Hallo allerseits,
das ist doch mal wieder ein Thread, der Spaß macht. Wie hier die "Glaubensbekenntnisse" hingebungsvoll verteidigt werden, hat nicht nur einen hohen Unterhaltungswert, sondern dies hat mir auch zu wertvollen neuen Einsichten verholfen 
So ist mir als MNEE-Opfer erst durch diese Postings bewußt geworden, welches Kleinod mir da in Form des neuen Map-Export-Tools eigentlich in die Hand gefallen ist. Ich hatte nämlich bisher gedacht, durch die Verringerung der Korridorbreite auf nur noch 30 km habe Navigon vermeiden wollen, daß dieses Tool einen höheren Gebrauchswert habe als der Rest der Mängel-geplagten Software. Falsch, völliger Irrtum meinerseits!
Tatsächlich ist es doch offensichtlich so, daß man bei der Vorbereitung eines Map-Exports durch Anklicken hinreichend vieler Zwischenpunkte große "Blasen" um Start-und Zielort sowie dicke "Schläuche" dazwischen generiert. Hierduch wird man unmerklich dazu angehalten, sich detaillierter mit den geografischen Verhältnissen der betreffenden Länder zu befassen. Dabei gewinnt man vertiefte Erkenntnisse auch zu kleineren Orten in Zwischenbereichen, die einem sonst vermutlich verborgen geblieben wären. Gerade beim Urlaub zählt aber doch die Vorbereitung mit zum schönsten, und dies kann man mit dem Map-Export richtig ausleben.
Und anstatt dann im blinden Vertrauen auf ein Navigationssystem einfach nur von A nach B zu starten, führt das dank Map-Export erlangte Zusatzwissen während der Fahrt zu einem gewissen Wiedererkennungseffekt: man fühlt sich vertraut mit der Umgebung, und diese zusätzliche Ortskenntnis wiederum ist überaus wertvoll, um die MNEE-typischen Routing-Probleme erfolgreich meistern zu können. So gesehen bilden also MNEE und Map-Export eine sich sinnvoll ergänzende Einheit.
Pech kann man allenfalls haben, wenn man sich als Camper während des Urlaubs aus irgendwelchen nichtigen Gründen (Waldbrand in Südfrankreich usw.) entschließen sollte, seine ursprünglichen Planungen zu ändern und ein anderes Zielgebiet aufzusuchen oder eine andere Rückroute zu wählen. Hier muß man eben ein wenig Disziplin zeigen, was vielleicht anfangs dem ein oder anderen ein wenig schwer fällt: ich traf nämlich im letzten Urlaub einen Wohnmobilfahrer, der zusätzlich zu seinem iPAQ mit Navigon-MN auch noch ein für Map-Export genutztes Notebook mitführte. Das kann natürlich nicht Sinn der Sache sein 
Getreu dem Slogan: "Wir arbeiten dran", hoffe ich nun auch die letzten Zweifler des Map-Exports hinreichend und dauerhaft vom Wert dieses Tools überzeugt zu haben. Und da es kaum etwas schöneres als den Vergleich von Äpfeln mit Birnen gibt, möchte ich zu den Europa-Karten noch anmerken: da TomTom im Gegensatz zur Navigon-Werbung nicht ganz Europa, sondern nur die auf der TomTom-Seite detailliert aufgeführte Teilmenge von Ländern abdeckt, ergibt sich für diese Karten nur eine Summe von insgesamt 995 MB. Was würde einem doch alles entgehen, wenn man einfach diese Europa-Karten auf eine einzige 1GB-CF-Karte packen würde? Nachdem ich nun dem Map-Export huldige, ein schrecklicher Gedanke. Den werde ich aber gleich vertreiben, indem ich mich wieder einem spannenden neuen Map-Export widme. Vielleicht können wir ja auch eine "Schlauch"-Tauschbörse gründen?
Viele Grüße vom dem um Einsicht und Erkenntnis ringenden ;-))
WOM.