Beiträge von emjay500

    Es mag sein, dass sich der Redakteur auf die neu berechnete Ankunftszeit bezieht oder sich auf seine eigene Einschätzung verlässt. Hundertprozentig geht das aus dem Satz nicht hervor. Wie auch immer, es wäre nur eine weitere Anekdote.


    Wichtiger erscheint mir da schon die Aussage, das Gerät verhalte sich im Berufsverkehr oft zu optimistisch.

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 30.12.2008 (habe den Artikel erst jetzt überreicht bekommen) über das TomTom Go 940 (und das Blaupunkt Travelpilot 700). Ich beschränke mich hier auf die Aussagen zu HDT.


    Zunächst räumt die Zeitung ein, dass der zweiwöchige Test nicht ausreiche, ein 'klares Fazit' zu ziehen, was vermutlich sowohl zum Negativen als auch Positiven gerichtet ist, denn es wird auf eine Sonntagszeitung angespielt, welche HDT zur 'genauesten Stauvorhersage aller Zeiten' gekürt habe.


    In der Tat attestiert der Redakteur dem System, dass es als Alleinstellungsmerkmal auch innerstädtische Störungen anzeigt (indes nur einmal einen typischen Pendlerstau). Begeisterung ruft auch die (nicht HDT-spezifische) Funktion hervor, mit einem Klick den Weg von und zur Arbeit berechnen lassen zu können.


    Aber die Kritikpunkte fallen deutlich aus. Einmal wurde wegen einer angeblich fünfminütigen Verzögerung eine halbstündige Umfahrung vorgeschlagen, was der Fahrer ignorierte und mit 130 km/h durch den 'Stau' fahren konnte. Im Feierabendverkehr stellte sich das Gerät als zu optimistisch heraus und meldete oft keine Störungen. Ein Desaster war auch der Wintereinbruch, welches sowohl Räumdienste als auch TomTom überraschte.


    Die FAZ resümiert, die Qualität liege über TMC, jedoch unter TMCpro. 10 Euro im Monat würde man dafür nicht ausgeben.


    Über mein eigenes 'Winter-Erlebnis' hatte ich hier bereits berichtet. Mittlerweile habe ich das Gerät schon einige Tage in Betrieb und bewege mich in der rein technikbezogenen Gesamtwertung wieder in Richtung 'versöhnlicher gestimmt'. Das Navi hat nämlich durchaus mal gezeigt, dass es auch willens ist, die Route zu ändern, wobei die Vorschläge im Großen und Ganzen sinnvoll waren, soweit ich das in Unkenntnis der konkreten ursprünglichen Routensituation beurteilen kann.


    Auf der anderen Seite sehe ich meine vermutlich überzogenen Hoffnungen auf das 'perfekte' (das Wort braucht jetzt nicht auf die Goldwaage gelegt zu werden) Anti-Stau-Navi stark gedämpft. Dazu fehlt es eigentlich an 'echter' Intelligenz, an spürbarem Mehrwert, egal ob die Ursache im Gerät, beim TomTom-Server oder dem Datenlieferanten liegen mag.


    TomTom hat mich mehrmals in Rückstaus geführt, wenn eine Autobahn an einer Ampel endet. Teilweise war die Verkehrslage nicht hinreichend präzise bekannt, aber dann hätte ich zumindest bei IQ Routes das Wissen sehen wollen, dass es in der Rush Hour dort zwangsläufig zum Stillstand kommt. Als Mensch ist mir das natürlich aufgrund meiner Erfahrung bekannt, und wenn ich das Navi dann übersteuert habe, musste es mir - vermenschlichend ausgedrückt - auch indirekt Recht geben, denn die prognostizierten Ankunftszeiten änderten sich nicht zum Schlechten. (Wäre ich dem Rat gefolgt, hätte es dann jedoch unbekümmert hochgezählt.)


    Auch ist das System aus GPS und Vodafone wohl prinzipiell nicht hochauflösend genug, um wirklich mit 'Insider-Wissen' agieren zu können. Am Autobahnkreuz Breitscheid z. B. merkt es lange Zeit nicht, wenn ich mich statt auf der separierten Abbiegespur auf einer der Geradeausspuren befinde. Demzufolge kann es zumindest rein HDT-basierend wohl auch nicht wissen, dass der massive Rückstau von der Abbiegespur nicht nur ein bis anderthalb Kilometer den rechten Fahrstreifen blockiert. Das eigentliche morgendliche Chaos reicht ja auf allen Spuren viel weiter zurück, nämlich oft bis zur AS Duisburg-Wedau. Wenn man sich in die Nähe des AK vorgekämpft hat, würde das Befolgen der TomTom-Anweisung nochmals zu einer erheblichen Verzögerung führen, sofern man sich brav hinten in die Spur der Abbiegewilligen einreihen wollte.


    In solchen Situationen bin ich immer noch gefordert, die Routenempfehlungen abschließend zu bewerten. Die Erleichterung, sich bloß dem Gerät anvertrauen zu müssen (es wurde hier ja auch schon empfohlen, das Navi einfach 'machen zu lassen'), ist damit zumindest im kritischen Berufsverkehr nicht völlig gegeben.


    Mein aktuelles Fazit lautet, dass der Go richtige Ansätze zeigt und teilweise ordentlich führt, sich teilweise aber auch schmerzhafte Fehltritte leistet. Da ich persönlich nur HDT (und als nettes Gimmick vielleicht noch die Google-Suche) nutze, rechne ich diesem Feature die vollen 10 Euro im Monat zu und finde, dass dieser Betrag unangemessen hoch ist. Unbeschadet der Frage und damit dem Threadtitel, ob ich es nicht doch zähneknirschend weiternutzen werde.


    Auch wenn das etwas abdriftet, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass das Gerät als solches im Großen und Ganzen gut funktioniert. An die verschiedenen Bugs und Skurrilitäten habe ich mich halbwegs gewöhnt; als größtes Ärgernis stellt sich die ermüdend einfallslose Aneinanderreihung von Fahranweisungen dar (was im Übrigen auch die FAZ erwähnt). Den Listenpreis von 399 bzw. 499 EUR halte ich in beiden Fällen für überzogen, da müssten auf jeden Fall noch der TMCpro-Empfänger und die Fernbedienung im Karton liegen.

    Ich würde gerne ein z. B. über die lokale Google-Suche gefundenes Zwischenziel unkompliziert in eine bestehende Route integrieren und dabei angezeigt bekommen, wann ich dieses erreicht habe.


    Bei Reisen über erfolgt ein solcher Hinweis nicht, was laut Handbuch auch so gewollt ist. Die Reisenroutenplanung hingegen scheint mir für meinen Fall etwas zu hoch gegriffen zu sein.


    Gibt es noch einen Trick, in der ersten Variante eine Ansage hinzubekommen?

    Das ist richtig (ist ja mein erstes Navi), aber ich habe bisher intensiv die permanenten Staudurchsagen vom WDR auf Mittelwelle genutzt oder vor Abfahrt die Website autobahn.nrw.de konsultiert. So ganz unvertraut bin ich daher nicht mit der gelegentlichen Diskrepanz zwischen Durchsagen/Prognosen und Realität.


    Ich sitze jetzt auch nicht mit Stoppuhr und Diktiergerät im Auto, bis ich das TomTom mal bei einem Fehler erwische. Anhand der ursprünglichen Prognose '2 min' und meiner Erfahrung auf der Route hatte ich mir ein bestimmtes Staubild ausgemalt (ein typischer Rückstau bis i. d. R. zu einer gewissen Stelle), als es dann deutlich anders kam, war ich natürlich enttäuscht.


    Ein weiteres Beispiel von heute morgen: TomTom schickte mich über die A3 nach Düsseldorf. Das ist die normale Route, aber auch riskant, weil vom AK Breitscheid immer ein erheblicher Rückstau verursacht wird. Als ich das Stauende bei Duisburg-Wedau erreichte, gab WDR 2 die regulären Verkehrsmeldungen durch (6 km Stau) und TomTom wechselte von vier auf zehn Minuten Verzögerung. Ich fühlte mich an die Börsenanalysten erinnert, die mir sagen, dass die Aktie soundso gerade abgestürzt ist


    Wie gesagt, ich will nicht gleich nach wenigen Tagen das System in Grund und Boden verdammen, aber das Ei des Kolumbus, mit dem man ultrapräzise Verkehrsdaten in Quasi-Echtzeit auch abseits der Autobahn erhält, scheint es mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu sein. Man mag mir jetzt Realitätsferne vorwerfen, Werbe-Leichtgläubigkeit oder mangelnde Navi-Erfahrung, aber für 10 EUR im Monat würde ich etwas erwarten, was diesem Ideal zumindest nahe kommt.

    HDT war der entscheidende Grund, mir nach langer Recherche endlich auch ein Navi zuzulegen. Ich besitze es seit ca. 3 Wochen und muss mich als Newbie auch an so manche Skurrilität bezüglich Bedienung und Navigation (Routing, Ansage, Aussprache) gewöhnen.


    Auf dem Weg von und zur Arbeit (Bottrop-Düsseldorf) soll mir das Gerät nicht so sehr neue Routen vorschlagen, sondern stattdessen dynamisch die 'am wenigsten schlechte' nennen.


    Die erste Bewährungsprobe war am Montag mit dem starken Wintereinbruch. Die errechneten Verzögerungen wechselten scheinbar beliebig, die Ankunftszeiten von 'wäre noch ganz respektabel' bis 'katastrophal'. (Es ist schließlich mit 2:30 h letzteres eingetroffen. Zum Vergleich: Normal wäre auf der Hinfahrt je nach Route und Uhrzeit zwischen 0:50 und 1:15 h.)


    Nachdem mich das Navi zigmal fragte, ob es vermeintlich schnellere Routen nehmen solle, habe ich die Rückfrage deaktiviert und mich einfach leiten lassen und gurkte TomTom-gesteuert durch die verschneiten Ortschaften. Den Stau auf einer typischen Ausweichroute in Mülheim z. B. sah der elektronische Lotse nicht.


    Vielleicht, sage ich mir, hätte ich unter diesen Extrembedingungen lieber als Mensch die Maschine übersteuern und mich brav in den Megastau auf der hoffentlich geräumten Autobahn stellen sollen?


    Immerhin hat mich das TomTom heute, bei weniger dramatischer Witterung, auf eine Route geleitet, die ich durchaus auch gewählt hätte. Das Vertrauen in das Gerät wuchs wieder.


    Auf der Rückfahrt dann wieder Ernüchterung. Den Rückstau auf einer Hauptverkehrsstraße in Düsseldorf kannte das Navi nicht (vielleicht war die Straße zu 'klein' und wurde nicht überwacht?) und auf der Autobahn kam ich mir so vor wie früher mit klassischem Verkehrsfunk. TomTom meldete beharrlich schlappe 2, 3 oder 4 Minuten Verzögerung, auch nachdem schon deren fünf im Stau vergangen waren.


    Mein Fazit bisher: Ich bin eher enttäuscht von HDT. So sehr mir das 740 von der Hardware inklusive Halterung gefällt, und so akzeptabel Bedienung und Navigation sind (wenngleich auch lange nicht wirklich gut!): Ich sehe mich in knapp sechs Monaten vor der Entscheidung, HDT zähneknirschend zu verlängern oder einen TMC-Empfänger zu kaufen, wobei ich dann die Preiswürdigkeit der Gesamtlösung nicht mehr sehe. Ich hoffe, dass sich das System bis dahin noch irgendwie 'fängt' (vielleicht durch bessere Datenaufbereitung) und mir wirklichen Nutzen bereitet.

    Danke erst mal für die schnelle Antwort!


    Meinst du mit Kontextmenü die Abbiegehinweise (linkes Drittel) und Zeit-/Entfernungsangaben (rechte beiden Drittel)? Die dritte Taste wäre dann für die Verkehrsinfos (schmaler vertikaler Balken rechts)?


    Was ich dann nicht verstehe: Klickt man auf die Abbiegehinweise, erscheint das Menü für die Lautstärkeregelung. Dafür gibt es doch den separaten Lautstärkeschalter auf der Fernbedienung?

    Ich überlege, mir aus Sicherheitsgründen die Fernbedienung zu kaufen, damit ich mich nicht vorbeugen muss, um das Gerät zu bedienen.


    Könnte mir jemand kurz erklären, was es mit den Tasten auf sich hat? Auf dem Produktfoto auf der TomTom-Seite sehe ich ein Steuerkreuz mit einem Knopf in der Mitte (vmtl. 'OK'), darunter drei kleinere Tasten (kann man hier selber Funktionen speichern?) und schließlich Lautstärke.


    Ist das soweit korrekt?

    Die automatische Umschaltung hat bei mir von Anfang an nicht funktioniert, auch nicht im Halter. Danach habe ich nur mit dem Gerät in der Hand oder in der Docking Station getestet.


    Nachdem ich die Einträge hier gelesen habe, bin ich nun extra zum Auto gestapft und habe auch ein anderes Nachtschema eingestellt. Zu meiner großen Verblüffung schaltete das Gerät sofort nach Einrasten auf die Nachtsicht um. Meine Freude währte jedoch nur einige Sekunden, dann war wieder gleißende Helligkeit angesagt.


    Ich habe das Gerät nun wie folgt 'überreden' können:


    • Option Bei Dunkelheit Helligkeit reduzieren aktivieren
    • Mehrfacher Test in dunkler Garage mit Taschenlampe
      Der Helligkeitssensor reagiert mit gewisser Trägheit und regelt die Beleuchtung in mehreren Stufen, bis auf der kleinsten bzw. größten zum Nacht- bzw. Tagschema geschaltet wird.
    • Option Bei Dunkelheit Helligkeit reduzieren deaktivieren
    • Gewünschtes Nachtschema (= Tagschema) wieder einstellen


    Das Gerät schaltet nun bei gleichem Farbschema ohne Zwischenstufen entweder auf die Tages- oder Nachthelligkeit um.

    Einstellungen 3 von 8
    Helligkeits-Einstellungen
    Bei Dunkelheit zu Nachtansicht wechseln


    Oder gibt es noch eine andere Option?


    Ich habe zwar mittlerweile das gleiche Farbschema für Tag und Nacht, jedoch mit deutlich unterscheidbarer Helligkeit, und zudem gibt es ja noch den Tag- bzw. Nachthimmel am oberen Rand der Karte.


    Wenn ich manuell umschalte (mittlerweile über Schnellzugriffsmenü auch kein Problem mehr), funktioniert es.

    Das Navi beherrscht nicht die Zuordnung von mehreren Telefon-/Faxnummern etc. zu einer Person und muss diese daher separat speichern. Der Buchstabe nach dem Schrägstrich gibt dabei die Art des Eintrags an, vermutlich M für 'mobile', W für 'work', F für 'fax' usw.