Massenfreispruch - Richter spricht 40 geblitze Raser frei


  • HÄH??


    Hallo @michi


    Warum lässt Du den zweiten Teil jenes Post's komplett außen vor? Sowohl beim Zitieren als auch bei Deiner Argumentation?


    Das ist mehr als nur schade. Solche einseitigen Angriffe, die nur schwarz oder weiß kennen, sind mit einer der Gründe, warum Threads gelegentlich geschlossen werden. Ich bitte Dich in Deiner Wortwahl etwas zu differenzieren.


    MfG


  • Und natürlich kenne ich auch Unfallschwerpunkte, z.B. auf einer Straße mit 30 die vorher 50 war und in einer weiter Entfernung davon eine Grundschule ist. Gemessen wird meist zwischen 12 und eins. Klingt gut, gell? Wenn man natürlich nicht weiß, dass "Messzeit" von Samstag auf Sonntag um kurz nach Mitternacht ist. Klar um die Zeit rennen natürlich megamäßig Schulkinder auf der Straße rum ^^


    Hallo


    Schule... das heißt, die Einrichtung einer solchen Zone macht Sinn und diese kennen eben keine Zeitbeschränkung. Weder nachts noch in den Ferien.


    Ob Kontrollen dort nachts Sinn machen kann man dahin gestellt sein lassen; zumal ich die Stelle nicht kenne. Aber dreh's mal um. Was wäre wenn am nächsten Sonntag um 0.15 Uhr dort jemand überfahren wird? Und dabei ist es egal ob Kind oder Erwachsener. Grund: Überhöhte Geschwindigkeit. Den Aufschrei will ich dann hören. Kein Verantwortlicher ist dann letztendlich bereit den Kopf hinzuhalten... und das zurecht.


    Und die Realität bei uns sieht so aus, dass nachts, in den Ferien und an Wochenenden vor besagter Schule nicht kontrolliert wird... 8)


    MfG

  • Schule... das heißt, die Einrichtung einer solchen Zone macht Sinn und diese kennen eben keine Zeitbeschränkung. Weder nachts noch in den Ferien.


    Ob Kontrollen dort nachts Sinn machen


    MfG


    Abzocke in Reinkultur würde ich sagen.


    Denn: es ist heute durchaus möglich Starenkästen mit eine Zeitschaltuhr einzusetzen. Muss man ja nicht gerade wie in Freiburg machen, wo die Hauptdurchgangsstrasse B31 nachts ab 22:00 zu einer 30er-Zone degradiert wurde, was den "schönen" Nebeneffekt hatte, dass man einfach vergaß die Uhren auf Winterzeit (keine Funkuhr, wie rückständig) umzustellen. Kein weiterer Kommentar...


  • Noch nie 20 Meter neben einer Ampel als Fußgänger die Straße überquert? Noch nie über die Straße als Fußgänger bei roter Fußgängerampel? Noch nie lizenz- und kostenpflichtige Software aus dem Internet geladen? Noch nie kurz vor einer Kreuzung (zu spät) die Spur gewehselt? Noch nie (to be continued)... :D :D :D


    Und warum konntest Du das tun? Weil Du wusstest, dass Dich keiner dafür belangen würde.


    Bessere Argumente pro Blitzen an allen erdenkbaren Plätzen kann es ja kaum geben.


    Umso wichtiger, das an jeder Stelle, ob Gefahrenstelle, Schule oder Waldweg geblitzt wird. Damit man eben nie sicher sein kann, nicht geblitzt zu werden. So werden dann diejenigen erzogen, die meinen, das sie selbst entscheiden können, an welcher Stelle es gerechtfertigt sei, ein Tempolimit einzuhalten. Hier schein ja jeder Spezialist in Verkehrssicherheit zu sein, die Statistik jeden Kilometers Strasse zu kennen, Verkehrsspsychologie studiert zu haben, mit einer fast übermenschlichen Auffassungsgabe, das sie in Bruchteilen einer Sekunde entscheiden können, ob ein Tempolimit sinnvoll, angebracht oder Abzocke ist.


    Den meisten ist es Scheissegal, ob da ne Schule oder Lärmschutz der Grund fürs Tempolimit ist. Sehe ich jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit. Da steht ein Schild mit "Achtung Kinder" und ein Tempolimit mit 30, wegen ner Grundschule. Ist ne Hauptverkehrsstrasse, aber alle fahren da mit ihren 50+10 durch. Ich werde überholt, angehupt und sonstwas. Der Autofahrer kann und darf nicht selbst entscheiden, wo ein Limit sinnvoll ist oder nicht, das gilt dann auch für den Standort von Blitzern.


    Nein, das ganze funktioniert nur, wenn sich jeder an alle Tempolimits hält und eben nicht selbst entscheiden kann. Deshalb ist es IMHO legitim, dort zu blitzen, wo zu schnell gefahren wird, und nicht nur vor Schulen zwischen 7:00 Uhr und 17:00 Uhr etc. (scheint ja hier die die einzige Stelle zu sein, wo man überhaupt ein Tempolimit + Kontrolle aktzeptiert).


    Ich mag Blitzer auch nicht, rede von Wegelagerern, der Rennleitung, beiss mir in den Allerwertesten, wenn ich mal geblitzt werde usw. Aber letztlich beschwere ich mich nicht, weil das Blitzen a) notwendig und b) für jeden einzelnen vermeidbar ist.


    Da halte ich es mit Taxus.


    Franz

  • Hallo @michi


    Warum lässt Du den zweiten Teil jenes Post's komplett außen vor? Sowohl beim Zitieren als auch bei Deiner Argumentation?


    Weil der zweite Teil nicht mehr das widerrufen kann, was im ersten Teil bereits ausgesagt wurde. Wenn ich schreiben würde: "Hört auf zu jammern und haltet Euch an die Verkehrsregeln!" und dann im zweiten Satz "Allerdings hat es mich auch schon erwischt.", so gebe ich zwar zu, dass ich mich auch schon mal nicht an die Regeln gehalten habe, andererseits aber habe ich bereits andere zu einem bestimmten Verhalten 'aufgefordert'. :)


    Davon ab hatte ich nicht mit der Reaktion von Udo gerechnet, denn wenn ich so wie vorhin auf Udos Postings antworte, so sollte er mich gut genug kennen, dass ich ihm für die Aussage gar keinen Vorwurf mache. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass es auch gegen mich ging, da ich ja vorher von meiner Fahrweise gesprochen hatte. :D


    Aber zum Thema zurück: ich bin auch schon mal in einer 30-er Zone an einem Samstag (Sonnabend) geblitzt worden (mit knapp 40, also nichts Weltbewegendes). Aber: diese 30er-Zone war vor einer Schule, und das Tempolimit gilt werktags (was ja laut StVO die Samstage mit einbezieht). Samstags findet hier aber kein Unterricht statt! ;(


    Das halte ich auch für Abzocke!


    Sonntags gilt das Tempolimit nicht - sonntags aber treffen sich an Schulen auch mal gerne Eltern und Kinder, um gemeinsam zu einem Sportevent der Kleinen im Rahmen ihres Sportvereins zu fahren.


    Aber genau so ist es abends (unsere Schule um die Ecke hat z.B. einen öffentlichen Sportplatz); wenn die Kiddies abends nach Hause gehen (wo es eventuell schon dämmert), ist das zeitlich beschränkte Tempolimit bereits außer Kraft. Fahren wohl nicht genügend Autofahrer längs.....


    Wäre man konsequent, gälte das Tempolimit uneingeschränkt rund um die Uhr und an jedem Wochentag.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)


  • Abzocke in Reinkultur würde ich sagen.


    Hallo


    Wie gesagt... wenn's dann aber "rumpelt", will's keiner gewesen sein...


    ...man kann's sehen wie man will... die Regeln jedoch sind klar; von daher ist das mit der "Abzocke" so eine Sache [setzt für mich voraus, dass so etwas ohne Vorwarnung und die Möglichkeit der Einflussnahme geschieht]. Aber wer will kann ja probieren Einfluss auf solche Überwachungsorte zu nehmen. Bei uns wurde gleich zwei mal beantragt eine Tempobegrenzung auf einer best. Stecke einzurichten und damit die Voraussetzung für Kontrollen zu schaffen. Die Kommune musste gehört werden. Ein mal zugestimmt... ein mal abgelehnt...


    ...ansonst sind OWI's und Bußgelder bei uns ja noch human gestaltet... schon mal in der Schweiz geblitzt worden [ich lege dort auch keinen Wert drauf]... aber auch dort sind die Regeln klar...


    MfG

  • Hallo zusammen,


    Richter Helmut Knöner, mit dem ich zusammen damals studiert habe, hat die Urteile mit den Freisprüchen nicht einfach nur aus Lust und Laune heraus gesprochen. Vorangegangen waren diesbezüglich enorm lange Recherchen, bei denen die mitwirkenden Behörden und Dienststellen nicht sonderlich hilfreich gewesen sind. Und aufgrund der vorgenommenen Recherchen hat es dann Sitzungen im großen Rahmen gegeben und man hat das für und wider diskutiert.


    Bei diesen Sitzungen haben auch hochrangige Professoren aus den Gebieten Strafrecht und OWiG sowie auch ein Richtergremium aus NRW.


    Nur war Helmut Knöner nun der erste Richter, der auch die Urteile in Freisprüche abgeurteilt hat.


    Wir werden alle sehen und erleben, welch ein Ausmaß damit in Gang gesetzt worden ist und in welcher Weise die Gesetze unter Einbindung des Persönlichkeitsrechts neu beschlossen werden.


    Conny

  • Also ich denke schon mal, dass 30er-blitzen an einer Schule nachts um 12 keinen Sinn mehr macht. Dass man sich an gewisse Regeln hält, das ist wohl bei der Mehrzahl der Autofahrer - die ich im ersten Ansatz auch für vernünftig und normal halte - klar. Es gibt aber durchaus leider viele Stellen wo Geschwindigkeitsbeschränkungen an sich schon fragwürdig sind, wenn es dann auch nachts ist in Ortschaften, wo i.d.R. der Verkehr gegen 0 geht, dann darf man doch wohl so was stark bezweifeln.


    O.K., vieles muss nach der "schlimmsten-anzunehmenden-Situation" eingerichtet werden, weil es leider immer noch einen gewissen Peozentsatz Autofahrer gibt, denen Beschränkungen egal sind. Und es gibt ja Geld in die Kassen, somit besteht auch für viele Gemeinden kein Grund, Beschränkungen logisch zu erstellen. Die Mehrzahl der Autofahrer darf sich damit abfinden.


    Im Großen und Ganzen ist doch vermehrt zu sehen, dass man allenthalben die Autofahrer los sein will, sie sollen möglichst zumindest aus der Stadt draußen bleiben, aber angemeldet soll das Auto ja schon sein, denn auf die Kfz-Steuer will man keineswegs verzichten. Bei uns in Freiburg kann man das bei jeder Straßenplanung ziemlich deutlich sehen. Ob das die 30er-Zone der einzigen Durchfahrtsmöglichkeit in den Schwarzwald - B31 - betrifft, die Habsburgerstraße, die morgen wieder eröffnet wird und einen eigenen Gleiskörper für die Straßenbahn bekommen hat auf dem fast überall 2 LKWs locker nebeneinander fahren könnten, die Autofahrer nurmehr 1 Spur haben, rechts daneben eine Radspur wo 2-3 Radfahrer nebeneinander fahren könnten, als Autofahrer hat man doch fast Mühe auf der übriggebliebenen Spur sauber zu fahren, den Gleiskörper "schirmt" ein scharfkantiger Randsten ab an den ich nicht geraten möchte, die Alufelgen würden es krummnehmen....


    Und noch stehen die (Bau-) Schilder mit 30. Man überlegt bereits, ob die evtl. wieder wegkommen oder bleiben. Mit Logik hat das nicht viel zu tun. Es gibt inzwischen viele Bürger, die lieber 30 und mehr km fahren als nach Freiburg rein, was sich mit Sicherheit auf die Existenz von noch mehr, teils alteingesessenen Betrieben in der Innenstadt auswirken wird.


    Nur mal so: Wann ist an Schulen wirklich eine Geschwindigkeitsbeschränkung mit Dauerblitzer nötig? An vielen Stellen doch eigentlich zu jeder (Schul-) Stunde +- 1/4 h. Sonst ist doch meist dort tote Hose. Aber hier steht eben meist ganz deutlich Vertrauen in die Beurteilungsfähigkeit der Autofahrer gegen Einnahmen der Gemeinde. Wobei ich jetzt selbstverständlich nicht die wirklich erwiesenen Unfallschwerpunkte meine. Aber wo sind die nachweisbar?


    Und bezüglich Bußgelder: haben wir in der EU nicht bereits teilweise horrende Sätze in F und CH? Von I garnicht zu reden. Nach I würde ich nur noch fahren wenn es garnicht anders geht. Und es ist eben so, selbst als vernünftiger Fahrer - als den ich mich schon bezeichne - kann man schon in Situationen kommen wo man eine Übertretung begeht. Wenn ich dafür fast mein Auto hinterlegen muss hat das mit einer vernünftigen Buße eben nichts mehr zu tun.


    Ich bin einmal in Zürich wegen eines - angeblichen - Rotlichtverstoßes geblitzt worden was über 200,-- Sfr ausmachte. Wir wollten ins Kunsthaus und ich war sehr unsicher - die Beschilderung ist sehr bescheiden - und schaute zwangsläufig in der Gegend herum um den Weg zu finden. Es war in der Gegend vom Bahnhof als ich selbst gemerkt hatte, "Oh Sch...", hatte noch steil nach oben geschaut und kein Rot gesehen. Der Bußgeldbescheid kam einfach so. Die Polizeidienststelle tel. nicht erreichbar, auf Email kam keine Antwort.... Es auf ein Verfahren ankommen zu lassen war es mir nicht wert, nicht zu bezahle halt auch nicht, weil, man möchte ja wieder einmal in die Schweiz... Also zähneknirschend bezahlt, nachdem auch der Rechtsschutz in diesem besonderen Fall mit der Schweiz nicht viel Hoffnung machen konnte. Waren jetzt 200 Sfr hier gerechtfertigt???


  • Ich hoffe es wird mal gewaltig rumgerührt und mancher willkürlich agierenden Gemeinde drastisch die Flügel geschnitten.


  • Ich hoffe es wird mal gewaltig rumgerührt und mancher willkürlich agierenden Gemeinde drastisch die Flügel geschnitten.


    Hallo @Charly


    Vielleicht ist es auch nur eine Frage des Sprachgebrauchs. "Willkür" oder "Abzocke"... da lege zumindest ich andere Regeln an. Hinzu kommt die Eigenverantwortung die jeder hat. Und... betrachte ich mir solche Stellen genauer... meist finde ich die Begründung allein. Egal... ich halte auch nichts davon jeden der erwischt wird gleich als "gewissenlosen Raser" zu bezeichnen.


    Und ja... ich würde es auch begrüßen, wenn öfters auf die Vernunft von Autofahrer gesetzt wird und jene Schilder aufgestellt werden, die einfach nur die gefahrene Geschwindigkeit anzeigen. Wirkt manchmal Wunder. Oft genug aber auch nicht. Zumindest bei uns im Ort steht jenes Gerät öfters. Kostet für den Fahrer nichts und zeigt glegentlich Wirkung.


    Und Freiburg und Radfahrer... :D ...wie oft hat es da schon gekracht und kommt es täglich zu brenzligen Situationen. Es kann nervig sein dort als Autofahrer... ja... und doch halte ich es letztendlich für o.k., dass Radfahrer dort nicht - wie in früheren Jahren [Du wirst sie auch noch kennen] - auf einen Streifen von 1m Breite zusammengpfercht werden. Sie sind im Fall eines Falles die Schwächeren... und in Freiburg sind es eben eine Menge. Zudem passt's zum "grünen Image"... ;)


    MfG


    P.S. Vielleicht gibt es tatsächlich auch bessere Alternativen zu Verwahrnungs- und Bußgeldern... ich befürchte nur, DIE Alternative wird auch nicht so gern genommen... 8)

  • Hallo OBK,


    zu zumindest meinem Abschluß: man wird den goldenen Weg für alle nicht finden, wenn aber - nachgewiesen - viele "Beschränkungen" nur dazu dienen, Geld in die Gemeindekassen zu spülen, sollte mal darüber generell nachgedacht werden.


    Zum Thema Radfahrer: Vorgeschichte, ich war zum Ende meiner beruflichen Tätigkeit mit allen 3 Verkehrsmittel unterwegs, Auto, Motorroller und Fahrrad. Nehme also für mich in Anspruch, dass ich weiß, wovon ich rede.


    Es gibt in Freiburg die Hayden-Str., die liegt, fährt man aus Freiburg nördlich, östlich der Bahnlinie, die Habsburgerstr. macht davor einen links-rechts-Knick unter der Bahn hindurch. Diese Straße ist einerseits Park-and-Ride, also einseitig zugeparkt. Andererseits hat sie einen überbreiten Gehweg an den sich ein Radweg anschließt, auf dem locker (in der Breite) große LKWs fahren könnten. Das nach ca 200 m kommende ehemalige Reichsbahnwaisenhaus wurde vor Jahren schon in Studentenbuden umfunktioniert. Und was meinst Du wo diese fahren? Na, auf der Straße natürlich (!!!!). Mit dem Erfolg, dass kein Auto mehr an ihnen vorbeikommt. Um das Ganze noch etwas zu verschärfen: Abends/Nachts natürlich zu mehr als 70% ohne Licht. Nun hat die Verkehrsüberwachung zumindest in der Innenstadt auch die Radfahrer etwas unter Kontrolle genommen. Aber in den Außenbezirken? Niente!!


    Ich bin manchmal so im Inneren für mich versucht so einen vom Rad zu holen...


    Generell: alle Überwachungen sind nur Momentaufnahmen. Ob sie die Situation damit auch nur ansatzmäßig richtig wiedergeben, das sei einmal dahingestellt. Beispiel: Abstandskontrolle auf der Autobahn. Den Abstand, den wir alle in der Fahrschule gelernt haben, den kann man ja seit vielen Jahren nicht mehr einhalten, denn tut man dies, wird man rechts überholt und dieser quetscht sich vor einem wieder rein. Was ist nun, wenn man einen einigermaßen vertretbaren Abstand einhält, kurz vor einer solchen Überwachung sich einer von rechts vor einem "einfädelt" in man dann geblitzt wird? Welche Möglichkeiten gäbe es? Wenn ich richtig vermute, eigentlich keine.


    Und was die drastische Erhöhung der Bußgelder, die von einem "renommierten" User hier gefordert wurden, angeht: wenn trifft es denn? DEN Raser? Sicher kaum. Es wird in der Hauptsache diejenigen treffen, die aus welchen Gründen auch immer, fast unschuldig in eine solche Situation kamen. Alle Überwachungsmaßnahmen sind Momentaufnahmen die keine Rücksicht nehmen (können) auf die jeweils vorhandene wirkliche Situation, Auch wenn man alle Beschränkungen geflissentlich - normal - einhält, gibt es halt auch Situationen in denen Vorwärtsflucht sinnnvoll ist. Und genau diese Situationen sind vom Betroffenen nicht beweisbar. Also bleibt mal auf dem Teppich, der Autofahrer an sich ist eh schon die Melkkuh der Nation.

  • Also ich denke schon mal, dass 30er-blitzen an einer Schule nachts um 12 keinen Sinn mehr macht.


    Ich würde das anders formulieren wollen. Das Tempolimit macht zu dieser Uhrzeit keinen Sinn. Das Blitzen IMHO schon, denn wie ich oben schon anführte, kann man als Autofahrer nicht entscheiden, wo es Sinn macht oder nicht, deshalb hat man sich immer an alle bestehenden Tempolimits zu halten. Zumindest in der Theorie. Und wenn sich einer nicht an das Limit hält, dann erwischt es im Zweifel denjenigen, der meint, das er alle Aspekte besser kennt als diejenigen, die das Limit aufgestellt haben. Insofern trifft es dann den richtigen.


    Franz

  • nachgewiesen


    Hallo


    Wie soll denn der Nachweis aussehen? Dass der Betrag teilweise z.B. in die kommunalen Haushalte einfließt und als solcher auch ausgewiesen und per Haushaltsplan erfasst wird, kann wohl kaum als Nachweis dienen. Sicherlich... die Kommunen sind derzeit über solche Einnahmen nicht böse... über die Jahre kann man sogar mit einem best. Betrag rechnen. Aber zumindest bei uns werden die Ansätze dazu nicht hochgeschraubt und Kontrollen entspr. verfügt. Und wie wär's, wenn man den Kommunen diese Einnahmequelle "vermiest"...???


    Und Radfahrer müssen - wenn ich's richtig weiß - nicht zwingend den Radweg nutzen [im eigenen Interesse sollten sie es aber]. Sie sind Verkehrsteilnehmer... mit allen Fehlern und Macken wie die anderen auch.


    Und Bußgelder treffen erst einmal alle... von mir aus können wir sie aber gerne abschaffen und durch wirksamere Mittel ersetzen. 8 statt 4 Wochen ÖPNV schmerzt viele vermutlich mehr als 75 Euro... 8) ...bleibt natürlich die Frage, was dann mit jenen Fahrern passiert, die nicht der Aufsicht dt. Behörden unterliegen...???


    MfG

  • Ich würde das anders formulieren wollen. Das Tempolimit macht zu dieser Uhrzeit keinen Sinn. Das Blitzen IMHO schon, denn wie ich oben schon anführte, kann man als Autofahrer nicht entscheiden, wo es Sinn macht oder nicht, deshalb hat man sich immer an alle bestehenden Tempolimits zu halten. Zumindest in der Theorie. Und wenn sich einer nicht an das Limit hält, dann erwischt es im Zweifel denjenigen, der meint, das er alle Aspekte besser kennt als diejenigen, die das Limit aufgestellt haben. Insofern trifft es dann den richtigen.


    Franz


    Lassen wir es dabei, dass ich Dich hier nicht verstehe.


    Beides macht keinen Sinn, ist einfach nur eine unbedachte und unsinnige Anordnung. Ich denke schon, auch das hatte ich versucht zu erklären, dass ein halbwegs normaler Autofahrer schon entscheiden kann, dass ein Tempolimit mit gekoppeltem Blitzer an einer Schule - und eben deswegen - nachts um 12 völlig deplatziert ist. Da würde ich es auch darauf ankommen lassen, dies - träfe es mich - vor Gericht zu ziehen.


    Es gilt auch hier m.E., dass man nicht alles was einem so vorgesetzt wird hinnehmen muss. Es gibt schon auch Fälle, wo der gesunde Menschenverstand Vorrang bekommen hat vor Anordnungen die völlig unsinnig sind. Und dieses Beispiel ist nun mal eines davon.


    icher gibt es Fälle, wo die Beurteilung eines Einzelnen dann daneben liegt. Aber nicht in einem so offensichtlichen. Und das hat nun keieswegs etwas damit zu tun, "ich bin grundsätzlich gegen alles", sondern damit, dass - wie gesagt - der gesunde Menschenverstand in gewissen Fällen sicher besser ist als manche unsinnige Anordnung. In D würde ich sowas durchdrücken, im Ausland könnte es schwieriger werden, dort sollte man das den Einheimischen überlassen.

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

  • Seit wann hat denn jede Verordnung einen Sinn und seit wann kann Polizei/Bürger entscheiden, wo man sich an eine Verordnung halten muss und wo nicht. Wenn es so wäre, bräuchte ich keine Steuern zahlen.


    Der Fehler liegt da, wo ne anscheinend sinnlose Verordnung erlassen wurde. Die Kritik als auch die Schlussfolgerungen landen hier IMHO einfach an der falschen Stelle.


    Und um mal zu deinem Beispiel zu kommen, wo nachts an ner Schule geblitzt wird. In meiner Strasse ist nacht nur 30 aus Lärmschutzgründen erlaubt, ganz ohne Schule. Da wünsche ich mir sehnlichst einen Blitzer. Am besten zwei, auf jeder Seite einen. Ein Tempolimit muss sich nicht jedem erschließen, aber wenn es einen stört, dann soll er halt gegen das Tempolimit vorgehen.


    Erst recht, weil die Polizei wohl kaum erkennen kann, ob es ein ortskundiger Fahrer (der von der Schule weiss) oder ein renitenter Raser ist, der sich da gerade über das Tempolimit hinwegsetzt.


    Aber sich nun einfach drüber hinwegsetzen und sich dann noch beschweren, das man geblitzt wurde, ist IMHO der völlig falsche Weg. Gerade wenn man das weiss und sich über ein Tempolimit hinweg setzt, hat es IMHO den richtigen getroffen.


    Franz