Beiträge von Top_Gun

    Mehr geht immer, freuen wir uns erstmal, dass das Kartenmaterial ein Quartal neuer ist. Q4 scheint wegen der neuen Funktionen im Material für Navigon eine besondere Herausforderung gewesen zu sein, effektiv haben wir es auf dem iPhone etwa sechs Wochen später bekommen als die PNA-Kunden. Dafür habe ich auf Navigon auch weniger für das Abo gezahlt - wenn man den Preis nicht mit den subventionierten Varianten, sondern mit dem unsubventionierten Preis von 99 Euro für PNAs vergleicht.


    Insgesamt habe ich jetzt für unter 100 Euro die beste Navilösung, die ich bisher hatte - ich bin zufrieden. Your mileage may vary :-)


    Ciao,


    Detlev

    Jupp. Mit 2.01 bekommt man keine neuen Karten angeboten, aber wenn man auf 2.02 aktualisiert kommt beim nächsten Start die Meldung dass im Mapmanager die neuen Karten geladen werden können. Deutschland wird gerade geladen :-)


    *update* Das Installieren der Karten ist problemlos. Man muss aber zusätzlich die In-App-Käufe wiederherstellen. Also: Nicht zwischen Tür und Angel machen, sondern wenn man ein bischen Zeit hat und das Gerät auch mal 10 Min. weglegen kann und nicht gerade losfahren will.


    Ciao,


    Detlev

    Offengestanden finde ich deinen Beitrag wenig zielführend. Natürlich findest Du im Material aller Hersteller Fehler.


    Auch die Wazecommunity behauptet aber nicht, derzeit in der Reife des Materiales mit den kommerziellen Anbietern mithalten zu können - man sieht sich in einer kritischen Anschubphase, in der brauchbares Kartenmaterial etabliert werden muss.


    Hannover macht auf den ersten Blick einen schon recht reifen Eindruck, dennoch gibt es hier ein Routing, das teils unökonomisch, teils aber auch schlicht verboten ist.


    Dein Erklärungsversuch geht leider fehl - ich habe im Januar anhand der Hinweise aus der Community eben diese Kreuzung so bearbeitet wie von dir vorgeschlagen. Mit der Livemap vom 30.01. sind diese Änderungen produktiv - dennoch will Waze dort noch nach links abbiegen. Ich habe zunächst "alle Verbindungen verboten", dann das Rechtsabbiegen aus der Behnsenstraße und das Geradeausfahren auf der Göttinger Straße wieder erlaubt. Links abbiegen aus der Behnsenstraße ist weiter rot. Dennoch verläuft das Routing von der Hengstmannstraße immer noch so, dass ich aus der Behnsenstraße nach links auf die Göttinger Straße abbiegen soll.


    In der Wazecommunity las ich mittlerweile, dass Abbiegeverbote keine echten Verbote sind, sondern dass die verbotene Richtung beim Routing nur mit höheren Kosten belegt ist. Sprich: Wenn der korrekte Weg zu lang ist, dann führt das Routing auch mal in eine nicht erlaubte Abbiegerichtung.


    Der von dir angeführte fehlerhafte Kreisel ist mir dabei offengestanden herzlich egal und führt für mich nicht zu einer besseren Bewertung. Fehlende Kreisel sind offensichtliche Fehler, während unzulässige Abbiegeanweisungen zu der Sorte Fehler gehören, die vereinzelt nicht erkannt werden und dann zu schweren Verkehrsgefährdungen führen. Wenn dann auch die Lösungsansätze erfahrener Communitymitglieder nicht zu Lösungen führen, ist das Problem strukturell.


    Ciao,


    Detlev

    Die Frage ist doch, ob auch die festen Blitzer in regelmässigen Abständen automatisch aktualisiert werden?


    Das finde ich viel spannender als die mobilen Blitzer. Hier in H wurde einer vor einem Dreivierteljahr abgebaut und in Q4 durch ein neues Gerät ersetzt. Bis heute fehlt der in Navigon 2.0, und ich fände es schön wenn an diesen Schikanierblitzer wieder rechtzeitig erinnert würde. Die Datenbank von blitzer.de kennt ihn schon lange wieder - wo Navigon die Blitzer herbekommt ist mir unbekannt.


    Ciao,


    Detlev

    Seit gestern gibt es dazu auf Facebook eine Anfrage an Navigon, mal sehen ob etwas zurückkommt. Dort ist man sich bewusst, dass man mit den Antworten durchaus Breitenwirkung hat und bietet deshalb auch meist mehr als die Standardphrasen vom Support (liegt noch keine Information vor).


    Ciao,


    Detlev

    Hi,


    inspiriert vom Feedback hier im Thread habe ich angefangen, in meinem unmittelbaren Wohngebiet Straßen und Kreuzungen zu korrigieren bzw. zu ergänzen.


    Das Ergebnis von geschätzt 10h Arbeit:


    Im eigenen Wohnviertel scheint das Routing jetzt zu stimmen. Ich soll auf dem Weg in die hannoversche Innenstadt jetzt weder falsch rum durch die Willmerstraße, noch brauche ich einen Betonbohrer um die ca. 20m Stahlbeton des Südschnellweges zu durchqueren. Dafür kennt Waze jetzt die echte Wendemöglichkeit ca. 150m weiter östlich.


    Die Karten des Navigationsservers scheinen derzeit etwa im 10-Tages-Rhythmus aktualisiert zu werden, wobei ein Verarbeitungslauf wohl gut 5 Tage dauert, z.B. wurden am 15. die Karten mit Bearbeitungsstand 9.1. eingespielt.


    Diese Woche kam allerdings die nächste Macke: Beim Routen aus der Innenstadt zum OBI fuhr Waze erstmal durch Spielstraßen (akzeptabel), wollte dann von der Behnsenstraße auf die Göttinger Straße aber links abbiegen (inakzeptabel, geht nur mit Unimog). Im Kartenmaterial sind die Abbiegeverbote korrekt sichtbar, man darf an dieser Stelle nur rechts abbiegen.


    In der Community gab es zwei Erklärungen:


    - Entweder liege es daran, dass Waze Abbiegeverbote intern als "hohe Kosten" (d.h. lange/langsame Route) behandelt, d.h. wenn die legale Strecke sehr aufwändig ist, kann die verbotene Strecke doch mal die bessere sein
    - oder die Karten seien vor zu langer Zeit bearbeite worden, möglicherweise seien die Straßen nicht richtig attributiert, obwohl sie im Editor die richtigen Abbiegepfeile zeigen. Anscheinend gab es schon einschlägige Fehler in den Editoren. Ich sollte einfach die Abbiege


    Für mich ist das der Punkt, wo man weitere Tests - und sei es spaßeshalber - auch wieder sein lassen kann.


    Ich benutze Navisoftware, damit sie mich während der Fahrt entlastet. Bei Waze habe ich mehr Aufwand, weil doch noch erhebliche Mengen von unzulässigen Abbiegeanweisungen kommen. Und die Begründungen für die Fehlnavigation an der Göttinger Straße befriedigt mich nicht - im einen wie im anderen Fall läuft es darauf hinaus, dass ich in unbekannten Gegenden jede Abbiegeanweisung sehr kritisch in Frage stellen muss. Das entlastet nicht mehr, sondern belastet.


    Unstrittig hat Waze durch die Communityanteile auch zusätzliche Spaßfaktoren - ein 200-Punkte-Bonbon auf der Strecke an einer Kreuzung die man kürzlich bearbeitet hat oder Meldungen über andere Wazer an der Strecke bieten interessante Ablenkung - ist aber halt auch genau das: Eine Ablehnkung, die dazu führt dass man häufiger auf das Display schaut als es nötig wäre.


    Ciao,


    Detlev

    Es bleibt abzuwarten, was Waze in einem Jahr taugt. In Deutschland ist es erst vor recht kurzer Zeit gestartet, und beruht noch großenteils auf veraltetem Kartenmaterial ohne nennenswerte Attributierung. In Ballungszentren wird sich das ändern, und dort mag es seinen Job als Stauumfahrungshilfe auch leisten.


    Als alleiniges Navigationsmittel fehlt mit den derzeitigen Karten die Verlässlichkeit. Deine Formulierung "als 5. oder 6." halte ich aber für zu hart.


    Ciao,


    Detlev

    Ich habe mit TomTom-Karten nur geringe Erfahrungen, weil ich die Software vom ersten Kontakt auf PPC2003-Geräten an nicht mochte. Primär bin ich mit Navigon/Navteq unterwegs.


    In den letzten Tagen habe ich ein paar weitere Strecken "zum Spaß" mit Waze zurückgelegt, auch hier war wieder zu erkennen: Die Software ist insgesamt sehr angenehm zu bedienen, auch wenn einige gewohnte Komfortfunktionen fehlen. Aber die Kartenqualität ist verbesserungsbedürftig. In kleineren Ortschaften finden sich offenbar nicht die Enthusiasten, die das in ihrer Freizeit selbst machen wollen. Es muss sich zeigen, ob sich das noch ändert. In den USA scheinen die Großstädte gut abgedeckt zu sein, wie es in der Fläche aussieht lässt sich schlecht sagen. Überlebensfähig ist das System auf dem Lande derzeit überhaupt nur, weil die Zieladressen mit Hilfe von Googlewebservices in Koordinaten umgerechnet werden.


    Gleichzeitig hat sich durch Lektüre in der Community aber für mich die Erkenntnis ergeben, dass Waze auch derzeit nicht den Anspruch einer voll ausgestatteten Navigationslösung hat, es konzentriert sich dafür auf den Bereich des Nahverkehrs. In die nächste Stadt zur Arbeit kann damit sogar besser klappen als mit einer großen Lösung. Um nach Augsburg oder Oberhausen zu kommen bleibe ich aber bei den großen Lösungen.


    Spannend bleibt, wie sich das Kostenmodell weiterentwickelt. Waze gibt offen zu, dass sie das von der Community generierte Kartenmaterial kommerziell weiternutzen wollen. Ob sowohl die Karten als auch die Routingservices nach Erreichen einer kritischen Masse vollständig kostenfrei bleiben, wird sich zeigen müssen.


    Ciao,


    Detlev

    Ok, den Karteneditor habe ich mir gestern abend mal angeschaut. Dabei stellte ich fest, dass fast alle Straßen bei mir im Wohnviertel als Einbahnstraßen erfasst sind, obwohl wir gar keine Einbahnstraßen haben. Werde das so peu a peu korrigieren.


    Damit haben wir aber den TomTom-Effekt: Wenn ich als (hypothetischer) schwieriger Oberstudiendirektorquerulant beschließe, dass bei mir in der Straße zuviel Durchgangsverkehr ist, dann lege ich ein oder zwei Abschnitte als "Dirt roads/4x4" fest, und die Nachbarstraße als "minor highway". Beim aktuellen Marktanteil von Waze wird das nicht viel bringen, aber zumindest "die Wazer" habe ich mir damit vom Hals geschafft. TomTom kennt das schon, da gab es solche Effekte bereits - genauso wie Autobahnabfahrten die plötzlich zur Auffahrt wurden.


    Wenn ich damit "nur" Straßen unattraktiv mache, komme ich damit sicher ein paar Monate unerkannt durch. Für das nächste Mal melde ich einen neuen Account an.


    Schlimm wird es, wenn jemand Vandalismus betreibt. Wenn ich z.B. auf dem Südschnellweg die Fahrtrichtung der beiden Straßen vertausche, entstehen tatsächlich gefährliche Situationen.


    Merke: Jede Community hat irgendwann ihre Antikörper. Ich ziehe da Karten vor, die vom Profi erstellt wurden.


    Ciao,


    Detlev

    Hallo Gopauli,


    eine Editierfunktion - über das "Melden" hinaus - habe ich noch nicht gefunden. Wo ist die denn?


    Dieser Einzelfehler zeigt aber eher ein grundlegendes Problem auf: Die OSM-Karten haben vielfach eine hohe Aktualität, aber nicht jede gut vermessene Straße ist sauber attributiert - und das führt zu Fehlern, die man vor der eigenen Haustür sofort erkennt, aber in München oder Hamburg möchte ich es nicht erleben dass mir so etwas passiert, da kenne ich mich eben nicht aus und hoffe, dass mein Navi das zuverlässig besser weiß als ich.


    Die recht offene Attributierung ist auch auf Editoren wie Potlatch offenkundig: Es gibt Hunderte von Attributen die nützlich oder gar erforderlich sind, aber die Software bietet nur für ein paar davon Hilfestellung, für den Rest gibt es drei Alternativen:


    - Der User kennt sie nicht und setzt sie nicht.
    - Der User kennt ihn und hat ihn verstanden, dann wird er die Attribute richtig setzen
    - Der User kennt sie, versteht sie aber nicht oder nur eingeschränkt, dann werden die Attribute falsch gesetzt


    Folgeproblem: Auch bei Skobbler hat sich schon gezeigt, dass Softwareautoren, Routingmaschinenprogrammierer und Karteneditoren nicht unbedingt das gleiche Verständnis zum Attributsgebrauch haben.


    Bei Navteq und Teleatlas (Tomtom) mag es länger dauern, bis eine Straßenänderung erfasst wird. Aber der Bestand scheint mir deutlich sachkundiger erfasst. Ich lebe lieber sechs Monate mit dem "Eisenach-Bermudadreieck", als damit dass ich in der falschen Richtung in den Elbtunnel gelotst werde.


    Ciao,


    Detlev

    **Vorbemerkgung: Dieser Text ist 2 Jahre alt. Aufgrund der Weiterentwicklung von Produkt und Kartenmaterial existiert hier im Forum ein neuer Thread, der den Stand 2013 besser wiedergibt.


    Hi,


    nachdem Waze immer wieder einmal angesprochen wurde, habe ich es ein paar Tage in und um Hannover getestet.


    Positiv:


    1. Gut verständliche Ansagen zum richtigen Zeitpunkt
    2. Akzeptable Zeiten für die Routenberechnung
    3. Stationäre Blitzer in H sind anscheinend recht komplett erfasst. Außerhalb habe ich nicht getestet..
    4. Das Kommunikationskonzept mit der Möglichkeit, andere Teilnehmer "anzupingen" um z.B. nach Verkehrsstörungen oder Straßenverhältnissen zu fragen ist für mich völlig neu, klingt interessant. Wieviel es in Praxis bietet wird sich zeigen müssen.
    5. Die Kartendarstellung dürfte etwas mehr Kontrast haben, ist aber gefällig. Unten ist die automatische Nachtdarstellung zu sehen, die absolut untadelig ist.


    Negativ:


    1. Das Routing.
    1.1 Wenn ich bei mir aus der Wohnstraße komme, lande ich auf einer dreispurigen Einbahnstraße die Abfahrt vom Südschnellweg ist. Dort links abzubiegen wäre fatal. Man muss in jedem Falle erst einmal nach rechts, nach 50m kann man dann die Seite wechseln. Die Einbahnstraße ist auf OSM auch als Einbahnstraße gekennzeichnet.


    Waze lässt sich davon nicht beeindrucken:


    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/img_031232q3t.png]


    Was hier als eine Straße angezeigt wird, ist in Wahrheit je Richtung zweispurig, zwischen den beiden Richtungen liegt die Hochbbrücke mit dem Südschnellweg. Waze meint: Links rum in die Einbahnstraße, und dann auch noch kurz vor Beginn der Schnellwegsauffahrt eben mal unter der Hochbrücke kreuzen, um wieder auf die rechte Spur zu kommen. Richtig wäre gewesen: Rechts abbiegen, und nach 50m wenden. Skobbler liest OSM hier richtig aus und kapiert die Streckenführung.


    1.2 Teils umständliches Routing:


    Routen verlaufen teils unnötig durch verwinkelte Wohngebiete, auch wenn parallel dazu eine gut ausgebaute Hauptverkehrsstraße verläuft. Als ich das ignorierte und auf die Hauptverkehrsstraße wechselte, wurde neuberechnet. Das Ergebnis war: Ich sollte erst einmal an meiner Wohnstraße vorbeifahren, an der folgenden Ampelkreuzung rechts ab, dann gleich wieder rechts und dann rechts ab in meine Straße abbiegen.


    2. Routenplanung ist überhaupt nicht möglich, man kann immer nur von der aktuellen Position aus losfahren.
    3. Unter "Berichte" kann man sich über Staus, Verkehrskontrollen etc. informieren. Hier fehlt eine Filterung nach Relevanz. Sich nur über Ereignisse auf der eigenen Strecke informieren zu lassen fehlt hier völlig, wenn ich in Hannover unterwegs bin will ich z.B. nicht wissen dass in Hamburg eine Verkehrskontrolle gemeldet wurde.
    4. Fehlende Kontaktintegration: Personen die in den Kontakten stehen, sind nicht in die Navigation integrierbar. Ich pflege die Adressen in meinem Telefon ausschließlich über die Kontakte, wie ich das auch z.B. im Outlook/Exchange auf der Arbeit gewohnt bin. Navigon z.B. hat damit keine Probleme, hier habe ich die Möglichkeit, alle Kontakte die Adressen enthalten auch anzufahren. Bei Waze muss man getrennte Favoriten in der Navi-App pflegen.


    Fazit: Interessant, aber wirklich nur für den Minimaleinsatz geeignet. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, wird mit einer der kommerziellen Lösungen glücklicher.


    *** Update 31.12.2011: Wenn man sich mit Waze beschäftigt, findet man auch beim Hersteller den Hinweis dass es primär als Stauvermeidungswerkzeug für z.B. den Weg zur Arbeit gedacht ist. Eine Navigation von Hamburg nach München ist zwar auch Ziel, liegt aber nicht so im Fokus. Wenn man es entsprechend nutzt, also um z.B. zu entscheiden ob man besser die Bundesstraße oder die Autobahn für die 20km in die Stadt nimmt, oder welche Ausfallstraße zur Zeit besser ist, dann hat es neben den klassischen Navigationslösungen seinen Platz. Auch die Lückenhaftigkeit der Karten ist dann akzeptabel, denn durch das Abfahren der unbekannten Strecken durch den Anwender lernt das System dazu, zudem ermutigt es jeden Teilnehmer, seine Kompetenz auf seinen Stammstrecken zum Editieren der Karte einzusetzen.


    Fazit 2: Wenn ich nach Hamburg oder nach Oberhausen muß nehme ich lieber Navigon - für solche Strecken ist die Kartenqualität derzeit nicht berechenbar genug. Für die Fahrt zur Arbeit wird Waze dagegen Vorteile haben, wenn die Verbreitung zunimmt.


    Ciao,


    Detlev