Garmin: Stillstand und Rückschritt

  • Mit dem DriveSmart 61 LMT-D habe ich nun mein drittes Garmin. Zuerst ein 3-Zoll-Gerät (? nüvi 250), dann ein 2495 und nun das schöne Gerät mit fast 7 Zoll.


    Das 2495 hat (seit einem Update) nicht mehr richtig funktioniert, reagierte langsam, stürzte ab, hing, ... kurz: war unbrauchbar.


    Also musste ein neues her. Eigentlich wollte ich ja weg von Garmin, doch das Angebot ist leider bereits sehr dünn. TomTom wollte ich nicht und daher bin ich doch bei Gramin geblieben. Trotz Bedenken. Und nun mit Enttäuschung.



    Im Vergleich zum 2495 ist das DriveSmart 61 optisch natürlich ein Leckerbissen - zumindest auf den ersten Blick.


    Das Karatenmaterial ist aber eine Katastrophe und ein Rückschritt. Bei den Foursquare-Adressen ist sehr viel Müll dabei (private Adressen, Fake-Adresse). Bekannte Locations (z.B. bekannte Bar/Pub in Wien 10, die es seit ca. 20 Jahren in dieser Form gibt, wird überhaupt nicht gefunden. Nicht einmal nach Straße und Hausnummer kann man suchen, denn die gültige Hausnummer 90 wird nicht akzeptiert und immer durch Hausnummer 90A ersetzt, die jedoch auf der anderen Straßenseite ist, was u.U. eine andere Anfahrt/Zufahrt erfordert). Ein bekannter Großer C&C-Markt ist nicht vorhanden. Man ist in Wien und will ins schwedische Möbelhaus navigieren, doch es wird einem jenes in Salzburg empfohlen.


    Es werden Geldautomaten angezeigt, die es seit vielen Jahren nicht mehr gibt. Neue hingegen fehlen.


    Im Vergleich zum alten Kartenmaterial (war damals noch Navteq?), ist das neue HERE-Material (i.V.m. Foursquare und Tripadvisor) für mich ein Rückschritt. Wenn man nun einen Fortschritt (immerhin ca. 5 Jahre) erwarten würde, kann man nur enttäuscht sein.



    Die Karte ist (meist) mit Favoriten überseht, die man nicht ausschalten kann.



    Radar-Stationen (stationäre) werden ca. 50 Meter zu spät (getestet bei mehreren auf der Tangente) angezeigt. Zum Bremsen bleibt da eigentlich keine Zeit mehr. Mobile Radar-Messungen nerven nur, weil sie in gewissen Regionen (getestet in der Donaustadt) praktisch permanent angezeigt werden, und sich am Gerät auch nicht deaktivieren lassen. Der Ton für Radar-Warnungen ist auch viel zu leise und lässt sich nicht anpassen.



    Die Routenberechnung ist - Garmin-typisch - eher langsam (aber das wusste ich bereits vorher).



    WLAN funktioniert fast nie. Bei ca. 10 Versuchen schaffte ich ca. 2 WLAN-Verbindung (Zuhause und Smartphone).


    Teilweise wird falsch Tastatur (QWERY statt QWERTZ) eingeblendet.



    Die Garmin-Software am PC nervt nur: Die eigenen USB-Treiber, die mit Express installiert werden oder eine automatisches Update von Garmin Express, obwohl Auto-Update deaktiviert ist.



    Das Gerät kann nicht registriert werden: Obwohl am Gerät nun E-Mail-Adresse meines Garmin-Kontos eingegeben ist und es auch über Express registriert wurde, scheint es im Garmin-Konto nicht auf. Dort kann man es auch nicht mehr registrieren.



    Das Geräte ist weitaus weniger Smart als mein altes 2495: Es gibt keinen Bildbetrachter/Medienplayer, keine Rechner-Apps, keine Eco-Apps. Gadgets, die das alte hatte und vielleicht auch mal ganz praktisch sein können (falls z.B. gerade kein Smartphone zur Hand).


    Es gibt keinen Fußgeher-Modus mehr (wobei dieser mit diesem Akku wohl ohnedies nur begrenz sinnvoll sein dürfte).



    Die Sprach-Ausgabe ist immer noch so "blechern" wie vor etlichen Jahren beim 2495.


    Die Sprachsteuerung ist etwas besser, wobei auch hier noch Luft nach oben ist. Jedoch ist bei einer Offline-Steuerung mir schwacher Rechenleistung nur eingeschränkte Sprachsteuerung möglich. Wenigstens kann man das Kommando-Wort (die Wörter) nun individuell anpassen. Die Standard-Funktionen gehen recht gut, auch die Favoriten halbwegs, bei der Suche nach Straßennahmen tippt man aber besser.



    Zur App verweise ich nur auf die Bewertung im Store. Das sagt schon genug aus.



    Es gibt noch immer diesen veralteten Mini-USB-Anschluss und nur passive Halterung. Das ist einfach nicht mehr Zeitgemäß.


    Auch die Kompatibilität ist nur bedingt gegeben, denn alte Garmin-Kfz-Kabel haben oft nur 1 Ampere, das neue aber 1.5 Ampere. Auch ist das alte Kabel (ohne TMC) für Verkehrsfunkt nicht verwendbar.


    Und ob und wie DAB-Verkehrsfunk in Österreich/Wien funktioniert, ist ohnedies wieder ein anderes Kapitel.



    POI-Anzeige neben der Karten: Es müssen immer 3 Kategorien ausgewählt werden. Ich will aber vielleicht nur eine!



    Splash-Screen: Kann wohl nicht mehr geändert werden (weil kein Bildbetrachter).



    Die mäßigen Kundenrezensionen (1 und 2 Sterne auf Amazon) kann ich durchaus nachvollziehen. Bei 26 % 1-Stern-Bewertungen sollte man vielleicht nachdenken, bevor man das Teil kauf. Ich war leider etwas im Stress beim Kauf und hab doch zu wenig recherchiert. Leider.



    Zum Abschluss vielleicht noch etwas Positives: Wie schon gesagt, schön ist es ja und auch die Bedienung an sich geht recht flüssig.



    Insgesamt aber sicher kein Fortschritt, eher ein Rückschritt.



    Für mich wird es wohl das letzte Navi sein. Beim nächsten Fahrzeug ist entweder eines fix drinnen (oder es wird ein Android-Gerät (Smartphone). Es wird jedoch fix kein Garmin-Gerät mehr (Stichwort Kundensupport: Lange Antwortzeit und dann nur sinnloses bla, bla, bla).




  • Ich bin auch riesig enttäuscht von Garmin. Habe mir das dummerweise das Driveassist 51LMT-D zugelegt. Bei meiner Kaufentscheidung bin ich von dem irrigen Gedanken ausgegegangen, das Garmin etwas vom aufgekauften Navigon gelernt haben könnte. Aber leider ist das Gegenteil der Fall.Sie haben Navigon platt gemacht und jetzt auch noch die Updates gekürzt oder vielleicht auch ganz entfallen lassen. Für mich ein Grund, das Garmin generell in Deutschland boykottiert werden sollte. Ich habe mein Navigon noch, wenn auch über 10 Jahre alt und im neuen Auto auch einen Festeinbau, der meine wichtigste Forderung an ein Navi, nämlich die ökonomischste Route, erfüllt.

    Also nie wieder Garmin!

  • Also ich habe mir vor ein paar Tagen das Garmin DezlCam 785 gekauft, sicher ist es nicht Perfekt aber im gegensatz zu meinem TomTom Go 6000 Trucker ein Quantensprung. Die Geschwindigkeit ist Göttlich gegenüber dem TomTom, auch die Stabilität von Android (6.0.1) ist deutlich besser und das Routing sowieso... denn das TomTom nimmt habe ich das gefühl absichtlich die kleinsten und engsten Routen. Ausserdem gefällt mir der Android Browser, wenn man Standzeit hat einfach mal ein Video bei Youtube & Co reinschmeißen ;)


    Einzig die Qualität der DashCam lässt zu wünschen übrig... Meiner Meinung nach niveau einer 30€ Dashcam...


    Ich kenne zwar die alten nicht, aber das dezl gefällt mir ausgesprochen gut.

  • Nochmals ein paar Erfahrungen: Die mobilen Radars nerven echt total. Ich war vor ein paar Tagen wieder in der Donaustadt unterwegs, und andauern wird vor mobilen Radar-Messungen gewarnt, doch gesehen habe ich noch keine. Das ist echt total sinnlos! Auch in anderen Gebieten haben mich diese mobilen Radra-Meldungen schon sehr genervt.


    Auch musste ich die falsche, zu späte Anzeige von stationären Radar-Geräten schon an anderen Stellen (z.B. Laxenburger Straße) feststellen. Somit ist auch das nur bedingt sinnvoll.



    Heute war ich auf der Fahrt von Favoriten nach Liesing und hab die Route dem Navi überlassen.

    Zur Sprachsteuerung muss ich nochmals sagen, dass sie tatsächlich spürbar besser funktioniert, als bei meinem alten Nüvi. Die Ziel-Eingabe mit Straße und Hausnummer (und Ort) funktionierte auf Anhieb. Das kann man doch durchaus schon als gut bezeichnen (im Rahmen von Offline-Möglichkeiten). Aber so gut gelingt es leider auch nicht immer.



    Die heutige Route/Führung war hingegen eine ziemliche Katastrophe! Auf der Raxstraße (eine der Hauptverkehrsadern in Favoriten, Richtung Triester Straße), eine zweispurige Straße die fast schnurgerade verläuft, wurde ich auf einmal von der Hauptstraße von eine Nebenfahrbahn (?) verwiesen, und dann nach ein paar Metern wieder auf die Hauptstraße zurück. Das bin ich natürlich nicht gefahren, und ich weiß auch gar nicht, ob man in diese Nebenfahrbahn (obwohl es wohl gar keine ist) einfahren darf.

    Dann wurde ich (korrekterweise) dieTriester Straße nach Süden gelotst. Irgendwann wurde ich dann auf eine kleine Nebenstraße (Sobotagasse bzw. Grawatschgasse) gelotst. Ich kannte den Weg nicht, war aber recht skeptisch, doch ich folgte den Anweisungen. Ich wurde also über eine kleine Nebenstraße gelotst, die durch Querstraßen unterbrochene ist, wo es einen unbeschrankten Bahnübergang gibt und auf der teilweise auch Tempo 30 gilt, statt auf der zweispurigen Vorrangstraße mit Tempo 50 und dann Tempo 70 (bis vor ein paar Jahren sogar überall Tempo 70) zu bleiben. Die Fahrstrecke (Länge) dürfte nahezu gleich sein. Es ist aber auch auf keinen Fall schneller. Nie im Leben! Verkehrsmeldungen lagen keine vor.

    Mein Navi ist auf schnellste Strecke eingestellt!

    Wie auch immer. Ich kam ans Ziel. Da ich auf der Strecke aber keinen Geldautomaten fand, suchte ich dort mit den POIs einen Bankomaten. Bei der ersten Adresse waren kein Bank und auch kein Bankomat (erkennbar). Es war mitten im Gewerbegebiet und weit und breit keine Bank! Auch die zweite Adresse, ein paar Hundert Meter weiter, war keine Raiffeisenbank sondern ein Blumenladen (wenn ich mich nun noch recht daran erinnere). Hier glaube ich aber, dass es früher tatsächliche eine Bank war, vor einigen Jahren (?). Mit der dritten Adresse, wieder ein paar Hundert Meter weiter, war ich dann endlich doch bei einer Bank (mit Bankomat).
    Die Bank/ATM-Adressen sind in schlechter Scherz! Total veraltet und somit nur sehr eingeschränkt brauchbar.


    Bei der Rückfahrt (ich war dann noch weiter, in Mödling), wollte mich das Teil unbedingt auf die Autobahn leiten, statt mich einfach über die Triester zu schicken. Zuvor warnte es mich über Verkehrsbehinderungen und bot mir eine alternative Strecke an. Laut Radio gab es tatsächlich einen Unfall und von daher könnte das sogar gut gewesen sein, aber leider weiß ich nun nicht mehr, wie die ursprüngliche Route war. Könnte gepasst haben, sicher bin ich mir aber nicht. Es wären hier mind. 3 Routen möglich, die sich hinsichtlich Zeit und Strecke nicht viel nehmen. Aber mich zuerst auf die Triester Straße zu lotsen, und dann weiter nach Süden um auf die Autobahn zu kommen, finde ich nicht ganz so gut. Aber viel wird nicht um sein.



    Nun wieder zurück auf die Raxstraße. Auch in den Gegenrichtung (Richtung Verteilerkreis), wollte mich das Gerät auf einmal von der Raxstraße in die Nebenfahrbahn (vor Neilreichgasse) lotsen und nach ein paar Metern wieder zurück auf die Raxstraße. Das wäre grundsätzlich sogar möglich (aber wohl nicht erlaubt), aber absolut sinnlos! Selbst wenn man in die Neilreichgasse abbiegen wollte, wäre die Fahrt über die Nebenfahrbahn nicht sinnvoll (und, weil Nebenfahrbarn, auch nicht erlaubt).

    Auf ein Radar hat mich das Gerät schön hingewiesen (egal ob zu später oder nicht), für das zweite Radar gab es aber leider keinen Hinweis (es war umgekehrt, das erste wurde nicht angezeigt, da das Gerät wohl damit beschäftigt war, mich in die Nebenfahrbahn zu lotsen).


    Fazit: Echt schlecht. Totaler Rückschritt. Solchen Schwachsinn hat mir mein altes Nüvi nicht vorgeschlagen.


    BTW: Zwischendurch, bei der Suche nach einem Bankomat, hatte das Gerät auch einen deutlichen Hänger. Trotz Fahrt (mit Abbiegung) bewegte sich nichts auf der Karte.

  • Es ist mir aufgefallen, das ausgerechnet ein paar Foristen aus Wien und Umgebung hier mit den Garmins Probleme haben.

    Ich war letztes Jahr zweimal mit meinem Garmin im Gepäck nach Wien geflogen und bin dann von dort mit Leihwagen Richtung Brünn nach Tschechien gefahren. Trotz umfangreicher Baustellen bin ich an und wieder zurück gekommen.


    Allerdings ein Autobahnabzweig, wenn ich jetzt noch mal auf die Karte schau, glaube ich der Knoten Prater, war schon nicht einfach zu fahren, mit oder oder Navi.

    Da habe ich mir schon beim Fahren gedacht, wer baut denn so was verschachteltes.


    Also, wenn hier in Wien Probleme vorliegen, liegt das an den Kartenrohdaten, den Attributen, der Aktualisierung und dann natürlich am Compilierungsprogramm von Garmin.


    Wer da die Hauptschuld trägt, ist schwer auszumachen, dazu müsste man mehrere Navis auf gleicher Strecke vergleichen und sehen wer es besser macht.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

  • Is halt etwas mühsam, wenn Rückmeldungen direkt im zitierten Beitrag stehen.


    *) Mobile Radar: Ja, klar hab ich diese selbst installiert. Wie sonst kann ich es denn testen?

    Wenn aber in gewissen Regionen fast pausenlos die Warnmeldung mit Ton für mögliche mobile Radargeräte auftaucht, dann empfinde ich das nur als nervig! Dass die Meldung grundsätzlich immer kommt, auch wenn man (teils deutlich) langsamer als die zugelassene Höchstgeschwindigkeit fährt, trägt noch zum Unmut bei.

    Das Hauptproblem ist jedoch, dass man diese (und nur diese mobilen Radars) nicht am Gerät deaktivieren kann! Es piepst 100 Mal, und noch nie war auch nur irgendwo eine mobile Radarmessung ersichtlich. So ist das nur nervig und unnötig, denn eigentlich kann ja überall eine mobile Messung sein. Dass diese relativ oft auf starkbefahrenen Straßen erfolgen, ist auch keine Überraschung; dafür brauch wohl niemand eine derartige Warnung. Aber eigentlich kann die He überall stehen, und dann könnte die Warnung vor mobilen Radarmessungen wirklich permanent erfolgen.


    *) Nein, ich war nicht am Bahnhof.

    Wer will, kann mit diesen Angaben durchaus auch die Route nachstellen. Start- und End-Adresse sind hierfür nicht notwendig, wenn die Route z.B. über die gesamte Raxstraße verläuft.

    Und wer die Gegend (bzw. Wien) kennt, weiß genau, wie sinnlos hier manche (oder viele) Navigationsrouten dieses Geräts sind.


    *) Es geht da auch nicht primär um Hilfe (weil wohl auch gar nicht möglich), es sind nur persönliche Erfahrungen mit diesem Gerät, und leider keine guten!

    Is halt so. Kann es auch nicht ändern.


    *) Zum Hänger: Woher der auch immer kam. Wenn die Hardware das nicht schafft, dann müssen sie eben entweder die Hardware anpassen (stärker/schneller) oder die Software (z.B. weniger POIs laden, oder was auch immer). Ich will nur ein Gerät, das ohne Hänger funktioniert. Ich selbst habe in dieser Region (min. im Umkreis von 5 km) keine POIs am Gerät (außer die Radar-Infos [wo ich die mobilen ohnedies unbedingt wieder loswerden will]). Mir ist es egal, woran es liegt. Ich will halt keine Hänger haben. Ich muss aber sagen, dass ich das, bis auf dieses eine Mal, sonst noch nie erlebt habe und das Gerät sonst recht flott reagiert (vor allem auf Eingaben, wenn auch die Berechnung von Alternativrouten noch schneller sein könnte).




    Warum dieses Gerät teilweise derart schlecht funktioniert (navigiert), weiß ich nicht. Mit meinem alten Garmin war ich soweit immer recht zufrieden, die Navigation/Routenberechnung war immer gut und ich konnte sie immer nachvollziehen (es war entweder die Strecke die ich auch ohne Navi genommen hätte, oder eine Alternative die ich als vergleichbar erachtet habe). Aber was dieses neue Navi hier nun schon öfters für sinnlose Routen vorgeschlagen hat (ich werde bei Zeiten noch ein paar Beispiele bringen), ist echt abenteuerlich! Woran es liegt, dass Garmin verlernt hat, vernünftige Routen vorzuschlagen, weiß ich nicht. Ich kann nur vermuten am Kartenmaterial.


    PS: Hab zwischenzeitlich auch schon die neue 4.0er-Version drauf (und keine Verbesserung festgestellt).

    PS2: Und wenn mir der Garmin-Support nochmals so eine Idioten-Antwort liefert, zuck ich aus.


  • Kann durchaus sein, dass die Daten für Wien (Österreich) nicht so gut sind, wie für andere Regionen (Deutschland).


    Dass man damit nicht ans Ziel kommt, sagt ja auch niemand. Die Frage ist nur, wie man ans Ziel kommt (und ob die Route gesetzeskonform ist).


    Ja, mancher Knoten (oder auch nur eine Ausfahrt mit mehreren Möglichkeiten) in und um Wien ist nicht ganz trivial. Da kann ein Navi (mit vielleicht etwas unpräziser oder zu später Ansage) schon deutlich irritieren. Ist mir vor ein paar Tagen auch passiert (Tangente, Ausfahrt nach Kagran). Ohne (diesem) Navi hätte ich wohl sicher nicht die falsche Ausfahrt (bzw. die Abzweigung danach) gewählt, denn die Beschilderung war dort (für mich) ganz klar, ich war aber durch (zeitlich etwas unpassende Ansage) irritiert und hab mich verfahren.



    Grundsätzlich kann ich die Schuld bei Karten-/Navigationsfehlern nur beim Hersteller (also Garmin) sehen. Ich kauf ja das Gerät mit den Karten und die haben dafür zu sorgen, dass sie ordentliche Kartendaten haben. Wenn Garmin derartige Fehler nun auf die Kartenanbieter (konkret HERE [oder auch POI-Lieferant Foursquare) abschieben will (was sie auch schon gemacht haben), geht das gar nicht. Dann braucht man ein eigenes Navi-Gerät nicht und kann gleich ein Smartphone mit Gratiskarten nehmen.

    Dass das Geschäftsmodell für Navis durch Smartphones schwierig geworden ist und viele Anbieter schon verschwunden sind, sehe ich. Nur als Konsument ist es für mich nicht hinnehmbar, dadurch mit dürftigen, veralteten Kartenmaterial und falschen/sinnlosen Navigationsrouten bedient zu werden. Dann sollen Sie es lassen und ihre Geräte auch nicht verkaufen.

    Es ist nun mal recht enttäuschend, dass ein aktuelles Gerät, vor allem im Kernbereich deutlich schlechter funktioniert, als ein mehr als 5 Jahre altes Gerät mit älteren Kartendaten (das auch noch deutlich billiger war und wohl auch eine Klasse unterhalb positioniert war).



    Wenn sie mein altes Gerät durch ein Update nur nicht derart unbrauchbar gemacht hätten, hätte ich auch kein neues Gerät gebraucht/gekauft (und Garmin jetzt auch kein neues Gerät verkauft). Ich muss hier zwingend an Apple (und andere) denken ... Aber: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  • Nachdem ich heute wieder mit dem Navi unterwegs war, wieder ein paar "Erfahrung".


    *) Route über die Neilreichgasse - Raxstraße - Triester Straße

    => Statt mich direkt von der Neilreichgasse in die Raxstraße zu lotsen (alles Tempo 50), wollte mich das Gerät über die Migerker Straße und Zohmangasse (Tempo 30) leiten. Laut Google Maps-Navigation wäre diese Strecke etwas 1 Minute länger oder 10 Meter länger (aber abhängig davon wo genau man Start und Ende eingibt, auch gleich). Jedenfalls fahre ich sicher nicht einen "Umweg" über eine Tempo-30-Straße, statt auf der Tempo-50-Verbindung zu bleiben. Ich betrachte diese Routenführung als suboptimal.

    *) Natürlich war wieder der Fehler mit Route über Nebenfahrbahn (und somit nicht erlaubt).

    *) Radar Triester Straße: Dieses Radar gilt nur stadteinwärts, doch auch auf der Fahrt stadtauswärts werde ich davor gewarnt.

    *) Die Fahrt war von 1100 zum Badeteich Ozean in Guntramsdorf. Das Ziel (der Badeteich) wurde problemlos gefunden. Die Navigation führte mich, als ich mich schon auf der Triester Straße befand, dennoch über die Autobahn (Auffahrt Knoten Inzersdorf). Ich sollte "auf die A2 Richtung A3" fahren. Es geht dort ohnedies nur in diese Richtung, aber man spricht von Richtung Graz, nicht Richtung A3. Es ist also nicht falsch, aber doch sehr ungewöhnlich. Ich war kurz verwirrt, aber gut. Und ob man hier überhaupt über die A2 fährt oder doch lieber die B17 nimmt, ist wohl zum einen Geschmackssache und sicher auch verkehrsabhängig. Es gab auf keiner Route eine Verkehrsbehinderung. Insgesamt ist die Route über die A2 durch "schnellste Strecke" aber OK sein (auch wenn sie etwas weiter ist und oft zeitlich nicht viel um ist).

    *) Die Zufahrt zum Badeteich war aber wieder sehr suboptimal. Ausfahrt Wr. Neudorf ist ja richtig. Doch statt über die B11 und dann die Triester Straße gelotst zu werden, schickte mich das Gerät quer durchs Industriezentrum, über vier IZ NÖ Süd-Straßen, und dann auf die Triester Straße. Das kann wohl nicht schneller sein, als über die B11.

    *) Danach wollte ich weiter zum Rohrfeldteich, doch leider kannte das Gerät diesen Teich nicht. Da ich auf die Schnelle auch keine Adresse dafür fand (was ja bei einem Teich nicht ganz leicht ist), verzichtete ich darauf.

    *) Ich fuhr als wieder vom Ozean nach Wien (X.). Diesmal durfte ich direkt auf die Triester Straße fahren.

    *) Sehr interessant war auch die Aktion an der Kreuzung B17/ B11 (für die Fahrt zur A2). Ich stand an der Ampel, das Gerät teilte mir auch mit, dass ich hier links abbiegen soll. Das habe ich auch gemacht, doch als ich auf der B11 war (also laut Anweisung gefahren bin - es gab ja ohnedies keine Alternative), gab es auf einmal eine Neuberechnung. Warum und wozu ist mir unklar.

    *) Die Fahrt ging über die A2 und A23 zum Kika Laxenburger Straße. Doch statt micht auf der A23 zu lassen (Wien Favoriten), wollte mich das Gerät dann über die Triester Straße lotsen (Richtung Wien Zentrum). Das betrachte ich wieder als recht suboptimal. Google gibt mir da auch recht (schneller). Ich betrachte es als umständlich, von der Triester Straße auf die A2 und dann wieder auf die Triester Straße gelotst zu werden. Entweder ich fahr B17, oder A2/A23. Aber sicher nicht so einem Mix. Verkehrsbegründet kann dieser Mix nicht gewesen sein.

    *) Beim Radar auf der A23, kurz vor Ausfahrt Favoriten, gab es dann auch eine Warnmeldung, die richtig war, also nicht mehrere huntert Meter zu spät kam.



    Fazit: Routenvorschlänge teils suboptimal, teils rechtswidrig, jedenfalls aber nicht konsistent und ganze Teiche kennt das Ding einfach nicht.





    P.S.: Garmin DriveSmart 61 LMT-D, neuwertig, günstig abzugeben!

  • Und wieder eine "interessante" Navigationsanweisung von diesem Gerät, die mir vorhin, bei der Fahrt vom Hauptbahnhof Wien (Parkgarage) zum Kika Laxenburger Straße, kundgetan wurde: "Rechts in den Bernstein-Radweg abbiegen".

    Wie bitte?!

    Was bitte?!


    Es war an der Kreuzung Rieplstraße/Sonnwendgasse in Wien 10.


    Aber vielleicht mal zur vorgeschlagenen Route selbst.

    • Das Navi schlug die Route über die Gerhard-Bronner-Straße - Gombrichgasse/Rieplstraße - Sonnwendgasse (am Bahnhof vorbei) - Laxenburger Straße vor. OK. Könnte man machen, würde ich aber so nicht machen. Wenn schon direkt von der Sonnwendgasse in die Laxenburger Straße, dann gleich in die Gerhard-Bronner-Straße und dann in die Sonnwendgasse (oder vielleicht besser über die Gertrude Fröhlich-Sandner-Straße), aber nicht diesen Umweg.
    • Google Maps (ein paar Minuten danach, von daheim aus getestet) schlug eine Route über die Landgutgasse vor. OK, ist vielleicht etwas besser als die Navi-Route, aber auch nicht unbedingt mein Favorit.
    • Ich würde am ehesten eine Route über die Herndlgasse nehmen.

    Die drei Routen sind ähnlich lang und benötigen eine ähnliche Zeit. In der Hauptverkehrszeit (viel Verkehr) ist üblicherweise der Verkehr auf allen drei Routen gleich stark, und somit wohl auch kein Argument für die eine oder andere Route. Ich persönlich bin (ohne Navi) auch schon öfters alle dieser drei Routen gefahren, die erste (auch vom Navi vorgeschlagene) Route aber schon länger nicht mehr, weil ich sie für die ineffektivste/mühsamste Route halte (weil die Fahrt bei Hauptbahnhof vorbei manchmal recht mühsam ist). Von daher soll die Navi-Route dennoch als OK akzeptiert werden.


    Die große Überraschung war aber an der Kreuzung Rieplstraße/Sonnwendgasse. Die Anweisung in den Bernstein-Radweg abzubiegen ist schon ein starkes Stück! Abbiegen in einen Radweg. Geht's noch?!?

    Ich habe bisher noch nie etwas vom Bernstein-Radweg gehört. Es war auch nichts diesbezüglich angeschrieben. Die Sonnwendgasse hat jedoch einen Radweg-Streifen (am/neben dem Gehweg, quasi auf dem Gehsteig [sofern ich das richtig gesehen habe]).

    Tatsächlich, es gibt einen Bernstein-Radweg, und der führt auch tatsächlich dort beim Hauptbahnhof vorbei. Der Radweg ist dort aber Fahrradstreifen neben der Fahrbahn (bzw. am Gehsteig), und wohl nicht die Fahrbahn der Sonnwendgasse!

    Die korrekte Anweisung wäre ganz einfach: "Rechts abbiegen in die Sonnwendgasse" gewesen. Kfz-Navigation und Radweg sind nun mal sehr schlecht vereinbar.


    Dieses blöde Navi könnte auch einmal etwas mitdenken. A bisserl Mitarbeit wäre gefragt!


    Ich überlege gerade, ob ich, seit ich das Gerät habe, schon eine fehlerfreie/optimale Navigation (ohne unerlaubte Nebenfahrbahn, ohne unpassende 30er-Zonen, etc.) von diesem Gerät hatte, doch ich glaube nicht, außer vielleicht die aller erste Strecke vom Saturn (SCS/Muiltiplex) zum Conrad SCS, doch da hab ich dann auch noch nicht so sehr aufgepasst, ob diese wirklich OK war.

  • Hast Du das Navi mal komplett in allen Einstellungen durchgeprüft. Es gibt Ausschlussoptionen, dazu gehören auch verschiedene Arten von Straßen.


    Wenn da ein Ausschluss fehlt oder Widersprüche gesetzt sein kann die Routenberechnung falsch sein.


    Garmin arbeitet mit gleichem Kartenmaterial auch auf Geräten für Fahrradfahrer oder Wanderer.


    Das Garmin hier und da mal neuen Bock schießt und statt auf einer 500 m längeren Umgehungsstraße durch das Dorf fährt ist ärgerlich, kann man aber oft am Routenverlauf erkennen und schaltet mal das Navi über den Augen ein oder man muss es akzeptieren. Auch Fehlrouting in Italien wegen Schreibweisen von Straßennamen in Italien gab es. Die Fehler die Du hier alle in nur einer Stadt auflistest sind mir in nun 3 Jahren seit dem Gerätegruppe 99 und der 60 noch nie so vorgekommen. Habe meine Garmins auf Dienstreisen in ganz Westeuropa im Dienstwagen und Leihwagen eingesetzt.


    Zu TT Geräte gab und gibt es hier auch genug Meldungen zu Macken. Die nun schon seit 6 Jahren nicht mehr erhältlichen Navigons waren präziser als die Garmins heute. Fehlerfrei waren sie auch nicht immer.


    Also, prüfe mal die Einstellungen.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

    2 Mal editiert, zuletzt von PSR ()

  • Mein TT hat z.B. Die Macke das es mich mit dem LKW am liebsten durch die kleinsten und engsten Straßen Routet oder mitten durch die Städte/Dörfer statt die Umgehungsstraßen die teilweise sogar kürzer und schneller sind. Teilweise sogar über Feldwege, trotz das unbefestigte Wege meiden eingestellt ist. Kurz gesagt, Bei meinem TT darf man nicht von der Berechneten Route abweichen, sonst baut das Routing nur noch Mist. Ich finde das Routing von Garmin jedenfalls bisher deutlich besser als TT beim LKW.

  • Hast Du das Navi mal komplett in allen Einstellungen durchgeprüft. Es gibt Ausschlussoptionen, dazu gehören auch verschiedene Arten von Straßen.


    Wenn da ein Ausschluss fehlt oder Widersprüche gesetzt sein kann die Routenberechnung falsch sein.

    Ich bin schon einige Male alle Einstellungen durchgegangen, und alles ist so wie ich es will und so wie es IMHO auch sein sollte.

    Ich hab das Gerät nun nicht bei mir, aber als Ausschlüsse habe ich wohl nur "unbefestigte Wege" und "Fähren". Alle anderen Möglichkeiten sind aktiviert, und da kann es wohl auch keine Widersprüche geben, sonst wäre die Software ja grundsätzlich falsch.

    Kehrtwendungen sind (natürlich) aktiviert, denn sonst fährt man schöne Umwege, statt sogar auch speziell markierten Wendungen geführt zu werden. Aber das war ja schon immer ein Garmin-Problem (kannte ich auch von meinen alten Garmin-Geräten).

    Vignetten-Straßen sind in AT immer aktiv. Bei Mautstraßen muss immer gefragt werden.



    PSR schrieb:

    Garmin arbeitet mit gleichem Kartenmaterial auch auf Geräten für Fahrradfahrer oder Wanderer.

    Ja, können sie auch machen, wenn sie es richtig machen.

    Aber einen PKW, und genau für diesen Zweck sind die Drive-Modelle, in einen "Radweg" zu lotsen, kann man wohl nur schwer akzeptieren. Auch hat dieses Gerät (im Unterschied zu meinen Vorgängermodellen) gar keinen Fußgeher- oder Fahrrad-Modus mehr, was auch ein Minuspunkt für dieses Gerät ist (auch wenn ich das früher nur ganz selten verwendet habe).



    PSR schrieb:

    Das Garmin hier und da mal neuen Bock schießt und statt auf einer 500 m längeren Umgehungsstraße durch das Dorf fährt ist ärgerlich, kann man aber oft am Routenverlauf erkennen und schaltet mal das Navi über den Augen ein oder man muss es akzeptieren. Auch Fehlrouting in Italien wegen Schreibweisen von Straßennamen in Italien gab es. Die Fehler die Du hier alle in nur einer Stadt auflistest sind mir in nun 3 Jahren seit dem Gerätegruppe 99 und der 60 noch nie so vorgekommen.

    Also, prüfe mal die Einstellungen.

    "Hier und da" wäre ja akzeptabel, aber permanent schlechte Navigation, geht gar nicht. Das kann und will ich nicht akzeptieren. Und ich kann und will auch nicht jede Route vorab kontrollieren müssen.


    Mir sind derartige Fehler in 10 Jahren (mit Garmin) nicht untergekommen bzw. so gut wie nie negativ aufgefallen (meist in Wien und Umgebung, aber auch in anderen Regionen Österreichs und teilweise im Ausland [wobei ich natürlich in fremder Umgebung schwachsinnige Navigation nur sehr bedingt beurteilen kann]).


    Meine Einstellungen betrachte ich als richtig und vergleichbar mit den Einstellungen bei meinen Vorgängermodellen (und Großteils ohnedies auf Standardeinstellungen).

  • Bei meinem TT darf man nicht von der Berechneten Route abweichen, sonst baut das Routing nur noch Mist. Ich finde das Routing von Garmin jedenfalls bisher deutlich besser als TT beim LKW.

    Ich kenne TT jetzt nicht so gut, doch sowohl bei meinen alten Garmin-Geräte noch beim DS 61 konnte bzw. kann ich Probleme erkennen, wenn man von der Route abweicht. Bei den alten Geräten war auch das Abweichen von der Route nie ein Problem und es wurde schnell (naja, zumindest einigermaßen schnell) eine Alternative bereitgestellt. Auch beim DS 61 ist das soweit OK, die schwachsinnigen Navigationen (z.B. Nebenstraßen, Nebenfahrbahen) treten sowohl dann auch, wenn ich strikt der Route folge, als auch, wenn ich - aus welchen Gründen auch immer - einmal anders fahre. Das ist mir auch besonders wichtig und auch ein entscheidender Vorteil von einem Navi, dass ich auch dann noch weiterfinde, wenn ich mal einen kleinen Umweg einlege (z.B. noch kurz etwas einkaufen, zum Tanken, oder einfach nur bei einer Umleitung).