stark sind alle mitteleuropäischen Länder, ferner hat Waze in Osteuropa eine sehr gute Position durch aktive Editorencommunities. Die Niederlande haben im Norden Europas wohl die älteste gut organisierte Community. D-A-CH üben mittlerweile den Schulterschluss und holen kräftig auf. Wer Waze in den Niederlanden startet wird aber immer noch feststellen dass dort eine sehr viel höhere Nutzerzahl gegeben ist als in Deutschland.


    Die Firma dahinter:


    Waze ist im letzten Jahrzehnt in Israel gegründet worden, zunächst wurden crowd- und communitybasiert Karten für Israel erstellt, die internationale Expansion kam erst ca. 2008 richtig in Schwung. Das Geschäftsmodell besteht in der kommerziellen Verwertung von Kartenmaterial und Verkehrsflussdaten, mittlerweile werden auch Einnahmen über Werbung im Client erzielt.


    Im Sommer 2013 wurde Waze von Google aufgekauft, beide Produkte bestehen unabhängig weiter. Aus Waze heraus gewonnene Stauinformationen werden seit kurzem auch für Google Maps zugeliefert, eine Zusammenarbeit bei den routingfähigen Vektorkarten besteht nicht und ist auch nicht avisiert.


    Sonstige Nebenwirkungen:


    Die Kartenarbeit an Waze kann zum Hardcorehobby werden, der Verfasser hat nach beiläufigem Editieren seiner Wohngegend schnell regionale Verantwortung für Hannover übernommen, wurde später Countrymanager Deutschland und investiert mittlerweile viel Zeit als sog. "Global Champ" mit internationaler Abstimmung.


    Ciao,


    Detlev

    Ich konnte noch nie so günstig und gut navigieren wie mit dem iphone 4 und Navigon. Wenn das Kartenabo endet, werde ich mir daher keine Gedanken über den schlechten Hersteller machen, sondern für geschätzt 49 Euro zwei Jahre verlängern :-)

    Ich bin auch gespannt wie sich das verhält. Im Facebookbereich von Navigon gibt es mittlerweile zwei Anfragen, mal schauen wie man sich dort äußert.


    Tourenfahrer : Ich finde dein wiederholtes Wegdiskutieren der Frage unangemessen. Das Forum dient zum Austausch der User untereinander, und das bedeutet nicht dass man hier nur nachfragen darf wenn man vorher schon beim Hersteller war.


    Für mich war die Erkenntnis wertvoll, dass ich nicht der Einzige bin. Bei mir kam die Mail erst heute, passend zum Ende des Abos - vor einer Woche kam noch die Info dass bald verlängert wird.


    Ciao,


    Detlev

    hast du die "Nebenstrassen" im Routing erlaubt? Ich war schon öfter in der Toscana, auch mit Navigon. Leider hängt die Periorisierung bestimmter Straßen mit dem Kartenmaterial zusammen. In Italien sind die Sraßen oft schlechter verifiziert als in D.


    Du meinst sicher Anliegerstraßen? Die stehen auf verboten, daran lag es nicht. Schlussendlich wird es wohl an den Karten liegen, und gegen GIGO kann man nichts tun...


    Ciao,


    Detlev

    Sorry, aber auf mein Problem würde damit nicht behoben. Mautstraßen und Autobahn waren eingeschaltet, sonst wären wir heute noch auf dem Weg nach Capannori :-)


    Wenn man in der Toscana mit Navigon dann lokal unterwegs ist, wird man aber über schmale Wohnstraßen geschickt die eigentlich Einbahnstraßen sein sollten, und stellt anschließend fest dass man parallel zu einer gut ausgebauten Durchfahrtstraße geleitet wurde. Das ist uns leider täglich auf verschiedenen Strecken passiert und frustrierte erheblich. Ich habe fast den Eindruck, dass wir dort auf einzelnen Probestrecken mit Waze besser geleitet wurden als mit Navigon.


    Ciao,


    Detlev

    Hi,


    Ich war eine Woche in der Toscana, und das Routing war nicht begeisternd. Probiert habe ich sowohl Optimal als auch Schnell. Beides schickte uns regelmäßig über schmale Schleichwege, obwohl breite Straßen wenige hundert Meter weiter parallel verliefen. Die Autobahn verließen wir auch weisungsgemäß eine Abfahrt früher als sinnvoll, wofür wir mit einer Slalomstrecke belohnt wurden von der meine Frau Alpträume bekam.


    Welche Option wäre besser gewesen? In Deutschland komme ich üblicherweise mit der Schbellen oder der Optimalen Route sinnvoll an's Ziel.


    Oder liegt es einfach an der bescheidenen Kartenqualität?


    Ciao,


    Detlev