Garmin DriveSmart 66 eher enttäuschend...

  • Hallo zusammen,


    war lange nur noch passiv hier unterwegs, erinnere mich gerne an die Zeit mit Navigon, nach wie vor für mich eines der besten mobilen Navis das es je gab; leider Geschichte...

    Nun hatte ich mir mal ein Garmin gegönnt, mein erstes Garmin-Navi überhaupt. Grundsätzlich war ich nicht unzufrieden hinsichtlich der Bedienung und der Kartendarstellung. Meine Entscheidung fiel auf das DriveSmart 66 MT-S, auch die App mit Live-Traffic usw. fand ich nicht schlecht. Letztlich habe ich es aber doch wieder zurückgegeben, weil die Performance für micht nicht akzeptabel erschien. Träger Kartenaufbau, träges Scrollen der Karte, besonders im 3D-Modus hängt der Positionspfeil deutlich der eigentlichen Position hinterher. Fährt man z.B. durch kleinere Orte, sieht man das sehr gut am Geschwindigkeitsschild. Vor dem Ort 100 km/h, du passierst das Ortschild und fähst durch den Ort, wenige 100 m vor dem Ortsausgang kommt dann die 50 km/h. Gehe mal nicht davon aus, dass ich hier ein schlechtes Exemplar erwischt hatte, sondern dass eher die Hardware von Garmin gerade so bemessen ist, dass es einigermaßen läuft.

    Hier half auch leider die kleinste Detailsture nichts sowie das deaktivieren der POIs auf der Karte; echt schade drum.

    Viele Grüße
    storchi :)
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    Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem...

  • Storchi, bei Deiner Einleitung bin ich voll bei dir, selbst nun 13 Jahre nach dem Ende von Navigon, ich kenne keine App die es so viel besser macht, noch hat Garmin je das Niveau erreicht, trotz Übernahme.

    Nach dem Auslauf der Navigons bin ich auch so ab 2014 komplett zu Garmin gewechselt. Hauptgrund, ich bekam für eine USA Rundreise ein neues Nüvi66 mit EU und USA Karte jeweils Lifetime günstiger als ein Leihgerät des Autovermieters für die Reisezeit. Sowohl die Navigons als auch Garmins nahm ich bei meinem Reisejob den ich bis 2017 hatte auch im Dienstauto als auch Leihwagen von Flughäfen mit. Waren immer besser als der Festeinbau oder die Leihgeräte.

    Die Garmins vor der Übernahme, die noch 4-stellige Nummern hatten, eins hatte ich hier mal gewonnen, eins geliehen, eins gekauft, waren fürchterlich. Ab dem 66 naja, es wurde besser, aber nie richtig gut.

    So alle 2 Jahre hatte ich ein Neugerät, zuletzt ab 2022 das DS76, welches sich zum Vorgänger mit neuem Menü in der Bedienung dann verschlechtert hat.

    Ich benutzte die Navis fast immer nur mit geplanten Routen mit Wegpunkten und Zwischenzielen bei Cabrioreisen. Das Routing an sich funktionierte meist, jedoch im letzten Gerät nicht mehr wenn Änderungen notwendig wurden. Da war es chaotisch.

    Seit 22 habe ich aber auch im Cabrio CarPlay nachgerüstet und im jedes Jahr neuen Dienstwagen, den ich noch bekomme, ist es mittlerweile ebenso. In beiden Autos sogar per Wirelessanbindung.

    Bin daher seit 2023 weg vom Garmin und den „Anpapplösungen“ an Scheibe oder A-Brett.

    Zur Routennavigation mit Wegpunkten benutze ich nur noch MRA (MyRoutApp) oder Scenic Motorradnavigation via iPhone und CarPlay oder halt Google/Apple Maps.

    Auch zuletzt im Urlaub auf Teneriffa, Leihwagen gemietet, geroutet mit CarPlay und iPhone.

    Da alle Vermieter nur Autos haben, die nie älter als 3 Jahre sind, ist bei den Autos CarPlay/Android Auto ab Golfklasse, eigentlich Serie, ggfs entsprechendes Auto fordern. Da braucht es auch kein externes Navi über das Smartphone hinaus mehr, nur ein USB Kabel für Anbindung und Strom.

    Das der Stand der Dinge, die Zeit der mobilen Navis mit Saugnapf ist nahezu vorbei. Die Entwicklung stagniert, Neues seit 2022 gibt es weder von Garmin noch von TomTom. Letzter haben den Verkauf auch tw. schon eingestellt.

    Diese Stagnation gibt es übrigens auch hier bei Pocketnavigation, Beiträge und deren Abstände werden immer weniger.

    psr (Peter)


    2005 start mit Navigon. Ab 2014 Garmin Navis. Seit 2023 nur noch Routenplanung mit PC / iPad mit MyRouteApp und der App MRANext zum Routen per iPhone/CarPlay. Zum A-B Routen auch mal Google oder Apple. Datenverbrauch ist mit Offlinekarten und Wegfall Roamingkosten bei den heutigen Tarifen kein Argument gegen die Navigation mit Smartphone und passender „App“. Auch die Aufschläge außerhalb der EU sind moderat.

    Das Garmin DS 76 ist nun, im Dez. 24, auch Geschichte und verkauft.

  • Hallo Peter,


    danke für Deinen ausführlichen Beitrag. Mein Fahrzeug (Ford mit Sync3) unterstützt leider von Haus aus noch kein Wireless Android Auto, werde mir aber wohl so einen Adapter zulegen, denn Ford hat Sync3 augenscheinlch aufgegeben und wird wohl keine weiteren Kartenupdates für diese Version des Sync zur Verügung stellen, nicht mal gegen Zahlung. Somit bin auch ich nun auf AA umgestiegen und nutze aktuell die TomTom App. Von der Performance im Vergleich zum Garmin eine Offenbarung und ein Genuss, die Karte ist sozusagen sofort da und wird nicht kachelweise in Zeitlupe aufgebaut, das Scollen der Karte absolut flüssig, der Positionspfeil ist optisch auf Höhe der tatsächlichen Position und sogar die Pfeilnavigation in meinem Fahrzugcockpit funktioniert.

    Viele Grüße
    storchi :)
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    Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem...

  • Storchi, Sync3 gab es fast 10 Jahre und ist durch das doch bessere Sync4 ersetzt. Kann da gut mitreden, weil ich seit 2002 Ford regelmäßig neue Dienstautos fahre.

    Das die Automobilwerke für ihre Festeinbauten mit großen Systemwechseln Kartenupdates nur noch für kurze Zeit anbieten oder gar direkt einstellen ist nicht nur bei Ford so.

    Alle Mercedes-Eigner die zuvor Command Radios hatten wurden mit dem Wechsel auf MBuX Großdisplays auch nur noch für wenige Jahre mit übrigens teuren Kartenaktualisierungen versorgt. Für meinen SLC von 2016, das noch bis zum Frühjahr 20 gebaut wurde, gab es die letzten Updates 2022, deren Redaktionsschluss, Kartenaktualität aber auch schon 2021 war bzw. endete.

    psr (Peter)


    2005 start mit Navigon. Ab 2014 Garmin Navis. Seit 2023 nur noch Routenplanung mit PC / iPad mit MyRouteApp und der App MRANext zum Routen per iPhone/CarPlay. Zum A-B Routen auch mal Google oder Apple. Datenverbrauch ist mit Offlinekarten und Wegfall Roamingkosten bei den heutigen Tarifen kein Argument gegen die Navigation mit Smartphone und passender „App“. Auch die Aufschläge außerhalb der EU sind moderat.

    Das Garmin DS 76 ist nun, im Dez. 24, auch Geschichte und verkauft.

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  • Ja, leider ist das so, das muss die Nachhaltigkeit sein, von der immer geredet wird. Was bringt mir ein Werksnavi, wenn ich nach schon 4 Jahren veraltete Karten habe? Traurige Entwicklung. Hyundai und Mazda z.B. zeigen, dass es auch anders gehen kann. Für Hyundai gibt es heute noch Kartenupdates, wenn das Fahrzeug EZ 2016 oder neuer ist. Hyundai nutzt Karten von TomTom. Mazda geht einen ähnlichen Weg, da kannst Du für ältere Fahrzeuge (außer denen vor 2015) ein Abo kaufen und bekommst darüber aktuelle Karten. Das ganze läuft über "Naviextras", also NNG. Da kann man dann zumindest überlegen, ob man das investieren will oder lieber auf mobile Navis oder Apps umsteigt.


    Persönlich wäre ich sogar bereit, für regelmäßiege Kartenupdates zu zahlen. Ford bietet einen solchen Dienst in den USA sogar an, aber da wird Service ja auch anders gesehen...

    Viele Grüße
    storchi :)
    __________________


    Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem...