Nun ist es für mich amtlich der neue MapDrawer von MN7.4 arbeitet immer im PV-Modus. ![]()
Da könnt ihr PV im Menü abwählen so oft ihr wollt, es ändert nichts daran, dass immer die rechenintensiven PV-Algorithmen angewendet werden (und so auch die schlechte Performance entsteht). Ob 2D, 3D mit oder ohne PV die PV-Algorithmen kommen immer zum Einsatz.
Das Abwählen von PV im Menü bewirkt nur, dass anstelle der Höhenwerte aus der Terrain_EU.nfs nun konstant der Wert Null eingesetzt wird.
Warum bin ich mir so sicher?
Neben der Höhenmodellierung werden im MapDrawer auch die Farbwerte entsprechend der Höhe verändert um eine realistische, plastische Wiedergabe in der perspektivischen Bildschirmdarstellung zu erzeugen. Insbesondere wird dazu der Effekt der Schattierung genutzt. Aber gerade diese Schattenerzeugung beweist, dass der Drawer immer im PV-Modus arbeitet. Denn schaltet man PV aus, erübrigt sich ja die Farbveränderung aufgrund der Höhe. Doch der MapDrawer macht auch dann die Farbänderung und zwar genau so als wäre PV eingeschaltet. Nur für die Bildschirmdarstellung werden die Höhen dann auf Null gesetzt.
Die nachfolgenden Bilder zeigen die Unterschiede
Die 2D Darstellung ist der 3D Darstellung gleich zusetzen, hier wird (quasi als Sonderfall der 3D Darstellung) die Kameraposition auf 90 Grad ( also von oben) festgelegt.
Daher hat man die Schatten auch in der 2D Darstellung.
Und wo ist jetzt das Problem?
Grundsätzlich finde ich den Ansatz, ein MapDrawer für alle Fälle klasse, auch für die Weiterentwicklung und SW-Pflege. Jedoch führt das noch zu erheblichen Performance-Einbußen, die viele von uns beklagen. Noch sind die Prozessoren nicht schnell genug, bzw. der PV-Algorithmus noch zu rechenintensiv, obwohl NAVIGON schon eine geringere Auflösung gewählt hat, oder man hat einfach nicht die vorhandenen Grafikprozessoren ausreichend genutzt.
Wie auch immer, NAVIGON sollte neben dem neuen MapDrawer für PV auch den OldMapDrawer (aus MN7.3) für die reine 2D/3D Darstellung vorsehen. Denn dieser OldMapDrawer muss sich ja nicht mit den rechenintensiven PV-Algorithmen rumschlagen und arbeitet ca. 3 mal schneller. Denn gerade bei einer hohen Straßendichte mit vielen Ansagen z.B. im Stadtbetrieb kommt der derzeitige MapDrawer doch mächtig unter Verzug, obwohl keiner in einer Stadt PV braucht. In solchen Fällen und generell für Flachlandbewohner sollte es ebenso leicht möglich sein, dass man auf den Nicht-PV-Drawer umschalten kann, wie es derzeit mit der 2D/3D Umschaltung möglich ist.
Am besten so, wie es bei MN7.0 ist mit dem Menüpunkt PV ein/aus wurde auch gleichzeitig der MapDrawer umgeschaltet.
Und das ich z.Zt. bei einer 2D und 3D Darstellung immer einen Schatten habe finde ich auch nicht so toll. :gap
P.S. Entfernt man die Terrain_EU.nfs aus dem MAP-Ordner ganz, entstehen keine Schatten - die Performance bleibt dennoch schlecht.
links der neue MapDrawer MN7.4.3, (CPU=>100% / FPS 1-2)
in der Mitte der alte MapDrawer MN7.3 = OldMapDrawer in MN7.4.3 (CPU=>100% / FPS 5-7)
rechts der MapDrawer MN7.0.9 (CPU=>85%)
Anmerkung: bei MN7.0 kommen zwei MapDrawer zum Einsatz einer für PV und einer für Nicht-PV.