Fehlerhafte TMC-Sendersuche beim Navigon 70 Plus & Premium

  • Hallo


    Ganz ehrlich, wenn ich mir ein Navi kaufe, in diesem Fall das Premium70, was 279 Tacken kostet, und ich muss mir dann noch einen Y-Adapter für 49 Euro kaufen, damit ich vernünftigen TMC Empfang habe, ......das würde mich ärgern, sogar sehr.
    Für 279 Euro erwarte ich von dem Gerät optimalen TMC Empfang ohne Y-Adapter.

  • Um TMC zu empfangen braucht man vor allem einen guten Empfänger und eine entsprechend (Lambda /4 ca. 75cm ) bemessene Länge der Antenne. Navigon kann oder will hier nichts ändern. Maßstab ist der GTM25 von Garmin und ein paar Modelle von Falk mit GNS Empfänger. Vergeßt Navigon, die werden es niemals lernen und schicken Euch mit perfekter Routenberechnung direkt in den Stau, den Unfall, die Straßensperrungen.
    Im Übrigen, Yago, gebe ich Dir Recht, zumal technisch ein weit besserer Empfang (s.o) möglich ist. Oder anders gesagt, Navigon mit einem dem GTM25 ähnlichen Empfänger wäre ein Traum an Navigation, so aber sind und bleiben sie Durchschnitt, und wollen wir jetzt noch über den Kundendienst reden?

  • Yago
    Im Prinzip richtig.
    Aber wer sich in der Hochfrequenztechnik auskennt weiß, das es mit den Möglichkeiten (Wurfantenne, ins Ladekabel integrierte Antenne usw.) im Fahrzeug keinen vernünftigen Empfang geben kann.
    Die Zukunft für problemlosen Empfang von Verkehrsmeldungen gehört deshalb m.E. den Traffic-Diensten.
    (Mir selbst ist die TMC-Lösung auch (noch) lieber und ich habe auch keine Probleme, aber nicht jeder ist bereit sich einen Y-Adapter zu kaufen und zu installieren.)

    Gruß
    taxus






    "Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

  • Hallo zusammen


    Es gibt doch sehr große Unterschiede im Empfang von TMC Nachrichten via Wurfantenne oder integriert im Ladekabel. Bei einigen Geräten ist der Empfang ganz ordentlich, bei anderen wieder sehr bescheiden.
    Es liegt auch mit Sicherheit daran, wie viel Geld der Hersteller für Hardware ausgeben möchte.

  • Stimmt.
    Mit einer Wurfantenne habe ich bei mir im PKW etwas Empfang.
    Mit den integrierten bei Becker Z205, Navigon 2110 max und 7310 fast nicht.
    Ändert aber nichts an der Tatsache das Radio-Empfang im Auto (ohne Außenantenne) eine problematische Sache ist.

    Gruß
    taxus






    "Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

  • Hallo Zusammen,


    das "wilde Hin- und Herspringen" bei der Suche nach TMC Sendern kommt daher, weil der Suchalgorithmus beim scannen des Bandes eine Historie von Frequenzen mit Empfang anlegt. Wenn dann eine neue Frequenz gesucht wird, dann wird zunächst die Historie durchsucht, deshalb das hin- und herspringen. Das führt i.a. schneller zu Ergebnissen als ein stures durchforsten des Bandes ober- oder unterhalb der Empfangsstelle.
    Ausserdem durchläuft der Suchalgorithmus das Band anschließend mehrfach hintereinander, wenn kein Sender gefunden wird. Dabei verringert sich die Suchgeschwindigkeit mit jedem Durchlauf, weil bei längerer Verweildauer pro Kanal auch schwache Sender besser gefunden werden.


    Der TMC Algorithmus im Navigon 70 und Navigon 40 ist überhaupt nicht mehr vergleichbar mit den früheren Produkten und wesentlich ausgefeilter.
    Insbesondere das erstmalige finden eines Senders funktioniert viel schneller als vorher.
    Auch die Empfindlichkeit der FM Empfänger der beiden neuen Navis. ist mindestens auf dem Niveau der vorhergehenden Modelle, eher besser. Das haben wir x-mal geprüft.
    Wie schnell erste TMC Meldungen reinkommen hängt wesentlich davon ab, wie gut die Empfangsverhältnisse sind und ob man in derselben Gegen ist wie beim ausschalten des Gerätes (Historie gültig).


    Es ist aber schon so, daß eine separate Wurfantenne u.U. etwas besser ist als eine im Ladekabel integrierte, was sich aber nur in Grenzsituationen auswirkt. Das liegt schon daran, weil man die separate Antenne unabhängig vom Ladekabel verlegen kann, z.B. entlang der Windschutzscheibe.
    Dafür hat man mit der Antenne im Ladekabel nur ein Kabel am Navi. und weniger Gewurschtel auf dem Armaturenbrett.
    Navigon hat sich deshalb bewusst für letztere Möglichkeit entschieden.


    Jeder muß selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist.


    Was den berichteten Fall im Ausland betrifft: Den müßten wir uns im Detail angucken um fest zu stellen, warum der Algorithmus diesen Sender nicht findet. Dafür gibt es eine Reihe möglicher Ursachen.


    Grüße
    Werner

    P.S.: Bitte nicht auf weitere Antworten meinerseits zu diesem Thema warten, falls es noch Fragen geben sollte. Ich schaue nur sporadisch in dieses Forum rein. Wenn ich solche Threads sehe, in denen viele Spekulationen stehen dann kommentiere ich das einmal, beteilige mich aus Zeitmangel aber nicht an weiteren Diskussionen. Bitte dafür um Verständnis.

  • Um TMC zu empfangen braucht man vor allem einen guten Empfänger und eine entsprechend (Lambda /4 ca. 75cm ) bemessene Länge der Antenne. Navigon kann oder will hier nichts ändern.


    Dann liegt Navigon mit der 80cm-Antenne parallel zum USB-Ziggianzünderkabel doch gar nicht mal so daneben. Zumindest ist es beim 8410 so.


    Daß die Parallelverlegung der Antenne zur Stromversorgung nicht optimal ist, stimmt, aber man kann das Antennekabel auch davon trennen und dann an den Rückspiegel hängen oder waagrecht aufs Armaturenbrett legen... ;)

  • an Garfield_
    Das "nichts ändern" bezog sich natürlich auf den Empfänger, ein 75-80 cm langes Stückchen Draht dazuzulegen ist für mich kein Ausweis für die Kompetenz eines Herstellers von Navigationsgeräten


    Und an wmauss: Zitat
    "Auch die Empfindlichkeit der FM Empfänger der beiden neuen Navis. ist mindestens auf dem Niveau der vorhergehenden Modelle, eher besser". Diese Äußerung soll doch wohl ein Witz sein, was dürfen die Kunden denn sonst von Navigon erwarten? Und was heißt das in gemessenen Werten? Erreicht die Empfindlichkeit der Empfänger der Navigon 70/40 Reihe die 43 dBµV - 46 dBµV eines GTM25 von Garmin?
    Das wäre doch mal eine klare und nachvollziehbare Angabe.


    Ansonsten, dass muss ich auch einmal sagen, finde ich beeindruckend, dass sich hier ein Navigon Mitarbeiter mit beteiligt und sich der Kritik aussetzt, zumal ja auch jede Äußerung seinerseits in Schriftform in den Tiefen des Internets für die Ewigkeit überdauert.

  • Die Testwerte sind u.a. aus der Computerbild 2009 mehrere Ausgaben, Nüvi 255, Nüvi 765 siehe den Test aus Ausgabe 14/2009.
    Das 4310max hat eine Empfindlichkeit von 52 dBµV.
    Die Werte der getesteten Konkurrenten:
    Falk F8 2nd Edition: 48 dBµV
    Garmin Nüvi 765T: 43 dBµV
    Becker Z205: 52 dBµV
    Blaupunkt TravelPilot 500: 54 dBµV
    Garmin Nüvi 255WT: 46 dBµV
    Falk M4 2nd Edition: 46 dBµV
    HansHans XL IQ Routes Edition Europe Traffic: 48 dBµV
    Becker Z103: 56 dBµV
    HansHans One IQ Routes Edition Europe Traffic: 46 dBµV
    Merian Scout C_Navigator: 54 dBµV


    In der Ausgabe 26/2009 hat das Navigon 6310 im TMC Empfang vergleichbar schlecht abgeschnitten (Seite 105, 52 dBµV/m; -173 dBW), ich habe es übrigens selber, der Empfang von TMC und TMCPro ist miserabel, Navigon verweist auf diesen Test auf seiner Homepage, ohne allerdings die Nutzer diesen aufrufen lassen zu können. Wo ich mit einem Nüvi TMCPro Empfang habe, sucht das (neuere) und im Übrigen gut beurteilte Navigon noch nach Sendern


    Testverfahren Auf Basis dieser Normen testet
    COMPUTERBILD:
    GPS-Testsignale für Simulator: gemäß NMEA
    0183.
    Stauwarner-Prüfung: nach DIN EN ISO 14819-
    2, Ausgabe: 2005-06, Verkehrs- und Reise-
    informationen.
    RDS-TMC-Signale: gemäß ISO 14819-2:2003.
    Messung des Störabstands der Ansagen
    gemäß DIN EN 60651 Typ 1.
    Helligkeits-/Refl exionsmessungen: in Anleh-
    nung an TCO 06 (Media Displays) EN ISO 9241
    Bluetooth-Spezifi kationen: geprüft gemäß
    IEE 802.15.
    Sicherheitsprüfungen für Lademessungen bei
    hohen Temperaturen: nach EN 60950.
    Seitenaufprall-Messungen: in Anlehnung an
    DIN EN 600068-2-27 für Schock

  • Was Du da nennst sind Werte, die nur zum direkten Vergleich in diesem Testaufbau verwendbar sind. Obwohl als Absolutwerte angegeben sind es Relativwerte, die nur zueinander gelten. Dementsprechend kannst Du nicht hergehen und sagen "Schafft ihr denn die xxdBµV die das Nüvi schafft?". Sondern Du musst auf genau diesen Test verweisen.
    In den Datenblättern der TMC Empfängerchips stehen ganz andere Empfindlichkeiten drin, die sich im Labor mit einem entsprechenden TMC Generator auch nachweisen lassen. Und die Wurfantenne dürfte, allein aus Gründen der Vergleichbarkeit, vom Testlabor sicher gestreckt auf einem Brett fixiert worden sein, damit überhaupt eine Vergleichbarkeit besteht.
    Ein von der Computerbild beauftragtes Labor kann schon allein deshalb keine absolute Empfindlichkeit messen, weil es dafür spezielle Testsoftware bräuchte, die direkt die BLER anzeigt, die der TMC Chip auf dem Navi. raus gibt.

    Wenn die TMC Empfindlichkeit das einzige oder vorrangige Argument für Dich ist, nach dem sich Deine Kaufentscheidung richtet, dann bist Du beim 765T sicher richtig.


    Allerdings sehe ich im Vergleich kein Navigon 70 und auch kein Navigon 40. Und auf diese beiden Navis. habe ich mich bezogen in meinem Beitrag.

  • Natürlich sind es Relativwerte, das zeichnet einen Vergleich ja aus. Und in diesen relativen Vergleichen ist Navigon, was die TMC Empfindlichkeit angeht, relativ schlecht. Ob die neuen Modellen besser sind, müßte ebenfalls in entsprechenden Vergleichen herausgearbeitet werden.

  • Hallo wmauss,


    ich bin bestimmt kein Garmin Fan, aber eines muß ich doch bestätigen, die TMC + pro Funktion ist bei Garmin wesentlich besser. Man kann Sender, von denen man keinen Empfang wünscht, einfach ausblenden. Diese Funktion hilft sehr, wenn man im Grenzbereich A, CH, D wohnt. Der Empfänger ist bei Garmin einfach auch besser, da gibt es nichts zu diskutieren.


    Im Moment habe ich ein 40 Premium Gerät und habe, weil TMC-Nachrichten mit der Kabelantenne nur von A und CH Sendern herein gekommen sind, ein Y-Adapter ins Auto eingebaut. Die A und CH Sender kommen aber auch herein, wenn man das Gerät ohne Kabel betreibt. Es ist leider so, daß man hier im Dreiländereck Navigongeräte in Sachen TMC nur eingeschränkt gebrauchen kann.


    Verstehe, daß wegen den paar Leuten die in einem Grenzbereich wohnen, es sich nicht auszahlt für diese nach einer TMC Lösung zu suchen.


    Gruß Karl

    Mißerfolge muß man sich erarbeiten. Erfolge bekommt man geschenkt

  • Hallo Karl, kannst Du denn nicht bei Deinem Gerät auch bestimmte Frequenzen oder Sender bevorzugen, die dann gehalten werden, das ist bei meinem 6310 möglich, oder habe ich Dich möglicherweise falsch verstanden?

  • Hallo Karl,


    unsere TMC Software berücksichtigt den GPS Standort.
    Wenn du in Deutschland bist und fährst werden bevorzugt deutsche Sender gesucht.
    Wenn Du eine Route eingegeben hast, die von Deutschland in die Schweiz führt werden auch Schweizer Sender gesucht. Deshalb sollte es eigentlich auch im Grenzgebiet gut funktionieren.


    Es scheint allerdings so zu sein, dass die ausländischen Sender mit sehr hohem Pegel reinkommen. Ich were mal prüfen, wie sich der Algorithmus dann verhält.


    Wie ist denn Deine Erfahrung wenn Du mit dem Y-Adapter fährst? Kannst Du bestätigen dass die deutschen Sender bevorzugt werden?


    Grüße
    Werner