Wie groß ist Europa wirklich - oder: die lange Arbeit von MapExport

  • Hallo miteinander,



    Noch etwas zur Kritik an den hohen Rechenzeiten von MapExport.


    Ich schließe daraus zunächst mal, es gibt offenbar viel zu rechnen. Mehr kann ich nicht sagen, weil ich zu wenig weiß.


    Was wird da gerechnet. Weiß das einer genau? Es würde mich interessieren, weshalb ich gern die Leute ausfragen würde, die an dem Programm arbeiten. Aber die haben naturgemäß kaum Zeit für mich.


    Nur wenn wir uns manchmal begegnen, auf den jährlichen Treffen, dann konzentrieren wir uns für kostbare Minuten aufeinander. Der eine darauf, mir wenigstens in Umrissen zu vermitteln, was da in meinem Rechner vorgeht, und ich darauf, ja nichts zu verpassen von dem, über das ich noch lange nachdenken werde.


    Soviel weiß ich deshalb: in der Pocketnavigation liegen die Dinge noch mal viel komplizierter als sonst in der Navigation. Und da sind sie schon kompliziert genug.


    Alles dreht sich darum, unseren winzigen Rechenzwergen die Navigationarbeit auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten vorzukauen. Ein PDA hat nur lächerlich winzige Speicher? Also komprimieren wir das mal. Ach Gott, dann muß der Zwerg mit seiner lächerlichen Leistung ja alles wieder auspacken, wenn er ans Werk gehen will. Das verbraucht Rechenleistung, die eigentlich schon zum Navigieren nicht reicht. Also Kompromiß. Kartenausschnitte kleiner, damit weniger scharf komprimiert werden muß. Mehr als 360 MB gibt es nicht, wir können nicht endlos komprimieren, denn der Zwerg muß alles wieder auspacken.


    Weiß einer von uns etwas über den derzeitigen Komprimierunggrad? Was bedeuten 1.1 GB Europakarte, wenn man es auspackt. 5 GB, 50 GB oder 150 GB? Keine Ahnung, kann man nur schätzen. Aber auf welcher Grundlage? Wir wissen nicht mal, wie groß Europas Kartendaten sind, aber manche von uns wissen genau, dass die Programmierer Flaschen sein müssen, wenn ein zeitgemäßer Rechner 26 Stunden für die Berechnung Europas braucht.


    Nehmen wir mal an, 1.1 GB sind ausgepackt 30 bis 60 GB. Viel zu hoch geschätzt? Ein unpassendes Beispiel: die TOP25 Karten allein von Deutschland sind 17,1 GB groß. Mehr als man spontan vermuten würde, oder? Natürlich, Rasterkarten. Und natürlich sind NavTeQ Karten keine Rasterkarten. Navigons Kartenmaterial transportiert zur Grafik noch Attributierungen und TMC-Daten.


    MapExport kann bei der Neuberechnung von Kartenausschnitten nicht mit komprimierten Daten rechnen. Das Material muß ausgepackt, berechnet und das Rechenergebnis wieder komprimiert werden.


    Wenn dann nach 26 Stunden 1.1 GB als Ergebnis stehen, dann sind womöglich 30 GB neuberechnet worden. Nachdem 30 GB ausgepackt werden mussten und zusätzlich 30 GB wieder komprimiert werden mussten.


    Wer sagt uns jetzt mal, wie groß Europas Kartendaten wirklich sind? In Würzburg erfuhren wir etwas über den Umfang des Rohmaterials. Aber davon hat unsere Navi nur eine Auswahl. Fragen wir einfach DrDiste. Wenn er zu Wort käme, wären wir in Sekunden ein Stück weiter und könnten hier faktisch argumentieren und nicht spekulativ. Wenn er zu Wort käme


    Europa neuberechnen geht nicht mal eben, vielleicht in zwanzig Minuten, das ist klar. Ich staune, dass wir das überhaupt können mit unseren bescheidenen Mitteln. Von uns wird dabei nur ein wenig Geduld verlangt. Die Arbeit haben andere gemacht. Und ob sie sie gut oder mäßig gemacht haben, kann niemand von uns beurteilen, solange wir nicht wissen, was eigentlich zu arbeiten war. Und solange ich über die Zusammenhänge hinter den Menschen nichts weiß, begegne ich den Menschen mit Respekt. Auch ihrer Arbeit, von der ich so wenig weiß.


    Gruß
    artur

  • Da kann ich nur sagen "Respekt".
    Endlich mal einer, der nicht ständig rumjammert, rummeckert und ungerechtfertigte Kritik anbringt!
    Hier wurde die wirkliche Problematik mal objektiv angeschnitten.

    Gruß
    taxus






    "Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

  • Hallo,


    also, Kritik hin oder her, jeder würde sich über etwas mehr Speed beim Map-Export freuen...



    Aber, was soll ich dazu sagen...


    ES IST EINFACH SO !!!!!


    Also reg ich mich nicht darüber auf, sondern leb damit.


    Wenn man bei Arzt länger warten muss, obwohl man einen Termin hat, dann ist das eben so.


    Bin sehr zufrieden mit Navigon


    Grüße und schönes Wochenende


    Jens

  • @artur


    Vergiss die 30 bis 60 GB!
    Die wichtigsten Daten liegen doch als SFS-Dateien vor, und die können wir mit SFS_unpack entpacken. Hab's gerade mit einer Mini-Karte getestet: Die Daten werden dann etwa 2 bis 3 mal so groß.


    Abgesehen davon zeigt die Konkurrenz, dass das Erstellen von Kartenausschnitten auch in wenigen Minuten möglich ist. (Hab's nur im Forum gelesen und vergessen, ob es Destinator oder sonst was war.)

  • Hallo zusammen,


    die Berechnung der Deutschlandkarte (zu Testzwecken) hat bei mir reichlich 5 Stunden gedauert (Centrino 1.6 / 512MB RAM). Da es mein Zweitrechner war und der während der Arbeitszeit geschuftet hat, war mir das auch egal.
    Es ist eben nur nicht möglich zu sagen: los wir fahren nach Italien; Abfahrt in 2 Stunden....
    Die Spontanität ist also leicht eingeschränkt 8)


    Andreas

  • @ artur


    endlich mal einer der nicht bloß zu meckern hat. übrigens dauert bei mir der export einer kompletten deutschland karte mit einem p4 1.8 der auf 1987 Mhz läuft incl. des übertragens mit active sync ca 90 minuten. und es völlig richtig, man kann von diesen kleinen geräten nicht die selbe leistung verlangen, wie von einem richtigen navi. aber das ist leider das problem unserer gesellschaft immer mehr für immer weniger geld haben zu wollen. ich jedenfalls würde das gerät und die software wieder kaufen.



    steffen


  • Gratulation.


    Mein Rechner gleicher Konfiguration brauchte 9 Stunden.


    Ich gehe mal davon aus, daß Du Deine Karte schon im Betrieb getestet hast? ?(

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Ich noch mal: steffen107: Du hast auch wirklich eine Karte berechnet und nicht nur exportiert? ?( ?(

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  • Zitat

    Original von HSVMichi
    Ich noch mal: steffen107: Du hast auch wirklich eine Karte berechnet und nicht nur exportiert? ?( ?(


    Immer wieder diese Begriffsunschärfen!


    Exportieren = Kartenausschnitt berechnen / erzeugen. (siehe Handbuch!)


    Nach dem Export wird die Karte übertragen.


    Bei 90 Minuten stellt sich aber wirklich die Frage, ob exportiert = gerechnet wurde oder nur die schon vorhandene übertragen...

  • @944S2: Exportieren hat im Sprachgebrauch nichts mit Berechnen zu tun - und deshalb fragte ich nochmal nach, da Navigon diesen Begriff weitläufig umdefiniert hat.


    Da alleine die Übertragung einer Deutschlandkarte per ActiveSync schon etlliche Zeit in Anspruch nimmt, bezweifel ich, daß hier im Sinne von Navigon exportiert wurde, sehr wohl aber eine Karte exportiert wurde :D

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    Einmal editiert, zuletzt von HSVMichi ()

  • ne, keine vorhandene exportiert, sondern ein großes viereck über deutschland gelegt, dann auf deutschland begrenzt und berechnn, speichern und übertragen lassen.

  • Zitat

    Original von steffen107
    ne, keine vorhandene exportiert, sondern ein großes viereck über deutschland gelegt, dann auf deutschland begrenzt und berechnn, speichern und übertragen lassen.


    In 90 Minuten? ?( ?( Einschließlich Übertragung mit Active Sync? ?(


    Auf Deiner "lahmen Krücke"? (habe ja den gleichen Rechner :D ).


    Kannst Du mal bitte die Größe der Kartenunterverzeichnisse posten? ?(

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  • also db hat 8 kb
    kwa hat 88.7 mb
    maps hat 134
    tmc kann ich dir nicht sagen, weil hab ich gelöscht, da ich ja kein tmc habe. ich muß sagen, bis auf das anfängliche nachhängen der karte hatte ich keinen stress mit dem teil. und vorher habe ich mit einen p4 notebook und navigon 1.4 europ. edition gearbeitet. und das mit ner antenne, die egnos verarbeiten kann.

  • Hmmm, dann möchte ich mal wissen, was bei Dir anders läuft als bei all den Anderen hier.... ?(

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  • Hallo artur,


    es ist überhaupt nicht notwendig darüber zu spekulieren wieviel Daten entsehen wenn 1,1 GB SFS-Dateien entpackt werden, dafür muß man nur ein wenig hier im Forum :Lesen da erfährt man dann z. B. aus einer 67 MB großen Karte wurden 33 Dateien mit insgesamt 189 MB, der Faktor liegt bei 2,82 also unter 3. Die 1,1 GB Europakarte ergibt daher etwa 3,3 GB entpacktes Kartenmaterial.


    So leistungsschwach wie Du schreibst sind PDA's nun ja auch nicht mehr. PC's der 486er-Klasse waren wohl kaum leistungsfähiger. Die ersten Pentium-Rechner (60 MHz) wurden mit 8 MB Speicher ausgeliefert, mit 32 MB liefen unter OS/2 ausgewachsene Oracle7 Datenbanken. Ein durchschnittlicher PDA hat heute 64 MB und 300 bis 400 MHz.
    Wahrscheinlich belastet das entpacken der Daten den PDA weniger, als die 3-fache Datenmenge von der Speicherkarte in den realen Speicher zu kopieren.

    Wer sagt Dir eigentlich, das bei MAPExport wirklich alles neu gerechnet werden muß?
    Das PDA-Programm ist auch mit einer stumpf kopierten Europakarte lauffähig, das zeigt, beide Karten haben eine gleiche Struktur.
    Wenn nun Teile der Europakarte herausgeschnitten werden, dann werden an den Schnittkanten Suchbäume zerstört. Unter Zugabe von Gehirnschmalz ist es mit Sicherheit möglich nur diese Suchbäume neu zu erstellen und alle unverletzten Suchbäume lediglich zu kopieren. Damit könnte die benötigte Zeit radikal verringert werden. Es wird aber nur die Zeit und die Energie der "dummen" Kunden verscheudert, das ist ja nicht so wichtig und auf aller Fälle besser, als Zeit und Energie für eine akzeptable Performance zu verschleudern.


    Da hilft alles Schönreden nichts, 26 Stunden um 1,1 GB Kartendaten zu bearbeiten ist nun wirklich keine akzeptable Leistung.


    Viele Grüße
    Bernhard

    Es ist besser nichts zu tun als mit Mühsal nichts zu erreichen.