Er“fahr“ungsbericht mit PDA und Navigator 5 in Nordamerika und Kanada

  • Erfahrungsbericht nach 4 Wochen mit PDA und Navigator 5 in Nord-Ostamerika und Kanada


    Zusammenfassung schon am Anfang:
    Ich möchte einen Navigator in den USA trotz allem nicht mehr missen.


    Neben den guten Erfahrungen sind aber auch einige weniger gute.
    Ich möchte die Erfahrung in 3 Teile teilen..


    1. Karte
    2. Software
    3. Hardware
    4. Allgemeine Hinweise



    1. Kartendaten
    Die Kartendaten haben einen Stand etwas aus dem Jahre 2002 bis 2003.
    Die Kartendaten sind teilweise um mehrere 100m falsch.
    (Straße läuft 200m und mehr parallel neben der aktuellen Position)
    Ein einem Ort mit nur einer Strasse die garantiert noch nie verlegt wurde.
    Bei parallelen Highways legt man sich da dann manchmal überhaupt nicht fest und nimmt dann den goldenen Mittelweg - den Mittelstreifen.


    Es gibt dadurch groteske Anweisungen.
    Nach Karte geht es einfach nur geradeaus.
    Elses Anweisung
    Nach 300m links abbiegen.
    An dieser Stelle angekommen meint Else
    Bitte rechts abbiegen
    Richtig ist aber geradeaus, also ohne Anweisung.


    Diese Anweisung hatte ich aber auch mehrmals in Städten, wo die Kartendaten anscheinen in Ordnung waren
    Hängt eventuell nicht nur von parallel verlegten Strassen ab.



    2. Software
    Die Software errechnet einen kürzeren Weg wenn man diagonal durch eine Stadt fährt.
    Mit dem 100 fachen Ergebnis:
    In 300 bitte links abbiegen, dann am Ende der Straße bitte rechts abbiegen.
    Und wieder In
    An jeder Abbiegung steht ein STOP Schild (4 way STOP)
    Das ergibt im Endeffekt eine um 30min längere Fahrzeit.
    (Im Profil war schnelle Route eingestellt)
    Da kommt echte Freude auf.
    Von der positiven Seite gesehen bekommt man dadurch etwas zu sehen, was man sonst mit SICHERHEIT nie gesehen hätte.


    Bei Abbiegungen in der Abbiegung tut sich Else besonders schwer
    Jede 3. Anweisung ist falsch.
    Hier hilft nur der Blick (vorher) auf die Schilder oder dann auf den Monitor (das sollte tunlichst aber der Beifahrer machen)



    Sonderziele.
    Viele Sonderziele werden nur mit Namen und Koordinaten (keine Strasse) angegeben.
    Keine Regel ohne Ausnahme es gibt auch Sonderziele MIT Strassennamen.
    Besonders hilfreich ist das bei H(M)otels mit gleichem Namen.
    Hier muß man dann alle anfahren um dann entscheiden zu können welches das richtige ist.
    In der Karte anzeigen ist auch wenig hilfreich weil die Straßenamen (anscheinend) auch fehlen.

    Straßennamen:
    Hier geht es wild durcheinander.
    Boulevard, Avenue xyz
    Hier muß manchmal das Boulevard, Avenue weggelassen werden und manchmal auch nicht.
    Hinter das System wann und wann nicht, bin ich bis heute nicht gestiegen.
    Manche Straßennamen fehlen vollständig, tauchen bei den Sonderzielen aber seltsamerweise aber wieder auf.
    Hier ist echte Kreativität im/beim Suchen angesagt.


    Zahlstellen
    Pay Toll fehlen vollständig und tragen wirklich dadurch etwas zur Aufmunterung bei.
    Es geht dann immer wieder das muntere Geldsuchen los.



    Km, Meilen Einstellung
    Hier hatte ich auch sofort auf Meilen umgeschaltet.
    So lange man sich auf den Highways aufhält, mag das in Ordnung sein.
    In der Stadt habe ich dann ganz schnell wieder auf km umgeschaltet.
    Das Entfernungsgefühl für Yards wollte sich bei mir einfach nicht einstellen.


    In New York darf man sich auf einige Blindflüge einstellen.
    Wegen der Wolkenkratzer gehen der Antenne öfter die Sicht zu den Satelliten verloren.
    Hier hilft manchmal nach einer anderen Straßenseite zu suchen.
    Mitte ist nicht immer die richtige. Manchmal geht auch gar nichts.
    Bei längeren Fahrten unter Brücken hilft manchmal ein Stop in einer Nothaltebucht, um einen Fix zu bekommen.
    Hier ist es sinnvoll sich VORHER eine Entschuldigung dafür parat zu legen, Eine Ausrede wie: (I had a feeling of vomiting). kann da sehr hilfreich sein. Das ist nicht nachweisbar. Auch gutes englisch ist hier NICHT besonders hilfreich.
    Die Polizei kann hier ansonsten wenig verständnisvoll sein.


    3. Hardware
    Einbauort
    Sommer
    Bei längerer Fahrt können hier leicht 50°C und mehr auftreten.
    Wenn möglich den Luftstrom von der Klimaanlage nutzen.
    Wenn das nicht möglich ist eine Abschirmung vorsehen.
    Ein einfacher, passender Karton mit Abschirmung von oben (Alufolie auf der Außenseite) wäre die Lösung, konnte ich aber nicht finden..
    Bei mir mußte meine Mütze dafür herhalten.
    Aktiven Lautsprecher (wegen der mickrigen Lautstärke) nicht vergessen.
    Radio
    Bringt auf FM(UKW) NUR Werbung von den örtlichen Firmen mit etwas Musik.
    Auf AM (MW)gibt es auch überörtliche Informationen.



    4- Allgemeine Hinweise:
    Ein wirklich ernstgemeinter Hinweis.
    Blaue Markierungen auf Parkplätzen sind für Behinderte.
    Wer diese hier auch, nur zum Wenden, anfährt kann sich spielend ein Ticket für 100$ einhandeln. Habe auch schon etwas von 250$ gehört..
    Die Polizisten sind da NICHT festgelegt und selten verhandlungsbereit.


    Geschwindigkeitsbegrenzung
    Die LKWs geben hier an wie schnell gefahren werden kann.
    Die sind immer bestens informiert wo und wann gemessen wird.
    Also ruhig mit der Geschwindigkeit hinterher fahren.
    So können aus 55 leicht 85 werden.


    Strassenbeschaffenheit.
    Da gibt es alles.
    Bestens bis Augen zu und durch - Es ist ja nur ein Leihwagen.
    Löcher und oder Wellen von 50cm (Durchmesser und/oder Tiefe)sind durchaus möglich.
    Die Wellen haben dann Furchen von den Fahrzeugen die dort aufgesetzt haben.
    Nach ca. 200 Meilen konnte ich auch DURCH die Löcher fahren.
    Vorher hatte ich immer versucht diese zu umrunden.


    Gerco

  • Hallo Gerco, sehr guter Bericht! :)


    Allerdings hatte ich von Anfang an das Gefühl, Du scheinst nicht die besten GPS-Empfangsbedingungen gehabt zu haben, was sich mit dem Lesen jeden wieteren Punkts bestätigte.


    Da dieses nicht der erste Bericht aus dieser Gegend ist, aber der erste mit diesen "Problemen", scheint mir fast, Du hattest irgend was wie eine metallbedämpfte Scheibe oder so. ?(

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Hi


    @ Gerco, deinen Thread habe ich ins PDA Forum verschoben. ;)


    Aus deinem Bericht entnehme ich, der GPS Empfang bei deinem MIO 168 ist nicht so dolle.
    Das die Kartendaten nicht so aktuell sind, bzw ich tippe eher auf die Qualität, wundert mich. Eine neue Erfahrung eines (West)europäers. ( mich)
    Ferner scheinen mir die Straßenprofile, die Zuordnungen , mancherorts nicht zu stimmen.
    @ all:
    Wer ist eigentlich Kartenlieferant von Navigon für die USA? NQ ?


    vlG bab

    ;) bab

  • Die GPS Bedingungungen waren eigentlich immer gut.
    Das Fahrzeug hatte auchkeine metallbedampfte Scheibe.
    Ein normaler Fix kam immer in weniger als 30s zustande.


    Gerco

  • Zitat

    Original von Gerco
    Die GPS Bedingungungen waren eigentlich immer gut.
    Das Fahrzeug hatte auchkeine metallbedampfte Scheibe.
    Ein normaler Fix kam immer in weniger als 30s zustande.


    Gerco


    Danke dir! ;)

    ;) bab