Wie groß ist Europa wirklich - oder: die lange Arbeit von MapExport

  • Zitat

    Original von 944S2
    Die mangelnde Optimierung beim Mapexport wird am deutlichsten mit folgendem Beispiel:
    Als Basiskarte mitgelieferte Deutschlandkarte, Rechteck um komplettes Gebiet, es wird also NICHTS abgeschnitten. Trotzdem rechnet das Teil stundenlang...


    Wenn ich mich recht erinnere, läuft die zum Mapexport vergleichbare Funktion bei einem Konkurrenten in wenigen Minuten, hab nur leider vergessen welcher. Destinator?


    Welche Karte meinst Du eigentlich?


    Bei mir ist eine vorexportierte D- Karte dabei, die ich (natürlich) nicht neu exportieren, sondern nur noch auf den PDA übertragen muss (was mit einem guten Kartenleser in weniger als 2 Minuten passiert ist).


    Wenn Du die Rohkarten meinst, so habe ich ganz Europa an einem Stück und da muss MapExport (ebenso natürlich) eine ganze Weile rechnen, um das von mir selektierte Rechteck zu exportieren...

  • Zitat

    Original von smarty
    Bei mir ist eine vorexportierte D- Karte dabei, die ich (natürlich) nicht neu exportieren, sondern nur noch auf den PDA übertragen muss (was mit einem guten Kartenleser in weniger als 2 Minuten passiert ist).


    Das weiß ich auch, dass es nicht sinnvoll ist, die fertige Karte komplett neu zu exportieren. Aber man kann es. :D
    Es sollte nur zeigen, dass die vorher gebrachten Argumente, dass an abgeschnittenen Straßen so aufwendige Berechnungen notwendig wären, und daher die Dauer so lang ist, Unsinn sind. Weil in diesem Beispiel eben nichts abgeschnitten wird.


    @Klaubi
    Ich bin ziemlich sicher, dass es noch ein anderes Programm war...

  • Zitat

    Original von 944S2
    .......... @Klaubi
    Ich bin ziemlich sicher, dass es noch ein anderes Programm war...



    OK, wenn du es rausfindest, bitte poste es mal - interessiert mich auch


    obwohl - warten wir mal auf MN|5

  • Zitat

    Original von 944S2


    Das weiß ich auch, dass es nicht sinnvoll ist, die fertige Karte komplett neu zu exportieren. Aber man kann es. :D
    Es sollte nur zeigen, dass die vorher gebrachten Argumente, dass an abgeschnittenen Straßen so aufwendige Berechnungen notwendig wären, und daher die Dauer so lang ist, Unsinn sind. Weil in diesem Beispiel eben nichts abgeschnitten wird.


    Und woher soll das Programm das wissen?


    eine vorsätzliche Fehlbedienung des Programms als Argument zu verwenden halte ich für ziemlich... na, lassen wir's halt

  • Zitat

    Original von smarty
    eine vorsätzliche Fehlbedienung des Programms als Argument zu verwenden halte ich für ziemlich... na, lassen wir's halt


    Dann schneid von mir aus England aus der Europakarte, und erzähl mir nicht, dass Mapexport x Stunden nur an den abgeschnittenen Fährverbindungen rechnet!

  • Zitat

    Original von 944S2


    Dann schneid von mir aus England aus der Europakarte, und erzähl mir nicht, dass Mapexport x Stunden nur an den abgeschnittenen Fährverbindungen rechnet!


    Du solltest den thread vielleicht noch einmal von vorne lesen ;D:


    Ich war immer der Meinung, dass der MapExport gut damit fährt, immer alles neu zu rechnen, um am Schluss eine möglichst optimierte Datenbasis zu haben...

  • Zitat

    Original von smarty
    Ich war immer der Meinung, dass der MapExport gut damit fährt, immer alles neu zu rechnen, um am Schluss eine möglichst optimierte Datenbasis zu haben...


    Wenn man zu viel Zeit hätte, könnte man sich auch noch darüber streiten, ob das Ergebnis nun wirklich eine "optimierte Datenbasis" ist. Ich erinnere nur an einige (wenige) immer noch bestehende völlig unlogische Routingfehler, die noch dazu bei verschiedenen Karten mal so und mal anders auftreten...


    Hier aber noch eine klitzekleine Rechnung, die zeigt, wie wenig optimiert die Kartenerstellung abläuft:
    Wohlwollend vereinfachte Annahmen, mit denen man leicht rechnen kann:
    Kartengröße 360 Mio. Byte (ca. 360 MB)
    Rechenzeit 1 Stunde = 3600 Sekunden (realistisch: x Stunden)
    Prozessortakt 1 GHz = 1 Mrd. Takte pro Sekunde (die meisten Prozessoren sind schneller)


    360 Mio. Byte / 3600 Sek. = 100.000 Byte / Sekunde


    1 Mrd. Takte / 100.000 Byte = 10.000 Takte / Byte


    Für jedes Byte der Karte werden also 10.000 Prozessortakte verbraten, wobei moderne Prozessoren pro Takt mehrere Byte bearbeiten und i.d.R. mehrere Befehle gleichzeitig ausführen können. Mit 10 Tsd. Takten könnte man wohl ziemlich wilde höhere Mathematik betreiben. Tatsächlich liegen die Daten aber schon in brauchbarer Form vor und müssen im wesentlichen nur ein wenig umorganisiert werden (denke ich mal, natürlich ohne genaue Kenntnisse der Daten und Abläufe).


    Es würde mich also nicht wundern, wenn man mit etwas Optimierung eine Beschleunigung um den Faktor 10 bis 100 erreichen könnte...

  • Zitat

    Original von smarty


    Du solltest den thread vielleicht noch einmal von vorne lesen ;D:


    Ich war immer der Meinung, dass der MapExport gut damit fährt, immer alles neu zu rechnen, um am Schluss eine möglichst optimierte Datenbasis zu haben...


    @smarty,


    und ich vertrete die Ansicht, mit nur ein wenig mehr Mühe beim Design und der Realisierung ist es überhaupt nicht erfoerderlich jedesmal die gleiche Arbeit durchzuführen, aber das wird dann ja als dummes Zeug abqualifiziert.


    Viele Grüße
    rowdy

    Es ist besser nichts zu tun als mit Mühsal nichts zu erreichen.

  • Also
    Ich habe mir ein neues Board gekauft (war eh nötig) und noch mal etwas Speicher an der Windoiws-Installation habe ich bis auf die zusatztreiber des Boards nichts verändert! Und siehe da, plötzlich habe ich eine Deutschlandkarte in der Größe ca. 229MB die innerhalb von fast 5 Stunden berechnet wurde!
    Mein Board ist ein Gigabyte 7VTT600P-RZ mit einem AMD Athlon XP 2800+ Prozessor (Prozessor wurde nicht gewechselt, ist der selbe wie vorher)
    Speicher habe ich nun 512MB. Also vorher hatte ich auch ein Gigabbyteboard (GA-7VAX) drinne und mit dem ist mir der MapExport immer abgestürzt! Schätze aber es lag am Arbeitsspeicher!


  • So ist es.


    Ich halte es für dummes Zeug, wenn jemand, der von der Materie selbst keine Ahnung hat, einfach so behauptet, die Dauer der Berechnung sei das Ergebnis schlampigen Designs und Programmierung (so interpretiere ich deine Formulierung zumindest).


    Ich denke, es hat schon seinen Grund, dass z.B. Garmin seinen Kunden gar keine Möglichkeit gibt, eigene Kartenausschnitte zu erstellen, sondern auf fertige "Kacheln" verweist, die bei Bedarf auf das Navigationsgerät zu laden sind.


    Ich jedenfalls möchte nicht auf die Flexibilität der freien Ausschnittswahl (auch länderübergreifend) verzichten und nehme die lange Berechnungszeit gerne in Kauf - und wäre nie auf die Idee gekommen, diese als das Resultat schlampiger Arbeit hinzustellen.


    Versteht mich nicht falsch:


    Es geht mir nicht darum, die jetzige Lösung als der Weisheit letzten Schluss hinzustellen, sondern darum, derart unqualifizierte Kritik am Hersteller zu kritisieren, die meines Erachtens nur dazu führt, dass Kritik, wo sie durchaus berechtigt ist, untergeht und nicht mehr wahrgenommen wird.


  • Jetzt lehnst Du Dich aber ziemlich weit aus dem Fenster:


    Du reduziert das Problem einfach auf Anzahl Takte pro Byte, was ich für eine absolut unzulässige Vereinfachung der Situation halte:


    Zum Einen legst Du Deiner Argumentation zuGrunde, dass die CPU der Engpass ist, zum Anderen, dass es sich um ein lineares Problem handelt (Verdopple ich die Größe, so verdoppelt sich die Rechenzeit).

  • Zitat

    Original von smarty
    ...
    Ich halte es für dummes Zeug, wenn jemand, der von der Materie selbst keine Ahnung hat, einfach so behauptet, die Dauer der Berechnung sei das Ergebnis schlampigen Designs und Programmierung (so interpretiere ich deine Formulierung zumindest).
    ...
    Versteht mich nicht falsch:


    Es geht mir nicht darum, die jetzige Lösung als der Weisheit letzten Schluss hinzustellen, sondern darum, derart unqualifizierte Kritik am Hersteller zu kritisieren, die meines Erachtens nur dazu führt, dass Kritik, wo sie durchaus berechtigt ist, untergeht und nicht mehr wahrgenommen wird.


    @smarty,


    das verstehe ich nun überhaupt nicht, von "schlampig" habe ich nie was geschrieben, sondern nur von "keiner Mühe" und dass "Sparsamkeit" an einer Stelle zu Mehraufwand an anderer Stelle führt. Ich habe auch nicht behauptet, die Vorgehensweise von Navigon sei (aus Herstellersicht) nicht okönomisch, ich hab nur behauptet, ich kann mir bessere Lösungen vorstellen!


    Woher weißt Du eigentlich wovon ich Ahnung habe und wovon nicht und woher weißt Du welche Kritik qualifiziert ist und welche nicht?


    Auch ich "... möchte nicht auf die Flexibilität der freien Ausschnittswahl (auch länderübergreifend) verzichten ..." und meine, diese Lösung ist wesentlich besser, als die MainRoad-Karten der anderen Anbieter. In Verbindung mit der TMC-Einbindung und dem dynamischen Routing sind MainRoad-Karten völlig unbrauchbar, da auf diesen Karten viele Umleitungsrouten nicht ermittelt werden können.


    Viele Grüße
    rowdy

    Es ist besser nichts zu tun als mit Mühsal nichts zu erreichen.

    Einmal editiert, zuletzt von rowdy ()

  • Hallo Forum,
    auweia, da hab ich ja 'ne Disskusion aufgewärmt :-). Mir war nur unklar, daß viele hier stundenlang ihre Rechner quälen, während einige die Sache in "Minuten" erledigen. Hätte ja sein können, daß irgenwo eine versteckte Einstellung falsch ist (aber da gibt es ja nichts einzustellen).
    Fazit für mich ist:
    - Das Erstellen eigener Karten ist eine super Funktion, die ich ja auch nicht täglich ausführe und deshalb auch ein wenig Rechenzeit in Kauf nehme


    - die Frage, wie manche mit unter 3 Stunden Rechenzeit hinkommen, ist für mich immer noch ein Wunder, aber Wunder passieren nun ab und zu mal.


    - ich freu mich schon auf den Kuchen, den meine Frau in der Röhre hat und den ich mit Genuss heute nachmittag verputzen werde. Dabei finde ich den Weg nach Hause ohne Navi ;) : Das Leben ist schön und nicht von den paar Stunden mehr CPU-Schweiß abhängig.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Zitat

    Original von smarty
    Jetzt lehnst Du Dich aber ziemlich weit aus dem Fenster:


    Du reduziert das Problem einfach auf Anzahl Takte pro Byte, was ich für eine absolut unzulässige Vereinfachung der Situation halte:


    Zum Einen legst Du Deiner Argumentation zuGrunde, dass die CPU der Engpass ist, zum Anderen, dass es sich um ein lineares Problem handelt (Verdopple ich die Größe, so verdoppelt sich die Rechenzeit).


    Meine Gummizelle hat doch gar kein Fenster! ?( :D


    Die CPU ist die meiste Zeit zu 100% oder fast 100 % ausgelastet, während die Festplatte meist nur geringe Aktivität zeigt. Bin auf Deine Schlussfolgerungen gespannt, wo potenzielle Engpässe liegen...


    Natürlich ist die Zeit in erster Näherung (um mehr ging es mir nicht) proportional zur Kartengröße, oder hast Du irgendwelche Fakten, die dem widersprechen?


    Zitat

    Original von smarty
    "unqualifizierte Kritik am Hersteller "


    Ich weiß nicht, ob unqualifizierte Kritiklosigkeit soo viel besser ist...

  • Ich verfolge diesen Thread jetzt schon eine Weile und verstehe nicht, warum ihr euch um den MapExport von MN|4 so viel Gedanken macht


    Bald haben wir MN|5