Nüvi-Tipps, die nicht im Handbuch stehen

  • Problem: Der Code zum Freischalten der City-Navigator-Karte steht auf einem gelben Zettel, welcher der Verpackung des Nüvi lose beiliegt. Da kann es passieren, dass er zusammen mit dem Karton entsorgt oder schlicht verloren wird.


    Tipp 1: Der Freischaltcode ist im File "GarminDevice.xml" im Garmin-Ordner auf dem Nüvi verzeichnet. Mit einem Editor (z.B. Notepad++) dieses File öffnen und nach <Code> suchen. Die nachfolgende Buchstaben- und Zahlenreihe ist besagter Code!


    Tipp 2: Wenn MapSource und CN-Karte auf dem PC installiert sind, kann man den Code auch von dort auslesen und als Textfile abspeichern lassen. Dazu MapSource starten, dort auf "Dienstprogramme" gehen, "Karte freischalten..." wählen, auf "Weiter" tippen. Nach der Auswahl von "Meinen Freischaltcode in einer Datei sichern" wird selbiger in einer .unl-Datei gesichert, die von einem Editor gelesen werden kann - allerdings 26-stellig, weshalb das erste "U" (für "Unlock") gelöscht werden muss!

  • Problem: Was tun, wenn man eine Autobahn, Bundes-, Landes- oder Kreisstraße sucht - oder eine Stadt, die sich entlang einer dieser Verkehrsadern befindet?


    Tipp: Der Nüvi listet auf Wunsch auch besagte Schnellstraßen und jene größeren Ortschaften auf, die auf der Navteq-Karte damit verknüpft sind. Nehmen wir als Beispiel die A3; hier geht man vor wie folgt:


    - "Zieleingabe"
    - "Adresse"
    - Land bestätigen (hier: Deutschland)
    - Bei der Stadtsuche "Alle durchsuchen" wählen!
    - "A3" eintippen (für die "3" umschalten auf Zahleneingabe)
    - die A3 bestätigen
    - die Hausnummereingabe mit "Weiter" überspringen


    Nun wird eine Auswahl an Orten - hier 36 von Bad Honnef bis Wittgert - gelistet; man kann jenen auswählen, der dem gesuchten Punkt am nächsten liegt, und die Karte im Fenster verschieben. (Danke an schlesi für den Hinweis!)

  • Problem: Was ist der "TourGuide", den man unter System / Annäherungspunkte aktivieren kann, und wie verwendet man ihn?


    Tipp: Es ist möglich, sich bei bestimmten Wegpunkten (POIs) ein Soundfile oder ein paar kurze Informationen vorspielen, bzw. anzeigen zu lassen. Solche POIs nennt man TourGuide, und man kann sie man entweder kaufen oder selber erstellen.


    Und so geht's: Zuerst werden POIs kreiert. Dies kann beispielsweise mit MapSource geschehen. Die POIs müssen unbedingt im GPX-Format abgespeichert werden, bevor man sie - am besten im manuellen Modus - mit dem POI-Loader aufs Nüvi überträgt!
    In diesem Beispiel wird mit MapSource gearbeitet. Ein Doppelklick auf den POI öffnet das Fenster "Wegpunkteigenschaften", bzw. wenn ein POI erstellt wird, öffnet sich das Fenster automatisch.


    1. den POI im Feld "Namen" aussagekräftig benennen
    2. ein Symbol auswählen
    3. im Kommentarfeld können ca. 250 Zeichen als Beschreibung eingegeben werden
    4. unter "Links" nun für jeden POI eine MP3 - wahlweise auch nur ein Bild - auswählen. Wichtig: Im Namen der Datei, die man unter "Links" auswählt, muss das Wort "TourGuide" vorkommen. Also beispielsweise "TourGuide Feuerstelle.mp3".


    Will man noch ein Bild für den POI haben, gibt man das in der MP3-Datei an. Dafür bietet sich z.B. die Freeware "mp3tag" an. Unter "erweiterte Tags" kann man in dieser Software für jede MP3-Datei das Cover der CD/LP/MC mit abspeichern. Bei "normalen" MP3-Playern wird dann das Cover, bei TourGuide-Dateien das Bild oben links im Nüvi angezeigt. Tippt man es an, vergrößert es sich.


    Fährt man nun an einem solchen "TourGuide-POI" vorbei (der Abstand wird mit dem POI-Loader definiert), spielt sich automatisch der Sound ab und unten links erscheint ein Lautsprechersymbol. Durch Antippen des Symbols kann man den dazugehörigen Text lesen, bzw. die Ansage noch einmal hören. (Danke an Zen für Tipp und Screenshots!)

  • Problem: Man sucht eine bestimmte Adresse, aber der Nüvi kann die Straße nicht finden.


    Tipp: Dass Straßen tatsächlich in der Karte fehlen, kommt eher selten vor. Meist hat die erfolglose Suche diese Gründe:


    - Die falsche Schreibweise: Bei der Eingabe können/sollen ä, ö, ü und ß als a, o, u und ss geschrieben werden; wenn das nicht hilft, ae, oe und ue versuchen. Bei mehreren Wörtern im Namen sind Bindestriche (die unter "1 2 3" übrigens viel schneller erreichbar sind als unter "Modus") eine Fehlerquelle; bei "St." sollte man versuchsweise den Punkt weglassen oder "Sankt" schreiben.


    - Die falsche PLZ: Entweder wurde sie bereits falsch übermittelt oder hat sich geändert; immer wieder legen Gemeinden Ortsteile zusammen. Ggf. beim Adressinhaber nachfragen, ob z.B. Visitenkarte, Registereintrag oder Briefpapier veraltet sind.


    - Der falsche Ortsteil: Die Grenzen kleinerer Bezirke können in den Karten falsch eingetragen sein oder sich verschoben haben. Wenn angrenzende Ortsnamen bekannt sind, diese ausprobieren, oder den Hauptort angeben (z.B. "Bremen" statt "Vegesack").


    Die Erfolg versprechendste Methode bei dem Problem ist diese: Klickt auf Zieleingabe / Deutschland (oder anderes Land) / Alle durchsuchen (bei Stadt oder PLZ), und dann gebt die Straße ein. So werden sämtliche Orte mit dieser Straße aufgeführt und man kann sich die richtige heraussuchen.


    Etwas mühsamer ist die Möglichkeit, nur den Ort einzugeben und bei "Straße" auf "Weiter" zu tippen; dann werden sämtliche Straßen angezeigt und man kann sich durchscrollen. Oft genügt es schon, nur die ersten Buchstaben des Straßennamens anzugeben.


    Falls das alles nichts hilft, empfiehlt sich eine Internet-Suche, z.B. bei www.map24.de; auch dort werden Straßen ohne die Eingabe von Ort oder PLZ gefunden.


    Kartenwerke, im Internet oder auf Faltplänen, sind unverzichtbar, wenn bei Straßen im Ausland auch noch unterschiedliche Schreibweisen hinzukommen; hier muss dann erst einmal eruiert werden, welche auf den Navteq-Karten verwendet wird.


    Kann die Adresse wirklich nicht gefunden werden, bleibt nur, eine Nebenstraße in Erfahrung zu bringen und dorthin zu routen. Auf alle Fälle sollte man den Fehler dann aber bei Navteq melden (hier das Formular), damit er in der nächsten Karte vermieden werden kann.


    (Danke an Arnold1960 und wvhansen für Recherche und Hinweis!)

  • Problem: Will man mit dem WebUpdater an die Specials wie neue Vehicles oder Stimmen kommen, muss man erst das Firmware-Update passieren, sonst geht's nicht weiter. Was aber, wenn man seine alte FW behalten will?


    Tipp: Man kann den WebUpdater überlisten, indem man ihm den Nüvi nur vortäuscht. Dazu benennt man eine SD-Card in "GARMIN" um und kopiert den Inhalt des Nüvi darauf. Die CN-Karte kann man dabei weglassen, das spart Zeit und Speicherplatz. Achtung: Auf dem PC die Einstellung "Alle Dateien und Ordner anzeigen" aktivieren, sonst vergisst man ein verstecktes File! Dann den Nüvi abkoppeln, die SD-Card in den Kartenleser des PC einlegen und den WebUpdater starten. Das Programm hält die SD für einen Nüvi. Man kann die kopierte Firmware updaten und im Anschluss die Specials installieren. Nach dem Download hat man alle neuen Dateien auf der SD-Card und kann selbst entscheiden, welche man sich auf den Nüvi kopiert. (Danke an Arnold 1960 und JLacky für den Hinweis!)

  • Problem: Nun hat man schon extra Garmin Lock eingestellt, den großartigen Diebstahlschutz fürs Navi ( :ugly ) - und trotzdem wurde einem der Nüvi geklaut. Was nun?


    Tipp: Da Navigationsgeräte neben Handys die beliebteste Beute von Autoknackern und Gelegenheitsdieben sind, stehen die Chancen, sein Gerät zurückzuerhalten, nicht gut. Trotzdem sollte man den Diebstahl melden. Vor allem, weil dann vom Dieb kein Karten-Update mehr vorgenommen werden kann - und wenn er oder ein argloser Käufer es doch versucht, tappt er in die Falle.
    Falls das Navi noch nicht bei Garmin registriert ist, sofort nachholen. Dafür sollte man sich die Seriennummer des Geräts notiert haben. Für die Verlustmeldung kann kann man sich bei Garmin ein PDF-Formular downloaden und ausdrucken, das man an Garmin UK faxt oder mailt. (Danke an Off Road Harry für den Link!)


    Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man folgende Regeln beachten:
    - das Navi niemals im Auto zurücklassen, auch nicht bei Kurzstopps
    - wenn es nicht zu viel Mühe macht, auch die Halterung von der Scheibe nehmen, den Saugnapf-Rand abwischen und das Kabel verbergen
    - das Navi nicht unbeaufsichtigt herumliegen lassen, z.B. in Restaurants
    - im Startbild die eigene Adresse und/oder Telefonnummer eintragen, falls das Navi "nur" verloren wurde (siehe Tipp 6)
    - Garmin Lock (Tipp 17) kann lediglich dem Langfinger die Freude an seiner Beute vermiesen; den Diebstahl verhindern kann es nicht

  • Problem: Das Autorouting des Nüvi ist zum Planen von Rad- oder Wandertouren von Hause aus nicht geeignet - sollte man meinen.


    Tipp: Kazan hat eine Methode entwickelt, eine Spur auf den Nüvi zu übertragen, die den geplanten Weg auch abseits der normalen Straßen anzeigt. Das Vorgehen scheint kompliziert, ist aber in der Praxis in 3 bis 4 Minuten erledigt. Und so geht's:


    1. Von MapSource oder aus dem Internet, z.B von GPS-Tracks eine Route oder einen Track im GPX-Format speichern.


    2. Mit dem Freeware-Programm GDV Spatial Commander die GPX-Datei in ein ESRI-Shape-File umwandeln (dazu muss erst ein Plugin installiert werden). Unter "Erweiterte Optionen" als Linie speichern.


    3. Das ESRI-Shape-File mit GPSMapEdit (ebenfalls Freeware) öffnen und gemäß Anleitung in eine Garmin-IMG-Karte umwandeln; dabei darauf achten, dass die Tracks auf "Level0=24" eingestellt sind. Sollte die IMG-Karte nicht richtig dargestellt werden, fügt man ein Polygon großzügig als Background um den Track herum ein.


    4. Mit Transp_2A (Freeware) die Karte transparent schalten (siehe auch Tipp 54), so kann man sie mit CN oder Topo nutzen.


    5. Auf einer SD-Karte im Cardreader des PC einen Ordner "Garmin" erstellen. Die IMG-Datei hineinkopieren und in "gmapsupp.img" umbenennen. Nun in den Nüvi stecken, die Karte unter "System / Karte / Karteninfo" anklicken (aktivieren), und los geht's!


    Zusatztipp: Tracks, Wegpunkte oder sogar ganze Karten kann man übrigens auch mit Google Earth herstellen. Dort "Hinzufügen => Ortsmarke, Pfad oder Polygon" wählen, als kml (nicht kmz) speichern und mit kml2shp in ESRI-Shape-Files umwandeln. Weiter geht's oben mit Punkt 3.
    (Einen Extra-Dank an Kazan für den tollen Tipp und die Screenshots!)

  • Problem: Es kann passieren, dass nach einem Bluetooth-Update der Nüvi das Telefonbuch nicht mehr synchronisiert. Stattdessen meldet er, dass das Telefonbuch übertragen würde... ohne dass der Vorgang abgeschlossen wird (geschehen mit einem Nokia 6310i).


    Tipp: mmknipser hat eine Lösung gefunden und rät Folgendes:
    1. Nüvi und Handy einschalten, bei beiden Bluetooth aktivieren
    2. Einen beliebigen Telefonbucheintrag als Visitenkarte per Bluetooth versenden. Das Handy fragt, ob man die Verbindung zum Nüvi abbrechen will. Dies bestätigen.
    3. Nüvi meldet den Abbruch der Bluetooth-Verbindung mit dem Handy, kurz darauf meldet das Handy "Visitenkarte gesendet".
    4. Die Verbindung wieder herstellen - und schon erscheint das komplette Telefonbuch wieder im Nüvi. Die Prozedur scheint eine einmalige Sache zu sein; d.h. nach der Synchronisierung ist das Telefonbuch ab jetzt sofort verfügbar.


    Für andere Handy-Marken außer Nokia kann zwar kein Erfolg garantiert werden, aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert.

  • Problem: Nicht jedes Auto ist gleich schnell, nicht jeder hat dieselbe Fahrweise. Demzufolge sollten bei der Berechnung insbesondere längerer Routen große Differenzen in der Fahrzeit auftauchen. Doch der Nüvi rechnet erstaunlich exakt.


    Tipp: Wie inzwischen auch von offizieller Seite bestätigt wird, stimmt eine von vielen Usern gemachte Beobachtung: Der Nüvi scheint das Durchschnittstempo "seines" Fahrers im nichtflüchtigen Flashspeicher abzulegen und bei der Berechnung darauf zuzugreifen!
    Dies wird ersichtlich, weil nach jedem Firmware-Update diese Daten auf Null gesetzt werden. Wurde am Vortag noch die exakte Fahrzeit zur 200 km entfernten Schwiegermutter angezeigt, stimmt sie nun plötzlich nicht mehr passt sich aber in den nächsten Tagen (in denen der Nüvi natürlich benutzt werden muss) immer weiter an, bis sie die alte Güte erreicht hat. Ergo: Der Nüvi lernt aus der Fahrweise! Dass kurzfristige Temposteigerungen wie z.B. ein Flug mit eingeschaltetem Navi und ca. 900 km/h den Wert nicht verändern, konnte ich selbst schon testen; hier fließen tatsächlich nur Langzeitwerte in die Berechnung ein.


    Zusatz-Tipp: Wie man seine persönlichen Werte ablesen kann, hat oldshat herausgefunden. Man muss eine Route simulieren, die alle Straßentypen beinhaltet. Ruft man nun während der Simulation den Bordcomputer auf (im Fahrtfenster auf "Ankunft" klicken), zeigt der Tacho das jeweilige Durchschnittstempo an. Bei mir (im Smart) ist das z.B.:


    Autobahn: 108 km/h (Normalwert MapSource: 108 km/h)
    Fern-/Bundesstraße: 83 km/h (93 km/h)
    Landstraße: 64 km/h (72 km/h)
    Normale Straßen innerorts: 46 km/h (56 km/h)
    Kleine Straßen innerorts: 33 km/h (40 km/h)

  • Problem: Immer wieder kommen Fragen zur Verwendung der "richtigen" SD-Card im Nüvi. Hier zusammengefasst alles Wissenswerte:


    Tipps:
    - Grundsätzlich ist es egal, ob man eine hochwertige SD-Card nimmt oder eine einfache aus dem Sonderangebot. Ausfälle kommen heutzutage nur noch sehr selten vor, und beim Berechnungs- oder Zugriffstempo des Nüvi sind keine spürbaren Unterschiede auszumachen. Von Highspeed-Karten wird eher abgeraten, weil sie angeblich zu Problemen führen können.
    - SD-Cards werden bis zu einer Größe von 4 GB (kein Highspeed!) erkannt; 8 GB können nur die Nüvis 660 und 670 und der C550 lesen. Zudem können Straßenkarten nur bis 2 GB Umfang verwaltet werden. Ohnehin ist zu empfehlen, lieber mehrere kleine Karten zu benutzen anstatt eine große, deren Verlust oder Ausfall schmerzlicher ist.
    - Die allermeisten SD-Karten kann man so verwenden, wie man sie gekauft hat. Will man sie formatieren, hat man die Wahl zwischen FAT16 und FAT32. Letzteres hat den Vorzug, mit kleineren Clustern auskommen zu können, wodurch mehr auf die Karte passt. Empfohlen wird von den meisten Usern FAT16; es soll aber auch bei FAT32 keine Probleme geben (einfach mal ausprobieren). FAT bedeutet übrigens "File Allocation Table".
    - Da der USB-Port des Nüvi nur die Spezifikation 1.1 mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 12 Mbit/sek bietet, ist es empfehlenswert, die SD-Card auf PC, Notebook oder mit einem Cardreader zu bespielen sofern dort USB 2.0 (480 Mbit/sek) vorhanden ist. Das gilt für abgelegte Bilder oder Musikstücke genauso wie für die Übertragung größerer POI-Mengen oder zusätzlicher Karten.
    - Legt man eine SD-Card mit Nüvi-relevanten Daten ein, kommt die Abfrage, ob man diese auf das Navi überspielen will. Hierzu bitte Tipp 65 lesen.
    - Bei Startproblemen des Nüvi ist es immer eine Option, die SD-Card aus dem Slot zu nehmen und es noch einmal zu versuchen. Fehlerhafte Daten darauf können den Bootvorgang stoppen.

  • Problem: Wie bringt man Ordnung in seine Tausende von POIs; muss man die Sonderziele tatsächlich so lange durchscrollen, bis man die gewünschte Gruppe gefunden hat? Und wenn man die POIs stattdessen in etlichen Gruppen aufgespielt hat, warum werden dann in den Benutzer-Sondergruppen nicht alle angezeigt; im schlimmsten Fall stürzt das Gerät sogar ab und lässt sich nicht mehr booten?


    Tipp: Das liegt an den Grenzen, die die Firmware vorschreibt. Normalerweise legt der POI-Loader alle Sonderziele, die man in einem Ordner auf dem PC gesammelt hat, in einem einzigen File (poi.gpi) ab. Man kann dieses File zwar umbenennen (wie in Tipp 64 geschildert), trotzdem werden bei dieser Vorgehensweise noch immer sämtliche Sonderziele in einer einzigen Liste angezeigt. Will man hingegen Unterordner auf dem Nüvi erstellen (z.B. Baumärkte oder Lokale), muss man das bereits im Ordner auf dem PC so anlegen. Hierbei gibt es keine Beschränkung es sei denn, man weist den Sonderzielen mit dem POI-Loader Alarme zu! Dann dürfen nur max. 15 Unterordner mit je max. 32 CSV-Files enthalten sein. Insgesamt dürfen sich im Ordner <256 CSV-Files mit insgesamt <28.000 POIs befinden. Überschreitet man dieses Maximum (die Zahl wird vom POI-Loader nach getaner Arbeit ausgegeben), werden die überzähligen Ordner nicht mehr angezeigt.


    Warnung: Wird ein fehlerhaftes GPI-File z.B. mit zu vielen Sonderzielen im Nüvi abgelegt (unter Garmin \ POI), fährt der Nüvi im schlimmsten Fall nicht mehr hoch und muss eingeschickt werden. Selbst beim Löschen der Benutzerdaten bleibt eine korrupte GPI-Datei bestehen: Der Nüvi fährt bei Einschalten kurz hoch und schaltet sich sofort wieder ab. Deshalb sollten Topo-Karte (gmapsupp.img) und POI-Files (poi.gpi) anfänglich auf einer SD-Karte abgelegt und erst nach gründlichen Tests (auch im Zusammenspiel mit Bluetooth) auf den Nüvi kopiert werden. So lässt sich durch Entfernen der Card vor dem Booten ein Absturz des Navis abwenden! (Danke an gregorb für die Recherche und Zen und wolleka für die Unterstützung!)


    Zusatz-Tipp: Ab einer Entfernung von 9999 km werden keine POIs mehr angezeigt! Die "normalen" Favoriten erscheinen zwar auch über dieser Distanz, aber es wird kein Wert mehr ausgegeben. (Danke an c4ch und svx_biker für den Hinweis!)

  • Problem: Wie schon mehrfach erwähnt, sind eigene und fest installierte POIs nur in den Zoomstufen 30 und 50 m sichtbar. Es gibt jedoch einen Kniff, wenn man einzelne, wichtige Sonderziele sichtbar machen will (dieser Hinweis war schon in Tipp 35 enthalten, geht dort aber etwas unter, weil er die Fußgängernavigation betrifft):


    Tipp: Jeder POI, den man in seinen Favoriten abspeichert, ist in sämtlichen Zoomstufen zu sehen! Will man also z.B. in einer bestimmten Stadt eine Übersicht alle Apotheken während der Fahrt haben, ohne auf 50-m-Sicht zu gehen, muss man sie zu Favoriten machen (ggf. den Ort zuvor mit "Nahe..." definieren). Das geht leider nur einzeln, aber recht zügig; mehr Arbeit ist es da schon, sie später wieder (auch einzeln) aus den Favoriten zu entfernen. Dieser Trick klappt sowohl mit den festen, als auch den eigenen POIs.

  • Problem: Lange Zeit wurde der User von Garmin allein gelassen, wenn nach Löschen oder Update von CN-Karte oder Basemap plötzlich der TMC-Empfänger seinen Dienst versagte. Dabei lässt sich oft nicht einmal nachvollziehen, woran es liegt; offenbar sind TMC-Informationen in Karte und Basemap integriert und reagieren höchst empfindlich auf Veränderungen. Ein weiteres Problem besteht darin, dass in einigen Ländern ein TMC-Empfang nicht möglich ist obwohl es gehen sollte.


    Tipp: Garmin hat ein Fix-File herausgegeben, mit dem MapSource die Verkehrsinformationen beim Übertragen der Kartendaten in die Kacheln integriert, damit TMC entweder repariert oder in einigen Ländern erst ermöglicht wird. Der Registry-Eintrag bindet die in der CN v9-Installation enthaltene Datei CNEuroNT_v9_trf.trf ein. In dieser Datei befinden sich Namen von Orten, Autobahnkreuzen und -abfahrten, etc. Vermutlich wurde bislang das Kartenmaterial nicht ordnungsgemäß mit den TMC-Basisdaten verknüpft (falls die neueste MapSource-Version mit einer Fehlermeldung abbrechen sollte, ist es angeraten, die Version von der DVD zu benutzen). Falls MapSource während des Registry-Imports geöffnet war, muss MapSource neu gestartet werden, damit die Verkehrsinformationen ins Kartenmaterial einfließen.


    Wichtig: Der Pfad in der Registry-Datei muss auf den lokalen Installationspfad angepasst werden (z.B. von C:\Garmin\CNEURNT9 auf C:\Programme\Garmin\CNEURNT9)!


    Da die Registry-Datei auf die v9-Karte verweist, funktioniert der Tipp - wegen des zugehörigen Registryeintrag - auch nur mit dieser Karte. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die im Gerät enthaltenen Karten nach Möglichkeit nicht anzutasten, da es hierbei offenbar Probleme mit dem TMC-Menü gibt. Stattdessen sollten weitere Karten mit Zusatzinformationen auf die SD-Karte gespielt werden. (Vielen Dank an rfman für Nachricht und File, und an sulomania und wvhansen für das "Feintuning" des Textes!


    Offenbar ist es mit demselben Registry-Eintrag möglich, alle Karten (auch auf SD) TMC-fähig zu machen. Zumindest für Österreich wurde das bestätigt. Da die Karten etwas umfangreicher geworden sind, wurden wohl tatsächlich Daten hinzugefügt. (Danke an mirfaelltnixein für diesen Hinweis!)

  • Problem: Da kein entsprechendes Menü existiert, könnte man meinen, dass mit den Nüvis der 2xx-Reihe kein Höhenwert angezeigt werden kann. Dabei ist dies durchaus machbar:


    Tipp: Man kann die aktuelle Höhe ablesen, indem man bei angezeigter Karte auf Positionspfeil oder Auto tippt und die Anfrage erhält, ob die aktuelle Position gespeichert werden soll. In diesem Fenster findet man neben den Koordinaten auch die Höhenangabe. Achtung: Das klappt nur im Navigation-Modus! (Danke an Sczepanik für Hinweis und Screenshot!)

  • Problem: Kein Problem - ein Gimmick.


    Tipp: Das Handbuch für das Garmin-Navi, das neuerdings in BMW und Mini verwendet wird, offenbart ein nettes Detail: Bei Bedarf lässt sich die gefahrene Gesamtstrecke abspeichern und auf einen PC übertragen. Dort ist sie über den Internet-Service Google Earth in der Vogelperspektive abrufbar. Das funktioniert aber auch ohne Trackaufzeichnung mit jedem Nüvi - mit den abgespeicherten Favoriten!


    1. Das Favoriten-File (im Nüvi: Garmin / GPX -> current.gpx) auf den PC kopieren
    2. Google Earth starten
    3. Dort Menüpunkt "Datei öffnen" anklicken
    4. Die GPX-Datei öffnen (dabei "Alle Dateien" anwählen, sonst wird es nicht erkannt!)
    5. Google Earth zeigt nun die Punkte sämtlicher Favoriten an


    Zusatz-Tipp: Klickt man bei Google Earth auf "Tour abspielen", springt und zoomt das Programm von einem Favoriten zum anderen. Google Earth zeigt in der linken Leiste: GPS Device -created (Datum), dann folgen unter der Rubrik "Waypoints" alle Favoriten (mit Häkchen). Vermutlich kann man durch Setzen/Löschen der Häkchen eine Tour abspielen. (Danke an cpm, roman1 und Arnold1960 für Hinweis und Ausarbeitung!)




    Ein wichtiger Hinweis für alle, die Fragen oder Ergänzungen haben:
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    Sucht euch bitte einen passenden Thread oder macht einen auf. Danke!