Das wird nahezu unmöglich sein.
Viele Autos der Ende 60 Jahre griffen das Tachosignal mechanisch am Getriebeausgang am Abtriebswellenstumpf ab, welcher bei Hecktrieblern dann auf die Kardanwelle geflanscht war.
Der Käfer hatte aber m. W. ähnlich wie am Fahrrad den Tachoantrieb am linken Vorderrad. Die Tachowelle geht von dort direkt zum Tacho.
Alle Tachos mit mechanischem Antrieb hatten eine von der Tachowelle angetriebene Glocke mit Magneten und diese wirkten auf eine 2. Glocke mit Eisenkernen. Die Anziehkraft der Magnete schleppte die Glocke mit dem dort angebrachten Zeiger gegen eine Federkraft mit und so kam es zur Anzeige des Tempos in Abhängigkeit von der Drehzahl der Magnetglocke.
Ersatzweise braucht Du jetzt einen Signalgeber und Empfänger wie sie auch an elektrischen Fahrradtachos vorhanden sind und Du müsstest die Impulsfrequenz kennen die mit dem Radumfang und dem gefahrenen Tempo passt. Auch bei den Fahrradtachos wird schließlich der Radumfang in die Tachos eingegeben um aus Umdrehungszahl mal Umfang die Strecke in der Zeit und damit das Tempo zu berechnen.
Und dabei stellt sich mit die Frage, auf welchem Weg verarbeitet denn das Radio die Signale und justiert sich auf die richtige Geschwindigkeit ein.
Bei Werksradios mit Navi ist das kein Problem und bekannt, dass die Radios bzw. das Navi die Wegstrecke der elektronischen Tachos z. B . in Tunneln ohne GPS Empfang „mitführen“ und ein entsprechender Anschluß vorhanden, bzw. das Signal von der Motorsteuerung zur Verfügung gestellt wird, so auch an den OBD Anschluß.
OBD On Board Diagnose ist sei 2001 an allen Benzinern und seit 2004 auch an Dieselautos vorhanden.
Der OBD Anschluss erlaubt ja verschiedene Geräte, auch im Hobbybereich erhältlich, anzuschließen und verschiedene Motordaten und auch die Geschwindigkeit in Fahrt anzuzeigen.
Dein Blaupunkt besitzt lt. Einbauanleitung einen Eingang fürs Tachosignal wahlweise Radsensor.
Gut zu wissen, nur ein 68 Käfer hatte, wie Du richtig schreibst, weder OBD noch anderweitig ein elektronisches Tachosignal.
Die Anschlüsse für Radios waren am Zündschloss abzugreifen und bestanden lediglich aus Plus bei Zündung an und ggf. noch ein Anschluß am Radio für eine Motorantenne und Masse. Das war es.
Von daher, einen solchen Geber nachzurüsten wird nicht so leicht, wäre übrigens, wenn es in die originalen Teile eingreift eine Manipulation des Tachos und Wegstreckenzählers die nicht zulässig ist, bzw. neu abgenommen werden müsste.
Anderweitig das Signal abzugreifen und so auch schon umzuwerten, dass das Radio es auch richtig „liest“ wird schwer bis unmöglich, da man dazu auch die Größe der Justierung kennen muss.
Das ist mit 200 Euro nicht hinzukriegen.
Und zum Schluss, persönliche Ansicht, im 68 Oldtimer ein über 30 Jahr jüngeres im Design vollkommen „unpassendes“ Radio zu verbauen, geht gar nicht.
Der VW hatte doch noch die 2 Achsen Blende und nicht den 1-DIN Schacht ab Beginn der 80er Jahre.