Geschwindigkeitsanzeige / GPS !?

  • Nach einem Kaffee fielen mir jetzt auch die "Niederquerschnittreifen" ein (heißen die so?). Auch da ist der Umfang erheblich geringer. Das würde bei jedem Wechsel des Reifentyps ein neues Eichen das Tachos nach sich ziehen müssen.


    Also geht's wohl doch nicht.... ?( Außer bei der Bahn! :D

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • @michi
    Dem ist auch so! Änderungen der Reifengrösse sind nur in gewissen Masse ohne Neujustierung des Tachos erlaubt. Das hängt mit der Breite/Höhe des Reifens zusammen.

  • Mir ist hier mal was von Phasenverschiebung und Dopplereffekt erzählt worden.


    Sei's drum, da die Genauigkeit des GPS typischerweise bei +-15m liegt kann ich mir nich vorstellen, dass die Geschwindigkeit beim GPS soooo exakt sein kann. Wenn eine Messignal alle 1s abgerufen wird und sowohl ursprungsposition als auch zweite Position unterschiedlich sind, dann kann auch beim Dopplereffekt die Berechnung der Geschwindigkeit nich so genau sein, denn die Messung muß ja mit einer Positionsänderung einhergehen - oder irre ich da.?


    Mal ganz abgesehen von poor Coverage, Emofangsfehlern, und wat noch alles. Ganz extrem kommt es auf Messung ohne Richtungsänderung an.


    Aber ich werde sowieso sicher gleich in den Senkel gestellt.

    Einmal editiert, zuletzt von TomM ()


  • Wie schon mal geschrieben, ist die Anzeige nur bei konstanter Geschwindigkeit genau.


    Und die künstliche Ungenauigkeig des GPS von +/- 15 m ist auch weggefallen.


    Natürlich wirken immer Ungenauigkeiten mit in die Anzeige, doch ist die GPS-Geschwindigkeit (denke ich) immer genauer, als ein Serien-PKW-Tacho.

  • Hallo Jürgen, natürlich hast du Recht: 2 x r x pi ergibt den Umfang eines Kreises, damit ändert sich natürlich auch dieser Umfang, wenn sich der Radius ändert. Das gilt aber nur dann für ein Rad, wenn das Rad weiterhin kreisrund bleibt.
    Das triftt aber nicht auf ein Autorad zu! Weniger Luftdruck bewirkt hier zwar auch weniger Radius, aber das Rad ist dann eben nicht mehr kreisrund sondern mehr oval, der Umfang wird aber nachwievor bestimmt durch den Abrollumfang des Reifens. Und der ändert sich höchstens durch z.B. Abnutzung des Profils.
    Bei einem kreisrunden Rad würde eine Profilabnutzung um 5 mm einen verringerten Umfang von 5 x 2 x 3,14 = 31,4 mm ergeben. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass ein 17 Zoll-Rad in der Gegend von Radius 310 mm liegt (habe ich an meinem Auto gemessen), dann liegt die Umfangsänderung ungefähr bei 1,6% im Laufe eines Reifenlebens, also nicht sehr viel und locker im Bereich der Toleranz des Tachos.
    Und dieser Umfang ist es nun mal, der die Anzahl der Umdrehungen des Rades pro Wegstrecke bestimmt, damit also die zurück gelegte Strecke pro Zeiteinheit und damit die Geschwindigkeit. Und nur diese Drehzahl misst der Tacho!
    Die Thematik viel oder wenig Luft spielt also in diesem Bezug keine Rolle. Schon eher Normal- oder Niederquerschnittreifen. Deshalb ist ja im KFZ-Schein immer die zugelassene Reifengröße und auch die dazugehörige zugelassene Felgengröße angegeben. Es gilt also ganz furchtbar grob gesagt: je niedriger der Querschnitt, desto größer der Felgendurchmesser, insgesamt stimmt es dann wieder.


    So, das war's. Das war nur deshalb so lange, weil ich gerade richtig schön Zeit habe. Ist doch auch mal gut, oder?


    Viele Grüße
    Eronaut


  • Die künstliche Ungenauigkeit betrug +/-100 bis 150m


    Die nun noch vorhandene von 15m kann nur durch differenzial GPS oder durch besonders aufwändige Empfangstechnik verbessert werden!

  • Ich darf's mal ganz kurz machen? Der Unterschied ist folgender:
    Wenn Du einen Platten hast, dann ist Dein Reifen nur an der Unterseite platt. :)
    Wenn ich einen Platten habe, dann ist der Reifen immer beim Abrollen platt...(d.h. dann rollt das Rad immer mit dem kleineren Radius ab. Die Achse ist konstant näher an der Straße!) Der Tacho kann nur die Umdrehungen der Felge zählen! Daß der platte Reifen sich dabei am liebsten auf der Felge verschieben würde, weil er mal für einen viel längeren Weg gebaut war... Tja, Pech gehabt, der walkt sich dabei heiß und kaputt!


    Denk' mal drüber nach!


    Grüße, Jürgen

  • Zitat

    Original von TomM
    Die nun noch vorhandene von 15m kann nur durch differenzial GPS oder durch besonders aufwändige Empfangstechnik verbessert werden!

    Im Datenblatt meiner Maus steht max. +/-10m im "2D" Mode. Meistens stehen aber weitaus mehr Sat's zur Verfügung. Ich schätze, es sind absolut gesehen +/-2m.


    Ich habe schon ab und an die Geschwindigkeit gemessen (Stoppuhr und exakte Strecke) und die GPS-Speed war genau. Das wurde sogar durch nen "Blitzer" bestätigt X(


    Ist meine persönliche Erfahrung.


    BG,Ralf.

    Einmal editiert, zuletzt von r17158 ()


  • Moin Ralf,


    im Einzelfall sind sicher höhere Genauigkeiten möglich, diese sind aber nicht die Regel. Der typische Fehler liegt derzeit bei +/- 15m, das hängt nicht unbeding von der Anzahl der Sateliten, sondern vor allem von deren Standort ab - und der variiert.


    Wie diese Phasenverschiebungsmessung funktioniert ist mir z.B. noch nicht ganz klar, denn es dürfte auch der Sat Standort nicht durch messfehler variieren. Soweit ich das kappiert habe werden die Frequenzwellen zu zwei Zeitpunkte gemessen und ausgewertet. die Differenz der Aplituden sagt dann etwas über die Veränderung der Position in einer bestimmten Zeit aus. Damit ist ein Rückrechnen auf die Geschwindigkeit möglich, eine Position ist daraus nich abzuleiten.


    Die Positionsbestimmung ist nach meinem Verständnis eine umgekehrte Sextantennavigation. Der Sat sagt ich bin zum Zeitpunkt x hier gewesen. Mit mehrern Sats kann man nun eine Standlinie berechnen. Diese Standlinien bilden keine Linie, sondern einen Kreis. Der Schnittpunkt von den Kreisen ist die Position. Wobei es immer zwei Schnittpunkte gibt, einer im Himmel und einer auf dem Boden. Die Anpassung der Zeiten erfolgt per Verschiebung der Positionsachsen der Sateliten. Genau daraus resultiert eine typische Ungenauigkeit, die je nach Empfangsgerät auf Werte um die 2m reduziert werden kann.


    Was die Maus kann, und was der Rechner dahinter mach sind zwei paar Schuhe. (Wobei die Maus ja nur Signale empfängt.)

  • Zitat

    Original von TomM
    ............
    Was die Maus kann, und was der Rechner dahinter mach sind zwei paar Schuhe. (Wobei die Maus ja nur Signale empfängt.)


    Meiner Meinung nach empfängt die GPS-Maus nicht nur die Signale, sie berechnet auch die Positon und meines Erachtens auch die Geschwindigkeit (ground speed) und die Bewegungsrichtung (ground track)


    Wobei - wie weiter oben angemerkt - eine ganz einfache Bestimmung des Abstandes zweier Punkte im Verhältnis zur zurückgelegten Zeit ermittelt wird.
    Die Gescwindigkeitsbestimmung mittles Dopplereffektes kommt bei den meisten erdgebundenen Fahrzeugnavis nicht zum Einsatz


    Zum Nachlesen > NMEA-Protokoll (und andere) > , diese Webseite bietet ausserdem einen guten Überblick über die Grundlagen von GPS

  • Ach!


    Meine Rede in einem anderen Thread, das mit der Geschwindigkeitsmessung.


    Der Rest ? Na ja, glaube versetzt bekanntlich Berge.


    Die maus ist erst mal nur ein Empfänger, dass da ein Chip mit Software dahinter sitzt und im gemeinsamen Gehäuse wohnt ist doch in diesem Zusammenhang erst mal nebensächlich. Die Qualität des Empfängers ist als erstes mal entscheidend für die Signalstärke die er weitergeben kann. Danach kommt die Soft, klaro im gleichen Haus (Gehäuse). Die kann nun mehr oder weniger genau den Abgleich der verschiedenen Sateliten durchführen (die Kreise müssen ja pro Forma von der gleichen zeit stammen) Danach hat man als erstes eine Position. Das ganze geschieht einmal pro Sekunde, damit erhält man eine Distanz und eine zurückgelegte Strecke.


    Tja und wenn ich mich nun durch eine Kurve im engen Radius bewege (sagen wir mal 5m) dann ist die Distanz, die errechnet wurde geringer als wenn ich geradeaus führe. Ergo, die ermittelte Geschwindigkeit ist falsch.


    Zusätzlich kommen eben noch die Systembedingten Fehler (bei unserer "Hobbyware" relativ groß im Vergleich zu dem was machbar wäre. Tja und schon ist's mau mit der exakten Geschwindigkeit.


    Am Ende ist das wohl auch das Problem von Navigon (hinken der Karte), TomTom geht als Navisoft wohl etwas "unbefangener" mit den Daten um (kann man auch an manchen "Sprüngen" der Karte sehen, wenn sie sich z.B. im Kreise dreht.


    Allerdings ist es eh wurscht, denn so genau, wie wir heute, konnte noch kein Mensch vor uns navigieren.


    Nur bitte diese Positionsgläubigkeit und die Annahme, alles was da in den Protokollen steht stimmt immer, das kann man so nicht hinnehmen.


    Ich fahre oft zur See, da gibt es keine Bäume und nix was stört - da kann man oft per DGPS oder ganz banal per Peilung sehr genaue Positionen herausbekommen. Ihr würdet euch wundern wie die zum Teil abweichen.


    Trotz alledem, es ist ein Segen heute vernüftig navigieren zu können ohne mit Formelbüchern rumzuhantieren. Und ehrlich, auf 5 m kommt es dabei wirklich nicht an, nicht auf See.


    Das NMEA Protokoll hab ich schon ausgewertet, da wußten die meisten nicht mal das es GPS überhaupt gibt, da kostete ein 8 Kanal serieller Empfänger noch locker 2000 DEM und durfte bei Empfang noch nicht mal durch eine Hand abgeschattet werden. Großkreisnavigation gehört in der Seefahrt zur Grundbildung für die Navigation (auch wenn ich's heute gar nicht mehr könnte) ebenso wir Sextantenmessungen von Mittagshöhe, oder Peilungen von Objekten an Land.


    Tachoersatz wird das GPS nicht sein - das war ja mal das Topic.

  • Hm...


    ich glaube auch, daß der Luftdruck keine Rolle spielt.
    Der Tacho zählt lediglich die Radumdrehungen, und die werden multipliziert mit der pro Radumdrehung zurückgelegten Strecke. Diese wiederum wird bestimmt vom umfang des Rades, sprich von der "Länge des Mantels", die auch bei verändertem Luftdruck exact gleich bleibt.
    @JürgenSchäfer: Du würdest Recht haben, wenn sich der Mantel auf der Felge verschieben würde. Das ist aber nicht der Fall.


    Grüße


    Mikki

    2 Mal editiert, zuletzt von MMikki ()

  • Hallo,
    es ist richtig, das der Tacho die Radumdrehungen zählt und damit die Geschwindigkeit ermittelt.
    Allerdings ist einerseits die Lauffläche und damit der Umfang geringfügig dehnbar und andererseits schiebt sich das Gummi bei zu niedrigem Druck vor der Standfläche her.


    Relativ einfach kann man sich das vorstellen wenn man ein Rad mit Plattfuß und ein extrem aufgepumptes Rad miteinander vergleicht. Hierbei sind die Wegstrecken deutlich unterschiedlich.


    Allerdings bewirkt bei einem 60cm Autoreifen eine Radiuszunahme von 1mm lediglich eine Geschwindigkeitsdifferenz von ca. 0,3% und ist somit relativ vernachlässigbar.


    Gruß


    Roland

  • Zitat

    Original von RolandF
    Allerdings bewirkt bei einem 60cm Autoreifen eine Radiuszunahme von 1mm lediglich eine Geschwindigkeitsdifferenz von ca. 0,3% und ist somit relativ vernachlässigbar.


    Gruß


    Roland


    Was aber wieder bedeuten würde, dass eine Eichung nicht funktioniert. :D


    Ob 0,3 % oder 30 % :)

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Zitat

    Original von TomM
    ..............
    Tja und wenn ich mich nun durch eine Kurve im engen Radius bewege (sagen wir mal 5m) dann ist die Distanz, die errechnet wurde geringer als wenn ich geradeaus führe. Ergo, die ermittelte Geschwindigkeit ist falsch.


    Zusätzlich kommen eben noch die Systembedingten Fehler (bei unserer "Hobbyware" relativ groß im Vergleich zu dem was machbar wäre.
    ................


    Stimmt, gut beschrieben


    Zitat

    Original von TomM
    .............
    Am Ende ist das wohl auch das Problem von Navigon hinken der Karte), TomTom geht als Navisoft wohl etwas "unbefangener" mit den Daten um (kann man auch an manchen "Sprüngen" der Karte sehen, wenn sie sich z.B. im Kreise dreht
    ...............


    Hat nichts mit der errechneten Position zu tun, ist nur ein Problem der Bildschirmdarstellung - sieht man auch, weil bei Systemen, wo dir Karte nachhinkt, die Ansagen meist präzise kommen
    Oder auch beim l4 durch "Klick" auf das GPS-Symbol, die dort angezeite Position stimmt.


    Zitat

    Original von TomM
    ....................
    so genau, wie wir heute, konnte noch kein Mensch vor uns navigieren.
    .....................


    und vor allem so günstig und (beinahe) ohne Vorkentnissen



    Grundsätzlich hast du Recht mit den Behauptungen über die Genauigkeit der Geschindigkeitsanzeige per GPS - diese ist praktisch im PPC zur Ermittlung der Durchschnittsgeschwindigkeit oder zur Vorausplanung von Ankunftszeiten (wobei die meisten heutigen Systeme nicht die tatsächliche, sonden nur die geplante Geschindigkeit berücksichtigen) oder für Fahrtenbuch - und dabei stört die vorhandene (geringe) Ungenauigkeit wenig.



    Ingo