Bundestagswahl 2009

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    Original von karomue
    Als ob diese ...... das nicht vorher gewusst hätten. Schade, dass eine Wahl deswegen - falsche Versprechungen - nicht annulliert werden kann. Und dass solche Personen nicht eliminiert werden können.


    wenn es um falsche Versprechen vor der Wahl geht, hätten dann aber schon viele Wahlen (wenn nicht sogar alle) annuliert werden müssen! :(

    Gruß
    taxus






    "Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

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    Original von taxus


    wenn es um falsche Versprechen vor der Wahl geht, hätten dann aber schon viele Wahlen (wenn nicht sogar alle) annuliert werden müssen! :(


    Ja.


    Sie lernens nur nicht, unsere lieben Politiker. Und sind tödlichst beleidigt, erschrocken, dass ihre Stimmenanzahl drastisch gesunken ist - die sog. etablierten - und dafür Linke und einige exotische Randparteien die Zuwächse ihres (Partei-) Lebens erfahren haben.


    Leider nutzt das auch nur wieder den etablierten ie wir eigentlich los haben wollten, weil.... und nun beißt sich die Schlange in den Schwanz.

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    Original von karomue
    Sie lernens nur nicht, unsere lieben Politiker.


    Falsch. Die sind schon schlau genug.


    Der Wähler lernt es nicht. Oder andersrum, der Wähler will an der Nase rumgeführt werden. Ich möchte mal eine Partei (bitte eine mit Aussicht auf ne Regierungsbeteiligung) sehen, die mit einem realistischen, ehrlichen Wahlprogramm, das sicher auch schmerzliche Punkte enthälten dürfte, ne Wahl gewinnt. Es ist nun mal so, das man in der Regierung unpopuläre Entscheidungen treffen muss. Das weiss jeder, keiner spricht drüber oder wirft nur dem Konkurrenten vor, das er nicht die Wahrheit sagt.


    Klartext geht bei ner Wahl nicht. Nicht in Deutschland, nicht bei unserer Parteienlandschaft, nicht bei dem Bildungsstand der Masse, nicht mit "Bild"...


    Einzige Ausnahme wäre ein charismatischer Politiker, der aufgrund seiner Persönlichkeit das Vertrauen der Masse besitzt. So einen sehe ich aber weit und breit nicht.


    Franz

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    Der Wähler lernt es nicht. Oder andersrum, der Wähler will an der Nase rumgeführt werden. Ich möchte mal eine Partei (bitte eine mit Aussicht auf ne Regierungsbeteiligung) sehen, die mit einem realistischen, ehrlichen Wahlprogramm, das sicher auch schmerzliche Punkte enthälten dürfte, ne Wahl gewinnt. Es ist nun mal so, das man in der Regierung unpopuläre Entscheidungen treffen muss. Das weiss jeder, keiner spricht drüber oder wirft nur dem Konkurrenten vor, das er nicht die Wahrheit sagt.


    Hallo


    Sagen wir mal so... am deutlichsten war's dieses mal bei der FDP und bei den Linken. An sonst würde ich weniger auf das schauen, was eine Partei vor einer Wahl verspricht als auf das, was sie in Vergangenheit geleistet hat. Ich würde die Menschen/Wähler auch nicht pauschal aburteilen. Die Politikverdrossenheit und die Anzahl der Nichtwähler spricht Bände. Darüber hinaus wird es genügend geben, die diese Wahl als Erfolg feiern... meist die, denen es in ihrer sozialen Situation recht gut geht.


    MfG

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    Original von obk
    An sonst würde ich weniger auf das schauen, was eine Partei vor einer Wahl verspricht als auf das, was sie in Vergangenheit geleistet hat. Ich würde die Menschen/Wähler auch nicht pauschal aburteilen. Die Politikverdrossenheit und die Anzahl der Nichtwähler spricht Bände. Darüber hinaus wird es genügend geben, die diese Wahl als Erfolg feiern... meist die, denen es in ihrer sozialen Situation recht gut geht.


    MfG


    Das ist auch wieder zweischneidig. Eine Partei, die nicht in der Verantwortung stand, kann nicht auf Grund ihrer Leistungen beurteilt werden, denn Oppositions-Reden - um nicht zu sagen Geschwätz - liegen wohl in der gleichen Rille wie Wahlversprechungen (die i.d.R. nie gehalten werden können).


    Andererseits kann eine Partei, die in der letzten Regierungsperiode "dran" war, selbst bei bestem Willen - sofern überhaupt vorhanden - oft nicht tun, da sie mit der Hinterlassenschaft umgehen muss. So wie jetzt die FDP verzweifelte Versuche macht so etwas wie "Glaubwürdigkeit" zu beweisen, auch wenn es erst 2012, 2013,..... greifen soll. Hurra, wir halten unsere Versprechungen....



    Die Verdrossenheit ist sicher sehr groß. Leider bringen solche Protestgedanken wie ich gehe nicht wählen, da es keine vernünftige (Aus-) Wahl gibt, ich wähle die Linken, sollen die doch sehen, dass sie mein Vertrauen nicht (mehr) haben, etc. nichts Leider bringt das nur i.d.R. den Effekt, dass dann eben die "drankommen" die man eigentlich nicht wollte.

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    Original von karomue
    Die Verdrossenheit ist sicher sehr groß.


    Da ist aber auch die Frage erlaubt, warum das so ist. Liegt es wirklich daran, das Wahlversprechen nicht eingehalten werden? Es liegt IMHO eher daran, das das meiste verschwiegen wird.


    Meist werden die wichtigen Entscheidungen kaum in Wahlversprechen erwähnt. Ich erinnere mich da zum Beispiel an das das vierte Finanzmarktförderungsgesetz unter Rot/Grün bzw. der Unternehmensteuerreform, was hauptsächlich Unternehmensveräußerungen (und damit auch die Veräußerung von Aktienpaketen) steuerfrei stellte. Das war das grösste Steuergeschenk, was Unternehmen/Investoren in diesem Land je bekommen haben. Nebenbei hat das auch die Deutschland AG zerstört.


    Ein Fehler, der heute noch nachwirkt und damals (und auch noch heute) die Steuereinnahmen hat wegbrechen lassen.


    Nebenbei wird auch ne Partei bestraft, die die Wahrheit sagt, das richtige tut und die Entscheidungen dem Bürger weh tun. Das muss noch nicht mal was mit schlechter Politik zu tun haben.


    Ich finde es auch völlig daneben, wenn aufgrund schlechter Wahlergebnisse plötzlich ne ganze Partei eine Kehrtwende vollzieht. Ist denn Politik nur Marketing, was auf gute Wahlergebnisse abzielt? Oder hat eine Partei eine innere Grundüberzeugung, die die Bürger überzeugt, oder halt nicht. Man muss IMHO auch als Partei nicht immer gute Wahlergebnisse erzielen. Viel wichtiger erscheint mir, das eine Partei ihrer Grundüberzeugung treu bleibt. Ansonsten verliert sie jede Glaubwürdigkeit, wenn sie die Fahnen nach dem Wind ausrichtet.


    Und da sind wir dann auch am Kern. Nicht in der Opposition oder im Wahlkampf zeigt eine Partei ihre wahren politischen Ambitionen. Erst in verantwortlicher Position kann echte Politik gemacht werden. Dort muss eine Partei nach ihrer inneren Überzeugung handeln. Tut sie es nicht, dann wird Glaubwürdigkeit verspielt, springen die Wähler ab, spaltet sich ne Partei, kommt Politikverdrossenheit hoch. Denn wenn man die "richtige Partei" gewählt hat, aber ne ganz andere Politik in der Realität gemacht wird, dann zweifelt man am System.


    Franz

    2 Mal editiert, zuletzt von Franz Jaeger ()

  • Zitat

    Original von karomue
    Das ist auch wieder zweischneidig. Eine Partei, die nicht in der Verantwortung stand, kann nicht auf Grund ihrer Leistungen beurteilt werden, denn Oppositions-Reden - um nicht zu sagen Geschwätz - liegen wohl in der gleichen Rille wie Wahlversprechungen (die i.d.R. nie gehalten werden können).


    Hallo


    Na ja... welche Partei soll das sein? Wir haben nicht so viele Parteien, die real überhaupt eine Chance haben eine Bundesregierung zu bilden. CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke. Und irgendwo waren alle schon dran bzw. stecken wo drin. Von den restlichen will ich schon gar nicht reden... chancenlos... man kann sie zwar wählen; ich würde das aber als verschenkte Stimme verbuchen. An sonst würde ich auch sagen... manchmal ist es die Wahl zwischen Pest und Cholera.


    MfG

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    Original von obk
    manchmal ist es die Wahl zwischen Pest und Cholera.


    MfG


    Genau. Das kleinere Übel.


    Wir sind heute ganz allg. in einer besch.... Lage. Das gilt nicht nur für eine Regierung. Wir sind schleichend in etwas hinein gerutscht aus dem wir wohl nicht mehr rauskommen. Da kann man nun nehmen was man eigentlich will: Regierung (Berlusconi z. B.), Milch, Milchbauern, Subventionen, "die Renten sind sischer...", Schwargeldaussage verweigern vom lieben Saumagen-...., heiß laufende (Ver-) Schuld(ungs)enuhr, ... Das ist über zig Jahre so "eingefahren", das kann man gar nicht mehr zurückdrehen.


    Solibeitrag für die "neuen Bundesländer", bei denen jetzt Prachtstraßen entstanden sind (o.K., nicht überall) wo wir hier bei uns nur noch um Schlaglöcher herumkurven. Man könnte ewig so weitermachen.


    Fragt man 3 Politiker, wie sie das ändern wollten, bekommt man 5 Meinungen. Und das tolle daran, die sind isoliert betrachtet auch alle noch ziemlich richtig, plausibel. Vergleicht man sie mit den anderen Meinungen kommt man ins grübeln und wird sich für eine dieser Meinungen selbst begeistern können. Sagst du das einem anderen, wird er dich vielleicht für verrückt erklären.


    Waren die Zeiten vom Wirtschaftswunder-Erhard, Wehner etc. besser? ?( ?(


    Es ist schon so, man will ja gewählt werden, die eigenen Einkünfte hängen sicherlich davon ab, so verspricht man dem Volk das, was es am meisten will: eigener Wohlstand, mehr "netto vom brutto", Steuererleichterungen und was da so mehr das "Volk" begeistert zu der Aussage bringt: "Den wähle ich!".


    Oft erwacht man dann mit Kopfweh...

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

  • Zitat

    Original von karomue
    Wir sind heute ganz allg. in einer besch.... Lage.


    Findest du? Wir haben seit 74 Jahren Frieden in unserem Teil Europas. Wir haben den kalten Krieg überwunden. Die Teilung unseres Landes. Ein Sozialsystem, das im grossen und ganzen keinen hängen lässt. Ein Bildungssystem, wo jeder seine Chancen hat. Eine Gesellschaft, in der man genug Chancen hat, sich selbst zu verwirklichen, wenn man fleissig an seinem Ziel arbeitet. Wir leben in einer Demokratie und in einem Rechtsstaat. Man wird nicht willkürlich eingesperrt, ist keinen Repressalien ausgesetzt und genießt im groben viel Freizügigkeit. Die Wirtschaft floriert, wir haben eine gute Infrastruktur, ein gutes Gesundheitswesen. Generell leben wir in einen Wohlstandstaat mit Wohlstandsproblemen. Man möge mal den Blick Richtung Afrika, Südamerika oder Asien werfen. Oder auch nur in Richtung einiger osteuropäischer Staaten.


    Das ist kein Geschenk, sondern erarbeitet und auch ein Verdienst eben jener Politik (und anderer gesellschaftlicher Kräfte), die man schnell auch mal verdammen will.


    Es gibt Probleme, keine Frage. Aber die sind auf einem recht hohen Niveau.


    Ich finde also, das "besch.... Lage" nicht die Verhältnisse in unserem Land wiederspiegelt.


    Franz

  • Klar, Du hast ja - auch - so Recht.


    Das ist nun auch etwas, was ich sagen wollte, was aber eben auch nicht so klar rüberkam.


    2 Leute, 2 Meinungen. Beide richtig. Je nach Standpunkt, beide diskussionswürdig.


    Klar, es gibt weitaus schlimmeres. Aber, eben auch besseres. Sicher bräuchte ich nicht unbedingt ein Auto, TV, etc. Aber es ist in etwa "Standard", der u.a. dadurch erkauft wird, dass wir unseren Kindern, Enkeln schier unbezahlbare Schulden hinterlassen.


    Lassen wir es jetzt dabei, wir tauschen Meinungen aus, ändern diese auch je nach Gesichtspunkt ohne dabei grundsätzlich was diametral entgegengesetztes zu sagen. Und: wir ändern es (als Einzelner) vermutlich nicht, wieweit jeder Einzelne einen Anteil haben kann, könnte, das ist ja auch sehr unbewiesen.


    Es ist wie es ist, auch die hier geführte(n) Diskussion(nen) ändern nichts. Eigentlich dienen sie doch nur mehr dazu, den eigenen Frust, die eigene "andere" Meinung zu äußern. Meiner Meinung nach hat alles nicht nur 2 sondern gleich mehrere Seiten. So, wie man sich in Teilen auch mit den Meinungen unserer Politiker identifizieren kann, um dann 1 Tag später wieder ins grübeln zu kommen, seine Meinung evtl. sogar wieder korrigieren zu müssen, wenn ein anderer wieder einen anderen Gesichtswinkel aufzeigt.


    Es ist ja auch durchaus so, dass Koriphäen aus der Wirtschaft und Wissenschaft durchaus kontroverse Meinungen haben. Welcher will man sich persönlich wirklich anschließen? B.z.w. welche sollte als die richtigere gelten?


    Wenn man davon ausgeht, dass alle, die hier sich zu Wort gemeldet haben als vernünftig und nicht extrem gelten, dann haben wir doch auch hier schon in aller Freundschaft gegensätzliche Meinungen. Und, haben nicht auch alle - irgendwie - auch Recht???


    Also, da es nichts weiter bringt als einen Meinungsaustausch, es auch nicht eskalieren sollte, schalte ich mich mal weg. Sicher gäbe es - in aller Ruhe - noch viel zu sagen, nur: bringt es uns was? Der Gemeinschaft, uns persönlich? Außer einem "von der Seele reden".


    Wie gesagt, ich schalte mich raus bevor noch jemand hier dazu stößt und irgend einen "Bengel auspackt. Geeignet wäre das Thema ja.

  • Zitat


    Franz Jaeger
    ...Ein Sozialsystem, das im grossen und ganzen keinen hängen lässt. Ein Bildungssystem, wo jeder seine Chancen hat....


    Sag bloß, die, die es nicht schaffen, seien selber schuld. Die Kinder, die mittags nicht zu essen haben, die Alten, die keine Pflege bezahlen können, die allein erziehende Mütter, die keine Wohnung bekommen... und, und, und. Von welchem Land spricht du eigentlich?
    Und nach der FDP könnte alles auch so bleiben. Sie sind ja all diese Menschen selber schuld.


    lidis

  • @lidis
    Ich glaube jetzt kommt das, weswegen sich karomue ausgeklinkt hat.
    Mir kommen gleich die Tränen! :evil:
    Diese Verallgemeinerungen sind es, die jede sachliche Diskussion über kurz oder lang scheitern lassen.

    Gruß
    taxus






    "Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

  • Zitat

    Original von taxus
    @lidis
    Ich glaube jetzt kommt das, weswegen sich karomue ausgeklinkt hat.
    Mir kommen gleich die Tränen! :evil:
    Diese Verallgemeinerungen sind es, die jede sachliche Diskussion über kurz oder lang scheitern lassen.


    1. Dir kommen aber zu schnell die Tränen. Weinen musst du erst, wenn du manche Zustände mal erlebt hast.
    2. Verallgemeinungen? Jetzt fängt die sachliche Diskussion erst an.
    Lieber allgemeines unverbindliches Palavern. Das nennt man dann "von der Seele reden".
    Nun ist aber dieses Forum nicht unbedingt der geeignete Ort für solche Diskussionen. Da gebe ich karomue Recht.


    lidis

  • Zitat

    Original von lidis
    Von welchem Land spricht du eigentlich?


    Von welchem Land sprichst du? Und ja, wer es als gesunder Mensch im arbeitsfähigem Alter nicht schafft, seinem Kind/Kindern in Deutschland, und von diesem Landen reden wir hier, hoffe ich jedenfalls, ein Mittagessen auf den Tisch zu stellen, ist zu 100% selbst schuld. Und jetzt komm bitte nicht mit den Regelsätzen für HarzIV. Das ist Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder, und ich betone es nochmal, jeder gesunde Mensch im arbeitsfähigem Alter kann irgendwo etwas Geld verdienen. Die Zuverdienstgrenzen sind weit genug gesteckt, damit davon locker ein Mittagessen finanziert werden kann.


    Wer sich natürlich zuhause hinter seinem Fernseher versteckt und darauf wartet, das er vom Staat ausreichend versorgt wird, für denjenigen ist es knapp.


    Wenn jemand Pflegebedürftig ist, gibt es genug soziale Sicherungssysteme in Deutschland, das derjenige auch ein Grundversorgung bekommt. Und allein erziehende Mütter bekommen in Deutschland keine Wohnung? Da frage ich mich echt, ob wir tatsächlich vom gleichen Land reden. Ist hier kein Problem.


    Auf der Erde leiden rund eine Milliarde Menschen Hunger. Alle 3 Sekunden stirbt ein Mensch, 8,8 Millionen im Jahr an Hunger. Dreiviertel davon sind Kinder unter 5 Jahren.


    Das ist ne Schande und eigentlich müsste jeder sofort sein Auto verkaufen und alles, was er auf dem Konto hat in die Welthungerhilfe spenden, wenn er denn ein soziales Gewissen hat. Wir haben aber keines, wir verlangen vom "Staat" das er die Dinge regelt, keinesfalls über Steuern, Sozialabgabe oder gar eigenem sozialen Engagement und es soll Sache des "Staates" sein, das Geld dafür aufzutreiben.


    Es gibt keine Kaskoversicherung fürs Leben. Wir sind intelligent handelnde Menschen, hoffe ich jedenfalls, und müssen uns selbst den Wohlstand schaffen, in dem wir leben wollen. Jeder auf seinem Niveau. Der Geringverdiener für neue Schuhe und ein Mittagessen, der Facharbeiter für den Urlaub, der Angestellte im öffentlichen Dienst fürs neueste Navi und meinetwegen der Immobilenmakler für Großprojekte für seine neue Yacht.


    Das kann der Staat nicht ersetzen.


    Und ja, wir leben in der sozialen Marktwirtschaft und ja, wir haben soziale Sicherungssysteme und ja, die geben nur ne Grundversorgung, und ja, die sind nicht perfekt.


    Aber ich habe das ja in einem Kontext geschrieben. Und zwar zur Aussage, das die Lage besch... ist. Das ist sie IMHO nicht. Also bitte reisse es dann nicht aus dem Zusammenhang.


    Franz

  • Zitat

    Original von lidis
    Sag bloß, die, die es nicht schaffen, seien selber schuld. Die Kinder, die mittags nicht zu essen haben, die Alten, die keine Pflege bezahlen können, die allein erziehende Mütter, die keine Wohnung bekommen... und, und, und. Von welchem Land spricht du eigentlich?
    Und nach der FDP könnte alles auch so bleiben. Sie sind ja all diese Menschen selber schuld.


    Hallo


    Hier würde ich @Franz Jaeger recht geben... wir jammern mit Blick auf die Welt auf verdammt hohem Niveau. Vor allem, wenn man in die Länder blickt, die genannt wurden. Noch zählt D-Land ganz sicherlich zu einem der Wohlstandsländer. Dies bedeutet noch lange nicht, dass bei uns alle im Wohlstand leben. Und es gibt genügend, die durch das soziale Netz hindurch fallen und am Existenzminimum leben. Trotzdem ist ein Leben in D-Land möglich. In anderen Ländern leider nicht mehr. Grund genug, dass wir unsere Verantwortung für eine gerechte[re] Welt sehen sollten. Leider steht hier an erster Stelle zur Zeit etwas anderes.


    Anderer Meinung bin ich in der Frage, ob wir uns das alles wirklich erarbeitet haben... gerade in den ersten Jahren der jetzigen Friedenszeit [ich würde sie auf 64 Jahre reduzieren] wurde den Deutschen einiges geschenkt und nachgesehen.


    MfG