Navi im hohen Alter

  • Erst mal vielen Dank für eure Antworten.


    Durch sein Asthma hat er körperlich deutlich abgebaut. Die geistige Fitness würde ich dem Alter entsprechend, als noch normal einstufen (wobei ich kein Experte bin).


    Klar hatte auch ich die gleichen Gedanken wie ihr und überprüfe von Zeit zu Zeit, wie er in Verkehr zurecht kommt.


    Wenn ich mit ihm mitfahre, dann fühle ich mich noch sicher,


    Ich habe mir nun mal von Becker den Traffic Assist ausgeliehen. Das Gerät kann man recht einfach mit dem Finger bedienen.


    Zwar hält das den Vergleich mit MN|5 nicht stand, aber ans Ziel sollte man damit auch kommen.


    Ich versuche es mal damit.


    Gruß JSB56

  • Inwiefern hält es nicht mit den MN 5 stand ?(. Bei der Becker Software handelt es sich um ein MN 5 oem... ;D. Das Gerät ist einfach zu bedienen, hat eine gute Verarbeitung/Qualität und mit fast jeden Navi kommt man ans Ziel... ;D.


    gruß : drink


    volkte

  • Persönlich finde ich, die geistige Leistung der gesprochenen Anweisung des Navis zu folgen, weniger anstrengend, als in fremden Städten im Schilderwirrwarr einen mir bekannten Ort zu finden.
    Vom Medion GoPAL würde ich insofern abraten, daß er immer nochmal einen Kontrollblick auf das Display braucht, um die gesprochene Anweisung eindeutig zu verstehen. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob man bei diesen Geräten nur die Richtungs-Icons anzeigen lassen konnte. Damit wäre es wiederum auch für ältere Menschen empfehlenswert.
    Auf alle Fälle denke ich, daß ein Navi eher zur Verkehrssicherheit beiträgt, solange man sich nicht von der Kartendarstellung, MP3-Player, Kompass und sonstigen Schnickschnack ablenken läßt, sondern dass Navi dazu benutzt, wozu es eigentlich entwickelt wurde - zum Navigieren!
    Darauf solltest du dich auch bei der Gerätewahl leiten lassen. Vielleicht gibt es ja einen Mediamarkt oder einen Saturn in der Nähe. Da kann dein Vater mit seinen dicken Fingern die Geräte von TomTom und Garmin ausprobieren.

  • Zitat

    Original von apohl
    Persönlich finde ich, die geistige Leistung der gesprochenen Anweisung des Navis zu folgen, weniger anstrengend, als in fremden Städten im Schilderwirrwarr einen mir bekannten Ort zu finden.
    Vom Medion GoPAL würde ich insofern abraten, daß er immer nochmal einen Kontrollblick auf das Display braucht, um die gesprochene Anweisung eindeutig zu verstehen. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob man bei diesen Geräten nur die Richtungs-Icons anzeigen lassen konnte. Damit wäre es wiederum auch für ältere Menschen empfehlenswert.
    Auf alle Fälle denke ich, daß ein Navi eher zur Verkehrssicherheit beiträgt, solange man sich nicht von der Kartendarstellung, MP3-Player, Kompass und sonstigen Schnickschnack ablenken läßt, sondern dass Navi dazu benutzt, wozu es eigentlich entwickelt wurde - zum Navigieren!
    Darauf solltest du dich auch bei der Gerätewahl leiten lassen. Vielleicht gibt es ja einen Mediamarkt oder einen Saturn in der Nähe. Da kann dein Vater mit seinen dicken Fingern die Geräte von TomTom und Garmin ausprobieren.


    Nur mal so zum Nachdenken:


    gesetzt den Fall, man/einer fährt auf der Autobahn, verpasst eine Abfahrt weil er nicht mehr "schnell" genug ist, das Navi sagt "drehen sie bitte um"....



    Geisterfahrer?????


    Es kommt doch immer darauf an, dass der, der fährt, noch geistig flexibel genug ist.


    Der Vergleich hinkt zwar, aber:


    wie ist das mit dem Alkohol?? "Laufen kann ich nimmer, aber fahren macht kein Problem..."


    Ich habe schon mal einen alten Opa auf einem Mopped gesehen, der kam mitten auf der Straße mit einer Geschwindigkeit, dass man hätte locker nebenherlaufen können daher, ein Fuß schleifte auf dem Boden....


    Der hätte sicher nicht mehr laufen können, aber auf dem Mopped war er halt noch "mobil".


    Nein, jeden Fall muß man - leider - für sich betrachten. Nicht alle sind jenseits von gut und böse, und ich sagte es schon, ich weiß auch nicht wie, wann, ich entscheiden werde die geliebte Mobilität aufzugeben und den Führerschein abzugeben. Es sollten noch ein paar Jährchen hin sein, ob ich aber meinen eigenen Verfall - der sicher kommen wird, wenn er nicht bereits eingesetzt hat - rechtzeitig mitbekomme, ob meine Frau, meine Kinder mich rechtzeitig darauf hinweisen werden... ich weiß es nicht.


  • Du solltest dich schnellstens mal nach einem neuen Navi umschauen! Das Medion hat mir maximal "Wenn möglich, wenden sie bitte!" gesagt und mir nicht das Wenden befohlen. ;)
    Ich gehe davon aus, daß jemand, der nicht mehr fahrtauglich ist, sich dann auch nicht mehr hinter das Steuer setzt.
    Ich werde mich aber hüten, den alten Menschen das Fahren zu verbieten. Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, daß mit einem Navi das Fahren in fremden Gegenden eine ganze Menge entspannender sein kann. Ich sehe das Navi eher als Hilfsmittel, so wie ein Brille. Einem Blinden würde ich auch nicht empfehlen, eine Brille aufzusetzen, damit er wieder Autofahren kann. Jemanden, der schlecht sieht, eher schon!

  • Zunächst sollte man die Anpassungsfähigkeit junger Menschen an ein navi tunlichst nicht mit der Anpassungsfähigkeit alter Menschen vergleichen. Für jüngere Menschen ist das navi sicher eine große Erleichterung, für alte Menschen tendenziell eher eine Gefährdung. Wenn ich daran denke, dass ich auch eine Woche brauchte um mit dem Ding zurechtzukommen. Einen derartigen Anpassungsprozess ist für ältere Menschen in der Regel unzumutbar, wenn sie ihn überhaupt bis zum Ende durchstehen.


    Ein mobiles navi halte ich für den Wahnsinn schlechthin. Da würde dein Vater noch mit Anbau- und Abbaubelastet. Auch sollte das navi bloß keinen Touchscreen und keine Kartendarstellung haben, das lenkt alles ab.
    Wenn überhaupt, dann käme für mich nur ein Einbaugerät in Frage, z.B. das Becker cascade:


    - schön tief eingebaut
    - nur kleine Pfeildarstellung in grau
    - angenehme modulierte Stimme, die über Lautsprecher kommt
    - schnelle Neuberechnung, falls Dein Vater sich verfährt
    - große Drehknöpfe.
    -extrem stabil
    - leider extrem teuer.
    - extrem genaue Ansagen, nicht wie bei meinem nüvi, das 50 m hinterhinkt. Sowas kann ein alter Mensch nur schlecht ausgleichen! Was ich meine: Strikt nach Anweisung der Navistimme fahren (am besten nach der seiner Frau :)) , Das könnte funktionieren.


    Da könnest Du Deinem Vater seine Ziele alle auf einmal einprogrammieren und ihn kurz in die Zielwahl einweisen. Eigentlich ist diesbezüglich cascade so leicht wie bei einem (alten) Autoradio.



    -

  • Zitat

    Original von apohl


    Du solltest dich schnellstens mal nach einem neuen Navi umschauen! Das Medion hat mir maximal "Wenn möglich, wenden sie bitte!" gesagt und mir nicht das Wenden befohlen. ;)
    Ich gehe davon aus, daß jemand, der nicht mehr fahrtauglich ist, sich dann auch nicht mehr hinter das Steuer setzt.
    Ich werde mich aber hüten, den alten Menschen das Fahren zu verbieten. Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, daß mit einem Navi das Fahren in fremden Gegenden eine ganze Menge entspannender sein kann. Ich sehe das Navi eher als Hilfsmittel, so wie ein Brille. Einem Blinden würde ich auch nicht empfehlen, eine Brille aufzusetzen, damit er wieder Autofahren kann. Jemanden, der schlecht sieht, eher schon!


    Hallo apohl.


    vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Du Dir diesen Thread nochmals durchlesen würdest.


  • Vielleicht denkt apohl auch mal darüber nach.

  • Hallo Mädels und Jungs


    ich betreue - wie auch andere User hier im Forum - in meiner Freizeit eine "Rentnergang" bzw deren Navis


    die Leutchen sind alle zwischen 68 und 76 - alle vor Rüstig und "dick da"


    OK mit der modernen Technik - da ist manchmal Hife keine schlechte Idee



    bei dieser Truppe habe ich eines festgestellt: Wo gewisse User in diesem Forum bockig sind, wenn etwas nicht nach ihren Vorstellungen läuft, haben die Alten Herrschaften eine Ruhe, mit der sie Dinge ehrlich hinterfragen
    und oft von selber auf Vieles draufkommen


    klar habe ich drauf gedrängt, dass einige Navisysteme ausgetauscht und durch anständige ersetzt wurden - die ganze Truppe fährt nun mit dem selben System und hilft sich gegenseitig - und die Herrschaften sind unheimlich mobil



    es ist einfach riesiger Blösdsinn, zu behaupten, eine Kartendarstellung lenke ab - diese älteren Herrschaften sind wesentlich verantwortungsbewusster als manche Jüngere - da wird nur auf's Navi gesehen, wenn das ohne Probleme geht
    auch ist es idiotisch, älteren Leuten eine Nur-Pfeilansicht aufoktruieren zu wollen - diese Herrschafen sind es noch gewohnt, sich in einer Karte zu orientieren - nicht so wie viele Jüngere


    und auch für Senioren - oder gerade für sie - sind Touchscreens ideal - tippt man doch dort hin, wo etwas passieren soll - und nicht auf irgend einen Knopf irgendwo



    mein Fazit deshalb: Wenn man Senioren zu einem Navi raten soll, sollte es das Gleiche sein, wie man selber hat - Telefonische Hilfeleistungen sind dann leicher
    welches Navi ist im Prinzip egal - ankommen tut man mit Jedem

  • Servus JSB56!
    Zum Navisystem kann ich Dir keinen Rat geben, ich suche selbst noch nach einem.
    Wenn Dein Vater - nach Deiner Einschätzung - wirklich Interesse am Navi zeigt und die Geduld aufbringt etwas Neues zu versuchen, dann bring auch Du die Geduld auf, Ihm den Umgang mit dem Gerät oftmals zu erklären, zu Haus wie auch im Auto. Man sollte immer Hoffnung haben, das auch ein nicht mehr ganz so Junger, mit dieser Art von Geräten noch umzugehen erlernt.
    Ich nehme an, das Dein Vater keine Weltreise mehr unternehmen wird, aber ich weis aus eigener Erfahrung, das es auch in der näheren und weiteren Umgebung des Wohnortes straßen- und verkehrsmäßig große Veränderungen gibt. Da kann ein Navi schon hilfreich sein, wenn bei selbst bekannten Zielen, in kurzer Zeit einige straßenbauliche Veränderungen vorgenommen wurden, da haben Autofahrer jeglichen Alters oft genug Probleme, sich zurecht zu finden.
    Bei uns in Wien ist es leider so, wenn man die Stadtautobahnen zu einem neuen Stadtteil befährt, man zwar Bratislava, Praha und ähnliches am Wegweiser sehen kann, aber der nächste Stadteil von Wien nicht bezeichnet ist. Wenn man längere Zeit nicht in der Gegend war, sieht alles auf einmal ganz anders aus und die Orientierung ist nicht mehr so einfach.
    Die in manchen Beiträgen erwähnten Vermutungen, wegen nicht so gefähigen ältern Leuten, das da Alkohol die Ursache sein könnte und sie zwar noch fahren aber nicht mehr gehen können, trifft genauso auf Jüngere zu (leider auch Frauen), aber auch alle anderen angerissenen Probleme.
    Ich kann mir Vorstellen, das Du wegen des Asthmas und der damit eventuell verbundenen eingeschränkten Fahrtüchtigkeit, mit einem guten Arzt (nur nicht Amtsarzt) gesprochen hast oder Dich noch erkundigst, dann weist Du bestimmt Bescheid.
    Grüße vom alüenschotten Fred



  • Hallo Ingo,


    das zeigt jetzt nur, oder sehr deutlich, dass man Menschen nicht von ferne beurteilen kann. Erinnere Dich aber an das Eingangsposting, dort hieß es doch, dass der Vater von JSB56 bereits seiner Meinung nach abbaut und mit dem normalen Fahren - seiner Meinung nach - bereits nicht mehr völlig zurecht kommt.


    Klar, ich sehe auch nur was gepostet wird. Sonst stiimme ich Dir voll bei.


    Es ist einfach so, solch eine Beurteilung kann nicht mit Ferndiagnose geschehen, da muss man vor Ort sein und den Menschen, den es betrifft, sehen und seine Reaktionen analysieren (versuchen). Wir haben es nicht mit schwarz-weiß, ja-nein, 0-1 zu tun, sondern mit der ganzen Bandbreite aller Grauschattierungen.


    Ich möchte mich nicht dazu versteigen, JSB56 zuzuraten, für seinen Vater ein Navi zu besorgen. Das kann - leider - furchbar schief, bis zum Unfall gehen.


    Wenn JSB56 aber mit dem nötigen Einfühlvermögen feststellen kann, dass ein Probenavi nicht dazu führt, dass die Ablenkung im Verkehr größer wird als der erwartete positive Effekt, dann ist dem natürlich zuzuraten. Das kann aber nur jemand beurteilen, der den Vater persönlich sieht und seine Reaktionen auf ein Navi interpretieren kann.


    Es ist leider eine Zwickmühle. Ingo hat Recht, die Gruppe die er hier beschreibt, liegt voll auf der positiven Seite. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es immer mehr älter werdende Menschen gibt, auch immer mehr, die an Altersdemenz leiden. Und es ist - glaubt mir das - keiner so findig wie ein Mensch, der eine beginnende Altersdemenz hat, weil er merkt, dass hier was unheimliches beginnt mit ihm zu geschehen. Solange das klare Denken noch die Überhand hat, ist es sehr erstaunlich, wie diese Leute es fertigbringen die beginnenden Ausfälle zu überspielen. Solange dies keine zeitkritischen Entscheidungen, wie sie nun mal der Verkehr fordert, sind. Denn hier potenziert sich - eben auch leider - die Unfallgefahr. Und ob in diesem Fall die zusätzliche Belastung eines Navi gut ist..???


    Zu testen wäre das für den Anfang ja auch im Fußgängermodus, und/oder Vater als Beifahrer mit Navi in der Hand.


    Ich hoffe nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich wäre der Meinung, dass alte Menschen ihren Führerschein abzugeben hätten. Ich bin nur altersbedingt schon mit einigen Menschen in den vergangenen Jahren zusammen gewesen, von denen leider rel. viele in die Altersdemenz abrutschten. Eine Erfahrung, die mir immer noch Gänsehaut über den Rücken laufen läßt.


    Außerdem hat meine Frau Ende der 90er nochmal einen neuen Beruf gelernt - 3 Jahre, sehr harte Ausbildung - und das - Ihr werdet es fast erraten haben - ausgerechnet als Altenpflegerin. So betreut sie auch seit gut 2 Jahren einen Nachmittag pro Woche eine Demenzgruppe. Ich weiß also schon, worüber wir hier reden. Von weiteren Beispielen aus meinem näheren Umfeld der letzten 15 Jahre möchte ich aber doch Abstand nehmen. Jedenfalls ist es - für mich immer noch - schrecklich, mit ansehen zu müssen, wie ein geistig voll im Leben stehender Mensch im Laufe der Zeit so abbaut, dass er nicht mehr weiß, wo er wohnt, seine nahesten Verwandten - Frau, Kinder - nicht mehr kennt. Und alles fängt im Prinzip damit an, dass es Orientierungsprobleme gibt.


    Verständlich jetzt, dass man - das ich - JÄSB56 nicht mit einer klaren Aussage raten kann?

  • Zitat

    Original von Klaubi
    Wo gewisse User in diesem Forum bockig sind, wenn etwas nicht nach ihren Vorstellungen läuft, haben die Alten Herrschaften eine Ruhe, mit der sie Dinge ehrlich hinterfragen
    und oft von selber auf Vieles draufkommen
    .........................
    es ist einfach riesiger Blösdsinn, zu behaupten, eine Kartendarstellung lenke ab - diese älteren Herrschaften sind wesentlich verantwortungsbewusster als manche Jüngere - da wird nur auf's Navi gesehen, wenn das ohne Probleme geht
    auch ist es idiotisch, älteren Leuten eine Nur-Pfeilansicht aufoktruieren zu wollen - diese Herrschafen sind es noch gewohnt, sich in einer Karte zu orientieren - nicht so wie viele Jüngere


    Danke Ingo!


    Da ich mich dieser Altersgruppe so langsam näher fühle als manchem beratungsresistentem Jüngling hier im Forum, der sein Halbwissen über PCs auf Navis anwenden möchte, sprichst (schreibst) du mir aus der Seele. ;)
    Ja, ich habe mich auch jahrzehntelang mit Papierkarten orientiert, einige Jahre lang sogar hobbymäßig. Eine mickrige Pfeildarstellung würde mich bei einem Navi deutlich mehr verunsichern als ein möglichst großer, klarer Kartenausschnitt. Und wenn, aus welchem Grund auch immer, ein Abzweig verpasst wurde, ist dies in unbekanntem Gebiet mit Navi dank Rerouting deutlich einfacher zu bewältigen als mit einer Papierkarte.


    @ Charly: Deine Erfahrungen mit Demenzkranken in allen Ehren, aber glaubst du nicht auch, daß du evtl. gerade aufgrund dieser Nähe einen falschen Eindruck über die allgemeine Verbreitung dieser Krankheit hast? Natürlich nimmt deren Anteil an der Bevölkerung alleine aufgrund der steigenden Lebenserwartung zu, aber um sich ins eigene Auto zu setzen und loszufahren, benötigt ein Kranker kein Navi, sondern den Autoschlüssel.
    Wenn wir uns darüber unterhalten, ob ein Senior oder eine Senorita sich besser mit oder ohne Navi ins Auto setzen soll, ist das imho der falsche Ansatz. Ich bin der Überzeugung, daß ein Navi immer eine Erleichterung in fremder Umgebung darstellt. Wenn, dann müsste sich die Diskussion um die Einführung von Fahrtüchtigkeitsprüfungen ab einem bestimmten Alter drehen. Aber dazu befinden wir uns hier im falschen Forum.


    Gruß
    bonnie
    j.m.2C.


  • Ich will ja die alten Menschen nicht in eine technikferne Ecke stellen. Aber im Eingangsthread geht es nun mal um einen fast 80 jährigen, nicht mehr so rüstigen Menschen.


    Klaubi, du sprichst ja hier von den sog. "rüstigen Rentnern," die sich sogar noch in workshops unter Anleitung versammeln um ihren "Hobby Navigation" nachzugehen. Du hast da offenbar ein effektives Geschwader ausgebildet. Hier wird ja auch ein entsprechender Aufwand betrieben, um sich für die navis fit zumachen. Klar mit entsprechender Widerholungszahl und größerem Aufwand ist dies natürlich möglich. Daneben gibt es natürlich auch technikbegeisterte Rentner, die die technische Entwicklung immer voll mitgemacht haben, wie mein Nachbar, der mir meinen PC immer fit hält.


    Vom Normalfall ausgehend, also:"Ich kauf mir jetzt ein navi und fahr dann los", denke ich , dass der Festeinbau die 1. Wahl für Ältere ist., die sich nicht gezielt "weiterbilden" wollen. Auch ein Display mit Karte lenkt eher ab, weil die Karte immer zu einem gezielten Blick auf dem Display verleitet (So schau ich schon mnchaml hin, um mir die Namen der Flüsse auf dem Display etc anzuschauen, was eine gewisse Ablenkung vom Strassenverkehr mit sich zieht). Denn wenns darum geht von A nach B zu kommen, reicht mir die Audioansage vollständig. Orientiernen kann ich mich dann immer noch durch mein peripheres Sehen aus dem Fenster. Das Argument, ich möchte mich an der Karte während der Fahrt orientieren, greift zu kurz, da mich die Ansage navi mich ja führt, ich also eigentlich diese "Orientierung " nicht brauche. Eine Orientierung am Kartendisplay wird im Grunde von einem persönlichen Interesse an der Umgebung etc geleitet.


    Der Touchscreen ist aus meiner Sicht im Regelfallauch nicht zu empfehlen, da man durch zu langen Kontakt etc, an "fremde" Menüpunkte kommt und die Orientierung verlieren kann. Knöpfe sind nicht nur für alte Menschen wegen ihrer Haptik die bessere Lösung, und sind auch ohne Blickontakt zu bedienen. Meine Oma hat sich gerade ein neues Auto gekauft und ist mit dem eingebauten Autoradio mit seinen Miniaturschaltflächen nicht zurechtgekommen. Ich habe ihr jetzt mein altes Autoradio aus dem Keller einbauen lassen (mit schönen großen Drehknöpfen) und sie ist sofort damit zurechtgekommen. So jetzt durfte ich euch auch mal mit meiner Vrwandschaft nerven.

    Einmal editiert, zuletzt von Schaaf45 ()

  • @Klaubi: Eingangsposting etwas genauer lesen ;D


    Ich finde Deine Antwort nicht passend zu diesem Fall.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)