Hallo Cornelia,
Zunächst mal. Ich nutzte Garmin seit ca. 3 Jahren auch beruflich und bin immer angekommenen, also verlassen ist man nicht.
Selbst wenn heute noch ein aktuelles Kartenupdate von Garmin verteilt wird, heißt das nicht, dass die von Dir genannten Mängel beseitigt sind.
Die Karten bzw. die sogenannten Kartenrohdaten, in denen die Information vorhanden sind, wie Straßen an sich, Verkehrsinformationen wie Beschilderung der Geschwindigkeit werden für Europa von den 2 weltweit führenden „Karten-Daten-Lieferanten“ erstellt. Diese sind heute die Firmen
HERE, war mal Navteq, dann im Besitz von Nokia und nun gehört es aktuell einer Gemeinschafts-Gesellschaft von Mercedes, BMW und Audi.
und die Firma
Teleatlas, welche heute dem TOMTOM Konzern gehört.
Garmin bezieht nun, bzw. kauft nun in regelmäßigem Abständen aktualisierte Daten die aber zum Kaufdatum auch wieder einen Redaktionschluß haben.
So ist es bei allen Navis gegen, dass die sogenannten aktuellen Karten in der Regel doch etw. ein Jahr „alt“ sind.
In welchem Zyklus nun HERE Aktualisierungen aufnimmt, hängt von der Wichtigkeit für die Masse der Nutzer ab.
Änderungen an Hauptstrecken sind schneller umgesetzt als irgendeine Änderung in einer Nebenstraße einer Kleinstadt. Dazu kommt, die Kartenanbieter müssen das auch „amtlich“ in Augenschein nehmen oder halt die Daten von sicheren Quellen, wie Vermessungsämter bekommen.
Bei den Tempoangaben habe ich selber festgestellt das diese vor etwa nun 7 Jahren in alle Navis eingepflegt wurden, dann aber die Änderungen eher selten gepflegt wurden.
Ich bin fast 10 Jahre auf deutschen Autobahnen gefahren und kann dan ein Lied von singen.
Blöd waren da eher aufgehobenen Beschränkungen, bei den dann das Navi, ich nutze bis 2015 Navigons, einen dauernd an eine nicht mehr gültige Beschränkung erinnerte.
Für nicht angezeigte Beschränkungen habe ich eigentlich immer noch Augen und Gehirn im Kopf.
Nimm es wie es ist und wenn Du genau wissen willst, ob Deine gestrichenen Straße auch bei Here nicht mehr existiert. Man kann auf der Homepage bei Here sich den Kartenstatus anzeigen lassen und auch Änderungen melden.
Das dies alles so zeitintensiv abläuft war eigentlich auch der Grund für die Entstehung der OSM (Open Street Maps) wo User mit Navigeräten Positionen ermittelten und dazu Attribute erstellten, die dann zu einem Kartenwerk wurden.
In vielen dicht bewohnten Gebieten sind diese Karten heute oft aktueller als die amtlichen Karten, in vielen Gebieten gibt es aber noch, wie man früher sagte, weiße Flecken. Wo keiner wohnt oder sich die Mühe macht hinzufahren kann es auch keine Daten für OSM geben.