Navisoftware für Windows 7 Notebook

  • zu

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    Gibt es dafür Präzedenzfälle?


    Aber ja, es wurden schon Fahrer(innen) als Hauptschuldig mit Fahrlässigkeit verurteilt, weil sie mal eben was aus dem unteren Fußraum klauben mussten und somit für Bruchteile von Sekunden nicht auf die Fahrbahn geschaut haben.
    Ich selber habe schon die Erfahrung gemacht, dass ein zu tief angeordnetes Navis an einem Handyhalter (also etwa frühere Einbauhöhe der Autoradios), stark von der Sicht auf die Fahrbahn ablenkt, wenn man da auf der Karte mal an mehradrigen Kreuzungen genau sehen will, wo es langgeht.
    Da ist man schnell aus der Bahn gefahren.


    zu

    Zitat

    Aber nicht in der der StVO.


    Die StVO ist nicht die StZVo und die ist mit EU-Zulassungsnormen verknüpft. Und dort gibt es einen unendlichen Haufen von Vorschriften. z.B. hier: http://eur-lex.europa.eu/LexUr…2012:353:0001:0030:DE:PDF.
    Da ich selber in der Automobilherstellung arbeite, bekomme ich per Rundmail solche Änderungen als Info mitgeteilt.
    Und eine Detailänderung war vor ein paar Jahren die Bauvorschrift für die Multimediaeinheiten in PKWs, früher Autoradios. Und dort wurden nun der Einbauwinkel 30° nach unten aus Normsicht(augen)höhe gefordert. Wenn Dir mal in alle Neufahrzeugen mit erstmaliger Markteinführung (keine Facelifts) ab 2009 anschaust, sieht Du keine tiefen Radiodisplays unterhalb der Lenkradhöhe oder mittleren Luftdüsen mehr. Die sind nur noch im oberen Bereich des A-Brettes oder in solchen Tunneln auf dem A-Brett. Ausnahmen sind da noch flache Autos, wie der SLK 2011, da liegt das Display optisch etwas tiefer, aber man sitzt auch entsprechend flach und tief und hat so wieder die 30°.

    psr (Peter)



    Mittlerweile voll auf Garmin umgestiegen. Ein Garmin Oregon 750 für den Sport. Ein Drive60 mit dem superscharfen Glasdisplay für den Alltag und ein DriveSmart 61 bei Bedarf im Cabrio, weil dieser mit MapPilot, ein Garminableger, ausgerüstet ist.

    Das MB MapPilot System hat leider nicht den kompletten Funktionsumfang der normalen Garmins. Routen planen und einspeichern geht da z. B. garnicht. Nur die aktive Route lässt sich mit Zwischenzielen „füttern“.

    Einmal editiert, zuletzt von PSR ()

  • Was ich empfehlen könnte!


    Ich habe mir mal die Software von PTV Truck Navigator Europa besorgt! Das klappt sehr gut und funktioniert auch mit PKW Einstellung gut.
    Ich hab es auf einem Acer 10.1 Zoll Netbook laufen und nutze es im LKW TMC geht auch mit entsprechender "Usb GPS-Maus"


    Grüße Andi

  • Sicher, billig ist das nicht, aber wenn man sowas beruflich nutzt, also quasi täglich und auf hunderttausend Kilometer p.A., relativiert sich der Preis, nicht wahr?


    Endlich mal ein Beitrags-Strang, der sich mit Computernavigation beschäftigt!


    Nun, letzthin habe ich mir überlegt, eventuell auf MS MapPoint, die Mutter von MS-Autoroute, umzusteigen, dazu wären sogar noch mehr als ein Hunni im Vergleich zu dem oben genannten PTV-Programm draufzulegen...


    Also noch teurer, aber dafür ist MapPoint mittels diverser PlugIns von Zweitanbietern vielfach zu erweitern und wenn man den Wartungsvertrag für 60,- noch dazunimmt, gäbe es praktisch jährlich Kartenupdates, das ist ja auch nicht zu verachten!


    MS-Autoroute bietet das nicht, weder gibt es PlugIns noch jährliche Kartenupdates, gerade zu letzterem muss man immer das komplette Programm neu kaufen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Allerdings ist es für die gebotene Leistung wirklich preiswert, mindestens, wenn ich das jetzt mit den Kaufpreis um 1999/2000 vergleiche, der damals und davor rund dreimal so hoch war wie heute. Wir alten Autorouter mussten damals außerdem noch Hackerwissen nutzen, damit die moving map sekündlich aktualisiert wurde, damals hatte Microsoft das GPS auf einmal je 15 Sekunden eingestellt. Sowas Irres kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen!


    Zurück zur Grundfrage des OP: "Gibt es eine Empfehlung für eine gute offline Navigationssoftware...?"


    Ja, also, ich fahre seit 2000 mit MS-Autoroute auf dem Notebook, habe seitdem praktisch jede Version gekauft und die Software wurde dabei fast jedesmal preiswerter, die Karten ausführlicher. Für diese paar Euro, welche es jetzt kostet, sollte man das Programm auf jeden Fall in der Schublade parat haben und vll. auch mal ein paar tausend Kilometer im FZG testen, die kostenlose Testversion läuft ja ein paar Wochen ohne Registrierung.


    Allerdings hat MS das Programm ab ca. 2007 teilweise abgespekt, jedenfalls hab' ich es seit ein paar Jahren nicht mehr dazu bewegen können, eine Routenplanung auf der Grundlage einer FZG-Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 105 km/h zu berechnen (Autobahn). Wichtig wäre das für Wohnmobile, Kleinbusse, Umzugs-LKW, Anhängergespanne etc., die nur max. 80 oder 90 km/h fahren dürfen! Dafür sind jedoch die Karten gepflegt worden und man kann seit der Version 2013 sogar die POI-PIN-Namen komplett ausblenden und wieder komplett einblenden, letzteres ging vorher nicht. Wichtig, wenn man sich selbst mehrere hundert POIs angelegt hat...


    Was ich vor einiger Zeit rausgefunden habe, ist, daß man so einen drahtlosen Laserpointer für MS-Powerpoint an das Notebook anschließen kann, so daß es mir nun bequem möglich wird, die Karte währen der Fahrt zu zoomen - quasi, ohne den Blick von der Straße und ohne die Hand vom Steuer zu nehmen!


    Das Notebook steht dabei rechts auf einem Sockel aus übereinander gestapelten Platikkästen oder einem Umzugskarton aus dem Baumarkt für 3,50. Doch, das geht so, in größeren Fahrzeugen mit Platz, ohne, daß da was umkippt, im Lieferwagen/Kleinbus ditto. Der Bildschirm ist dabei etwa in Armaturenbretthöhe oder etwas darüber, natürlich sollten dabei keine wichtigen FZG-Bedienungselemente abgedeckt werden. Muss man halt ausprobieren. Wo's geht, da geht's - wo nicht, da eben nicht.


    Übrigens hab' ich mehrere hunderttausend Kilometer mit dem Programm so zurückgelegt, vorher natürlich auch damit geplant. Das integrierte Zeichenmodul, mit dem man selber Straßen (leider nicht routebar) oder Geländegrenzen etc. in die Karte einfügen kann, ist einfach top (alles bequem editierbar)! Man kann z.B. einen Weg fahren, mitschneiden (beliebige Anzahl Wegepunkte) und nachher diese Schlangenlinie mit wenigen Mausklicks gelb oder orange einfärben - sieht fast aus wie original von Navteq - abspeichern, fertig.


    Ab einer Anzahl von ungefähr 700 Stück selbst eingepflegter POIs verschwinden an deren Pins die Info- bzw. Namensfähnchen, wenn sich die moving map bewegt oder das Programm beendet wird. Es wird aber nichts gelöscht, man kann das bei Bedarf mittels Kontextmenü wieder einzeln anzeigen lassen. Betrifft natürlich nicht die "Sonntagsfahrer", ist aber bestimmt störend, wenn man einmal bspw. 1000 POIs einer bestimmten Tankstellenkette importieren möchte.


    Letztes Jahr hab' ich einen Tablett-PC bekommen, 10-Zoll-Bildschirm (Touchscreen), mit Win8. Darauf läuft MS-Autoroute einwandfrei (inkl. dem oben erwähnten Laserpointer im Mausmodus), wie ein großes Navi. Diesen Tablett-PC habe ich inzwischen in diversen FZG-Typen ausprobiert. Ich kann das Gerät bspw. direkt vor meiner Nase über dem Tacho einklemmen und trotzdem drüber blicken und alles auf der Straße sehen. So'n Gummilappenstopper druntergelegt - und alles hält (war'n Opel-Kleinbus). Dann ein Umzugs-LKW gemietet, neben dem Tacho rechts waren so zwei Löcher im Armaturenbrett, um Coladose oder Ascher reinzustellen. Da habe ich das Tablett-Navi einfach senkrecht/ein bischen schräg reingestellt (das Bild lässt sich rotieren) - passt! Die GPS-Maus fliegt in den Graben hinter der Windschutzscheibe. Im PKW steht das Gerätchen auf dem Tunnel zwischen Ablage und Schaltknüppel - passt wie angegossen!


    Will sagen: es lässt sich eine Menge anstellen, außerdem gibt es ja ettliche Anbieter professioneller Halterungen, man kann auch 'ne etwas stabilere Halterung für ein größeres Normal-Navi nehmen. Es findet sich gewiss immer eine Möglichkeit. Das Notebook nehme ich jetzt nur noch fürs Internet mit, falls überhaupt.


    Noch'n Tip bei Neuanschaffung einer GPS-Maus für die Notebook-Navigation: darauf achten, daß diese für GPS ist und für das künftige europäische Galileo-System. Es genügt jedoch, wenn sich das letztere mittels Firmwareupdate nachrüsten lässt.



    So, nun, gute Fahrt, gutes Ankommen und bis denne!