Woran erkenne ich die Qualität eines GPS Empfängers

  • Hallo Hans,


    wenn ich den Auto-Tacho und mein Locosys GT-31 vergleiche würde ich den 95 km/h des Locosys mehr vertrauen als den 100 km/h des Auto-Tachos.


    ymmv
    Anton


    Absolut!


    Aber: Voraussetzung ist eine über min. 5 sek gleichbleibende Geschwindigkeit und möglichst freie Sicht zu den sats. Aber diese Mittelung ist ja gerade dazu da, kurzzeitige Empfangsstörungen zu überbrücken, wie sie bei GPS-Systemen bereits entstehen können, wenn die sat in use wechseln.


    Übrigens hat auch ein Auto- (und andere) Tacho eine Dämpfung die verhindert, dass er - warum auch immer - wie ein Kuhschwanz herum pendelt. Für den Anwendungsfall den der TS schildert, sind solche Systeme nicht geeignet.


    Und ja, ich fahre seit Jahr und Tag mit der in meinem Kopf abgespeicherten GPS-Geschwindigkeit die bei 30 km/h rund 5 km/h, bei 120 rund 10 km/h über der angezeigten Tachogeschwindigkeit liegt. Bisher haben das alle Blitzer ebenso gesehen... :D

  • Fahre ich über 5 minuten konstant Tacho 100 sagt das gps 96



    Das ist normal, da: Die angezeigte Geschwindigkeit darf gegenüber der tatsächlich gefahrenen hingegen um max. 10 % + 4 km/h nach oben abweichen

  • Mit Sicherheit wird es aber doch Systeme geben die das besser und schlechter können. Worauf muss ich primär achten?


    Mit Sicherheit wird es aber doch Systeme geben die das besser und schlechter können. Worauf muss ich primär achten?


    Da gibt es mit Sicherheit wesentlich bessere Systeme, aber jedes System hat natürlich eine messystembedingte Ansprechzeit und bei Messwertstreuungen kann nur ein Mittelwert aus mehreren aufeinanderfolgenden Messungen eine ausreichende Genauigkeit bringen, und GPS Systeme haben prinzipbedingt eine sehr hohe Ungenauigkeit für jede Einzelmessung. Eine verkürzung der Messzeit, geht hier immer zu lasten der Genauigkeit.


    Für die Beschleunigung des PKW würde ich ein mitlaufendes Messrad empfehlen, für gleichbleibende Geschwindigkeit geht GPS.
    Für Messungen von max. Speed zu Wasser geht nur eine im Wasser mitlaufende Messeinrichtung (Schraube), da das GPS Sytem keine Informationen über die Wasserströmung hat.
    Ein Staudrucksensor in der Luft wäre nur bei Windstille geeignet, aber dann ist sicher auch die Segelgeschwindigkeit auf null.


    Sigi

  • .......
    Und ja, ich fahre seit Jahr und Tag mit der in meinem Kopf abgespeicherten GPS-Geschwindigkeit die bei 30 km/h rund 5 km/h, bei 120 rund 10 km/h über der angezeigten Tachogeschwindigkeit liegt. Bisher haben das alle Blitzer ebenso gesehen... :D

    Mutig! Tipp: Fahre mit deinen Erfahrungswserten nie nach NL, denn dort wirst Du blechen. Grund, es gibt dort keine 10 % Regelung. Und das Tachos ca 10 % vorlaufen, ist eine veralterte Meinung. Oft sind das auch nur 3 - x %

  • Mutig! Tipp: Fahre mit deinen Erfahrungswserten nie nach NL, denn dort wirst Du blechen. Grund, es gibt dort keine 10 % Regelung. Und das Tachos ca 10 % vorlaufen, ist eine veralterte Meinung. Oft sind das auch nur 3 - x %


    Ganz falsch. Ich "rechne" keine ca. 10% auf den Tacho drauf sonder habe über viele Fahrten mit Navi und immer wieder auf die GPS-Geschwindigkeit schauen einfach die Erfahrung, wie schnell ich "Tacho" fahren darf um mit Sicherheit nicht schneller als erlaubt - ohne die "Zuschläge" - zu sein.


    Aber gut, Dein Argument hat was für sich, denn auch mit Automatik fährt man - leider - nicht immer die eingestellt Geschwindigkeit. Bei mir läuft der Wagen wenn es bergab geht schon bis etwas 40 auf, bevor die Automatik das merkt und "runterschaltet". Und immer Spitz auf Knopf am erlaubten zu fahren ist vielleicht auch nicht immer gut.


    Ach ja, mein Wagen ist Bj 2003, da gilt diese 10% zwar so ganz auch nicht mehr, aber Vorlauf hat er immer noch.

  • Das ganze hängt wohl vom Automodell ab. Mein Toyota Baujahr 2005 zeigt immer so 9-10 km/h zu viel an. Verglichen mit GPS.

    Katzen landen auf ihren Füßen.
    Toast landet auf der Marmeladenseite.
    Eine Katze mit einem Toast auf ihrem Rücken schwebt über dem Boden in einem Zustand von Quantenunentschlossenheit.


  • Richtig. Modell und Bereifung
    Bei mir mit Sommerreifen Abweichung + 2 km/h, mit Winterreifen +- 0 km/h
    Vorheriges Fahrzeug Sommerreifen + 3 km/h, Winterreifen ebenfalls +3 km/h


    Automodell und Bj., das ist rel. klar. Bereifung aber nur in Massen, denn wenn die Reifengröße (der Durchmesser) zwischen Sommen und Winter nicht wirklich groß ist, ist die Differenz so gut wie vernachlässigbar. Excel bemühen!. Hatte ich vor Jahre mal mit meinen damaligen S/W-Reifen gemacht.


    Edit:
    Hm, gerade nochmal nachgesehen:
    Sommer 235/45R17 100 km/h gesetzt, dann würde ich mit
    Winter 205/55R16 94 km/h fahren. Macht doch einiges aus.


    Reifenformel: Raddurchmesser in mm: 2b(h/b)/100+dF*25,4


    (für Sommer wäre das 2*235*(45/235)/100+17*25,4)

    Viele Grüße, Charly


    Quod licet Iovi, non licet bovi

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

  • ... ich glaube, der Knüppel liegt beim Hund: Es gibt kaum 235er 18-Zoll Winterreifen.
    Also weicht man auf die 17-Zoll Felgen aus. :whistling:


    Darum Karomue auch von 245 runter auf 205. :D


    Aber dem GPS ist es ja egal, es misst die Geschwindigkeit von Punkt zu Punkt,
    mit max. +/- 2 %, wie z.B. mein Garmin GPS 72.