Massenfreispruch - Richter spricht 40 geblitze Raser frei

  • Hallo Franz,


    wir sind jetzt - mit Dir und auch anderen - an einem Punkt angelangt, wo man das schriftlich nur mit viel Mühe klären könnte. Gehen wir mal davon aus, dass wir beide/alle das Gleiche/das Beste,m Optimale meinen, dies aber nur sinnvoll mündlich geklärt werden könnte.


    Ich kenne Dich (so in der Breite) wie auch viele andere, mit deren Meinung ich hier und ach anderswo nicht einverstanden bin, als durchaus - wie soll ich jetzt sinnvoll und nicht mißverständlich sagen, versuchen wir mal - ehrenwerten Menschen und möchte hoffen, dass ich ebenfalls - in der Breite - dazu gezählt werden kann.


    Es ergibt m.E. nicht mehr viel Sinn hier noch weiter zu diskutieren, unterstellen wir mal, dass alle eigentlich Positives meinen es von anderen aber - mich eingeschlossen - nicht als solches erkannt wird. So denke ich auch, wären wir gegenüber gesessen, dass wir uns ganz schnell auf einen gemeinsamen Konsens hätten einigen können. Wie so oft hier zu sehen/lesen, gelingt das nicht immer wenn man sich nur schriftlich jeweils äußert.


    Aus diesem Grund werde ich mich jetzt ausklinken, denn wir müssten zuerst einmal eine Basis schaffen. Z.B. hat ja das behandelte Beispiel von mir als Grundlage "Tempolimit an einer Schule" und zwar genau auf die Schule bezogen gehabt, nun kommst Du mit Lärmschutz. Das sind 2 Paar Stiefel, wobei Du mit Lärmschutz Recht hast, ich mir aber auch das Recht herausnehme im eingeschränkten Fall "Schule" auf meiner Meinung - auch bis hin zum Gericht - verbleibe.


    Lassen wir es dabei, sonst diskutieren wir übermorgen noch wenn es uns nicht gelungen wäre bis dort eben eine gemeinsame Basis zu legen.


    Wir können das auch mal unter dem Zusatz "30 mit Zusatzschild Schule" betrachten, das ist ja in einigen Orten der Fall. Vielleicht wird so meine Meinung etwas klarer.


    O.K., sei es drum, ich klinke mich aus.

  • Und Radfahrer müssen - wenn ich's richtig weiß - nicht zwingend den Radweg nutzen [im eigenen Interesse sollten sie es aber]. Sie sind Verkehrsteilnehmer... mit allen Fehlern und Macken wie die anderen auc


    Hier irrst du leider einwenig.


    In der STVO steht, dass sobald ein Radweg vorhanden ist, dieser auch zwingend zu benutzen ist. Ausnahgme hiervon sind Radsportler, aber nur wenn sie in einer Gruppe fahren. Einzelne Radsportler müssen den Radweg benutzen.


    Als Retourkutsche auf den Bericht mit dem Massenfreispruch steht heute bei uns in der Lokalausgabe, dass man hier im Bezirk nicht auf die Einnahmen aus Geschwindigkeitsmessungen verzichten kann. Im Jahre 2009 hat unser RP aufgrund von Geschwindigkeitsmessungen Bußgelder in Höhe von 54.167.874,00 Euro eingenommen. Nachzulesen auf www.HNA.de


    Conny

  • Und Radfahrer müssen - wenn ich's richtig weiß - nicht zwingend den Radweg nutzen [im eigenen Interesse sollten sie es aber]. Sie sind Verkehrsteilnehmer... mit allen Fehlern und Macken wie die anderen auch.




    MfG


    Das hat ja nun Resi schon widerlegt. Aber auch so: wenn sie "nur" Verkehrsteilnehmer sind unterliegen sie eben auch dem (O.K., Gummiparagraph) 1 der StZVO. Und sind damit, weil sie den Verkehr aufhalten, schon mal am schlechteren Ende...


  • In der STVO steht, dass sobald ein Radweg vorhanden ist, dieser auch zwingend zu benutzen ist. Ausnahgme hiervon sind Radsportler, aber nur wenn sie in einer Gruppe fahren. Einzelne Radsportler müssen den Radweg benutzen.


    Hallo


    Stichwort "Fahrradnovelle"... ich habe die neue Regelung auch noch nicht drauf. Ich meine aber, es hängt an der Kennzeichnung der Radwege... aber diese Regelung, sobald vorhanden, scheint geknickt.


    Wobei das in Freiburg genügend Radfahrer auch zuvor tatsächlich nicht beeindruckt hat... ;)


    MfG

  • @obk


    ...das juckt die Radfahrer bei uns größtenteils auch nicht. Aber ich muss sagen, dass es Fahrradfahrer bei uns Kassel es nicht mehr leicht haben. Die Polizei hat sich in bestimmten Stadtteilen auf die Radler eingeschossen.


    Eine ganz beliebte Radlerstraße ist hier die Goethestraße. Radwege sind beidseits der Straße angelegt, aber befahren werden die so gut wie nie. Die Radfahrer fahren dort so rücksichtslos, dass es jetzt eine mobile Wache (Wohnwagen) dort gibt.


    Conny

  • Radwege sind beidseits der Straße angelegt, aber befahren werden die so gut wie nie.


    Hallo


    Wie gesagt... die Kennzeichnung der Wege machts wohl zur Zeit. Wenn diese entsprechend gekennzeichnet sind, müssen sie drauf und es ist ja gut, wenn die Ordnungshüter dann auch notfalls eingreifen... wenn nicht, dann halt nicht... und wenn ich's richtig sehe, hat die Novelle auch einen berechtigten Grund...


    ...wobei ich selber es eher so sehe: Wenn Radfahrer auf der Straße sind, sind sie erst einmal gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Ob sie dort sein dürfen muss ggf. hinterher geklärt werden. Zumal es kein Recht darauf gibt, seine eigenen Rechte selbst durchzusetzen. Autofahrer sind wahrlich nicht die einzigen Verkehrsteilnehmer. Und klar... auch Radfahrer können sich daneben benehmen... da stehen sie den "Vierbereiften" ggf. in nichts nach.


    MfG

  • Sportradfahrer auf der Straße - ein Thema wie gerufen. :D :D :D


    Und dann noch womöglich auf den Serpentinen (Norwegen und Südtirol); ich könnte ausrasten. ;(


    Übrigens hat eine Gemeinde in Holland alle Verkehrsregeln abgeschafft (so wie ich den Fernsehbericht verstanden habe): alle Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Autofahrer, Fahrradfahrer) nutzen die selben "Flächen" und berücksichtigen sich gegenseitig. Soll anscheinend sogar sehr gut funktionieren.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Funktioniert, Michi.
    Hab ich vor ca. 30 Jahren im Irak zuerst qualvoll lernen müssen, dann aber begeistert praktiziert. :rolleyes:

  • Obk: Zu Deinem Beitrag 32 noch folgende Anmerkung.
    Also noch ein drittes mal und dann ist genug, ich hatte dazugeschrieben (jetzt eben etwas deutlicher) dass werktags oder tags zwischen 06:00 und 23:00 Uhr NIE gemessen wird und nicht dass ich den Ort nicht gut finde :!: ;)


    Desweiteren habe ich, um Deine Theorie mich anschliessen zu können folgende Vorschläge die Du sicher begrüssen wirst:
    - Innerhalb Ortschaften 15 km/h und 22 bis 07 Uhr Schrittgeschwindligkeit
    - Ausserhalb Ortschaften 45 km/h
    - Landstraßen 60 km/h
    - Autobahn 75 km/h


    Vorteile:
    - Massenweise Geld in den Kassen, wenn man von der Bremse aufs Gaspedal rutscht
    - Niemand wird gefährdet und die Umwelt geschont
    - Anreiz aufs Rad umzusteigen, um innerhalb Ortschaften gefahrlos Autos zu überholen, wird gefördert
    - Das teure Geld der LIVE-Navis kann man sich sparen, weil immer überall Stau ist wenn alle gleich langsam fahren :S


    Ich denke, da wir gleicher Meinung sind und Du natürlich niemals mit 30 durch den Ort rauschst, sondern wie vorgeschrieben Dich daran halten wirst und ich noch nie Geschwindigkeitsfahrverbote hatte, können wir nun Freunde sein :thumbup:

  • Das wäre jetzt etwas übertrieben, aber der Vorschlag von einigen Politikern wäre vielleicht eine Problemlösung für die Zeitlich begrenzten 30er Zonen:


    Generell 30 kmh Innerorts, ausgenommen ausgewiesene Straßen.


    Dann gäbe es weniger Probleme mit mangelnden Ortskenntnissen und geblitzt, oder Uhr vergessen auf Sommer-/Winterzeit umzustellen.


    Dazu dann das Bußgeld-System gerechter gestalten, in dem es abhängig von der zu hohen Geschwindigkeit Prozentsätze vom Lohn kassiert werden.
    Es kann nicht sein, das nen Geringverdiener das gleiche zahlen muß wie nen Manager....


    Zu den Radfahrer:
    Bei denen sollte man auch die Strafen erhöhen.
    Wenn nen Radfahrer im Dunkeln ohne Licht fährt, ist das kein "Kavaliersdelikt" für 10-20€, sondern in meinen Augen ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, bei dem er nicht nur sich selber sondern auch andere gefärden kann.


    Gestern hätte ich fast nen Rennradler als Kühlerfigur gehabt:
    Morgens um kurz vor 6 Uhr, im Stockdunklen, ohne Licht und keine Reflektoren gefahren. Nicht auf dem Radweg (sehr gut ausgebaut), auf der Fahrbahn dann bei Rot über die Ampel...
    Hab den erst gesehen als es fast zu spät war.


    Solche Aktionen der Radfahrer sollten wesentlich härter bestraft werden, weil dadurch andere in Gefahr gebracht werden können.


    Gruß


    Marc

    Systemfehler 4711:
    (A) Abbrechen, (W) Wiederholen, (K) Kaffeetrinken: _

  • Obk: Zu Deinem Beitrag 32 noch folgende Anmerkung.
    Also noch ein drittes mal und dann ist genug, ich hatte dazugeschrieben (jetzt eben etwas deutlicher) dass werktags oder tags zwischen 06:00 und 23:00 Uhr NIE gemessen wird und nicht dass ich den Ort nicht gut finde :!: ;)


    Hallo


    Was nun...



    Gemessen wird meist zwischen 12 und eins.


    Meist... Nie...??? Vielleicht entscheidest Du dich einmal was genau Du nachts und wo siehst... :thumbup:


    Und mit Deinen Vorschlägen kommen wir nicht auf einen Nenner. Wer wann wie schnell wo fährt ist mir eigentlich "wurscht"... den Kopf darf/muss dann jeder im Zweifel schon noch selber dafür hinhalten. Hier im Thread geht es zumindest um etwas anderes. Aber nix für ungut... 8)


    Von Bremse auf Gaspedal "rutschen"... hmmmpf... 8) ...bei solchen Vorfällen/Begründungen bin ich tatsächlich gegen Geldbußen.


    MfG


  • Generell 30 kmh Innerorts, ausgenommen ausgewiesene Straßen.


    Dann hätten sie aber hier in Berlin viel zu Kennzeichnen und die ortsunkundigen Fahrer würde aus Vorsicht dann überall 30 fahren. Dann würde ich viel Spass bei ner Fahr quer durch die Stadt wünschen. Sind auch innerhalb von Berlin manchmal Strecken von 50 km... Nee, lass mal. Das wollen die Grünen hier schon seit 20 Jahren einführen, und zwar mit der Begründung, das die Durchschnittsgeschwindigkeit eh bei 30 in der Stadt liegt. Anscheinend haben die aber in der Schule nicht aufgepasst und wissen nicht, was "Durchschnitt" heisst.


    Fahrradfahrer? Ich fahre auch in der Stadt Fahrrad. Allerdings halten sich rund 90% der Fahrradfahrer so ziemlich an keine Verkehrsregeln. Weder rote Ampeln, Bürgersteige noch sonstwas halten die auf. Licht ist für rund die Hälfte ein Fremdwort. Wenn sie angehalten werden (Polizei, Ordnungsamt) sieht man völliges Unverständnis in deren Augen. Sie fühlen sich als Zwitter zwischen Fahrzeug und Fußgänger und benutzen alle verfügbaren Flächen. Das Selbstverständnis mancher Radfahrer sieht man schön in folgender Situation: Ich stand mal vor der Firma und der KBB (Kontaktbereichsbeamter) hat sich vorgestellt. War noch kleiner als ich, mit Vollbart. Naja, eher nicht so beeindruckend. Da kam ein Fahrradfahrer auf dem Gehweg und umschlängelte uns. Da hab ich ihn so angesehen, ob er da nicht was machen will... Er lies sich dann dazu hinreissen, dem Fahrradfahrer anzurufen. "Hallo sie da, halten sie mal an..." Der Fahrradfahrer quittierte dies ohne sich umzudrehen mit einem nach hinten gestreckten Stinkefinger und dem Ausruf: "Du kannst mich mal, du Vopo...". Und was tat der KBB? Er kuckt ein wenig unsicher und meint "Ach, den kriegen wir schon irgendwann mal...".


    Zumindest hier in Berlin ist das ein ganz schönes Chaos mit den Fahrradfahrern.


    Franz

  • Zumindest hier in Berlin ist das ein ganz schönes Chaos mit den Fahrradfahrern.


    Franz


    Nicht nur in Berlin. Und Deine Beobachtungen kann man wohl überall machen. Kontrollen sind sehr lasch, na ja, sie sind im Vergleich zu den "Einnahmen" halt auch recht personalintensiv. Aber dieser Tenor "kann man nichts machen" ist auch anderswo zu beobachten, es ist ja auch einfacher Jagd auf Kurzparker in Zonen wo es eigentlich verboten ist zu machen, das bringt viel mehr. Und zu diesen Verboten wäre auch SEHR viel zu sagen...


    Radfahrer in einer Studentenstadt wie Freiburg... Eine unendliche Geschichte.


    Man könnte auch anders, wenn man z.B. auffällige Radfahrer dazu verdonnern würde an einem Verkehrsunterricht für Radfahrer teilzunehmen widrigenfalls eine kräftige Buße. Wir wollen ja nicht unterstellen, dass sie absichtlich das unrichtige tun, vielleicht mangelt es nur am Verständnis der auch für Radfahrer geltenden Verkehrsregeln. Es ginge auch anders: ich bin jahrelang entgegen einer Einbahnstr. ein kurzes Stück gefahren, habe mich aber immer auch den Straßenrand verzogen wenn ein Auto (in der richtigen Richtung) entgegenkam. Das geht und stört auch niemanden, alles zu einer Zeit als es noch nicht gestattet war, dass Radfahrer entgegen einer Einbahnstr. fahren durften.


    Radfahren in Fußgängerzonen geht genauso. Es ist m.E. egal (Platzbedarf) ob ich mein Rad schiebe oder damit mit Fußgängergeschwindigkeit fahre und dabei berücksichtige, dass in einer Fußgängerzone dieser eben Vor"Gang" hat. Wird es eng, bleibe ich einfach stehen. So einfach könnte das sein. Nur durchbrettern geht halt nicht. Mal diese Fahrradkuriere beobachtet? Wenn ich Verkehrsraudies zu benennen hätte, die kämen an erster Stelle. Und dann mal lange, lange nichts.


    Und bezüglich Unfällen muss man schon auch einmal überlegen, ob das nicht zum weitaus größten Teil durch die Radfahrer selbst initiiert wurde, wenn man über rote Ampeln fährt, ohne Licht etc. dann ist das zu überlegen und nicht von vornherein dem Autofahrer eine Grundschuld zuzuweisen, weil er als Stärkerer gegen einen Schwächeren antritt. Wenn man ein wenig Verkehrserziehung genossen hat käme es vermutlich auch weniger zu diesen bedauerlichen Unfällen wo ein Radfahrer (teilweise mit tödlichem Ausgang) unter einen rechts abbiegenden LKW gerät. Denn ich z. B. weiß, dass ich in diesem Fall erst mal schaue, ob mich der LKW-Fahrer überhaupt gesehen hat und anhält. Das ist mir meine eigene Gesundheit wert. Wenn allerdings Radfahrer völlig unbedarft losfahren, dem LKW praktisch unter den Wagen, wo soll man dann die Schuld suchen? Nun, inzwischen sind die LKW m.W. mit Spiegeln umgerüstet die es erlauben, auch einen nebenan stehenden Radfahrer zu sehen.


    Ne, ich hör jetzt erst wieder auf, Radfahrer im allgemeinen sind ein rotes Tuch. Dabei fallen leider die wenigen, die sich verkehrsgerecht verhalten, unter den Tisch.

  • Dabei fallen leider die wenigen, die sich verkehrsgerecht verhalten, unter den Tisch.


    Hallo


    Irgendwie passt das auf viele Verkehrsteilnehmer... vielleicht ist es ein generelles Problem, dass viele hinterm Steuer [wie immer das auch aussehen mag] nur sich selber kennen.


    Ob die Polizei genug bei Radfahrern tut, kann ich nicht sagen... bei uns tauchen sie z.B. regelmäßig zu Herbstbeginn an den Schulen auf. Morgens vor der ersten Stunde... Schüler ohne Licht anhalten... Mängelbericht schreiben... wobei es dann wieder die Frage ist, wie ernst das die Eltern nehmen.


    MfG

  • Ja.


    Aber es fängt ja in der eigenen Familie bereits an. Meine Frau, keinen Führerschein, fährt Fahrrad. Wenn ich nicht des öfteren mal schauen würde ob Bremsen und Licht noch gehen, würde sie auch unter die Gruppe "rotes Tuch" fallen. Irgendwie gehört (für alle vermutlich) mehr Aufklärung betrieben.