ZitatAlles anzeigenOriginal von artur
hallo miteinander,
schön diese aktion darauf setzen wir uns in windeck zusammen und stoßen auf die kleinschreibung an.
falls jemand meint, die kleinschreibung wäre etwas undeutsches, so sei darauf hingewiesen, dass karl der große die kleinschreibung als amtsschrift einführte. erst im barock begann man, verschiedene wörter groß zu schreiben. eine gegenbewegung entstand im 19. jahrhundert. von jacob grimm ist das bekenntnis überliefert: den gleichverwerflichen misbrauch groszer buchstaben für das substantivum, der unserer pedantischen unart gipfel heißsen kann, habe ich [...] abgeschüttelt. (1854). eine reformbewegung in richtung kleinschreibung gab es in den 20igern des letzten jahrhunderts, meine eltern haben damals reformbewegt freudig kleingeschrieben. teile der deutschen literatur sind heute kleingeschrieben überliefert.
von den zeitgenössischen dichtern schreibt z.b. elfriede jelinek konsequent klein. heute ist die kleinschrift durch das internet wieder auf dem vormarsch. für fremdsprachler wäre ein kleingeschriebenes deutsch viel leichter zu lernen. bei jeder rechtschreibreform wird darüber nachgedacht, ob man die kleinschrift oder wenigstens die gemäßigte kleinschrift einführen sollte.
kleinschrift ist jedenfalls deutsche kultur. ihr gelegentlicher gebrauch ist auch eine verbeugung vor dem alten.
Hi Artur
... und dein Text in nur Kleinschreibung = unleserlich, sieh selbst (ich war so frei). Nicht mal die Engländer / Amerikaner schreiben komplett in Kleinschreibung. Satzanfang / Eigennamen / ...
Gruß
Achim