Erfahrungen und Hinweise zur Navigation mit PNA und Naviapp

  • Hallo Leech,


    habe es gerade auch noch mal ausprobiert.

    Wenn Du je nach Streckenlänge viel Zeit hast geht es immer.


    Allerdings ist folgendes zu beachten:


    Eine Route kann als neue Route von aktuellen Startpunkt mit der nächsten Zieleingabe erstellt sein. Normales übliches Navigieren.


    Eine Route wird geplant und im Navi gespeichert, z. B. eine Bodenseeumrundung, bin aber aktuell noch am Wohnort beispielhaft in Frankfurt.

    Öffne ich die Route zur Berechnung, fragt das Navi nach dem nächsten, ersten zu rechnenden Startpunkt der in der Route gespeicherten Zwischenziele und rechnet dann den Routenverlauf.


    in beiden Fällen wird zunächst ein Kartenausschnitt der Route gezeigt und dann erscheint der Start-Button.


    Um nun eine Simulation zu fahren, muss vorher in den Einstellungen unter Routenpräferenzen der GPS Empfang ausgeschaltet sein. Sonst geht da nichts mit Simulation.


    Jetzt aber die 2 erheblichen Pferdefüße:

    1. Die Simulation läuft elendiglich langsam ab, als würde man die Strecke mit nur 30 km/h fahren, selbst auf Autobahnen. Das war aber bei meinen Navigons früher nicht anders.

    2. Bist Du beim Simulieren der gespeicherten Rundfahrt aktuell an einem anderen Standort, meinetwegen wie beschrieben am Wohnort in Frankfurt, wird dies, da das der letzte gespeicherte Standort ist, als Startpunkt für die Bodenseeroute genommen und zunächst lotst dich das Navi vom Wohnort zum ersten geplanten Routenpunkt der Rundfahrt.


    Das nun in der Simulation zu verfolgen macht keinen Spaß, wie überhaupt siehe Pferdefuß 1, das Ganze keine Freude macht wenn die Route mehr als 30-50 km lang ist.


    Ich finde mit der Übersichtskarte und der Routenliste mit den Abbiegepunkten hat man ausreichend Informationen um die errechnete Route zu erkennen.

    Ich nutze nun die Navis seit mehr als 10 Jahren und habe die Simulation höchstens mal spaßeshalber zum Erproben an kurzen Strecken, jedoch nie ernsthaft für eine wirklich zu fahrenden Route benutzt.

    Wie schon beschrieben, das dauert einfach zu lang.


    So am Rande: Wie oben erwähnt, solltest Du Routenplanung z. B. bei einem Urlaub machen, wie im Beispiel am Bodensee, muss in den zu planenden Routen der 1. Routenpunkt immer ein paar Meter (so 200-300m) vom Startpunkt des Losfahrens, hier Parkplatz des Ferienwohnortes weg sein.

    Startet man die zu planende Route wenn man in Auto steigt, will das Navi dich immer zuerst zum 1. gespeicherten Routenpunkt lotsen und es muss diesen erreichen um von dort die weiteren Punkte anzufahren.


    Hoffe das hilft zum Anfang

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

  • Hallo psr, danke für die detaillierte Beschreibung, jetzt habe ich eine klare Vorstellung von der Situation. Ich denke die prinzipielle Fähigkeit, Simulationen zumindest vom aktuellen GPS-Standort aus laufen zu lassen, sollte Standard bei jeder Navi Software sein. Die meisten Navi Softwareprodukte können das ja. Unter meinen Smartphone Navi Apps können nur HERE WeGo und Google Maps absolut keine Simulation; da muss ich dann das Kfz-Abfahren einer fake gps route mit einer konstant hohen Geschwindigkeit, z.B. 100km/h, etwa mit Lockito f*ken, was auch sehr gut klappt.


    Die beschriebenen Pferdefüße sind mir von manch anderer Android Navi App her geläufig und können auf dem Handy auch mit Lockito o.ä. ganz leicht ausgehebelt werden; 61D ist ein Sat Nav .. da kann man wohl keine GPS-f*king App so einfach installieren, ich verstehe, hmm.


    Am 61D interessiert mich vor allem die Software, deswegen meine Frage nach den Simulationsmöglichkeiten. Allerdings finde ich auf dem Android Playstore keine Garmin App, die der 61D Software auch nur annähernd gleichkäme. ||


    Navigon App kenne ich schon. Die scheint ganz anders als 61D Software zu sein. Ist eigentlich ganz clever vom Garmin Konzern gesteuert: originale GARMIN Navi-Software bleibt ausschl. den physischen Geräten vorbehalten, während Smartphone-User nur die NAVIGON Software abbekommen :pinch:

  • Garmin hatte bis ungefähr 2012 eine App für IOS und Android, welche aber in der Funktion und Stabilität dauernd in diversen Foren kritisiert wurde. Außerdem war sie wohl auch sonst noch schlechter als die bis dahin auch nicht gerade tolle PNA Software.

    Da 2011 Garmin Navigon aufgekauft hat, hat man deren Software für die Smartphones basierend auf der damals und heute immer noch besser, zumindest in EU, funktionierenden Soft für PNAs angepasst und die eigenen App Version eingestellt. Ebenso eingestellt wurde eine Windows Version mit der man auf gleicher Art mit Laptops und angeschlossener GPS Maus navigieren konnte. OK, alles schon mittlerweile in Softwarezeiträumem lange her.


    Seit etwa 2015 haben die PNAs von Garmin so nach und nach Elemente aus der NAVIGON Software übernommenen und sind heute funktionell nahezu gleich zu der nun schon sieben Jahre alten, aber immer noch hervorragenden Software MN8 die letzte Version für Navigon PNAs und Basis der heutigen App.


    Was das pimpen von Garmin PNAs angeht, das ist nichts mehr für Laien und auch heute m. E. nicht mehr notwendig.


    Man bedenke, dieses Forum ist vor weit mehr als 15 Jahren entstanden als erste Navigation auf Palms und Pocket-PCs und den ersten GPS Geräten erhältlich war. Da wurde noch viel Hilfe hier gegeben, was auch heute der Fall ist. Es wurde aber an der damals noch oft offenen Software (auch notwendigerweise) nachgebessert und die Tipps hier weitergegeben.


    Das hat sich in den letzten ca. 3-5 Jahren doch ziemlich reduziert.

    Der Markt der Anbieter ist reduziert und die Hersteller haben die Geräte doch erheblich verbessert und natürlich auch besser abgeschottet.


    Übrigens was das Abfahren einer Garmin Route angeht, mit der Software Basecamp auf dem PC oder Laptop kann man das übersichtlich über die ganze Route machen.

    Dazu die geplante Route sogar besser noch auf Basecamp erstellen, kontrollieren und dann auf das Navi übertragen.

    Wie schon beschrieben ich halte die Simulation auf dem Navi für überflüssigen Krampf, wohl weil ich die Routenplanung am PC schon lange, mehr als 10 Jahre praktiziere und somit weiß was mich erwartet.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

    Einmal editiert, zuletzt von PSR ()

  • Okay, hab soweit alles verstanden, die Historie und Werdegang :saint:

    1. Navigon-PNA Software alt aber gut in EU → letzte Version war MN8 für PNA
    2. alte Garmin PNA-Software → nicht besonders gut
    3. aktuelle Garmin-PNA Software → mittlerweile Stand von Navigon-PNA Software erreicht
    4. alte Garmin-eigene App < alte Garmin PNA-Software
    5. Garmin-eigene App → Weiterführung früh eingestellt → dafür Navigon-App als Ersatz!
    6. Navigon-eigene App → basiert auf MN8 → besser als alte Garmin-eigene App
    7. Navigon-eigene App → hat seine Topqualitäten aber macht alten Eindruck → schlechteste bewertete gps navi app (eines großen Anbieters) auf Google Playstore

    Die Simulationsmöglichkeit hilft mir als Neuling bei meinem Vergleichsprojekt Navigationselemente verschiedener Apps kritisch zu bewerten anstelle alles oberflächlich hinzunehmen, was die Entwickler fabriziert und nicht optimiert haben. Dafür knöpfe ich mir einzelne heisse Straßenkreuzungen (in der City oder auf der Autobahn) vor und mache eine Kurzstrecken-Simulation (100m-1000m). Interessantes kommt dabei zutage, z.B. Auslassungen oder Fehler in der Navigation. Für mich ganz klar ein Hinweis auf die Intelligenz und Ausgereiftheit des Code Algorithmus der betrachteten Software.


    Navigon Software hat zwar den ausgereiftesten Code Algorithmus, der infolgedessen 100% auslassungs- und fehlerfreie Navigation produziert, aber (...). Deswegen beschäftige ich mich auch mit Nebenbuhlern wie Sygic, Mapfactor, u.a. Wird vielleicht zu einem neuen Hobby von mir lol :S


    Auch in meiner Praxis haben Simulationen Sinn: z.B. um sich mental zu preparieren, bevor man in ein Fahrbahnendickichtnetz eintaucht (FRA Airportgegend ist ein nettes Beispiel für Tests). Ich finde es krass, wie sehr sich die navigation experience meiner navi apps unterscheidet. Das erfahre ich am bequemsten durch Simulationen. Doch doch, diese Funktionalität möchte ich überhaupt nicht missen.


    Ja das mit der Abschottung der neuen Geräte kommt mir nicht entgegen. Ich finde es schon übel, dass man heutzutage nicht mehr zerstörungsfrei den Akku von aktuellsten PNA's und Smartphones austauschen kann. Bei meinem alten Tomtom PNA brauchte ich nur 3 Schrauben zu lösen und schon war das Innenleben komplett freigelegt (mit einem superkleinen LiIon-Akku omg 8|).

  • Nun, klingt für mich, der zumindest auch schon über 10 Jahren mit verschiedenen Navisystemen zu tun hatte, ständig Festeinbauten einer bestimmten Fahrzeugmarke, die ich als Dienstwagen hatte, Navigon erst auf Pocket-PCs, dann PNAs, seit 2014 Garmin PNAs und auch zur Probe einige Apps auf iPhones, sehr freakig.

    Aber jedem das was ihm Spaß macht.


    Ich bin da sicherlich hier im Forum, wo auch einige schon mal Systemwechsel durchgeführt haben, nicht allein mit dem Befund, der Ansicht, das Navigon die präziseste Software ever hat. Ich war und bin z. B. immer noch Fan der 2D Draufsicht in Fahrtrichtung. Die war bei Navigon so genau, dass man sogar in kurvigen Gegenden die zu fahrende Geschwindigkeit danach einschätzen konnte. Bei den Garmins funktioniert sagen nur die Birdview Ansicht zufriedenstellend. 2D zoomt da einfach zu wild hin und her. Mußt mich ein bisschen umstellen.


    Auch die Routenplanung mit den damals erhältlichen Programmen M&G Motorrad bzw. Cabrioplaner und später dem RouteConverter ging erstklassig und geht auch noch heute mit der Navigon App, allerdings nur in der IOS Version.

    Die so schlechte Bewertung im Google Play Store ist gegensätzlich zu Testberichten in Fachzeitschriften und den Erfahrungen auch hier.

    Nun, sie kostet halt Geld und hat da gegenüber den kostenlosen Apps, die mittlerweile auch gut, sind einen schlechten Stand.


    Sygic ist nicht so positionsgenau und die gesprochenen Texthinweise manchmal kurios bzw. nicht real nachvollziehbar.

    Dies kann aber Garmin, da amerikanischen Ursprung, wie Sygic auch, ebenso TT mit niederländischer Heimat.

    Weiterhin ist für die Navigationsleistung auch die im Hintergrund arbeitende Kartenbasis entscheidend.

    Es gibt da 3 führende Kartendatenersteller, Here, früher Navteq, Teleatlas heute im Eigentum von TT und mittlerweile auch die Daten von der OSM Community.

    Diese Rohdaten enthalten pro laufenden Meter dutzende Parameter über Straße, Art, Fahrspuren, Beschilderung, Richtungsangaben und angrenzende Bebauung, um einige zu nennen.

    Die Hersteller der Navis kaufen diese Daten bzw, deren regelmäßige Updates und kompilieren diese mit ihrer Software in die dargestellten Karten und die durchzuführende Navigation.

    So ist die Qualität der Navigation abhängig in erster Linie von den Rohdaten und deren Aktualität, da gibt es bei den drei Genannten schon deutliche Unterschiede, auch je nach Gebieten, der Kompilierung und der zugehörigen Übersetzung in die vielen Sprachen.

    Auch sind durchaus Sprünge in der Qualität vom Updatezyklus zu Updatezyklus in beide Richtungen, also mal besser oder schlechter möglich.

    Das ist mit den vielen zu und Abfahrtszeiten an Flughäfen schon mal schwierig ist die Anweisung der Navigation real umzusetzen habe ich mit meinen diversen Dienstreisen als auch privat öfters erlebt.

    Am krassesten war es gerade in USA in Miami und in New York. Auch die oft überlappenden bis zu 14 (Toronto) Fahrspuren machen das Fahren mit den alleinigen Infos der Navis nicht leicht. Auf in der Höhe verschiedenen Plattformen zu fahren ist für die Geräte eine Herausforderung bei der man immer noch sein eigenes Gehin einschalten muss.


    Damit lassen wir aber hier mal das Thema, weil diese Dinge waren nicht die Ausgangslage diese Threads und sind für Anfänger ohne Begleitungerfahrungen, wie Du sie schon hast doch sehr speziell.

    Es bleibt anzumerken, die Navis sind heute immer noch ein Hilfsmittel das eigenes Mitdenken erfordert. Zum quasi autonomen Fahren nur nach den Navianweisungen reicht es noch nicht.

    Here ist heut im Besitz von Audi BMW und Mercedes um die Rohdaten so zu verbessern, dass sie zukünftig für vollautonomes Fahren verwendet werden können, wenn dann mal kommt und akzeptiert wird. Sieh aktuell der Fall Uber und die Missuses bei den Teslas.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

    3 Mal editiert, zuletzt von PSR ()