Hallo Schoda, welcher Vorname auch immer dahinter steht, und zunächst mal willkommen hier im Forum.
Aktuell ist es mit den sogenannten PNAs, die Kurzform für Personal Navigation Assistance, als Abgrenzung zu den noch vor etwa 10 Jahren noch verbreiteten PDAs Personal Digital Assistance, wie die Palm, Compaq und HP Minicomputer, so:
PDAs wurden komplett durch die Smartphones ersetzt und gibt es heute gar nicht mehr.
Bei den PNAs ist der Trend durch die Navigations-APPs nicht anders und praktisch sind heute nur noch Garmin und TomTom als Marktführer übrig.
Deine Fragen bezüglich Zukunft sind unter der aktuellen Situation auch ein bisschen das schauen in die Glaskugel.
Was die Zukunft der beiden Firmen angeht, kann man auf Grund der Marktpräsenz und der weiteren Aktivitäten im Bereich Navigation nur annehmen, dass beide Grund zum Überleben haben.
1. die PNAs der beiden Hersteller haben immer noch ihre Verbreitung und Käufer.
2. Garmin ist weltweit am Markt präsent mit weiteren Navigationssystemen für die See - und auch Luftfahrt und Marktführer mit Geräten im Off-Road Bereich.
Für einige Automobilhersteller ist Garmin auch Systemlieferant der Festeinbauten, auch wenn dies, von den Automarken gewollt, nicht immer direkt erkennbar ist.
Die Geräte brauchen alle ihre Karten, wobei der Basislieferant für die Straßenkerten Here heute im Besitz deutscher Autofirmen ist.
3. TT hat meines Wissen nicht den Background mit anderen Vertriebsfeldern, wie Garmin, sondern ist ausschließlich in der Straßennavigation tätig, dies aber auch weltweit.
TT ist aber, ebenso wie Garmin, Systemlieferant für Automobilhersteller und besitzt in Gegensatz zu Garmin einen eigenen Lieferant für die Kartenrohdaten, hier die frühere Firma Teleatlas.
Also Zukunftsprognosen sind für beide noch gut im Allgemeinen, das längere Überleben von PNAs sehe ich aber ganz persönlich eher bei Garmin auf Grund der Gerätevielfalt und Synergien mit den Off-Road Navis und kleineren Schiffsnautikgeräten, die man ebenso anbietet.
Nun zu den Geräten selber. Ich nutze die Garmins seit etwa 3 Jahren als Ersatz für Navigon PNAs, da die Fa. Navigon von Garmin gekauft wurde und die Geräte ausliefen. Hier existiert nur noch die Navigon App, vertrieben von Garmin.
Mittlerweile sind die Garmins sehr sehr nah am Navigon Niveau, was die Bedienung und Routenführung angeht.
Das 61D habe ich als letzte Anschaffung und von der Darstellung auf dem 6,5 Zoll Display bin ich sehr angetan.
Auch lassen sich mit dem Reisecomputer rechts wählbare Information, wie Ankunftszeit, Entfernungen zun nächsten Zwischenziel, Endziel und Weiteres anzeigen. Insgesamt stehen mit den unteren 2 Anzeigen am Rand 5 Felder zur Verfügung.
Was die TrafficInfos angeht.
Da soll TT immer noch eine Klasse für sich sein. Und ich weiß, es gibt hier glühende Verfechter dieses Systems. Garmin hat aber hier mit dem DVB+ Empfang und der Verbreitung der Infos über diese Sender aufgeholt.
Meien Meinun und Erfahrung: Ich bin die letzen 10 Jahre mit Navis beruflich rund 40.000 Km im Jahr auf deutschen Autobahnen unterwegs gewesen. Fazit: Die Verkehrsinfos sind zum großen, wenn nicht größten Teil auch Glückssache. Wenn gerade vor mir, nach passieren der letzten Ausfahrt, in 5 Kilometer Entfernung ein LKW umkippt, dann war es dass.
Viellecht hast Du noch den schrecklichen LKW Auffahrunfall bei Sinsheim vor wenigen Wochen auf der A5 im Kopf. Ich war auf der Strecke bzw der Unfallstelle nicht mal eine Stunde zuvor.
Ansonsten bin ich nur 2 mal in Stillstand geraten, wo ich aber nie länger als eine Stunde stand.
Oder es war halt überall Chaos und dann braucht man auch mit den besten Navis für 600 Kilometer 10 Stunden. Das hatte ich vielleicht in der Zeit 5 mal und da half auch das Smartphone mit allen möglichen Stauinfos nicht weiter.
Für mich wird der Nutzen und die vorhandenen Unterschiede der Verkehrsinfos überbewertet. Neutrale Tests kamen schon öfters zum Ergebnis: Bei zähfließenden aber noch rollenden Staus ohne Vollsperrungen bis zu 7-8 Kilometer lohnt sich ein Verlassen der Autobahn nicht.
Was die kommenden 120 Kilometer angeht. Navigon meldete mit dem TMC pro auch alle Staus, die weiter als 120 Kilometer weg waren.
Braucht man fast nie, dies müllt einem nur die Info Liste zu.
Bedenke, für die 120 Kilometer brauchst du mindestens noch eine Stunde und hast 3 bis 5 Ausfahrten zu Verfügung und Umleitungen zu nutzen. Da kann noch viel passieren oder auch schon wieder erledigt sein.
Interessant ist das nur bei Vollsperrungen, die für Stunden angemeldet sind und man dann vielleicht auf eine komplett andere Strecken geht. Beispiel von Köln nach Stuttgart entweder ab Sinsheim über die A6 oder doch ab Karlsruhe über die A8.
Hat man sich für eine Umleitung entschieden. bleibt es dann eine Lotterie, ob man damit besser weg kommt.
TT PNAs kenne ich persönlich nicht, sie sollen in der sprachlichen Ansage immer noch unklar sein. Früher, so bis vor 4 Jahren waren auch die Teleatlas Karten die TT verwendete bzw heute besitzt, auch immer etwas ungenauer als die Navteq, heute Here Karten. Ob das noch so ist, weiß ich nicht. Damals waren die Aussagen und Erfahrungen dazu hier im Forum eindeutig.
Ein eigenes Beispiel zu TTs habe ich aus dem Jahr 2016 und 2017. Ich war in Mailand und Umgebung mit Leihwagen vom Flughafen unterwegs, welche TT Festeinbauten hatten. Nach 5 Kilometern habe ich angehalten, mein PNA Garmin aus dem Koffer geholt und bin damit weiter gefahren. Die eingebaute TT Systeme waren mit den Ansagen grottig.
Für mich sind die Garmins universeller, zumal sie auch mit der Software Basecamp Routenplanung am PC erlauben ohne eine Internetverbindung zu haben, da man die Karte auf die heimischen PCs, hier hat man Internet, als auch parallel auf mitgeführte Laptops installieren kann. Da hat man schon mal kein Internet.