• Hallo



    Eben nicht, wie ich oben schon ausführte. MBHKW kann man nicht wie ein Großkraftwerk Bedarfsabhängig zur Stromversorgung einsetzen. Zumal es als reiner "Ersatz" von KKW auch ökologischer Quatsch wäre.


    Das haben andere, die täglich mit der Materie zu tun hatten, schon durchegerechnet, Förderprogramme auf die Beine gestellt und in die Tat umgesetzt. Link siehe oben... es wäre möglich gewesen! Und das Ganze ist wahrlich ein alter Hut. Ab den 70ern hätte es laufen müssen.



    Denn du fährst hier auch den "alten Stiefel", und das, ohne die dringensten Fragen (z.B. Endlagerung von Kohlendioxid, Klimawandel) klären zu können/wollen.


    Dass wir dahin nicht zurück können, ist oben bereits ausgeführt. Wer aber - wider besseren Wisses - an der Atomenergie festhält und Fakten zur weiteren Nutzung schafft, hat schlicht und ergreifend nicht gelernt. Hier wird zwar von Verantwortlichen viel geredet und allenfalls guter Wille bekundet. Die Tatsachen sehen aber anders aus. Ich will wahrlich nicht die Förderung fossiler Energien... auch da müssen wir weg. Genausowenig will ich aber die aktive Förderung von Atomenergie. Und genau die wird betrieben derzeit.


    MfG

  • BHKW können ein Bestandteil des Energiemixes sein. Da, wo der Einbau von der Infrastruktur her passt. Also Netzanbiendung, Gebäudegrösse etc. Aber eben nur ein Teil, wie auch nur die Windkraft usw. nur ein Teil sein kann. Die Grundprobleme werden dabei nicht gelöst.



    Dass wir dahin nicht zurück können, ist oben bereits ausgeführt. [...] Ich will wahrlich nicht die Förderung fossiler Energien...


    Noch viel wichtiger: wir müssen da weg. Die Abschaffung der Kernkraft ist im Grunde eine Förderung der Verbrennung fossiler Rohstoffe. Mangels Alternative. Das ist ja der Irrsinn dabei. Zumindest scheint mir hier der Grundtenor zu herrschen "not in my backyard".


    Man hofft hier einfach darauf, das sich schon irgendwas ergeben wird... Eigentlich genauso wie bei der Endlagerung. Mit dem Unterschied, das wir erwiesenermaßen mit der Kernkraft leben können. Mit dem Klimawandel schwerlich. Eigentlich müsste man im Angesicht der Katastrophe sofort international handeln, aber die Menschheit geht da mit offenem Visier ins Verderben. Die Klimaziele sind doch viel zu klein gesteckt und durch solche Aktionen wie dem Atomausstieg kaum zu erreichen.


    IMHO müssten Kohle/Gas/Dieselkraftwerke sofort geschlossen werden. Statt dessen wird deren Existenz manifestiert.


    Die Alternative, das wir alle unseren Lebensstil radikal ändern, kann man wohl ausschließen.


    Franz

  • das wir erwiesenermaßen mit der Kernkraft leben können.


    Hallo


    Das wird unterschiedlich bewertet... ich sage "nein". Von daher ist für mich die Laufzeitverlängerung eben ein Schritt in die falsche Richtung. Wir müssen von Beidem weg und endlich Alternativen fördern. Und das Ganze hätte derzeit Mehrheitscharakter.


    Und nocheinmal zu den Blockheizkraftwerken... man kann es nicht mit der heutigen Struktur messen... es gab eine Zeit, in der es machbar gewesen wäre. Heute nicht mehr. Davon redet aber auch keiner... eher von verpassten Chancen.


    MfG


  • Das wird unterschiedlich bewertet... ich sage "nein".


    Und warum? Schätzt du die Gefahr, die vom Klimawandel ausgeht geringer ein? Oder schätzt du die Gefahr durch Kernkraft so ein, das man, koste es was es wolle, aussteigen muss? Denkst du, das die Kernkraft kaum einen Einfluss auf unsere CO2 Emmissionen hat? Glaubst du, das Kohleverstromung, Gaskraftwerke usw. umweltfreundlicher sind? Denn das sind derzeit die Alternativen zur Kernkraft. Für ne Vollabdeckung aus regenerativen Energien ist derzeit keine Lösung in Sicht.


    Mich würde also mal interessieren, wie du dir den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen ohne Kernkraft vorstellst. Lapidar zu sagen, das man alternative Energien fördern muss, ist doch schwimmischwammi und nicht viel mehr als Polemik.


    Eigentlich bleibt beim Ausstieg aus der Kernenergie nur die Lagerung des CO2. Also wieder Endlagerstätte und weiter knappe Ressourcen verbraten.


    Franz

  • Oder schätzt du die Gefahr durch Kernkraft so ein, das man, koste es was es wolle, aussteigen muss?


    Hallo


    Ja... über die finanziellen Kosten eines Ausstiegs kann derzeit auch nur spekuliert werden. Aber frag mal nicht mich, sondern diejenigen, die auf de Lee-Seite von Three Mile Island leben/lebten. So etwas - und andere Rsiken - sind für mich nicht hinnehmbar. Oder: Was denkst Du, was in/mit unserem Land und unserer Wirtschaft los ist, wenn uns wirklich so ein Ding um die Ohren fliegt? Spätestens dann redet auch keiner mehr davon, dass man damit leben könnte. Das Risiko ist einfach zu groß. Gleiches gilt für Fragen der Endlagerung.


    Das Wie...??? Erst einmal wurde offensichtlich zu lange geschlafen. Wenn müsste es mit einer deutlich stärkeren Förderung von alternativen Energien beginnen. Wie gesagt... eine allein wird's nicht bringen. Ich pers. würde es z.B. begrüßen, wenn der Bau von Passivhäusern gefördert wird. Denkbar für mich auch die verstärkte Förderung von Grundlagen- und Risikoforschung rund um Geothermie. Da könnte die Zukunft liegen.


    Nur... die Hände in den Schoss legen und weiter auf Atomenergie setzen ist für mich nicht die Lösung. Oder willst Du wirklich warten bis es "rumpelt"?


    Hinzu kommt, dass den Betreiber von AKW's viel zu viel Eingeständnisse gemacht wird/wurde. Siehe Absicherung Restrisiko... würde man da die Betreiber - unter Nachweis - in die Pflicht nehmen, wäre der "Ofen" aus.


    MfG


  • Nur... die Hände in den Schoss legen und weiter auf Atomenergie setzen ist für mich nicht die Lösung. Oder willst Du wirklich warten bis es "rumpelt"?


    Nein, aber als Brückentechnologie würde ich mir lieber die vorhandenen KKW als neue Kohle oder Gaskraftwerke vorstellen. Sozusagen das Risiko eines Gaus, die Probleme mit mehr Abfall in Kauf nehmen, anstatt noch zig Millionen zusätzliche Tonnen CO2 in die Atmosphäre zu blasen und damit die Probleme des Klimawandels, die die Probleme eines Gaus IMHO weit übersteigen werden, noch zu verschärfen.


    Das in Forschung und Ausbau von alternativen Energien, geringeren Energieverbrauch usw. investiert und auch gefördert werden muss, steht ja ausser Frage. Keine neuen Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen zulassen, Atomkraft/ fossile Brennstoffe soweit verteuern bzw. alternative Energien soweit fördern, das es sich für Investoren lohnt, da zu forschen und zu investieren.


    Und im Grunde sind wir ja auch auf dem Wege dorthin. Mir geht nur gegen den Strich, das Kraftwerke mit fast 0 CO2 Emission zumachen, während auf CO2 Schleudern weiterhin gesetzt wird. Meiner Meinung nach einfach der falsche, weil zu frühe Zeitpunkt. Der ist IMHO erreicht, wenn kein Kohle oder Gaskraftwerk mehr steht und Alternativen für eine bedarfsgerechte Versorgung, jenseits von fossilen Rohstoffen oder Kernkraft, zur Verfügung stehen.


    Grundsätzlich stehe ich ja (international) nicht alleine mit dieser Meinung da. Nur in D ist Atomkraft obsolet geworden.


    Franz

  • Hallo Ihr 2,


    es ist erfrischend, wie auch kontroverse Meinungen ausgetauscht werden können, ohne dass man dem anderen gleich Bengel um die Ohren hauen muss. Weiter so.


    Es zeigt aber auch das Problem, dass es unterschiedliche fundierte Meinungen gibt, die so einfach nicht auf einen Nenner gebracht werden können.


    Ich würde es begrüßen, wenn unsere Politiker nicht "wenn wir an die Regierung kommen, werden wir sowieso alles rückgängig machen" brüllen würden, sondern einmal wirklich als das, als was sie gewählt wurden, als Vertreter des Volkes, "den Nutzen des Volkes mehren" agieren würden. Das würde natürlich voraussetzen, dass man die Meinung des anderen nicht von vornherein negiert, sondern sich mit der Thematik mit dem Konkurrenten an eine Tisch setzt um eine Lösung zu erarbeiten.


    Im Übrigen: ich bin Eurere Meinung. Jeweils nach jedem Posting, dessen, der zuletzt gepostet hat. Und das ist - leider - das Problem an der Sache. Jeder hat, je nach Sicht, Recht, aus anderer Sicht eben auch Unrecht. Wo, bitte, soll man da eine eigene Meinung bilden? Alles hat sowohl seine positiven als auch seine negativen Seiten. Es wäre an der Zeit eine Bewertung zu erstellen damit man mal wirklich wüsste, was Sache ist.


    Atomstrom: wunderbar, kein Dreck.
    Entsorgung: nein, lieber kein Atomstrom.


    Es ist doch hier bereits so, dass der Normalbürger nicht mehr weiß, was er davon halten soll. Sehen wir die Proteste Gorleben, wer soll das bezahlen? Doch wieder Du und ich, also über Steuern oder so. Toll. Atomstrom wunderbar? So sicher nicht.


    Solcherlei Argumente pro und kontra gibt es für alles was (nicht nur) die Energieversorgung betrifft. Und es hört ja nicht damit auf, dass sich die Versorgungsunternehmen momentan dull und dämlich verdienen, ohne die Konsequenzen übernehmen zu wollen.


    O.K., ich hör dann mal auf, denn das ist "eine unendliche Geschichte" für die es - momentan zumindest - keine Lösung gibt.

  • Denkbar für mich auch die verstärkte Förderung von Grundlagen- und Risikoforschung rund um Geothermie. Da könnte die Zukunft liegen.



    MfG


    Ja, toll. Fast wie AKW.


    Frag mal die Leute in Basel oder Staufen nach Geothermie.


    O.K., das sind Einzelfälle. Aber sind es nicht auch die, die man mit einbeziehen muss?


    Wie schon gesagt: es gibt für alles ein - belegbares - Für und Wider. Es ist ein schwieriges Thema, hier weden wir es sicher nicht lösen können.


    Interessant aber die einzelnen Meinungen so ganz ohne "hau drauf" verfolgen zu können.

  • .......denn das ist "eine unendliche Geschichte" für die es - momentan zumindest - keine Lösung gibt.



    So ist es ;(


    Noch mehr Sorgen macht mir aber die Entsorgung der AKW `s und den Kosten.


    Aber das ist jetzt das Problem unsere Enkel :thumbdown:

  • Keine neuen Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen zulassen, Atomkraft/ fossile Brennstoffe soweit verteuern bzw. alternative Energien soweit fördern, das es sich für Investoren lohnt, da zu forschen und zu investieren.


    Hallo


    Die will keiner haben... schon gar nicht neue. Und wenn ich es richtig sehe, sind auch keine neuen notwendig. Allerdings hätte es eben nicht die Laufzeitverlängerung benötigt, sondern Maßnahmen und vor allem die Pflicht endlich mit neuen Konzepten Enerhiequellen für die Zukunft zu erschließen.


    Wie die Zustimmung zur Kernenergie weltweit aussieht...??? In D-Land scheinen die Fronten geklärt. Laut repräsentativer Umfrag über 50% gegen Laufzeitverlängerung... irgendwo bei 35% für eine solche.


    MfG


  • Frag mal die Leute in Basel oder Staufen nach Geothermie.


    Hallo


    Ja... und frag vor allem einmal, warum es in Staufen so weit kommen konnte. Vielleicht weil derzeit hier jeder noch konzeptlos für sich selber "buddelt und bohrt"? Eine einzelne Komune hat doch gar nicht das Volumen Grundlagenforschung zu betreiben. Warum ist es nicht längst VERSTÄRKT Aufgabe des Bundes hier nach Standards zu forschen? Vermutlich bedürfte es erst einmal nur einen Bruchteil von dem, was man der Atomwirtschaft zukommen hat lassen. Man hat Staufen recht allein gelassen... ich glaube sogar heute noch.


    Aber... es gibt auch gelungene Beispiele... aber meist auch auf Privatinitiative hin. Das kann doch aber bei DER Energiequelle so nicht bleiben.


    Und Tschernobyl wird Staufen nicht werden... auch wenn's die Menschen dort derzeit nur wenig tröstet.


    MfG

  • Die will keiner haben... schon gar nicht neue. Und wenn ich es richtig sehe, sind auch keine neuen notwendig.


    Sie werden aber gebaut (Klick) weil wir sie brauchen werden, wenn die Kernkraft abgeschaltet ist.


    Franz


  • Bin nicht aktuell, aber über übermäßige Hilfe kann sich Staufen sicher nicht "beklagen",


    Wir müssen aber auch unterscheiden: 1. ist Geothermie ein Verfahren - Basel, Staufen - wo an einer Stelle Wasser in Gestensschichten gepreßt wird um es an anderer Stelle - erhitzt - wieder zu fördern. 2. das für Einfamilienhäuser verwendete verfahren, etwa 100 m tief zu bohren, dort eine Rohrschlange einzubringen - kein Wasseraustritt in die Umgebung - und das allein durch die Tiefenwärme erwärmte Medium (Wasser?) mit nachgeschalteten Wärmepumpen zu nutzen. Risiko sehr klein bis gegen 0.


    Staufen Tschernobyl? Sicher nicht. Denn wenn man den Wassereintritt einmal unterbunden hat - was soweit ich informiert bin bereits gelungen ist - wird sich der Gips nur noch solange ausdehnen, bis das Restwasser chemisch umgesetzt wird. Was den Betroffenen mit Rissen in den Häusern durch die man teilweise den sprichwörtlichen Hut werfen kann kaum ein Trost sein wird.

  • Morgen Abend, ZDF, Maibritt Illner "Rückkehr der Atom-Krieger" Könnte zum Thema passen.