Bundestagswahl 2009

  • Zitat

    Original von obk
    [ich würde sie auf 64 Jahre reduzieren]


    Oups, wohl ein "kleiner" Rechenfehler von mir :wand


    Franz

  • @Franz Jaeger, @obk


    Hört bitte auf, Deutschland mit anderen Ländern, zumal Afrikanischen, zu vergleichen. Das bring nichts.
    Die Einstellung von Franz kann ich in vielen Punkten so nicht teilen. Sonst hätte ich keine Erklärung dafür, warum wir die Gewerkschaften und die Wohlfahrtseinrichtungen überhaupt haben. Dafür haben wir aber Parteien, die unterschiedliche Ziele verfolgen.
    Eine Partei für Franz und die Seinen, und eine Partei für mich und die Meinen.
    So ist es nun mal. Eine gemeinsame Plattform werden wir schwerlich finden.


    lidis

  • Zitat

    Original von lidis
    Hört bitte auf, Deutschland mit anderen Ländern, zumal Afrikanischen, zu vergleichen. Das bring nichts.


    Hallo


    Doch... die vielleicht ernüchternde Erkenntnis, dass wir noch weit davon entfernt sind, dass die durchaus vorhandene Ungerechtigkeit bei uns Leben unmöglich macht und unsere Verantwortung noch in eine ganz andere Richtung gehen müsste. So schlecht sind wir in D-Land nun eben nicht dran. Und "Ja"... gerade Einrichtungen der Wohlfahrt sollten darum zum festen Bestandteil unserer Gesellschaft gehören. Wir haben Grund uns Gedanken zu machen... aber eben nicht mit der Einstellung, dass bei uns alles nur noch ungerecht ist. Und für manche Probleme gibt es bei uns sogar recht schnell Hilfe. Insofern greifen Deine Beispiele nicht.


    MfG

  • Zitat

    Original von lidis
    Die Einstellung von Franz kann ich in vielen Punkten so nicht teilen. Sonst hätte ich keine Erklärung dafür, warum wir die Gewerkschaften und die Wohlfahrtseinrichtungen überhaupt haben.


    Die sind doch Teil des Systems, welches ich beschrieben habe und mein Beitrag bezog sich nicht auf eine spezifische Partei/Organisation, sondern generell auf den Zustand unseres Landes im Vergleich zu den wirklichen Problemen in unserer Welt. Das alles im Bezug auf die Aussage, das die Lage besch.... sei.


    In unserem "Mikrokosmos Deutschland" gibt es viele Organisationen, Parteien, Wohlfahrtsverbände, Vereine usw. die alle ihre Existenzberechtigung haben und und ihren wichtigen Teil zur gesellschaftlichen, sozialen oder wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Auch ein Wohlfahrtsverband ist Teil unseres sozialen Systems, auch, oder gerade weil, er nicht vom Staat organisiert ist. Gleiches gilt für die Gewerkschaften, die eine wichtige Rolle in der sozialen Marktwirtschaft übernommen hat.


    Trotz allem, sollte man nicht die Verantwortung jedes Einzelnen für seine Situation oder die Situation des anderen vergessen.


    Es ist ne Eigenart des Deutschen, Probleme deutlicher zu sehen als die positiven Dinge. Auch zeigen viele lieber auf den Staat, als selbst ihr Schicksal in die Hände zu nehmen. Nur darum ging es mir.


    Franz


  • Zu behaupten, bei uns sei alles ungerecht, das wäre ja töricht! Missmacherei löst keine Probleme. Aber man muss auch akzeptieren, dass die, die in dieser Gesellschaft Probleme bekommen, nicht immer selbst daran schuld sind! Und es sind leider nicht Wenige. Sonst würden wir nicht täglich davon hören, wie die Kirchen, die Verbände und die Politik verstärkt sich darüber Gedanken machen, den von mir kurz angerissenen, und offensichtlich vorhandenen, Problemen Herr zu werden.


    lidis

  • Zitat

    Original von lidis
    Aber man muss auch akzeptieren, dass die, die in dieser Gesellschaft Probleme bekommen, nicht immer selbst daran schuld sind!


    Hallo


    Das ist nicht meine Aussage/Einstellung... in der Tat gibt es auch unverschuldete Nöte bzw. haben in unserer Gesellschaft viele von "vornherein" keine Chance ihrer pers. Notlage zu entrinnen. Allerdings kann sich unsere Gesellschaft eben noch entspr. Hilfsangebote leisten, so dass bei uns niemand z.B. verhungern oder erfrieren muss. Einen minimalen Sozialstandard gibt es bei uns eben. Dieser ist nach Innen verglichen gering; nach außen jedoch hoch. So müsste z.B. die von Dir genannte Mutter mit Kind bei uns mit Garantie nicht auf der Straße leben. Ein größeres Problem dürfte eher sein, dass an diesen Standard gelegentlich von Betroffenen gewisse Ansprüche gestellt werden... die sind u.U. nicht zu erfüllen.


    MfG

  • Hallo


    ManN darf gespannt sein... warum und wieso bleibt erst einmal sein Geheimnis...


    Lafontaine schockt Linke


    ...zwei Gründe sind für mich denkbar. Einen habe ich hier schon genannt... den anderen könnte man mit "weiterer Rachefeldzug" überschreiben. Beide sind für mich unakzeptabel und zeigen mir, dass er für Verantwortung ungeeignet ist.


    MfG

  • @obk 
    Ich weiß jetzt, ohne den Thread nochmal durchzuackern, nicht genau deine Aussage.
    Für mich ist es aber der Beweis dafür, das der Mann nur ein Schaumschläger ist.
    Wenn es dann darum geht Verantwortung zu übernehmen, kneift er. :evil:

    Gruß
    taxus






    "Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

  • Hallo


    Na ja... notwendig hat er Pöstchen und Ämter nicht mehr. Ich glaube, es steckt aber schon eine Portion Kalkül dahinter. Für mich gibt es zwei Möglichkeiten...


    + Weg frei machen für eine Annäherung an die SPD bzw. umgekehrt auf Bundesebene... mit ihm würde es das wohl kaum geben...


    + Zurück in's Saarland und SPD "aufmischen" bzw. dort mitmischen...


    Wir werden es erleben. Der politischen Bühne bleibt er sicherlich erhalten und ist nach wie vor einer der Sargnägel der SPD. Der Sozialdemokratie hat er in jedem Fall geschadet wie kein anderer.


    MfG

  • Zitat

    Original von taxus
    Für mich ist es aber der Beweis dafür, das der Mann nur ein Schaumschläger ist.
    Wenn es dann darum geht Verantwortung zu übernehmen, kneift er. :evil:


    +1, Lafontaine ist halt nicht ernst zu nehmen. Das gilt schon seit seiner Flucht unter Schröder. Mal sehen, wann er Einreiseverbot ins Saarland bekommt, denn die brauchen dort keinen Schatten-Ministerpräsidenten ;D


    Gruß
    Achim

    Einmal editiert, zuletzt von Achim ()

  • Zitat

    Original von obk
    Hallo


    Na ja... notwendig hat er Pöstchen und Ämter nicht mehr. Ich glaube, es steckt aber schon eine Portion Kalkül dahinter.


    Aber sicherlich nicht unbediingt zum Wohle der Bürger, sondern mehr zur Befriedigung des Egos.

    Gruß
    taxus






    "Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

  • Zitat

    Original von taxus
    Aber sicherlich nicht unbediingt zum Wohle der Bürger, sondern mehr zur Befriedigung des Egos.


    Hallo


    Ich unterstütze seine Einstellung zwar nicht... aber ich glaube schon, dass er - neben einer gewissen "Machtgeilheit" [die braucht man wohl in dem Job] - schon eine Mission besitzt. Diese verfolgt er und findet damit seine Wähler. Ich glaube, im Saarland ist er durchaus Sympathieträger.


    MfG

  • Hallo Leute,


    habe ich heute bei Spiegel-Online gelesen:


    "Die FDP machte die abgewählte Regierung aus Union und SPD für die schlechte Finanzlage verantwortlich. "Die Große Koalition hat uns einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das erschwere umfangreiche Steuerentlastungen. Die von der FDP angepeilte Steuervereinfachung mit nur noch drei Sätzen hält Solms nach SPIEGEL-Informationen in dieser Legislaturperiode für nicht mehr realisierbar."


    Mag sein, dass die alte Regierung einen "finanziellen Scherbenhaufen" hinterlassen hat, aber die FDP tut gerade so, als ob man das nicht vorher gewusst hat.


    Wie lächerlich kann man sich eigentlich noch machen...


    Gruß


    Brian


  • Naa warten wir doch mal ab, bis das ( komplette)Programm steht.Einzelne Passagen in der Phase raus zu picken bringt`nicht.


    Ferner gibt es wichtigere Punkte. Beispielsweise was ist in 40 Jahrn, wenn die Ölvorräte aufgebraucht sind, die Chemieindustrie keine Rohstoffe mehr hat.
    Es geht um Fernziele, nicht um Intermezzos.
    Geil dich doch nicht an dieser Wahl auf. ;)

    ;) bab

    2 Mal editiert, zuletzt von bab ()

  • Was mir gerade so auffällt... (bitte nicht so ernst nehmen, ich hab ein Glas Wein drin und meine Frau ist bei nem Auftritt: Also Langeweile)


    Ich bin aus ner Generation, die viele Jahre die Kohlregierung erlebt hat. (1982-1998) Insofern ist ne schwarz/gelbe Regierung für mich kein Schreckgespenst, weil es unter Kohl auch nicht zu einem neoliberalen Kahlschlag mit amerikanischen Verhältnissen gekommen ist.


    Es gibt aber mittlerweile ne Generation, die eher durch die SPD in Regierungsverantwortung geprägt wurde. Diese Generation weiss noch nicht aus eigener Erfahrung, wie vertrauenswürdig eine Regierung ohne Beteiligung der SPD ist.


    Meine Theorie ist folgende:


    Die SPD versteht sich als Partei der sozialen Gerechtigkeit, der Partei der kleinen Leute, der Schwachen und Beschützenswerten. Dieses Selbstverständnis wird ja auch so kommuniziert. Vor allem auch im Wahlkampf.


    Nun gewinnt die Wahl der politische Gegner. Das scheint dann für einige zu bedeuten, das jetzt das komplette Gegenteil politisches Ziel sei.


    Kurioserweise ist es aber so, das es besonders unter einer SPD geführten Regierung zu starken Einschnitten ins Sozialsystem gekommen ist.


    Die Ergebnisse stehen also Diametral zum Selbstverständnis der SPD. Eigentlich müsste jemand, der für weniger Sozialsystem steht, die SPD wählen. :gap


    Welche Schlüsse kann man daraus für ne Regierung unter schwarz/gelb ziehen, wenn man durch die Generation Schröder geprägt ist?


    a) Das die Konservativen und Liberalen ja immer schlimmer als die Roten sind und es deshalb jetzt schlimmer kommen muss. Dabei ist es auch egal, was wie im Wahlprogramm steht.
    b) Wie a) aber die SPD ist schon fast genauso schlimm, deshalb muss man links wählen.
    c) Das die Roten ja schlimmer als die Konservativen und Liberalen sind, weil es unter einer Roten Regierung zu besonders starken Einschnitten gekommen ist, da kann ich dann gleich CDU/FDP wählen.
    d) Es ist egal wen ich wähle. Letztlich unterliegen die Politiker solchen Sachzwängen, das die eh alle ähnlich entscheiden.


    Oder liege ich da so falsch und Sachthemen bestimmen das Wahlverhalten?


    Teilweise verstehe ich die Ängste und Sorgen auch nicht. Gerade die CDU ist nicht unbedingt die Unternehmerpartei. Dafür ist sie aber die Partei, aus deren Reihen Ludwig Erhard stammt, der maßgeblich die Grundzüge der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland prägte. Die soziale Marktwirtschaft ist übrigens im Wesen eine neoliberale Wirtschaftsordnung und, da sind wir uns hoffentlich einig, der Grundstein unseres Wohlstandes.


    Die FDP hat hat mit 14% Wahlergebnis zwar gehörigen Anteil an der Regierung, aber im wesentlichen wird es eine Unionsgeführte Regierung sein. Das ist auch gut so. Nebenbei gab es ja durchaus auch SPD-Regierungen mit FDP-Beteiligung. Ich finde also, das sich der Lagerwahlkampf in den letzten Jahren etwas zugespitzt hat. Etwas zu viel, wie ich finde.


    Franz