Heute morgen gab es wieder mal ein größeres Chaos in meiner Region, auch wenn mir diesmal nicht klar war, was der Grund gewesen sein könnte.
Sei's drum, mir ist erneut bewusst geworden, dass die mangelnde Funktion, auch Rückstaus zu erkennen und in die Routenberechnung einzubeziehen, das TomTom 740 als zuverlässigen Helfer disqualifiziert, wenn es mal 'ernst' wird auf den Straßen. Unbeschadet der Frage bevor der Einwand kommt wie gut oder schlecht das 'herkömmliche' Navis können mögen. Diese verursachen zumindest keine laufenden Kosten.
Die Route, welche TomTom gewählte hatte, war dabei gar nicht mal so schlecht (vom Prinzip her gesehen). Am Autobahnkreuz Duisburg-Nord kommt es immer zu Rückstaus und langen Wartezeiten, aber was sich mir heute zeigte, verbot es ohne weiteres Überlegen, sich dort 'anzustellen'.
Nach Verlassen der Autobahn an der nächsten Anschlussstelle und manuellem Ausschließen der A59 (meine neue Lieblingsoption: Teilroute vermeiden), hätte mich das Gerät am liebsten zurück zur A3 geführt. Also auch noch die A42 verboten und erst mal aufs Geradewohl gefahren, in der Hoffnung, es möge eine vernünftige Route rauskommen. Schließlich lotste mich das Navi auf das Betriebsgelände von ThyssenKrupp oder so. Ich habe nur die wartenden LKW an der Pförtnerloge gesehen und umgedreht.
Das Vertrauen in den kleinen Helfer zunächst verloren, beschloss ich, bei der nächsten Gelegenheit anzuhalten, die Route zu löschen und komplett neu berechnen zu lassen und mir in Ruhe anzusehen, wo ich herfahren sollte und was erfahrungsgemäß nichts bringen würde (-> Teilroute vermeiden).
Schlussendlich wurden es satte 25 Minuten mehr als sonst im 'schlimmsten' Fall üblich, und das, wo ich heute mal pünktlich zu einer bestimmten Uhrzeit in der Firma sein musste. Und ich hatte mir schon überlegt, wie ich mir bei meinem vermeintlich großzügigen Puffer die Zeit im Büro vertreiben sollte
Meines Erachtens müssten Datenlieferant bzw. TomTom erkennen, dass in der Funkzelle auf der Autobahn soundso zwar x Mobiltelefone relativ zügig fahren, aber wiederum y Mobiltelefone so gut wie gar nicht vorankommen und dann merken, dass hier zumindest 'irgendwas' nicht stimmen kann.
Noch eine Anekdote vom Wochenende: Bottrop nach Bochum, TomTom navigierte mitten in einen satten Stau, welcher sich aus einer der Dauerbaustellen auf der A40 ergab. Da ging aber wirklich nichts mehr, weder auf der Hin- noch der Gegenfahrbahn. Die Verkehrsstörung wurde denn auch erkannt, aber wie so oft zu optimistisch bewertet.