Habe ich recht?

  • Hi,


    komme gerade von einer kleinen Tour mit Navi on board zurück.


    Da ist mir was Komisches passiert. Habe von meinen Ausgangsort einen Zielort bestimmt. Die Route, die er mich führt, kenne ich bereits.


    Als ich unterwegs war, hinkte mein 4.2 ziemlich nervig hinterher, also hielt ich an, machte einen Warmstart und startete die Route neu. Und nun kommt es: Er gab mir einen völlig neue Route vor (beide Berechungen beruhen auf dem "Kürzester-Weg-Modus".


    Er schickte mich über eine Neben-Neben-Straße, die anscheinend gerade so als Zwischending zwischen Landwirtschaftsweg und Straße durchging und der Weg war klasse! Ich fuhr irgendwo durch die Pampa und war circa 10 Minuten schneller als sonst da. Sonst führt er mich eine Route über ganz normale Landstraßen und Käffer.


    Nun zu meiner Theorie, die ich gerne verworfen oder bestätig wissen möchte.



    Wenn ich sonst die Strecke plane (ca. 65 km lang), dann sucht er die kürzeste mit den erträglichsten Fahrwegen. Also quasi eine Mischung aus kurz und schnell.


    Wenn ich unterwegs die Strecke, circa bei KM Stand 40 km plane, dann merkt das Gerät, dass eigentlich nur noch 25 km Strecke vor einem liegen, und plant nun auch kürzere Strecken ein, die aber nicht so schnell befahrbar sind, also auch Neben-Neben-Sträßchen.
    Die Mischung bei kurzen Strecken: kurz (auch Gässchen und Nebensträßchen, die kaum mehr als Hauptstraße durchgehen) und schnell.


    Weiß jemand, ob ich da richtig denke.

  • M E wird berechnet was am schnellsten geht, also wenn du daheim diese tour planst wird aus vorgegebener Schnittgeschw. und Wiegefaktor der "vorliebe' des Profils für der Strassentyp berechnet was am schnellsten wäre UND wobei so viel wie möglich die STrassen die vorne im Profil mitreiten benutzt werden.


    Wenn du nun draussen auf dem Wege die restliche Strecke berechnest kommt da ganz klar etwas anderes aus die Formel raus so wie ich das sehe.

  • Meine Theorie ist, dass , -falls Du wirklich vor dem Warmstart die gleichen Fahrzeug- und Optimierungsdaten eingestellt hattest, Die Routenplanung auf längeren Strecken weniger kleine Straßen in Erwägung zieht. Bei kürzeren Strecken werden dann bei der Optimierung mehr kleine Staßen angetestet.


    Bei der Ausarbeitung von Motorradtouren ist mir häufiger aufgefallen, dass der Routenplaner Bundesstraßen bevorzugt, auch wenn man streckenweise auf Kreisstraßen die Tour gut abkürzen kann.
    Plane ich aber eine Tour von dem Ort, wo ich bei der Abkürzung die Bundesstraße verlasse, zu dem Ort, wo ich wieder auf die Bundesstraße stoße, wählt der Routenplaner den Weg über die Kreisstraßen.


    Dafür könnten 2 Dinge zutreffen:


    1. Fernab von Start und Ziel hält Dich das Navi für nicht ortskundig, und mutet Dir keine Route über kleine, schlechter ausgeschilderte Straßen zu.
    Aus meiner navifreien Zeit kann ich bestätigen , dass an den Verzweigungen der Kreisstraßen meist nur dass nächst Dorf ausgeschildert ist, und man sich dort als Fremder nur mit den Finger auf der Karteorientieren kann.


    2. Die Route über die Bundesstraßen bietet einen Zeitvorteil, der mir aber bei der Tourenplanung nicht relevant erschien.

  • Was mich übrigens sehr wundert.


    Ich habe eine Strecke, die ich in den Anfängen meiner Navi-Zeit oft mit dem Navi gefahren bin, um es einfach auf Heimfahrten zu testen. Dabei führte es mich einmal über eine andere Straße als sonst immer - seitdem fahre ich immer diese Straße, da sie einen tatsächlichen Zeit-/Weg-Gewinn darstellt. Komischerweise wurde diese Straße nie wieder seitdem angezeigt. Habe nichts an den Profilen geändert.

  • Dazu sollte man zunächst wissen, dass auch bei kurzer Route Geschwindigkeitsprofile und Preferences einen (geringen) Einfluss haben. Es wäre also denkbar, dass mit unterschiedlichen Profilen geroutet wurde und daraus Unterschiede resultieren. Das wird hier aber wohl nicht der Hauptaspekt sein.


    Würde das Navi immer streng der Logik des eingestellten Profils folgen, dürfte es normalerweise nicht sein, dass das Setzen eines Zwischenpunktes auf der Route in der Folge ein abweichendes Routing bewirkt. Ich hatte allerdings auch schon bemerkt, dass das Navi in größerer Entfernung von den Routenpunkten nicht unbedingt jede denkbare Alternative prüft und sehr kleine Straßen wohl einfach ignoriert.


    Besonders deutlich wird das bei meinem selbst gebauten Fahrradprofil, dass gerade diese kleinsten Straßen bevorzugen soll. Dazu zitiere ich mich mal selbst:
    "-Kleinere Straßen werden grundsätzlich gegenüber größeren bevorzugt. Dies ist also für den sportlichen oder touristischen Einsatz auf wenig befahrenen Straßen gedacht, wo es nicht unbedingt auf eine besonders schnelle oder kurze Strecke ankommt.
    Leider funktioniert dies nur richtig im Nahbereich um die Routenpunkte. Ansonsten hat MN4 die Neigung, unabhängig von der Einstellung im Profil auf größeren Straßen zu bleiben.
    Wenn man auch auf längeren Strecken sicherstellen will, dass immer möglichst kleine Straßen genutzt werden, muss man in recht kurzen Abständen (nach ersten Tests etwa alle 2 bis 5 km) Routenpunkte setzen. Das macht man am besten komfortabel im MapExport auf dem PC und speichert dann die Route auf dem PPC."


    Ich gehe davon aus, dass diese Vereinfachung im Routingalgorithmus eine Menge Zeit bei der Routenberechnung spart, da sonst sehr viel mehr Alternativen geprüft werden müssten.


    Bei dem wohl am meisten gebräuchlichen schnellen Routing wird dadurch auch nur selten eine sinnvolle Abkürzung verpasst. Bei der kurzen Route sicherlich öfter.


    Ich würde es sehr begrüßen, wenn man bei Bedarf unter Inkaufnahme einer längeren Berechnungszeit ein genaues Routing über alle Straßentypen einschalten könnte.


    @Limbo
    Deine Erklärung mit der Ortsunkundigkeit des Fahres erscheint mir nicht plausibel. Ich habe ja gerade ein Navi, damit ich ohne Ortskundigkeit überall annähernd optimal geroutet werde.

  • Dürfte der Kreiselfehler am GPS noch einen Einfluss haben auf die verschiedene Streckenberechnungen von einem Punkt an verschiedenen Tagen?....wenn der Standort etwas anders ist könnte doch knapp eine andere Route besser aus die Berechnung kommen ?


    wenn ich zB von mein Haus weghfahre und nach recht gehe komme ich ziemlich rasch an die AB , aber auch nach links komme ich dort...je nachdem ich mein Becker TP die Route zuerst (vor das wegfahren) liess oder erst hundert Meter später kamen da verschiedene Routen heraus...

    Einmal editiert, zuletzt von marcelnl ()

  • Die Route kann schon bei einem minimalen anderen Startpunkt total anders verlaufen. :)


    Ich habe es im Dezember gepostet: ich bin ca 6 mal die gleiche Strecke gefahren (ca 12 Kilometer durch Hamburg).


    Beim siebten Mal stand ich bei der Abfahrt in einer Parallelstraße der Straße, wo ich sonst losfuhr. Schon nach 100 Metern war ich wieder auf der "gewohnten" Straße, doch schon an der nächsten Kreuzung verlief die Route dieses Mal anders als sonst. Noch zwei bis drei Mal fuhr ich wieder auf einem Straßenabschnitt der Tage zuvor, aber auch hier wurde ich plötzlich anders weitergeleitet.


    Letztendlich war der Entfernungsunterschied so minimal, daß er mir nicht aufgefallen ist.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Zitat

    Original von 944S2
    @Limbo
    Deine Erklärung mit der Ortsunkundigkeit des Fahres erscheint mir nicht plausibel. Ich habe ja gerade ein Navi, damit ich ohne Ortskundigkeit überall annähernd optimal geroutet werde.


    Das war keine Erklärung, sondern eine Vermutung.


    Auf einer langen Tour berechnet der Routenplaner überwiegend die großen Straßen.
    Mit Zwischenzielen werden die großen Touren zu kleineren Etappen, die einzeln und genauer optimiert werden.
    Außerdem kann ich mit einem Zwischenziel an einer vermeindlichen Abkürzung den Routenplaner von seiner sonst gewählten Hauptstraße auf den kurzen Weg durch die Provinz lenken.


    Limbo

  • Hallo zusammen,


    das NM|4 bei nur minimaler Veränderung von Start- oder Zielpunkt andere Routenverläufe ermittelt ist bereits seit der Auslieferung Ende April 2004 bekannt.


    Bei der Auswahl "Schnelle Route" bzw. "Dynamische Route" mag es ja noch angehen, dass es mehrere (sub-)optimale Routen gibt, bei der Auswahl "Kurze Route" gibt es jedoch fast immer nur eine einzige wirklich richtige Route.


    Bis zur Auslieferung der Version 4.2 (SR 2) im September 2004 hat Navigon (hier im Forum über CityHunter) immer wieder zugesagt diese schweren Bugs im Routing zu beseitigen.


    Zitat

    Original von CityHunter:
    + Umständliche Routen treten bei Verwendung neu exportierten Kartenmaterials nicht mehr auf. siehe hier


    Seit der Auslieferung von SR2 und der hier im Anschluß geposteten massiven Kritik am immer noch nicht nachvollziehbaren fehlerhaften Routen hüllt sich Navigon in Schweigen und antwortet - zumindest mir - auch auf Mails in denen das Routingverhalten kritisiert wird nicht mehr.


    Viele Grüße
    Bernhard

    Es ist besser nichts zu tun als mit Mühsal nichts zu erreichen.

  • Hallo,
    ich verfolge diese Diskussion und da ich mich zur Zeit als Neuanwender von MN4.2 mit dem Routingverhalten und dem Optimieren der Geschwindigkeits- und preference-Profile beschäftige, habe ich ein paar grundsätzliche Verständnisfragen:
    Laut Bedienungsanleitung dient die Eintragung "Geschwindigkeitsprofil" in den Einstellungen (schnelle, normal, langsam) der Berechnung der Fahrtdauer. Klingt plausibel
    Vor dem Routenberechnen wählt man dann noch "schnelle Route" oder "kurze Route" (oder andere) aus. Welchen Einfluß hat hierauf das preference-Profil? Der gesunde Menschenverstand würde annehmen, daß "kurze Route" nur anhand der Streckenkilometer und "schnelle Route" nur anhand des Geschwindigkeitsprofiles ausgewählt wird.
    Ebenfalls verwunderlich ist, daß die Routenberechnung in Mapexport und im PocketPC zu teilweise deutlich unterschiedlichen Wegen führen - in Mapexport wird normalerweise die bessere Lösung gefunden. Kann das daran liegen, daß bei Karten auf dem PocketPC (selbstexportiert oder Originalmitlieferung) teilweise andere Straßentypen (z.B. gelb schmal (PPC) statt gelb breit (PC))gezogen werden.
    Letzte Frage:
    Kann jemand die im Forum geäußerte Vermutung bestätigen, daß in prefs.ini in den "speedprofile" zuerst die Werte für innerorts und dann für außerorts stehen und in "preference" umgekehrt? Trifft das auf speedprofiles.ini vauf dem PC auch zu?
    Ich hoffe auf interessante Antworten. Martin.


  • Zu den Grundlagen lies bitte
    www.kkoeniger.at/mn42tipps.htm#speed42


    Ergänzend noch folgendes:
    Die Profile und Prefs entfalten ihre volle Wirkung nur bei "schnelle/dynamische Route". Dort wird anhand der aus dem jeweiligen Produkt der für die verschiedenen Straßentypen eingestellten Geschwindigkeiten und Prefs berechneten "Routing Speed" die Fahrtzeit minimiert. Bei einem in meinen Augen vernünftigen Profil führt dies immer zu einem Kompromiss aus schnell und kurz.


    Bei kurzer Route werden die Profile u. Prefs erstaunlicherweise auch ein wenig berücksichtigt, aber keiner weiß wie...


    Dass Mapexport und Pocket PC (bei gleichen Einstellungen!) unterschiedlich routen ist eigentlich nicht normal, kommt aber gelegentlich vor. Etwas vermindern kann man dies, indem man im Mapexport die gleiche Karte nutzt wie auf dem PPC. Unterschiedliche Straßentypen auf PC/PPC gibt es nicht.