Wintec-Logger WBT202 - Anwenderbericht

  • Hm, das ist leider wirklich schade.


    Als Programmierer würde ich mich übrigens schämen, solch schlechte Software zu entwicklen. :(



    Von QStarz finde ich den BT-Q1000XTM ganz interessant. Was mich aber vom Kauf abhält und ein absolutes KO-Kriterium ist, ist der verwendete Speicher.
    "Bis zu 400.000" Punkte ist viel zu wenig. Wenn man dazu noch kmh, Höhe, usw. speichert halbiert sich die Sache schnell. Damit einen Urlaub zu speichern fast unmöglich. Nach nur ~2 Tagen loggen wäre der Speicher voll. 14 Tage Urlaub? Passen niemals drauf.
    Natürlich kann man den Logabstand vergrößern. Aber das Problem bleibt doch immer das gleiche. Der Speicher ist zu gering. Man muss sich immer um den Logger kümmern.


    Das ist auch DER Vorteil des WBT202. Durch die Speicherkarte braucht man sich keine Gedanken über die Logpunkte machen. Man könnte 2 Jahre lang jede Sekunde loggen.
    Dazu finde ich es praktisch, dass ich auf der Speicherkarte auch noch andere Software speichern kann. Darunter auch die Software Routeconverter.


    Nur leider hat der WBT202 diesen blöden Fehler.

  • Von QStarz finde ich den BT-Q1000XTM ganz interessant. Was mich aber vom Kauf abhält und ein absolutes KO-Kriterium ist, ist der verwendete Speicher.


    Da gebe ich Dir Recht. Ich habe nun immer ein Notebook mit im Urlaub (nicht nur wegen der QStarz) und lade täglich die Daten mit Hilfe der Software BT747 aufs Notebook und leere den Speicher der QStarz.
    Früher reichte mein WinMobile-Smartphone, denn auch dafür gab es BT747-Software; leider wurde für Android (noch) nichts bereit gestellt.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Notebook und Handy haben wir sowieso immer dabei. :)


    Aber der Vorteil von der Speicherkarte ist eben der wirklich große Speicher (für ein GPS-Gerät).
    Aktuell sind bei mir 21,7 MB belegt von insgesamt nutzbaren ~1840 MB. Da wäre schon längst Schluss beim QStarz. (Ich glaub er hat 4 MB ...?)


    Gespeichert sind das WBT-Tool (0,4 MB) zum Auswerten, zwei Versionen von RouteConverter (2x 7 MB), sowie 6,3 MB an Loginformationen. Ich habe bisher auch nicht wirklich viel geloggt. Zusammengerechnet vielleicht zwei Wochen. Irgendwie sowas.


    Anbei noch ein Log von heute. Hab die ersten und letzten paar Punkte entfernt. Der Rest ist unverändert. Ich konnte bis jetzt den oben beschriebenen Fehler noch nicht finden. Der Track wird eigentlich relativ schnell (einige Sekunden) wieder aufgenommen.
    Bei Zeit 16:57:29 bricht die Verbindung bis 18:27:06 ab.
    Ich war aber davor schon einige Zeit im gleichen Raum, der im 2. Stock (von 4) des Gebäudes war. Kann aber gut sein, dass ich zum Vorlesungsbeginn um 17:00 Uhr meine Tasche etwas gedreht habe und der Empfang dann weg war. Saß etwa in der Mitte des Raumes.
    Bin um ~18:25 aufgestanden und rausgegangen. Nach ca. 100 Metern im Freien war dann der Empfang wieder da. Hat schätzungsweise weniger als 1 Minute gedauert.


    Große Aussetzer gab es dann nicht mehr. Außer einer in der Straßenbahn bei 18:31:53 (einige Meter daneben) und in der Halle vom Hauptbahnhof (Metalldach).
    Und auch der Empfang ist nur weniger Meter nach Abfahrt des Zuges wieder da (18:49:27)


    Das gekritzel zwischen den Gebäuden ist natürlich auch kein korrekter Weg. Wisst ihr ja, dass das GPS im Stand ungenau wird.
    Habe eigentlich nur zweimal das Gebäude gewechselt.



    Bei den Einstellungen hab ich zuerst auf "Schnelle Satfix Zeit" gestellt und dann bei "Benutzerdefiniert" den Fix-Modus auf 3D geändert und das "Initialisierungssignal 3D Fix" aktiviert.
    Trotz der sehr laschen Einstellungen finde ich den Track relativ genau.



    Hier die verwendeten Einstellungen:
    [Blockierte Grafik: http://s3.imgimg.de/uploads/einstellungen285b15a2png.png]



    Im Anhang dann noch die Logdatei als gpx!

  • Früher reichte mein WinMobile-Smartphone, denn auch dafür gab es BT747-Software; leider wurde für Android (noch) nichts bereit gestellt.


    Der Q1000XTM hat doch einen MTK Chipsatz und Bluetooth.
    Funktioniert da nicht AndroidMTK zum Speicher auslesen?


    Gruß Matthias

  • Hallo wbt202user


    Habe deinen Track mal bei den wesentlich Punkten angeschaut.
    Ich stelle fest, daß du um 09:14 in das Gebäude der FH gegangen bist. Wenn ich mich recht erinnere ist das ein Gebäude aus dem Ende der 60er Jahre mit viel Beton und großen Fenstern.
    Du stellst auch fest, daß du immer wieder einen Fix hast und dann wieder nicht. Diese Fix in Gebäuden werden meistens nicht durch direkten Empfang, sondern über die Fenster meistens durch Refektionen an Nachbargebäude vorgetäuscht. Dabei sind die Koordinaten meistens sehr ungenau, aber noch in der näheren Gegend, die Höhe liegt jedoch, wenn überhaupt vorhander um einiges daneben.
    Zwischen 16:57 und 18:25 war anscheinend wirklich kein Empfang, du hast es schon geschrieben mit der Tasche.
    Ab dem Moment wo du wieder im Freien bis hast du ja wieder, nach kleiner 1 Minute, einen korrekten Fix mit einigermaßen korrekten Koordinaten.
    (vermutlich wäre ein korrekter Fix sehr viel später zustande gekommen, wenn du deine Tasche nicht gedreht hättest und du noch einen über Reflektionen simulierten Fix gehabt hättest)


    Was will kann man denn von einem OUTDOOR-GPS-Gerät besseres erwarten?


    (für Indoor gibt es schon seit längerer Zeit Lösungen auf WLAN-Basis, die vor allen zum ermitteln des Standortes von mobilen Maschinen verwendet werden)


    Gruß


    Hans

    Einmal editiert, zuletzt von hans.maurer ()


  • Der Q1000XTM hat doch einen MTK Chipsatz und Bluetooth.
    Funktioniert da nicht AndroidMTK zum Speicher auslesen?


    Gruß Matthias


    Danke! Werde ich mir sofort mal anschauen! ;)

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  • Ja, ich bin mir natürlich der technischen Möglichkeiten von GPS bewusst.
    Mir gings darum, nachzuvollziehen, ob/wie/wann das Problem mit dem GPS-Fix nach dem Signalverlust auftritt.
    Ich möchte auch nicht innerhalb von Gebäuden Tracks aufnehmen. Das ist mir alles schon klar.
    Aber war halt Teil des Tages und man konnte auch gut sehen, dass das Signal nach Signalverlust wieder (relativ) zügig da ist.
    Ich bin mit der Leistung und der Genauigkeit vollkommen zufrieden. Nur der Sofwarebug in der Firmware stört eben.



    Zitat

    (vermutlich wäre ein korrekter Fix sehr viel später zustande gekommen,
    wenn du deine Tasche nicht gedreht hättest und du noch einen über
    Reflektionen simulierten Fix gehabt hättest)


    Wie kommst du zu der Annahme?
    Wenn der Fix besteht und die Reflektionen wegfallen, müsste das Signal doch ziemlich schnell wieder genau sein. Bei Signalverlust müsste wann hingegen erst warten, bis das Signal wieder gefunden wird.

  • Zitat

    Wie kommst du zu der Annahme?
    Wenn der Fix besteht und die Reflektionen wegfallen, müsste das Signal doch ziemlich schnell wieder genau sein. Bei Signalverlust müsste wann hingegen erst warten, bis das Signal wieder gefunden wird.


    Ich habe diesbezüglich vor einiger Zeit schonmal einige Aufzeichnungen mit nmea-Protokoll, also über Bluetooth mit einem PDA, gemacht, also nicht nur das was im Speicher der WBT202 steht, sondern das was der ublox-Chip sendet und da auch Positionsdaten usw. ohne Fix.
    Da sieht man sehr schön, daß die Koordinaten so eines "simulierten" Fix um einige zig Meter neben dem wirklichen Standort sind. Wenn ich nun wieder ins Freie komme braucht es eine ganze Zeit bis dann die Koordinaten wieder stimmen.
    Meine "nur so aus der Luft geholte" Vermutung ist: bei diesem "simulierten" Fix werden die Satelliten quasi an falscher Position errechnet. Wenn du wieder im Freien bist, muß zunächst erkannt werden, daß die Position der Satelliten nicht korrekt ist und dann neu nachgerechnet werden. Wenn du aber keinen Fix hast wird ja ständig versucht die Satellitenpositionen neu zu errechnen und das geht dann schneller.
    Ich habe mich wahrscheinlich sehr sehr leihenhaft ausgedrückt, aber das ist so mein kleines Modell, wie man das Verhalten erklären könnte.


    Daher meine Regel, wenn man auf einer Tour in einem Gebäude ist, WBT202 auschalten und wenn wieder im Freien, dann wieder einschlten. Dann braucht man keine Ausreißer korrigieren und die Trackteile sind schnell zusammengefügt.


    Gruß


    Hans

    2 Mal editiert, zuletzt von hans.maurer ()

  • Hi,


    das mit u-center hatte ich schon probiert. Leider erkannte Windows trotz installiertem USB-Treiber den Empfänger nicht.
    Habs dann übers Smartphone gemacht und dort gings dann (mehr oder weniger).

  • Hi,


    das mit u-center hatte ich schon probiert. Leider erkannte Windows trotz installiertem USB-Treiber den Empfänger nicht.
    Habs dann übers Smartphone gemacht und dort gings dann (mehr oder weniger).


    Hm, seltsam. Das ging bei mir über alle Window-Versionen bis hin zu Win7 immer problemlos.

  • Hi,


    das mit u-center hatte ich schon probiert. Leider erkannte Windows trotz installiertem USB-Treiber den Empfänger nicht.
    Habs dann übers Smartphone gemacht und dort gings dann (mehr oder weniger).

    Also ich dachte auch, dass es doch immer funktioniert hatte mit der Installation und wollte das gerade mit meinem Win8 testen und musste feststellen(Gerätemanager mit eingeschalteter Logfunktion am WBT), dass der Treiber nicht installiert war.


    Nun habe ich einfach den Treiber nachinstallieren wollen und siehe da, der Treiber ist nicht signiert und Windows sagt mir is nix/ Feierabend.


    Daraufhin habe ich Onkel G... befragt und habe unter http://www.mikrocontroller.net/topic/261074#2887617 die Lösung des Treiberproblems gefunden.


    Anschließend stand auch im U-Center der COM-Port vom WBT zur Auswahl bereit.

  • Hi,


    also da bin ich nochmal. :D


    Hier mal meine Einstellungen, die ich ganz gut finde:
    [Blockierte Grafik: http://s3.imgimg.de/uploads/wbt5aedb69fpng.png]


    Meine Überlegungen dazu (erläutert von unten nach oben):


    - Mixmodus von Distanz und Richtung
    - Geschwindigkeit: 2-2000 kmh deshalb, damit zwischen langsam gehen und fliegen alles dabei ist. Darunter soll nicht geloggt werden, da ich sonst nur Punkte mit gleichen Koordinaten bekomme. Und langsamer als 2 kmh bewegt man sich eigentlich nicht fort.
    - Richtungsintervall: 2 Grad/Wegpunkt, damit Kurven schön gerade gezeichnet werden und bei geraden Strecken nur selten Punkte gesetzt werden
    - Distanzintervall: 200 Meter/Wegpunkt, damit bei extrem schwachen Kurven immernoch Punkte geschrieben werden, bzw. keine riesigen Lücken auf Autobahnen entstehen


    Was haltet ihr von diesen Einstellungen?
    Gibt es vielleicht sinnvollere Alternativen?


    Ich hatte jetzt ein längeres Log mit 50Meter/Wegpunkt und 3Grad/Wegpunkt. Aber ich finde, dass die oben genannten Einstellungen noch besser sind.


    Ziel ist es, mit verhältnismäßig wenig Punkten, die Strecke so genau wie möglich aufzuzeichnen.
    Was meint ihr?

  • Hallo wbt202user


    für dein Ziel "mit verhältnismäßig wenig Punkten, die Strecke so genau wie möglich aufzuzeichnen" wäre es durchaus eine Möglichkeit


    Warum gibst du dir so ein Ziel vor, wenn du keinen Zwang bezüglich der Anzahl von Punkten hast.
    Du kannst mit der 1 GByte SD-Karte in der WBT202 über 2 Jahre alle Sekunde einen Punkt (belegt 16 Bytes) aufzeichnen.


    Was bei deiner Einstellung verloren geht sind realistische Höhen, die vor allem beim Radfahren von Interesse sind.


    Ich stelle die WBT202 ganz einfahch auf Zeitintervall 1sec.


    Gruß


    Hans

  • Hi,


    ja, ich bin mir natürlich bewusst, dass ich über ein Jahr lang loggen könnte und die Speicherkarte immernoch nicht voll ist.


    Aber dadurch entstehen extrem viele Punkte, die sich nur minimalst voneinander unterscheiden.


    Ein Log mit 1 Woche hätte also über 600.000 Punkte. Hier wird es dann sehr schwierig die zu bearbeiten.
    Ich benutze den Routeconverter und speichere den Track dann nochmals als .gpx.
    Vorher werden mit einem Algorithmus "unnötige" Punkte entfernt.


    Und je größer die Datei bzw. je mehr Punkte, umso langsamer ist auch die Bearbeitung.
    Auch die Anzeige dieser extrem vielen Punkte würde dann schwierig werden.


    Ich möchte den Logger z. B. im Urlaub nie ausmachen müssen. Einfach nur über Nacht laden - sonst nichts.
    Es würde ein Log entstehen, das also bereits viele Punkte enthalten kann. Da möchte ich nicht jede Sekunden loggen, da die Bearbeitung dann sehr schwierig werden würde.




    Warum geht denn bei meiner Einstellung die Höhe verloren bzw. warum wird sie ungenau?