Blinder Alarm mit TMC

  • Hallo miteinander,


    es ist uns auf Reisen jetzt schon mehrmals aufgefallen, daß MN4.2 gelegentlich auch TMC-Medlungen für eine Neuberechnung auswertet, die gar nicht auf unserer Route liegen.


    Beispiel: "Auf Grund ... wird die Route neu berechnet". Es erscheint eine Störung auf der A3 bei Linz, und das soll wohl der Anlaß für die Neuberechnung sein.


    Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns aber auf der A3 zwischen Köln und Leverkusen und sollten von dort über die A1 zum Kamener Kreuz geführt werden.


    Auch hatten wir die gestörte Passage vorher gar nicht befahren, sie spielte also in bezug auf die für uns berechnete Route gar keine Rolle.


    Nach der üblichen Blindzeit wg. der Neubrechnung findet MN4.2 dann die ursprüngliche Route.


    Auch wenn das letztlich keine Auswirkungen auf die Strecke hat - es ist doch lästig. Erstmal regt man sich auf über eine angeblich bevorstehende Behinderung, und dann muß man auch noch einige Zeit ohne Führung fahren. Man denkt dann auch darüber nach, ob in der Zeit der Neubrechnung vielleicht eine wirkliche Störung durch die Lappen geht.


    Gibt es ähnliche Erfahrungen?


    Gruß
    artur

    Einmal editiert, zuletzt von artur ()

  • Ne, ich habe nur Neuberechnungen beim Aufheben eines Problems mit anschliessender Umfahrung der freigegebenen Strecke.

  • ich habe die erfahrung gemacht, das sobald eine autobahn benützt wird und auf der autobahn irgendwo eine behinderung ist, wird die route neu berechnet. MN4 achtet nicht darauf, ob man sich am anderen ende der strase befindet.


    aber mal ehrlich, wo liegt hier wirklich das problem. eine route wird ja sowie in 20-30 sec. neu berechnet - und dass du gerade in diesen 20-30 sec. eine ausfahrt versäumt, glaube ich nicht (da diese ja 3 km davor schon angesagt wird)


    außerdem empfängt während dieser zeit mn 4 bereits die neuen melden. ich habe schon erlaubt, dass die neue route berechnet wurde und dann sofort nochmals neu berechnet wurde, da inzwischen eine 2 meldungen hereingekommen ist ... - sowas kannst du im winter gut bei uns mit passtrassen /wintersperren testen. wenn die ganzen kurzen verbindungen in ein ortschaft gesperrt sind und nur noch die lange strecke offen ist.


    dIdI

  • Hallo dIdI,


    das wollte ich erfahren. Ob es nur bei mir so ist oder allgemein. Danke.


    Man muß sich also darauf einstellen, daß MN4 sich im Fall von Verkehrsbehinderungen bei der Neuberechnung weder um Standort des Benutzers noch um seine Fahrtrichtung kümmert.


    Das ist z.B. auf der A2 von Berlin ins Ruhrgebiet oder bei der A9 von Berlin nach München doch schon ziemlich lästig, vor allem wenn das System mehrmals hintereinander Umleitungen prüft, die nicht sein müssen.


    Die Ankündigung einer Neubrechnung ist auf unseren Reisen für uns eine Alarmsituation, die bestimmte Aktivitäten auslöst. Meine Frau greift zum Atlas, um die neue Route nachzuvollziehen, der Fahrer stellt sich auf eine evtl. unmittelbar bevorstehende Ableitung ein, wechselt vielleicht vorsorglich die Spur, falls eine Ausfahrt nicht mehr weit ist.


    Aus Erfahrung prüfen wir jede neue Route nach.


    Ich sehe da Nachholbedarf. Hallo DrDiste, könnt Ihr da was dran ändern?


    Gruß
    artur

  • Hallo zusammen,


    die gesamte Verarbeitung der TMC Meldungen von MN|4 ist verbesserungsbedürftig.
    Ich hatte zwar noch nie, das eine Störung die nicht auf der Strecke lag eine Neuberechnung verursachte, aber
    - Störung die mehrere hundert Kilometer vor der eigenen Position liegen führen zu Neuberechnungen
    - wird eine Störung aufgehoben die MN|4 nicht kennt, da das PGM als die Störung gesendet wurde, nicht aktiv war, führt das zu einer Neuberechnung.


    Daher habe ich MN|4 so eingestellt, dass keine automatische Neuberechnung erfolgt, sondern die Störung zuerst angeziegt wird. Danach entscheide ich dann, ob die Route neuberechnet werden soll.


    Wenn eine Störung ignoriert wurde, dann erfolgt keine neue Anzeige, auch wenn sich der Schweregrad der Störung ändert, daher ist ratsam die Route gelegentlich neu zu berechnen.


    Insgesamt ist der Umgang mit den TMC-Meldungen nicht besonders sinnvoll.


    Einen Straßenatlas besitze zwar noch, aber der liegt im Kofferraum und da soll er auch bleiben.
    Dank der Profile von 944S2 sind die ermittelten Routen relativ gut.
    Wenn man jede Route auf der Karte kontrollieren muß, dann braucht man ein anderes Navigationssystem.


    Viele Grüße
    Bernhard

    Es ist besser nichts zu tun als mit Mühsal nichts zu erreichen.

  • Hallo artur


    Zitat

    Original von artur
    Meine Frau greift zum Atlas, um die neue Route nachzuvollziehen, [...]
    Aus Erfahrung prüfen wir jede neue Route nach.


    ehem, auch wenn`s OT ist: Unter diesen Voraussetzungen weitgehend zufrieden mit MN4 zu sein, grenzt schon an eine bewundernswerte Bescheidenheit!


    Gruß & nix für ungut
    expalm

  • Hallo Bernhard,


    das ist ein ein guter Tip.


    Wenn man unter dieser Einstellung dann nur Behinderungen wegdrückt, die nicht in Fahrtrichtung liegen, kann eigentlich nichts passieren.


    Wir prüfen nicht alle Routen sondern nur Umleitungen nach. Das hat zwei Vorteile: einmal deckt man damit möglicherweise Umleitungen auf, die nicht der derzeitigen Situation entsprechen würden und andererseits fühlen wir uns wohler, wenn wir die Strecke geistig nachvollziehen können, die wir gerade fahren.


    Mein Mißtrauen gegenüber Navigationssystemen und der unkritischen Übernahme ihrer Empfehlungen wurde in den ersten Tagen meiner Bekanntschaft mit BMN SR1 begründet.


    Der Beitrag ist verlorengegangen, als mein Nick von "mit h" zu "ohne h" zurückgerüstet wurde.


    EDIT


    Jetzt habe ich ihn trotzdem gefunden (es geht halt nichts verloren in diesem Forum). Also bitte:


    http://www.pocketnavigation.de/board/tid4679-sid.htm


    EDIT


    Wir kreuzten damals einen 10 km Stau in Ri. Berlin ungefähr in der Mitte und verweigerten demzufolge die Auffahrt auf die Autobahn. Wegen der bekannten Empfangsschwierigkeiten im Spreewald kannte BMN diesen Stau nicht. BMN leitete uns dann über Landstraßen gegen unsere Fahrtrichtung an der Autobahn entlang. Da wir die Umleitung nicht überprüften sondern der Anleitung vertrauensvoll folgten, meinten wir bei Wiederauffahrt auf die AB den Stau umfahren zu haben.


    Dem war nicht so. BMN hatte uns an den Anfang des Staus geführt, und statt fünf Kilometer Stau hatten wir jetzt 10 Kilometer Stau nach Berlin.


    So etwas wirkt nach.


    Und deshalb lesen wir noch heute jede Umleitung auf der Karte aufmerksam mit.


    Gruß
    artur

    2 Mal editiert, zuletzt von artur ()

  • Ich finde, es hat Vor-und Nachteile, daß MN die Route neu berechnet, bei Störungen, die evtl. 200 km entfernt liegen:
    Vorteil: Es ja kann eine viel bessere Umfahrungsroute entstehen, wenn MN die Störung rechtzeitig berücksichtigt (Großräumige Umfahrung auf schnellen Straßen).
    Nachteil: Ist die Störung bis zur Ankunft an dieser aber behoben, fährt man evtl. eine unnötigen Umweg.
    Aber wer soll jetzt entscheiden welche Vorgehensweise sinnvoller ist. Einziges Kriterieum wäre hier die Staulänge, da je länger der Stau, desto länger dauert es bis er sich aufgelöst hat.

    Einmal editiert, zuletzt von wulfman ()

  • Hallo Wulfmann,


    so ist es.


    Gerade die weiträumigen Umfahrungen durch MN4.2 (TMC) sind manchmal die Geniestreiche des Programms. Wenn es am Kamener Kreuz hakt, dann muß das System dies wissen, bevor auf der A2 Bielefeld erreicht ist. Denn bald danach beginnt schon die Umleitung über die A 33 / A 44.


    Gruß
    artur

  • Hi


    Ich fahre auch mit manueller Bestätigung
    dies hat aber nichts damit zu tun, das allgemeine Störungen nicht umgeleitet wird, sondern nur gewarnt.


    Ich würde da gerne mal einige Screenshots sehen.
    Weil, ich könnte mir auch vorstellen, das dort Meldungen, Codes, falsch eingegeben werden.


    Das hatte dann weniger, oder besser gesagt nichts, mit dem Navi Programm zu tun.


    Wenn aktuell umgeleitet wird, auf der vorhandenen Route
    steht doch immer die TMC Meldung als erstes oben in der Liste, siehe Bild

  • Hallo erst mal :)


    -------- B.K. ON --------
    ...
    die gesamte Verarbeitung der TMC Meldungen von MN|4 ist verbesserungsbedürftig.
    ...
    - Störung die mehrere hundert Kilometer vor der eigenen Position liegen führen zu Neuberechnungen
    ...
    Daher habe ich MN|4 so eingestellt, dass keine automatische Neuberechnung erfolgt, sondern die Störung zuerst angeziegt wird.
    -------- B.K. OFF --------


    Das hat schon seine Richtigkeit, dass Störung, die mehrere hundert Kilometer vor der eigenen Position liegen, zu Neuberechnungen führen. Ich verweise da immer wieder gerne auf das "St. Gotthard- / San Berhardino-Problem", wo man sich tatsächlich _sehr_ früh für die eine oder andere Variante entscheiden MUSS *gg*.


    Du hast aber ganz klar recht: "Automatische Neuberechnung" sollte man IMHO wirklich _nicht_ benutzen, sondern die Umfahrung der Störung in jedem Fall manuell bestätigen. Ist besser so ... *gg*


    Meint jedenfalls das gautschi :)


  • Hallo gautschi,


    und hier kommt ein extremes Gegenbeispiel.
    Auf einer Fahrt von Cottbus nach Visselhövede, zeigt MN|4 noch vor dem Dreieck "Spreewald" an, das es am Walsroder Dreieck einen Stau gibt. Bis Hannover gibt es keine wirkliche Alternative zur A2.


    Es ist ja nicht schlecht, wenn MN|4 schon mal im Hintergrund nach alternativen Routen sucht, aber eine neue Route wirklich ermitteln, oder die Störung anzeigen sollte das System erst, wenn es wirklich sinnvoll ist eine neue Route zu ermitteln. Beim "St. Gotthard- / San Berhardino-Problem" schon sehr frühzeitig, bei anderen Störungen aber erst später.


    Das Alles wirkt (noch) nicht besonders durchdacht, sondern eher "wie mit der heißen Nadel gestrickt", da muß Navigon noch viel Nacharbeiten.


    Viele Grüße
    Bernhard

    Es ist besser nichts zu tun als mit Mühsal nichts zu erreichen.

  • Zitat

    Das hat schon seine Richtigkeit, dass Störung, die mehrere hundert Kilometer vor der eigenen Position liegen, zu Neuberechnungen führen. Ich verweise da immer wieder gerne auf das "St. Gotthard- / San Berhardino-Problem", wo man sich tatsächlich _sehr_ früh für die eine oder andere Variante entscheiden MUSS *gg*.


    bisher hat bei mir tmc bei diesen 2 routen (wenn es eine tmc-meldung) immer versagt.


    für mich ist st. gotthard 1 stunde umweg, in belinzona grosse warntafel st. gotthard 10 km stau ... mn 4 will über st. gotthard, da er bei san bernadino 2 km stau hat
    ??? das kanns doch nicht sein
    er nimmt 10 km stau und 1 stunde umweg in kauf, damit er 2 km stau ausweichen kann?


    => bei entscheidung dieser 2 routen kann NUR das verkehrsleitssystem in belinzona verwendet werden und NICHT Tmc!


    dIdI

  • Hallo dIdI :)


    Bitte entschuldige. Denn eigentlich meinte ich ja das _theoretische_ und nicht das _praktische_ "St.Gotthard-Problem" *hihi*


    In der Praxis, da hast Du recht, ist das "St.Gotthard-Problem" mit TMC nur sehr sehr schwer lösbar.


    Aber:


    -------- dIdI ON --------
    er nimmt 10 km stau und 1 stunde umweg in kauf, damit er 2 km stau ausweichen kann?
    -------- dIdI OFF --------


    Hmm ...
    Bist Du Dir da wirklich wirklich sicher? Das dumme ist, dass das so gut wie nicht reproduzierbar ist, denn die Situation, wo am Gotthard 10 km Stau und gleichzeitig 2 km Stau am San Bernhardino gemeldet werden, ist schon extrem selten ...
    Hat MN4 mit TMC da wirklich so blödsinnig geroutet?


    -------- dIdI ON --------
    => bei entscheidung dieser 2 routen kann NUR das verkehrsleitssystem in belinzona verwendet werden und NICHT Tmc!
    -------- dIdI OFF --------


    Ja, Ja, immer diese Ausländer *hehe*
    Erst mal hat das Verkehrsleitssystem in Belinzona nicht viel mehr Aussagekraft als: "Es gibt viel Stau, fahren Sie vorsichtig und benutzen Sie Ausweichrouten" und zweitens gilt das nur für die Fahrt von Süd nach Nord. In Süd-Nord-Richtung ist das ja noch ziemlich einfach, weil sich um Bellinzona die Strasse erst teilt. Da kann man 10 km vorher noch entscheiden.


    Das "St.Gotthard-Problem" welches ich meine, betrifft die Fahrt von Nord nach Süd. Und da muss man sich schon 100 km vorher entscheiden, welche Route man nehmen will. Und deshalb gibt es da zwangsläufig auch nirgendwo ein Verkehrsleitssystem wie in Bellinzona.


    Klar: Meist versagt in der _Praxis_ TMC am Gotthard auch in Nord-Süd-Richtung. Ich wollte es halt als Beispiel anführen, warum in der _Theorie_ die TMC-Umleitung eben sinnvoll ist, selbst wenn die Verkehrsstörung erst 200 km vor einem liegt.


    Gruss gautschi

  • Hallo gautschi,


    auf der Nord-Süd-Route von Hamburg nach München muß man sich bereits bei Hannover entscheiden ob man weiter die A7 benutzen will oder über die A2, A14 und A9 fährt.
    Wenn so eine Entscheidung durch eine Navigationssystem unterstützt oder getroffen werden soll, dann ist eine vergleichende Berechnung beider Strecken unter Einbeziehung aller bekannten Verkehrsstörungen notwendig.


    Beim Routing wird die Strecke jedoch "Etappenweise" ermittelt, ist obige Route z. B. bis Würzburg ermittelt so wird nicht wegen einer TMC-Meldung erneut geprüft, ob es evtl. sinnvoller ist diese Störung ab Hannover zu umfahren, sondern es wird lediglich eine lokale Umleitung gesucht.

    Während der Navigation reagiert die in MN|4 implementierte Lösung immer nur auf genau eine Störungsmeldung und das auch nur wenn diese Meldung das erste Mal empfangen wird. Deshalb können auch hier nur einzelne Verkehrsstörungen jeweils lokal umfahren werden. Daher ist es völliger Blödsinn, auf eingehende Verkehrstörungen sofort zu reagieren, auch wenn die Störung mehrere 100 km von der jeweiligen Position entfernt ist.


    Die primitive Lösung für das Ereignis "Störung wird Empfangen"


    liegt die Störung auf der Strecke?
    - ja
    - .. soll automatisch eine neue Route ermitteln werden?
    - .... ja
    - ...... "Ansage: Neue Route wird ermittelt"
    - ...... "Route ermitteln"
    - .... nein
    - ...... "Störung anzeigen"
    - ...... "Ansage: Bitte beachten Sie den Hinweis"
    - ...... soll die Störung beachten werden?
    - ........ ja
    - .......... "Route ermitteln"
    - ........ nein
    - .......... "Störung unbeachtet lassen"


    ist nun wirklich nicht besonders überzeugend.


    Das System müßte jeweils im Hintergrund prüfen, ab wann eine andere Route sinnvoll ist und dann rechtzeitig darauf aufmerksam machen oder automatisch die neue Route errechnen.


    Viele Grüße
    Bernhard

    Es ist besser nichts zu tun als mit Mühsal nichts zu erreichen.