Neue Debatte über Tempo 160 auf Autobahnen. Was hält ihr davon?

  • Hallo!


    @Didi: Mit der Vignette stimme ich dir voll zu. Ich finde Österreich ist zu teuer, die Schweiz hat echt ein geniales System. ~ 25 Euro pro Jahr sind wirklich vertretbar und sehr fair für die Einheimischen. Die Vignette kaufe ich wirklich gerne, zumal man einen Teil beim Benzin wieder sparen kann ;)
    In Deutschland wird etwas ziemlich teures kommen wie ich unsere Politiker kenne (Schätze Größenordnung von 5 ct/km - das sind bei 600 km schon 30 Euro). Am besten noch freie Fahrt für Ausländer X(


    -Johannes

  • Hallo


    Aktuelles Beispiel für Sicherheit und höheren Verkehrsfluss bei geringeren Geschwindigkeiten ist die B33 durchs Kinzigtal. Ausgangspunkt war hier eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an schweren Verkehrsunfällen mit Todesfolge [~35 Tote in 10 Jahren] im Bereich Offenburg bis Hausach [ca. 30 Km]. Nun hat vor über einem Jahr der Kreistag - nach heftigen Debatten und Wiederständen - beschlossen, das Tempolimit von 100 auf 80 herunterzusetzen; im Bereich von besonderen Gefahrenstellen sogar auf 60. Ein erstes Ergebnis [von einer gründlichen Auswertung kann man sicherlich noch nicht sprechen] sieht erfolgsversprechend aus... weniger Unfälle, weniger Tote und höherer Verkehrsfluss. Von daher wäre ich - im Sinne von Sicherheit und Ökonomie - für ein generelles Tempolimit von 130 auf Autobahnen... auch in D.


    MfG

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  • Zitat

    Original von dIdIX


    Deutschland - unbeschränkt


    Hallo


    Vorsicht - es gibt bei uns eine Richtgeschwindigkeit... liegt bei 130. Wer schneller fährt wird nicht "bestraft", muß sich aber im "Falle eines Falles" [Unfall] ggf. eine Teilschuld anrechnen lassen. Auch dann, wenn er bei geringerer Geschwindigkeit [unter 130] zu 100% am Unfall unschuldig wäre...


    MfG

    Einmal editiert, zuletzt von obk ()


  • ich habe auch gehört, dass die vollkasko etc ... aussteigt bei geschwindigkeit über 130 ....
    stimmt das? was steckt dahinter?


    @Johannes


    ich finde, dass österreich für ausländer zu billiger ist und für inländer zu teuer:
    grund: in der schweiz zahlt man für einmal durchfahren SFR 40,--, in österreich kauft man sich eine wochenvignette um 7 und für fährt zB 1000 km durchs land. ein inländer, der täglich zB 5 km auf der autobahn fährt => (5 km * 5 Tage * 44 Arbeitswochen) kommt auf 1.100 km, zahlt dafür aber EUR 72,60. hier läuft einfach was schief. ich finde die italienische maut "perfekt". Die ist nicht teuer (ausgenommen teurer Bergstrecken, zB brenner) und sehr fair!


    dIdI

    Einmal editiert, zuletzt von dIdIX ()

  • Wenn hier schon Statistiken auf den Tisch kommen - irgendwann hieß es mal, daß wir weniger Verkehrstote im vergleich zum Verkehrsaufkommen auf Autobahnen haben als in Ländern mit Geschwindigkeitsbeschränkung.


    Und was wohl auch jeder, der für eine Geschwindigkeistbeschränkung ist, gerne vergißt: wodurch werden denn viele Unfälle verursacht? ?(


    Oder warum heißt es immer, Frauen seien die besseren Autofahrer, da sie an weniger Unfällen beteiligt sind? ?(


    Klar, weil sie nicht aktiv am Unfall beteiligt sind, aber leider Gottes oft die Ursache für einen Unfall bilden durch unanagemessene langsame Fahrweise!


    Klingt paradox, ist es für mich aber nicht.


    Durch diese´"Schleicher" auf der Mittelspur kommt es doch erst zu den gefährlichen Szenen auf der linken Spur!


    Ich plädiere weiterhin für eine Mindest- und nicht Höchstgeschwindigkeitsdiskussion!

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • HSVMichi,


    wenn wir schon bei statisk sind,
    frage:
    wieso sind italiens autobahen die gefährlichsten von europa?
    weil die eine geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h haben ?(


    dIdI


  • Vielleicht? ?(


    Nee, keine Ahnung :D

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  • Zitat

    Original von HSVMichi


    Durch diese´"Schleicher" auf der Mittelspur kommt es doch erst zu den gefährlichen Szenen auf der linken Spur!


    Hallo Michi


    Sind also die "Schleicher" schuld an den Unfällen?


    Irgendwo habe ich mal gelernt, dass derjenige, der überholt, die Verantwortung trägt, dass er auch ordentlich am Hinderniss vorbei kommt... ;D


    MfG

  • Zitat

    Original von dIdIX
    Ich finde die italienische maut "perfekt". Die ist nicht teuer (ausgenommen teurer Bergstrecken, zB brenner) und sehr fair!


    Das habe ich im letzten Urlaub überhaupt nicht so empfunden. Erstens ist es elend nervend ständig von Mautstelle zu Mauststelle zu fahren und dann vor einer Schranke zu stehen. Das stört IMO den Verkehrsfluss erheblich. Da kommt man sich vor als würde man ständig Landesgrenzen übertreten.


    Auch von den Kosten her empfand ich die Maut als sehr teuer. Warum nicht simpel wie in der Schweiz? Eine Vignette für's ganze Jahr und fertig. Dafür, wie hier schon erwähnt wurde, für Einheimische Nachlass bei der KFZ-Steuer.


    Den Tollcollect-Aufwand mit sündhaft teuren Mautbrücken, den entsprechenden Reparatur- und Wartungskosten sowie die Notwendigkeit eine OBU im Fahrzeug zu verbauen und der riesige Verwaltungsapparat drumrum halte ich für weit über das Ziel hinausgeschossen. Das ist wieder typisch deutsch und riecht nach mehr als es heute ist. Außerdem ist es IMO auch bedenklich bzgl. Datenschutz (von wegen GPS usw.).


    Sicher, wenn man die Maut als Nutzungsgebühr sieht, die zur Deckung der Wartungskosten gedacht ist, dann wäre eine kilometerabhängige Maut fairer. Ich sehe lediglich den Kosten-/Nutzenvergleich. Mit einer simplen Vigniette erreicht man letztlich auch, dass Geld in die Kasse kommt. Alle anderen Aspekte, die mehr der Kontrolle dienen, halte ich persönlch für unlauter und unsinnig. Zudem würde ich verlangen, dass das Geld auch wirklich zur Instandhaltung bzw. dem Ausbau der Straßen verwendet wird.

  • @obk: natürlich hast Du Recht! :)


    Aber es macht das Verhalten der Mittelspur-Fetischisten nicht besser.... warum können sie mit ihren 130 (oder sogar noch weniger) nicht rechts fahren? ?(


    Sind diese Autofahrer vielleicht bei dieser eher geringen Autobahngeschwindigkeit bereits überfordert, ihr Gefährt auf einer Spur zu halten, die rechts durch eine Leitplanke oder Standspur begrenzt ist?


    Und dann sind da noch meine Favoriten ("Mercedesfahrer mit Hut" :D :( wollen ihre 100 stur fahren. Sollen sie von mir aus auch.


    Aber warum um alles in der Welt kann dieser ****** beim Überholen eines noch langsameren fahrzeugs nicht mal kurz ein wenig auf das rechte Pedal drücken? Warum "bremst" er beim Überholen die nachfolgenden Fahrzeuge aus?


    Ich bleibe dabei: durch solche Autofahrer passieren viele Unfälle, die nicht hätten sein müssen.


    Zum Thema zurück: die Österreicher gehen ja anscheindend den richtigen Weg. Die uralten beschränkungen wurden zu einer Zeit fetsgelegt, als die gesamte Autotechnik - im Speziellen die Bremsen - noch einen völlig anderen Stand hatten.


    Die Reaktionszeit hat sich sicherlich nicht verändert, aber der Anhalteweg schon.


    Früher waren rechte Außenspiegel eine Option, heute sind sie (mittlerweile einige Jahrzehnte) Pflicht.

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  • Zitat

    Original von Candid


    Das habe ich im letzten Urlaub überhaupt nicht so empfunden. Erstens ist es elend nervend ständig von Mautstelle zu Mauststelle zu fahren und dann vor einer Schranke zu stehen. Das stört IMO den Verkehrsfluss erheblich. Da kommt man sich vor als würde man ständig Landesgrenzen übertreten.


    einheimische stehen nicht vor dieser "grenze", die fahren links mit 60 km/h stunde vorbei und die schranke öffnet sich automatisch. außerdem gibts die viacard, damit geht die abwicklung auch sehr schnell.
    außerdem sind nicht viele mautstelle, eine bei der auffahrt und eine bei der abfahrt - somit wird der verkehrsfluss nicht ständig unterbrochen ... man kann hunderte kilometer fahren ohne einer schranke! (leider gibts bei dato noch einige zwischenmautstellen, aber diese sind im verschwinden!)


    zu denn kosten, die sondermautstellen in österreich sind wesentlich teurer, wenn ich zB ins südtirol fahre, wird maut in österreich von 16,50 fällig , wenn ich como bis nach genova fahre, wird nur maut in höhe von ca 10 fälllig. die strecke ist ziemlich gleich lang, mit dem riesen unterschied, dass ich bereits in österreich eine vignette von 72,60 gekauft habe ...
    => es mag vielleicht für deutsche autofahrer teuer wirken, aber ich zahle die italienische maut "gerne".


    dIdI

  • Zitat

    Original von HSVMichi


    Zum Thema zurück: die Österreicher gehen ja anscheindend den richtigen Weg. Die uralten beschränkungen wurden zu einer Zeit fetsgelegt, als die gesamte Autotechnik - im Speziellen die Bremsen - noch einen völlig anderen Stand hatten.


    Hallo


    "Früher" war das Verkehrsaufkommen auch noch ein anderes... :gap


    Noch einmal zu den "Schleichern": Klar gefahren wird bei uns rechts; und wer die mittlere - oder gar die linke - Fahrspur blockiert, verhält sich verkehrswidrig. Und auch für's Überholen gilt... "zügig". Aber: Solch einen Fahrer dann in einem riskanten Manöver [am besten noch rechts] zu überholen ist eine andere Sache. Kommt es dabei dann zum Crash, trägt erst einmal der Überholende die Verantwortung und auch die Schuld... er hätte halt "hinten dran bleiben müssen". Eine evtl. Mitschuld ist sicherlich in den wenigsten Fällen gegeben...


    Übrigens sind solcherlei "Manöver" für den Durchschnittsautofahrer [zu denen ich mich auch zähle] bei 130 noch eher zu beherrschen, als bei 180... auch das ist für mich ein Grund für's Tempolimit! Das ist für mich gar keine Frage: Je schneller man fährt, je gravierender sind Fahrfehler!


    MfG

  • Hallo,


    nur eine Anmerkung: Wenn sich alle an die geltenden Abstandsregelungen halten würden, würden mehr Leute rechts fahren und es gäbe weniger gefährliche Situationen (habe nicht gesagt, dass ich es immer tue ;D )


    Und: der ADAC und einige andere haben vor Jahren schon festgestellt, dass es zulässig sein, auf der mittleren Spur zu verbleiben, auch wenn nur gelegentlich rechts deutlich langsamere Fahrzeuge sind. Ob das so sinnvoll ist, möchte ich nicht kommentieren.


    Eine Geschwindigkeitsbeschränkung würde jedoch definitiv zur Entzerrung beitragen und pro km Autobahn mehr Fahrzeuge erlauben. Wir haben halt die vollsten Autobahnen in Europa.


    Gruss, Snoopy

  • Zitat

    Original von Snoopy63
    Hallo,


    Und: der ADAC und einige andere haben vor Jahren schon festgestellt, dass es zulässig sein, auf der mittleren Spur zu verbleiben, auch wenn nur gelegentlich rechts deutlich langsamere Fahrzeuge sind. Ob das so sinnvoll ist, möchte ich nicht kommentieren.


    hab grad vor ein paar monaten gehört, dass die gendamerie in österreich links fahrer öfters bestrafen will (auch solche, die auf mittlere spur verbleiben, dann der erste fahrstreifen sei nicht nur für lkw's da ... )


    interessant, wie da die länder verschiedene wege gehen ... ;- )


    dIdI

  • Was Snoopy schreibt, hat natürlich weder Hand noch Fuß; wenn man mal ein wenig googelt, wird man auch wissen, warum... :D


    Es gibt Regeln und Bußgeld (+ Punkte)bestimmungen, wenn man gegen das Rechtsfahrgebot verstößt, und da ist nirgends (zumindest habe ich nichts gefunden) die Mittelspur von ausgenommen.


    Sehr schön sind in einem anderen Forum die Gefahren beschrieben: sture 130 km/h-Mittelspurfahrer: Kleintransporter mit 140 km/h als auch Sportwagenfahrer mit 250 km/h müssen sich wegen dieser Verkehrsteilnehmer die linke Spur teilen....


    Ich wäre angesichts dieser Betrachtung für Fahrverbot bein Nichteinhaltung des Rechtsfahrgebots.

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    Einmal editiert, zuletzt von HSVMichi ()