Hallo Thomas,
zunächst im Thread des anderen Neulings mitlesen. Da habe ich gestern noch wichtige Dinge ergänzt und sein Problem, es bestand auch bei mir, nun verstanden und lösen können.
Ich schrieb auch dort, dass man unter Bearbeiten Optionen sich für verschiedene Nutzungen des Navis Profile auswählen kann.
Ist so ein Profil eingestellt, wird es zur Berechnung der Routen angewendet.
Bei mir ist dann oben in der Symbolleiste ein rotes Auto.
Es gibt diverser Profile wie "zu Fuss", "Motorrad".... "LKW" und auch "WoMo".
Jedes dieser Profile läßt sich unter Aktivitätsprofile bearbeiten und dann über den Reiter Routing noch individualisieren. So kannst Du Straßentypen sperren oder Wohngebiete, Seilbahnen würde ich auch sperren :-).
Wenn Du dann eine Route mit Wegpunkten erstellt hast und diese dann markierst zur Berechnung ist vorher das gewünschte Profil, also für das Gespann vielleicht WoMo, anzuwählen und dann erfolgt die Berechnung mit dem eingestellten Profil.
Was noch.
Wegpunkte sind wie gestern beschrieben limitiert auf etwa 50.
Wenn Du also auf einem Rutsch über 1000 Kilometer fahren willst und dann noch im ZickZack mit diversen Zwischenzielen, das sind die Wegpunkte die das Navi dann erreichen will, wird es schwierig.
Gegebenenfalls dann die Route in Etappen aufgliedern und speichern, z. B. jeweils bis zum Übernachtungsplatz.
Routenpunkte müssen genau in Fahrtrichtung platziert werden, sonst fährst du hin und her. Das Navi will den Punkt erreichen, auf Teufel komm raus und wenn er auf der andern Fahrbahn liegt.
Routenpunkte immer kurz hinter einer gewünschten Abbiegung platzieren.
Setzt Du den Punkt kurz davor, wird das Navi beim Fahren, wenn der Punkt erreicht ist sich melden z.B. mit "110 hinter Kreuz München Süd" kurz abbrechen und den nächsten Routenpunkt berechnen.
Setzt Du den Punkt vor oder auf das Kreuz in der Abbiegespur wird Dir das notwendige Abbiegen nicht gemeldet oder die Berechnungen laufen sich im Kreuz tot.
Die Navis rechnen für sich und nicht unbedingt absolut gleich wie BaseCamp es zeigt, erst Recht, wenn man nicht sorgfältig plant.
Hinzu kommt das Verkehrsmeldungen die Planung bzw. Berechnung beeinflußen. Die neuen Garmins sind da abet mittlerweile cleverer und melden, wenn der Weg/routenpunkt nicht mehr in der geänderten Route liegt. Man kann dann „den Punkt überspringen“ auswählen und der nächste nicht mehr in der Umleitung liegende Wegpunkt wird angefahren. Daher empfehle ich auch die Routenpunkte zu nummerieren und dahinter einen Namen zu wählen, der erkennen läßt, wo der Punkt íst. Also nicht den gezeigten Namen in der Karte z.B A3, sondern -030 A3 hinter Kreuz Wiesbaden-, dann -040 A9 hinter Nürnberg Feucht- usw.
Die Nummern immer 3 stellig mit 0 beginnen, also 010, 020 bis 100, 110 usw, weil sonst die Sortierung geht 1, 10, 11, 12, ..19, 2, 20, 21....29, 3, 30 Banane, so was, aber ist leider so.
Ein bisschen sollte immer noch der Hauptrechner im eigenen Steuersystem mitfahren und wissen wo man ist :-).
Auch wichtig.
Basecamp ist eine Datenbank. Du kannst hunderte von Touren erstellen.
Unter Datei/ Sicherungskopie erstellen kannst Du die Datenbank auf einem Stick absichern (oder auch woanders). Wenn Du auf zwei Rechnern bist must Du über den Stick immer die aktuelle Sicherung auf dem Rechner mit der älteren Datei mit "Sicherung wieder herstellen" neu ein lesen, um auf beiden Rechnern den gleichen Stand zu haben.
Nun zu mir und was mache ich.
ich fahre und reise gern mit dem Cabrio, war aber auch die letzten 10 Jahre im Außendienst für ein Automobilwerk, dies gibt es auch an der Saar, in Europa unterwegs. Bin seit diesem Monat im Ruhestand.
Seit es die ersten Navisysteme auf Pocket PC gab, 2004 kaufte ich einen HP mit Navigon 4, bin ich hier im Forum dabei und nach anfänglichem Lernen und Fehlern, nun, behaupte ich mal von mir selber, "Profi" was das Planen von Routen angeht.
Bis 2014 war ich bei den Navigon PNAs und seit dem Auslauf der Geräte nun bei Garmin. Garmin hat sich schwer verbessert und ist heute nahe an der Qualität der Navigons. Navigon wurde 2012 von Garmin aufgekauft.
All die Eigenheiten die die Navigons schon bei der Routenplanung hatten, gelten für Garmin ebenso.
Basecamp ist nicht ganz so eingängig, wie der RouteConverter oder einige andere Onlineplaner, bietet aber den Vorteil auch offline zu funktionieren und mehrere Routen gleichzeitig in der Karte zu zeigen. Dazu kommt, dass das Übertragen der Route ans Navi i.d.R. ohne Problem funktioniert.
Ein anderer On- und Offlineplaner, sehr ähnlich zu Basecamp, ist der QuoVadis von Touratech, das geht offline nur mit zugekauften oder selber konfigurierten Karten. Hinzu kommt, es kann für Garmin oder auch andere Navis verwendet werden, BaseCamp arbeitet bzw. erkennt zwangsläufig nur Garmins. Dort einzusteigen habe ich mehrfach versucht. Ich finde es noch schwieriger und unübersichtlicher als Basecamp. Dazu kommt dass das Arbeitstempo auf dem gleichen Rechner z.B. beim schieben der Karte wesentlich langsamer ist. Die Autoren der Motorradzeitschrift Tourenfahrer sehen es zwar anders herum, ich finde Basecamp hier im Vergleich einfacher.