Navi im hohen Alter

  • Zitat

    Etwas seltsam, wie hier gebetesmühlenartig für die älterer Generation ein Lanze gebrochen wird mit immer neuen Geschichten. Irgendwann taucht noch die 155 jährige Oma auf, die in Ihrer Freizeit geocoacht. Ausnahmen mag es geben. Doch eins ist doch klar, dass 75-80 jährige gewollt oder ungewollt eine (natürliche)Distanz zu Highttechgeräten der heutigen Generation haben. Ich sehs schon bei meiner Mutter (60 Jahre), die nicht mal einen DVD Player bedienen kann oder will. Auch ein Blick in meine Verwandschaft und Nachbarschaft bestätigt dies vorwiegend. Dies ist nun mal der natürliche Regelfall. Ich kann mir auch schwer einen 80 jährigen vorstellen, der in den Mediamarkt geht und ein tomtom mitnimmt, und habe dort auch noch nie einen gesehen.


    Es ist erstaunlich, wie "genau" manche Menschen lesen.


    Erstens habe ich nur meine neuesten Erfahrungen mitgeteilt ohne für ein bestimmtes Produkt zu werben. Ich fand gerade bei den Kreisverkehren die Karte sehr hilfreich. Wichtig ist dabei m.E. die Wahl des Ortes, an dem das Navi plaziert ist. Bei mir links vom Lenkrad am unteren und linken Rand der Frontscheibe, ziemlich nahe im Gesichtskreis und dabei nicht störend.


    Da fällt mir noch ein, dass ich daran zweifle, ob der "alte" Herr immer eine(n) Beifahrer(in) bei sich hat, die (der) ihm sagen kann, wo's lang geht.


    Zweitens versuche ich mich aufgrund meines eigenen Alters in die Situation des Betroffenen hineinzuversetzen.


    Drittens argumentiere ich vor dem Hintergrund der Erfahrung mit Computerkursen für Senioren.


    Und nicht zuletzt argumentiere ich, was Karten anbelangt, aufgrund meiner Erfahrung mit Rasterkarten auf dem PDA.


    Wenn ich den Strangeröffner richtig vertanden habe, ist er ja bereit, seinen Vater bei der Eingewöhnung zu unterstützen. (s. Klaubi u. a.)


    Zu allerletzt noch eine Bemerkung, die allerdings nicht von mir stammt:


    "Man sollte immer bedenken, dass ein Navi nur ein Hilfsmittel ist, das vor allem auch schon mal falsche Anweisungen geben kann. " Vor allem diese Tatsache sollte der Strangeröffner seinem Vater vermitteln.

    2 Mal editiert, zuletzt von fermoll_ps ()

  • Hi


    sorry, aber wer für nen Kreisverkehr nee Karte braucht, der hat auch Probleme, wenn mal nee Ampelanlage ausfällt. Wetten? :gap


    So etwas hier verkaufen zu wollen, egal ob der Leser 14, 30 oder 90 Jahre ist, zeigt in meinen Augen, wie es um den Schreiber bestellt ist.
    Da hilft auch kein Navi der Welt mehr, mit den deutlichsten Ansagen, sondern eher nen Gang zum Straßenverkehrsamt und freiwillig den Führerschein abgeben.


    Jedes Navi hat seine Besonderheiten in der Routenführung. Das heißt, hat man nach einer Lernphase, die selbstverständlich unterschiedlich lang sein kann, das einmal motorisch übernommen, also verinnerlicht, klappt das auch.


    Ein Navi, um 100 km gerade aus zu fahren, benötigt doch niemand.


    vlG bab

    ;) bab

  • Es ist doch ganz einfach:


    Der ätere Herr möchte in 1- Linie mobil bleiben, und sich nicht mit navigationsgeräten in seiner Freizeit auseinandersetzen. Davon ist doch auszugehen.Also sowenig Schnickschnak wie möglich und primäres Ziel von A nach B zu kommen!


    Daher ist ein Festeinabau eines soliden stabilen Systems 1. Wahl (z.B. becker cascade). Wieso soll man sich mit mobilen Geräten wie tomtom/GArmin etc herumquälen. Diese Geräte fallen hin und wieder aus und müssen (u.U.während der Fahrt) resetet werden. Darüberhinaus müssen die moblien am PC regelmäßig upgedatet werden etc. Was soll das?
    Fällt der Festeinbau ab gehts ab in die Werkstatt und sofort wird eine Austauschgerät eingebaut (so kenne ich das von Becker).
    Routenführung souverän nur duch Ansagestimme ohne Ablenkung auf irgendein buntes Display!


    Das ist der Normalfall. Wenn der ältere Mensch natürlich total begeistert von navi geräten ist etc und seine Freizeit mit updaten der Software etc und MP3 Playern verbringen möchte und hier im Forum Beiträge studieren möchte, ok!

    Einmal editiert, zuletzt von Schaaf45 ()

  • Hallo bab


    Ich habe den Eindruck, dass Dein Bewußtsein etwas getrübt ist oder meine Beiträge bei Dir per se Aggression hervorrufen.


    Wenn Du meine Beiträge etwas genauer gelesen hättest, hättest Du festgestellt, dass mein Fazit war, dass die Benutzung des Navi eine Erleichterung bei der Fahrt war, nicht unbedingt notwendig, um nach Hause zu kommen. Warum also dieser Beitrag?


    @Schaaf45


    Der Herr, um den es hier geht, hat einen Sohn, der ihn einweisen will. Warum dann keinen TomTom PNA, z.B. ?


    Wenn der Herr, um den es hier geht, sein Leben lang mit Karten gefahren ist, würde ich ihm auch zu einem Gerät raten, das Karten anzeigt. Ansonsten wäre Dein Vorschlag wirklich bedenkenswert.

    Einmal editiert, zuletzt von fermoll_ps ()


  • 1. Erstens ist es bei einem tomtom nicht mit einer einmaligen Einweisung getan , sondern erforder im Extrmfall Dauerbegleitung. Das geht doch schon beim rechtzeitigen Laden des Gerätes los
    2. Weil Display unnötig ablenkt und nicht erforderlich ist.
    3. Es steht hier nirgends, dass der Herr sein Leben lang mit Karten gefahren ist. Und wenn, dann bestimmt nicht während der Fahrt. Insofern und im allgemeinen kann man dich Faltkarten nicht mit einem ruckeligen kleinen Display an der Windschutzscheibe vergleichen.
    4. Es steht aber im Eingangsthread, dass der Herr motorisch nicht auf der Höhe ist, und insofern Touchscreen nicht zielführend ist.


    Wieso muß es denn ein mobiles Gerät sein? Nur weil wir soetwas wollen? Weil wir gerne das als Spielzeug betrachten, zu Hause drauf rum drücken , im Forum lesen und schreiben, MP3 draufspielen uns so unserem Leben einen Sinn geben!? Soll der arme Mann sich noch zum Schluss Stimmen von Rühmann und Hans Albers draufladen.


    Daher: solides Einbaunavi mit modulierter Stimme. Wenns kaputt ist oder spinnt, ab in die Werkstatt! So bleibt alles überschaubar.


    Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von Schaaf45 ()

  • Anmerkungen eines Users im reiferen Alter.


    ° Ich würde zu einem PNA-Navi mit klaren Kartenaufbau und deutlichen, präzisen Anweisungen raten. Von den Navis, die in kenne, ist dabei MN5 für mich die beste Wahl (kenne aber nur PDA-Versionen).


    ° Völlig abraten tu ich zu 3D-Ansichten, die viel zu viel Aufmerksamkeit fordern und damit zu viel ablenken. Außerdem verzerrt die 3D-Ansicht mE. Diesen Eindruck habe ich zumindest nach kurzer Zeit mit iGO gewonnen. Beispiel: die 4te links abbiegen; ja wo ist denn die 4te?


    ° Mein Rat geht deshalb zu einem PNA der optisch schon eine Verbindung zum Fahrer schafft, d.h. der Fahrer nimmt das Gerät wahr und ist darauf vorbereitet, dass von dort irgendwelche Informationen/Aufforderungen kommen.


    ° Aus obigem Grund halte ich auch den Vorschlag eines Festeinbaus mit reinen Fahranweisungen nicht für sinnvoll. Ich behaupte, dass auch hier (wenn auch unbewusst) eine Blick darauf erfolgen würde, um das Ganze einzuordnen, bzw. ein Überraschungseffekt eintreten kann, wenn auf einmal eine Stimme ertönt und zu irgendwelchen Fahrmanövern auffordert, die man optisch nicht überprüfen kann.


    ° Und ich bin für eine Kartenansicht, weil dies eben der Situation entspricht, in der man sich befindet, d.h. man kann und will sich überzeugen, wo man sich befindet und wie es weiter gehen soll, d.h. man wird auch optisch auf das nächste Manöver vorbereitet.


    ° Insgesamt stimme ich zu, dass ein Navi (auch Festeinbau) eine zusätzliche Herausforderung für den Fahrer und evtl. auch für den/die Beifahrer-in darstellt. Man denke nur an evtl. Missverständnisse/Fehlreaktionen, die dann verbal abgewickelt werden. Allerdings können die auch bei Verwendung der vertrauten Karten auftreten (hier spreche ich aus Erfahrung).


    ° Fazit: ausprobieren (auch auf dem Sofa), Erfahrungen sammeln, damit vertraut werden.


    Edit: Einen Satz noch. Wer schon einmal versucht hat aus z.B. einer Stadt wieder herauszukommen, in der man sich normalerweise sogar auskennt, und in der man sich verfranzt hat, wegen z.B. Umleitungen, oder weil man zu einem anderen Doktor musste, etc., wird das kleine Wunderwerk in sein Herz schließen und vielleicht ein paar noch schlummernde Reserven in seinen kleinen grauen Zellen beleben. Wie sagen doch alle "man lernt nie aus"!


    Gruß,

    Einmal editiert, zuletzt von tresor ()

  • Heute in der Zeitung gelesen:


    Fahrt mit Navi-Gerät endet an WC-Häuschen


    Rudolstadt (dpa). Weil er sich auf das Navigationsgerät in seinem Geländewagen verlassen hat, ist ein Mann in Rudolstadt neben einem Toilettenhäuschen gelandet. An der Baustelle folgte der 53-Jährige aus Südbaden in der Nacht zu gestern den Anweisungen seines Bordcomputers, bog rechts ab und seinen Wagen auf einer Treppe direkt neben dem WC-Häuschen fest, wie die Polizei mitteilte. Die gesuchte Kreuzung kam erst 30 Meter später. An der Treppe entstand 2000 Euro Schaden, am Wagen 100 Euro. Der Freiburger muss außerdem 35 Euro Bußgeld zahlen.


    Die Dinger gehören generell für alle Altersgruppen verboten. :)

  • "Man sollte immer bedenken, dass ein Navigationsgerät nur ein technisches Hilfsmittel ist, das vor allem auch schon mal falsche Anweisungen geben kann. "


    Mein Zusatz: und vor allem nur so intelligent, wie der Mensch, der seine Hilfe in Anspruch nimmt.

    Einmal editiert, zuletzt von fermoll_ps ()

  • Zitat

    Original von fermoll_ps
    "Man sollte immer bedenken, dass ein Navigationsgerät nur ein technisches Hilfsmittel ist, das vor allem auch schon mal falsche Anweisungen geben kann. "


    Mein Zusatz: und vor allem nur so intelligent, wie der Mensch, der seine Hilfe in Anspruch nimmt.


    es geht hier nicht um Intelligienz, sondern um Konzentrationsfähigkeit und Aufnahmebereitschaft bei erlahmenden Kräften im hohen Alter.

    Einmal editiert, zuletzt von Schaaf45 ()

  • @Schaaf45,
    mich verwundern Deine (aber auch andere) Beiträge zu diesem Thema einigermaßen. JSB52 schreibt das sein Vater wegen Asthma körperlich abgebaut hat. Er hat Interesse an seinem Navi gezeigt und wenn er mit seinem Vater mitfährt fühlt er sich sicher.
    Alles andere von wegen Motorik u.s w. sind Ferndiagnosen die nicht angebracht sind, keiner von uns ist Arzt und selbst wenn, wäre es trotzdem eine Ferndiagnose.
    Das in aller Kürze, denn was sonst noch zum Thema geschrieben werden könnte würde Bände füllen. Viele der hier angeschnittenen Probleme haben nichts mit JSB52 Vater zu tun, sondern betreffen alle Altersgruppen.
    JSB52 wäre mehr geholfen wenn er zielführende Hinweise zu Navisystemen bekommen würde.
    Grüße Fred


  • Er bräuchte ein Navi, bei dem man (fast) nichts falsch machen kann. Das man auch mit wenig Feinmotorig und dicken Fingern sicher bedienen kann


    Das hab ich nicht geschrieben, sondern JSB52! Soviel zu Motorik!Bitte genauer lesen!
    Zielführenden Hinweis hab ich mit Becker casade bzw Verzicht auf navi bereits gegeben. Was ist Dein zielführender Hinweis?


    Gerade weil ich keine Ferndiagnose geben will, habe ich hier eher defensiv geraten! Viele , die hier zu tomtom etc raten, stellen wohl hier eher Ferndiagnosen im Sinne " was ich kann , kann der alte Mann" auch!

    Einmal editiert, zuletzt von Schaaf45 ()

  • @Schaaf45.
    Wie Du in meinem Avatar möglicherweise schon gesehen hast habe ich noch kein Navisystem, ich suche noch nach einem geeigneten für mich. Daher lese ich hier viel mit, um aus den Beiträgen entsprechende Anregungen zu bekommen.
    Ich kann keine zielführenden Hinweise geben, den ich brauche einen PDA mit langer Akkulaufzeit wegen Wanderkarten in Verbindung mit Fugawi, weiters Word, Exel, etc. und weil ich zwei Programme wie Tomtom und Navigon oder R66 oder iGo am Gerät haben möchte und da ist ja noch einiges im Werden.
    Gruß Fred

    Einmal editiert, zuletzt von alpenschotte ()

  • Zitat

    Original von alpenschotte
    @Schaaf45.
    Wie Du in meinem Avatar möglicherweise schon gesehen hast habe ich noch kein Navisystem, ich suche noch nach einem geeigneten für mich. Daher lese ich hier viel mit, um aus den Beiträgen entsprechende Anregungen zu bekommen.
    Ich kann keine zielführenden Hinweise geben, den ich brauche einen PDA mit langer Akkulaufzeit wegen Wanderkarten in Verbindung mit Fugawi, weiters Word, Exel, etc. und weil ich zwei Programme wie Tomtom und Navigon oder R66 oder iGo am Gerät haben möchte und da ist ja noch einiges im Werden.
    Gruß Fred


    Dann hoffe ich, dass Du vor Deinem 80- Lebensjahr fündig wirst :) Sonst stelle ich die Ferndiagnose :" Entscheidungsunfähigkeit" ;D
    Hört sich ja schlimm an, was Du Deinem zukünftigen Navi alles antun willst! Muß Powerpoint auch noch drauf?


    Gruß

    2 Mal editiert, zuletzt von Schaaf45 ()

  • Zitat

    Original von Schaaf45
    Dann hoffe ich, dass Du vor Deinem 80- Lebensjahr fündig wirst :) Sonst stelle ich die Ferndiagnose :" Entscheidungsunfähigkeit" ;D
    Hört sich ja schlimm an, was Du Deinem zukünftigen Navi alles antun willst! Muß Powerpoint auch noch drauf?


    Unabhängig von den Smilies, die du eingefügt hast: mein Eindruck deines Beitrags --> arrogant.
    Ebenso dein Herumgehacke auf mobilen Navis versus Festeinbauten. Zeige mir bitte einen Festeinbau der mit seinen Ansagen die Qualität einer auf Navigon basierenden Software erreicht. Wenn ich zu diesen Ansagen, die im Normalfall vollkommen ausreichen, noch eine Kartendarstellung für knifflige Situationen geboten bekomme, warum sollte ich die ausschlagen? Weil ich deiner Meinung nach ein Alter erreicht habe, in dem ich per Definition mit x+1 Informationen überfordert bin? Und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ging es bei JSBs Vater nicht um den geisten, sondern den körperlichen Abbau.
    Deine Beiträge in diesem Thread, lieber schaaf, grenzen für mich an Diskriminierung.


    Gruß
    bonnie