Navi im hohen Alter

  • Zitat

    Original von HSVMichi
    @Klaubi: Eingangsposting etwas genauer lesen ;D


    Ich finde Deine Antwort nicht passend zu diesem Fall.



    lies mal bonnies Posting


    denn auch ich finde, dass für jemand, der Auto fährt ein Navi eine Erleichterung ist - unabhängig vom Alter
    vermindert doch durch die Gewissheit, den Weg/das Ziel zu finden die Nervosität erheblich und trägt dadurch zur sichereren Fahrt bei


    ob jemand - ebenfalls unabhängig von Alter - noch/schon/auch autofahren sollte, ist eine ganz andere Sache - diese zu beurteilen, ist aus der Ferne nicht möglich bzw nicht seriös und steht auch uns nicht zu

  • Zitat

    Original von Klaubi




    denn auch ich finde, dass für jemand, der Auto fährt ein Navi eine Erleichterung ist - unabhängig vom Alter
    vermindert doch die Gewissheit, den Weg/das Ziel zu finden die Nervosität erheblich und trägt dadurch zur sichereren Fahrt bei


    Navi ist Erleichterung für alle: Das ist unbestritten richtig, wobei hinzuzufügen ist, dass das Alter bei der Erlernung natürlich eine Rolle spielt. Genau wie ein 40 jähriger Fussballer einen Übersteiger nur noch mit immensem Aufwand und ein hoher Wiederholungszahl erlernen wird, so braucht ein älterer Mensch eben etwas länger und möglicherweise sogar eine Anleitung durch andere (wie bei Deiner Gruppe), um Berührungsänsgte anzubauen.


    Doch um ans Ziel zu kommen, reicht im Normalfall eine klare Audioansage vollkommen aus. Karten, buntes Display, Touchsreen, etc steigern dann eher die Ablenkung und somit die Nervosität. Ich beziehe mich jetzt nicht auf die Rentner, die technikbegeistert sind und die Zeit haben sich über Tage in das Gerät einweisen zu lassen und immer mehr Gefallen daran finden und immer mehr wissen wollen, navigation somit fast als Hobby begreifen.


    PS: Auch die Fahrtüchtigkeit steht in einen Zusammenhang mit einem navi, Möglicherweisé aber eher in einem negativen Zusammenhang. Eine vermiderte Fahrtüchtigkeit sollte ausnahmslos für die wesentlichen Dinge wie Lenken, Schalten, VErkehrbeobachtung etc eingesetzt werden und sollte nicht noch auf irgendwelche Karten im Display abegelenkt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Schaaf45 ()

  • Ok, anscheinend hat nicht jeder richtig gelesen, dass es um einen Mann geht, der stark abbaut.


    Und der trotzdem nicht aufs Autofahren verzichten will.


    Na, dann Gute nacht an so manchen Kreuzungen (hier in HH gibt es eine ganz große Kreuzung, wo links abbiegen verboten ist, das Navi es aber "einfordert".


    Ja, jetzt kommen wieder die Sprüche wie "Gehirn beim Fahren nicht abschalten" und "nicht auf das Navi allein verlassen!".


    So, das gilt für Dich, das gilt für mich (zumindest glaube ich das noch so).


    Das gilt aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht für den Großvater des Threaderöffners, so wie er es dargestellt hat.


    Das Navi wäre in diesem Fall - aus meiner Sicht - ein Risiko!

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)


  • Passend dazu habe ich im anderen Bord gerade das gefunden ;D


    Ich glaube, so verkehrt liege ich nicht.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von HSVMichi ()

  • Dieses Thema passt m. M. zu meinen Erfahrungen der letzten beiden Wochen:
    Älterer Herr, der selten Auto fährt ( 62 !!!) macht eine Tour ( ca. 4000 km ) durch Frankreich, begleitet von Tomtom 5. Was glaubt ihr wohl, bei wievielen Kreisverkehren ich Lisas Stimme lieben gelernt habe ("Im Kreisverkehr links abbiegen. Vierte Ausfahrt"). Natürlich gibt es Fehler. Mit Karte und Suchen nach Straßenschildern wäre das aber mit Sicherheit wesentlich stressiger gewesen.
    PS: Meine Frau hat da übrigens sehr viel mehr Schwierigkeiten gehabt.( Vielleicht war sie eifersüchtig auf Lisa )

    Mein Fazit:


    Ein Navisystem mit entsprechender Anleitung (durch den Sohn??) scheint mir für den Herrn eine wesentliche Erleichterung zu werden. Wobei, und da kann ich nur eigene Erfahrungen beisteuern, eine hinterlegte Karte von Vorteil zu sein scheint. Das Argument, dass die ältere Generation mit Karten besser umgehen kann, ist da nicht sehr abwegig. Die Bedienung spielt natürlich eine große Rolle. Die Idee von Klaubi mit der "Rentnergang" halte ich dagegen für einen sehr beachtenswerten Ansatz.

    3 Mal editiert, zuletzt von fermoll_ps ()

  • Stimmt, alles was JSB56 geschrieben hat genau lesen.
    Sein Vater hat durch Asthma körperlich stark abgebaut, damit muß ja kein geistiger Abbau verbunden sein. Keiner von uns weiß wie körperlich gut sein Vater vor der Erkrankung war, das kann nur JSB56 selbst einschätzen und er schreibt, wenn er mit seinem Vater mitfährt fühlt er sich noch wohl.
    Grüße Fred

  • Zitat

    Original von HSVMichi
    Passend dazu habe ich im anderen Bord gerade das gefunden ;D


    Hallo Michi,
    ich zitiere mal aus deinem Link:
    An einer Baustelle folgte der 53-Jährige aus Südbaden in der Nacht zum Montag den Anweisungen seines Bordcomputers


    Über welches Alter reden / schreiben wir hier? Müsstest du da nicht so langsam sehr vorsichtig werden? :D :D :D


    Gruß
    bonnie

  • Dann lieber schnell ducken, bevor irgendwelche Broditteile geflogen kommen. :gap


  • Also zwischen 75 und 62 ist immer noch ein gewaltiger Unterschied. Für mich ist schleierhaft inwiefern eine Karte nicht vom Verkehr ablenken soll. Außerdem kann man die Landkarten wohl nicht mit kleinen Displaykarten vergleichen, zumal auf diese auch noch während der Fahrt schauen soll. Ich (36 Jahre) habe in Frankreich nie auf die Karte geschaut, das hätte mich dort im Kreisverkehrchaos das Genick gebrochen. Meine Frau hat parallel dies gemnacht. Klar für einen Beifahrer ist so eine Karte ein schönes Beiwerk aber nicht für einen Fahre, der sich auf den Verkehr zu konzentrieren hat.


    Etwas seltsam, wie hier gebetesmühlenartig für die älterer Generation ein Lanze gebrochen wird mit immer neuen Geschichten. Irgendwann taucht noch die 155 jährige Oma auf, die in Ihrer Freizeit geocoacht. Ausnahmen mag es geben. Doch eins ist doch klar, dass 75-80 jährige gewollt oder ungewollt eine (natürliche)Distanz zu Highttechgeräten der heutigen Generation haben. Ich sehs schon bei meiner Mutter (60 Jahre), die nicht mal einen DVD Player bedienen kann oder will. Auch ein Blick in meine Verwandschaft und Nachbarschaft bestätigt dies vorwiegend. Dies ist nun mal der natürliche Regelfall. Ich kann mir auch schwer einen 80 jährigen vorstellen, der in den Mediamarkt geht und ein tomtom mitnimmt, und habe dort auch noch nie einen gesehen.


    Niemand hat etwas gegen ältere Menschen,und natürlich haben diese Qualitäten, die wir beispielweise nicht haben, nur in diesem spezielle Fall ist entweder ganz von einem navi abzuraten oder zu einem Einbaugerät mit Ausschliesslicher Führung durch Ansage zu raten.

  • Zitat

    Original von karomue



    Vielleicht denkt apohl auch mal darüber nach.


    Zum Stänkern habe ich jetzt keine Lust! Such dir jemand anders.

  • Zitat

    Original von apohl


    Zum Stänkern habe ich jetzt keine Lust! Such dir jemand anders.


    Es gibt Leute, die qualifizieren sich selbst.

  • Zitat

    Original von karomue


    Es gibt Leute, die qualifizieren sich selbst.


    wenn schon "dis"-qualifizieren :D

  • Zitat

    Original von Schaaf45


    wenn schon "dis"-qualifizieren :D


    :]


    Das ist nur ein Betrachtungswinkel.

  • Zitat

    Original von fermoll_ps..... Die Idee von Klaubi mit der "Rentnergang" halte ich dagegen für einen sehr beachtenswerten Ansatz.


    der Ausdruck "Rentnergáng" und die Betreuung derrselben stammen von Lucky-Felix, der dies ebenfalls praktiziert und auch hier darüber berichtete


    wir, die wir auch Gruppen älterer Menschen bzw deren Navis betreuen, haben diesen liebevoll gemeinten Ausdruck übernommen
    der dadurch mittlerweile ein Bestandteil der hiesigen "Foren-Umgangssprache" geworden ist


    und die Idee, Gruppen eine eigene Dymamik entwickeln zu lassen, stammt auch nicht von mir - aber ist hilfreich, denn ich bin, wenn auch nicht mehr jung, in meiner "Rentnergang" ein Fremdkörper - zwar ein relativ gut gelittener, aber ein Fremdkörper
    es ist doch wesentlich besser für das Selbstwertgefühl einer Gruppe, wenn diese sich selber helfen kann
    meine Aufgabe war es nur, die Voraussetzungen zu schaffen