Radarwarner - wirklich notwendig?

  • Hi oldie! :)


    Ganz so jung bin ich nun auch wieder nicht, habe inzwischen schon 17 Jahre und ca. 500.000 km auf vier Rädern und 13 Jahre und ca. 50.000 km auf zwei Rädern "auf dem Buckel".


    ;D


    Werde mich aber ab jetzt an dem anderen Thread beteiligen, wenn das allgemein gewünscht wird. :D

  • Zunächst einmal finde ich es durchaus respektabel, einen Beitrag mit diesen Inhalt zu verfassen. Mit dem entfachten Volkszorn hast Du ja ohnehin gerechnet, mich überrascht es schon, dass formal erwachsene Menschen dermassen unreif reagieren können, wie in einem Teil der Antworten dokumentiert. Liegt wohl daran, dass ich im wirklichen Leben einen anderen Umgang pflege.


    Allerdings stimme ich auch ich Deiner Sichtweise nicht zu, denn sie setzt etwas voraus, was m. E. nicht der Realität entspricht: Dass Bereiche mit Geschwindigkeitsbegrenzungen größtenteils sinnvoll ausgesucht werden und dass sich die Verkehrsüberwachung durch Blitzer tatsächlich an Unfallschwerpunkten orientiert. Beides trifft nicht zu.


    Für Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es m. E. zwei gute Gründe: Erstens dort wo sonst die Umwelt (Menschen, Tiere, Natur etc.) beeinträchtigt wird und zweitens dort, wo das Fahren mit höheren Geschwindigkeiten gefährlich für den Fahrer samt Insassen selbst ist (Kurven, schlechte Fahrbahn, Unübersichtlichkeit etc.).


    Während erstere Gruppe noch halbwegs objektiv auswählbar ist, hängt die zweite Gruppe vom Fahrvermögen des Einzelnen ab. Wo der eine mit 150 km/h locker durchfährt, verreißt es den anderen bereits bei 80 km/h. Unterstützt wird das durch "Unfallschwerpunkte", wo sich am Wochenende fahrunfähig Alkoholisierte, sich überschätzende Jugendliche oder rasende Motorradfahrer mehrmals in einem längeren Zeitraum der Evolution opfern, wird irgendwann ein Tempolimit für alle zu allen Zeiten verhängt. Bei diesen rein subjektiven Geschwindigkeitsbegrenzungen darfst Du m. E. keine tatsächliche Einsicht erwarten, weil sie weder für die Masse gemacht, noch die Gründe für die masse ersichtlich sein können.


    Bleibt die erste Gruppe, also alle Tempolimits dort, wo man die Welt außerhalb der Fahrzeuge schützen möchte. Dazu gehören dann vierspurig ausgebauten innerörtliche Straßen ohne direkten Kontakt zum Fußweg. Die eine Stadt läßt dort 70 oder 80 km/h zu, die andere beläßt es bei 50 km/h. Beim ganz großen Teil sind die Gründe überhaupt nicht nachvollziehbar. Ein gutes Beispiel ist dafür die Fuldatalbrücke.


    Und schließlich verfahren die Behörden mit Tempolimits nach eigenen Aussagen so: Der Autofahrer schlägt sowieso 20 km/h drauf, da müssen wir die Limits vorab 20 km/h niedriger ansetzen.


    Ich nutze zwar nur bei längeren Privatfahrten das Navi mit POI-Blitzer (weil es sonst meine Frau nutzt und mein Einbaunavi nicht POI-Blitzer-fähig ist), doch schlechtes Gewissen verspüre ich dabei nicht, obwohl mir klar ist, dass es verboten ist. Solange ich bereit bin, die Konsequenzen dafür zu tragen und niemand anderen gefährde, kann ich damit leben.


    Wer vor Schulen oder Kindergärten rast, gehört ohnehin in den Knast. Das versteht sich wohl von selbst.

  • @thbe


    Gebe Dir in vielen Punkten recht, besonders was die Auswahl von Überwachungspunkten betrifft.


    Ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, dass mit diesen Einrichtungen Leuten, die das System zum Schnellfahren an nicht überwachten Streckenabschnitten nutzen Tür und Tor geöffnet ist, weil sie durch den Radarwarner zu 90 % oder mehr davor gefeit sind, in so eine "Falle" zu tappen.


    Das heisst, sie sind weiterhin als Raser unterwegs, aber halt woanders.
    Solche Leute werden viel später (wenn vielleicht schon zu spät) oder überhaupt nicht aus dem Verkehr gezogen, aber das erhöhte Risiko durch diese Gruppe bleibt weiter auf den Strassen bestehen, nur verlagert es sich woanders hin. Nämlich dorthin wo nicht überwacht wird.


    Wie Du richtig schreibst: Jeder kann nur für sich die Verantwortung tragen, die anderen sind dieser Verantwortung aber schutzlos ausgeliefert. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

  • Zitat

    Original von chris_72
    weil sie durch den Radarwarner zu 90 % oder mehr davor gefeit sind, in so eine "Falle" zu tappen.


    Können wir bitte darauf achten: POI-Warner sind KEINE Radarwarner. Radarwarner sind die verbotenen Geräte, die die Radarsignale des Blitzers anmessen.


    Achim

  • Hallo Achim! :)


    Warum heissen die POI-Warner überhaupt WARNER?
    Ein POI tut einem ja nichts. ;)


    Warum heist die Radarfalle überhaupt FALLE?
    Zieht ja nur maximal eine Strafe nach sich, wirst ja nicht an Ort und Stelle mit deinem KFZ eingesperrt bzw. festgehalten (ausser vielleicht auf einem Bild)


    Ich weiss, das sind alles Wortspielereien; man kann alles in jede Richtung drehen, aus der man es AUS DER EIGENEN Sicht sehen will!
    Davon leben Diskussionsforen, von verschiedenen Meinungen des Einzelnen!


    Gruss
    Chris

  • Zitat

    Original von chris_72
    Warum heissen die POI-Warner überhaupt WARNER?
    Ein POI tut einem ja nichts. ;)


    Falsch. Sie tauchen grundsätzlich urplötzlich auf. Da ist es gut vorher von einer netten Stimme / einem Sound gewarnt zu werden. :D


    Spaß beiseite: Schaue Dir mal das neue Angebot Gefahrenstellen (für das seitens des Betreibers sich wohl keiner zuständig fühlt, POIs mit denen sich Geld verdienen läßt werden besser supportet, aber das ist ein anderes Thema) an. Da macht "warnen" doch wirklich Sinn!


    Außerdem klingt POI Warner doch auch viel besser als POI Vorhersager. ;)

  • da ich den "Lappen" oder sagen wir mal heute eher das Kärtchen, der graue Lappen wird auch schon seit 1986 nicht mehr ausgeteilt, beruflich brauche, versuche ich halt so zu fahren, dass man im Bereich des Bezahlbaren bleibt. Zumal, den PDA für jede Fahrt zuzuschalten, wo ich mich auskenne, na ja.


    Übrigens, fällt mir spontan dabei ein: Wenn bei Kontrollen Ortskundige innerstädtisch mit laufendem PDA kontrolliert werden, na den Gedanken könnt Ihr selber zu Ende spinnen, auf den der Beamte kommen kann.


    Nur, was man dann so langsam auch auf die Palme bringt, sind dann Beschränkungen, die es schon lange gab, denen man aber jetzt mal eben 20 km abzwackt, obwohl sich nicht an der Verkehrsführung geändert hat.


    Da bremsen die Autos mittlerweile aus 100 km/h gut 20 m kürzer, als noch vor 20 Jahren, die Straßenlage ist heute i.d. R besser als der Mut des Fahrers, aber schleichen soll man immer mehr.


    Bsp. Köln Östlicher Zubringer Deutz war 100 dann 80 bis ca. 200 vor der Ampel, dann 50 OK. Jetzt seit einigen Monaten schon gut 1,5 km vor der Ampel 60. Und Platz für Stativ en masse.
    Warte nur drauf, das da ich da mal ein sehe.


    Andere Beispiele rund um Köln wo Ähnliches passierte, gibt's bestimmt noch mehr.

    psr (Peter)


    2005 start mit Navigon. Ab 2014 Garmin Navis. Seit 2023 nur noch Routenplanung mit PC / iPad mit MyRouteApp und der App MRANext zum Routen per iPhone/CarPlay. Zum A-B Routen auch mal Google oder Apple. Datenverbrauch ist mit Offlinekarten und Wegfall Roamingkosten bei den heutigen Tarifen kein Argument gegen die Navigation mit Smartphone und passender „App“. Auch die Aufschläge außerhalb der EU sind moderat.

    Das Garmin DS 76 ist nun, im Dez. 24, auch Geschichte und verkauft.


  • Zum einen hatten wir dieses Thema schon, zum anderen sollte das doch jeder für sich selbst entscheiden!!!


    Zur Info: Ich nutze den Poi-Warner auch, u. a. auch mit Blitzer-Sync und darf für mich behaupten, dass ich mich zu 95 % an die STVO halte (würde ich auch ohne Poi-Warner)!!!

  • Zitat

    Original von PSR
    ... Wenn bei Kontrollen Ortskundige innerstädtisch mit laufendem PDA kontrolliert werden, na den Gedanken könnt Ihr selber zu Ende spinnen, auf den der Beamte kommen kann. ...


    Na ist doch ganz klar: die wollen die TMC-verkehrsmeldungen nicht verpassen. Die Sender sind nun mal nicht so kulant und melden den kleinsten Stau über Sender!


    Grüße
    FredT

  • Man fragt sich natürlich, wie viele Threads noch notwendig sind, um cris_72 aufzuzeigen, dass er nervig ist. :evil:

  • Hi Chris,


    ich muss jetzt mal ein paar deutliche Worte loswerden!


    Auf solche selbsternannten Hilfssheriffs wie Dich kann ich wirklich verzichten. Du kannst ja gerne alle Vorschriften, die der deutsche Schilderwald so hergibt, für Dich als absolut verbindlich betrachten.


    ABER BITTE VERSCHONE UNS DAMIT, UNS DEINE WELTANSCHAUUNG AUFZUZWÄNGEN!


    Die Art Autofahrer, die Du scheinbar verkörperst, ist mir schon immer ein Dorn im Auge gewesen! Das sind die, die aus "erzieherischen Gründen" auf der linken Spur konstant die vorgeschriebenen 120 km/h einhalten, obwohl in der Mitte oder rechts alles frei ist!


    Du hattest zuvor geschireben, wieviele Kilometer Du schon auf zwei und vier Rädern zurückgelegt hast. Da kann ich locker mithalten.


    Interessant ist, dass ich schon VIERMAl vom Motorrad geholt wurde, und zwar meistens von älteren Fahreren, die sich penibel an die Geschindigkeitsbeschränkung hielten, aber dafür die Vorfahrtregeln außer acht gelassen haben.


    Vor kurzem hat ein älterer Herr (95 Jahre) mich und meine Tochter vom Motorrad geholt. In einer 70 km/h-Zone fuhr ich ca. 60-70 und er Opa hat es trotzdem geschafft. Zwei Wochen später hat eine 91-jährige Oma unser Auto (wieder mit meiner Tochter drin) in die Grütze gefahren. Die Frau fuhr 40 km/h in der Stadt und mein Auto war mit 50 km/h unterwegs.


    Auch ohne mein Navi fahre ich auf der Autobahn immer so ca. 10-20 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit weil erstens der Tacho voreilt und man zweitens damit am besten auf der Welle mitschwimmt und am wenigsten bremsen und beschleunigen muss, was ja bekanntlich für den Benzinverbrauch und damit auch für die Umwelt nicht gut ist.


    Also bitte: LASS ES JETZT GUT SEIN! Wir haben Deine Meinung gehört und teilen sie nicht. Also behalte sie jetzt für Dich. DANKE!


    Gruß
    oldie49