GPS und die deutsche Mautkontrolle

  • Hallo,


    ich glaube zu wissen, warum die elektronische Mautkontrolle per GPs nicht funktioiert:
    Bei den Geräten muß ( wie bei Medion 40600 und Yakumo) der patch installiert sein. Ist doch ganz einfach oder? Auf diese Idee müssten unsere extrem-über-hoch überbezahlten Politiker in Berlin eigentlich auch drauf kommen.
    Vielleicht gibt es ja einen patch für gesamte Regierung in Berlin.
    Spassige Patchgrüße
    provid


    Anm. die Oesterreicher lachen sich über das deutsche MautSystem kaputt. Bei den Oesterreichern funktioniert es.

  • Hi...


    Glaube kaum das es hier das Richtige Forum ist um das zu diskutieren :D


    Aber ich kapier das mit der Maut Kontrolle auch nicht, schon garnicht die Stationen über den Autobahnen.


    Man nehme einen PC mit Navigation und handy.
    Schreibe die Software so um das Autobahn Fahrten gespeichert werden (sollte sowas von einfach sein)
    Sende diese Daten 1 mal im Monat zu einen Zentralen Server. Peng Fertig ist das system.


    Damit die Software nicht manipuliert werden kann würde ich KEINE schnistelle aussen anbringen. Das Öffnen des gehäuses sowie strom Trennungen überwachen und bei bei manipulation übers handy sofort eine meldung absetzen.....


    PS. Software abstürze wie zb ab und an bei unseren PDA´s sind bei so einem system kein thema, das kann man umgehen und zwar so das sich das system selber neu bootet. Die schaltungen gibt es schon seit Jahrzenten !



    Ich weiss nicht aber ich lach mich über die deutschen entwickler halb tot. Hilfsschüller in meinen augen, son Maut system kann man in ein paar Monate aus dem boden Stampfen und würde auch sofort funktionieren.



    Aber warum soll man es sich einfach und kostengünstig machen wen es doch auch Kompliziert und teuer geht.

  • Sind wir halt auch in der "Pisa-Studie Maut" am Schwanz... :D

  • ...eigentlich recht einfach!


    Es war schon immer so, daß gewiese Lobbies die Politik bestimmt haben. Dies ist auch in diesem Fall so!


    Selbst kündigen kann Stolpe den Vertrag nicht, da sich die
    Betreiber im Vertragswerk eine "Rückzahlung aller bisher entstandenen Entwicklungskosten z.Zt. rund 1 Milliarde Euro!, haben in den Vertrag schreiben lassen!


    Soetwas würde es im Privatbereich niemals geben! Denn so würde man niemals Aufträge bekommen.


    Ihr glaubt doch nicht im Ernst, daß auf das DC-Telekom-Vodafone (ja, die machen die Terminals auf den Raststätten) Konsortium, in irgendeiner Art und Weise hohe Zahlungen zukommen.


    Spätestens wenn Mercedes sagt:"Ich denke über eine Verlagerung der Arbeitplätze in´s Ausland nach" wird schnellstens eine Lösung gefunden, welche zwar den Steuerzahler (wie jetzt auch) belastet, aber keine Wirtschaftslobby!!!

  • Die Sache mit dem loggen und Monatsweise übertragen geht aus Datenschutzrechtlichen Gründen nicht so ohne weiteres, und die Manipulationsgefahr ist zu gross - ein Stück Alufolie über den Empfänger und es war eben eine Gerätstörung. Das alles nachzuverfolgen kostet bei ungewissem Erfolg eine Menge Zeit.
    Dann der ganze Übertragungsaufwand...



    Es war auf jedenfall schon mal bescheuert von der alten Regierung die alte Mautregelung einfach auslaufen zu lassen und jetzt gar nichts mehr zu kassieren,


    Dr veranschlagte Entwicklungszeitraum war für so ein komplexes System viel zu kurz - seht ihr ja auch hier täglich was für Probleme immer noch bei der Navi auftauchen, und dass ist im Prinzip nur ein kleiner Teil dessen was man für das Mautsystem benötigt.



    Garry

  • Zitat

    Original von Garry
    Dr veranschlagte Entwicklungszeitraum war für so ein komplexes System viel zu kurz -


    Ich würd sagen, die Geschäftsleitungen von Telekom AG und DaimlerChrysler haben einfach Vabanque gespielt -- und gleichzeitig bei dem Vertrag die Regierung übern Tisch gezogen, um die Einnahmen für das Tollhaus zu sichern, aber die Risiken für das waghalsige Unternehmen komplett auf den Staat abzuwälzen. Der größte Hammer bei dem Vertrag ist ja, daß er zwar eine staatliche Aufgabe an ein Privatunternemen überträgt, die vertragliche Grundlage dieser Übertragung aber geheim bleiben sollte. Schöne Demokratie!


    Die Entwickler der Mautsysteme in Schweiz und Österreich sagen, daß sie auch für Deutschland ein Mautsystem schneller und billiger hätten realisieren können.


    Aber "terra_x" hat recht -- das Thema gehört eigentlich nach Offtopic/Fun oder nach Allgemeine Fragen über GPS-Navigation. Vielleicht kann ein Moderator das verschieben?


    MfG,
    L. Willms

  • Ich weiss ja nicht, ob Ihr Euch der Lektüre solcher Blätter wie dem Stern hingebt, aber - sofern die wiedergegebenen Vertragsinhalte korrekt sind, eins muss man Daimler und Telekom ja lassen....


    ... in ihren Verträgen lassen sie nix anbrennen.


    Laut Stern können Daimler und Telekom über die Vetragsstrafen nur müde lächeln; und sofern die Bundesregierung den Vertrag kündigt, sind dem Betreiberkonsortium die Kosten für Entwicklung und Aufbau des fehlgeschlagenen Mautsystems zu erstatten


    Mahlzeit


    Erloeser

  • Wobei man sich mal wieder fragen muss, ob in unserer Regierung Vollidioten sitzen - egal welcher Couleur.


    M.W. sind in den entsprechenden Stellen genügend Fachleute und Volljuristen. Wie kann man solche Verträge aushandeln...


    Und bez. der Technik: 100%ig ist es aus verschiedenen Gründen - noch - nicht. Aber es hat sich doch wohl gezeigt, dass selbst 500,-- Euro-Geräte hinlänglich sichere Navigation oder Standortbestimmung erlauben. Mit den Handgeräten seit fast zig Jahren gefahren, in Kriegen - so unpassend das Beispiel auch sein mag - ebenso praktiziert. Nein, ich kann nicht glauben, dass deutsche Techniker so "blöd" sind. Das kann einfach nicht wahr sein und geht mir als Techniker gewaltig gegen den Strich. Aber solange die Verträge nicht im Wortlaut bekannt sind, solange kann man wohl nicht beurteilen, ob das Betreiberkonsortium gar keine Erfordernis hatte, in einer gewissen Zeit auch was lauffähiges zu entwickeln. Hier glaube ich doch noch an die Deutsche Wertarbeit, die es eigentlich ermöglichen sollte, so ein System auch auf die Beine zu stellen. Und dafür nicht Jahre zu brauchen. Vielleicht nicht die - evtl. angestrebte - eierlegende Wollmilchsau, aber doch ein System, mit dem man eine Maut erheben kann mit annehmbarer Sicherheit.

  • Ich hatte in meinem vorigen Beitrag geschrieben, daß das Tollhaus-Konsortium die Bundesregierung über den Tisch gezogen hätte. Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr neige ich dazu, das zu verneinen. Angesichts der derzeitigen Politik, wo in einer reaktionären Raserei die Reichen immer reicher gemacht werden, und die Armen ärmer, wo die Regierung als oberster Handelsvertreter der Republik durch die Welt reist und Exportverträge mit Bürgschaften absichert, glaube ich, daß die bei klarem Bewußtsein und mit voller Absicht die beiden "führenden Unternehmen" DaimlerChrysler und Telekom AG von jedem Risiko befreit haben. Deswegen sollte der Vertrag ja auch geheim bleiben.


    Ein Freund von mir bemerkte zu dem Hinweis, daß mit diesem Geheimvertrag, wie in der römischen Sklavenhalterherrschaft und dem feudalen Mittelalter öffentliche Einnahmen von einem privaten Steuereintreiber eingesäckelt werden, daß der Staat ja schließlich alle Hände voll zu tun habe, die Mitgliedsbeiträge für private Vereine wie die beiden großen christlichen Kirchenorganisationen einzutreiben...


    MfG,
    L. Willms


    PS: Ich schreib mal an den zuständigen Moderator, daß dies Thema in eine andere Rubrik verschoben werden sollte. In technischer Hinsicht ist eigentlich "GPS-Tracking" das richtige, aber für die politischen Aspekte eher "Off-Topic/Fun"

  • Zitat

    Original von L.Willms
    Ich hatte in meinem vorigen Beitrag geschrieben, daß das Tollhaus-Konsortium die Bundesregierung über den Tisch gezogen hätte. Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr neige ich dazu, das zu verneinen. Angesichts der derzeitigen Politik, wo in einer reaktionären Raserei die Reichen immer reicher gemacht werden, und die Armen ärmer, wo die Regierung als oberster Handelsvertreter der Republik durch die Welt reist und Exportverträge mit Bürgschaften absichert, glaube ich, daß die bei klarem Bewußtsein und mit voller Absicht die beiden "führenden Unternehmen" DaimlerChrysler und Telekom AG von jedem Risiko befreit haben. Deswegen sollte der Vertrag ja auch geheim bleiben.


    Genau so ist es nämlich. Kleiner Hinweis: Man schaue mal in die Mitgliedsliste "Aufsichtsrat" und "Geschäftsleitung" der beteiligten Firmen. So blöde sind die Politiker garnicht, wie sie erscheinen wollen. :D


    Zitat


    Ein Freund von mir bemerkte zu dem Hinweis, daß mit diesem Geheimvertrag, wie in der römischen Sklavenhalterherrschaft und dem feudalen Mittelalter öffentliche Einnahmen von einem privaten Steuereintreiber eingesäckelt werden,.....


    die dann aber zu 50 % zum Imperator oder König fliessen und nicht zum Volk.. :]

  • Nur so zur Info:
    Die Mautbrücken sind nicht für die Mautberechnung, sondern zur Kontrolle ob Maut bezahlt wurde. Die Brücken können Nummernschildes jedes Fahrzeugs scannen und die info wird dann mit dem Mautsystem abgeglichen.
    Welche Aufgaben diese Teile für den Staat noch erledigen sind leicht auszumalen.


    Hat jemand den Bericht im Ersten von kurz vor Weihnachten gesehen. Das war der Hammer.

  • Ich verstehe nicht, wie man bei über 4 Mio Arbeitslosen (die ja eh schon bezahlt sind) noch Millionen Euro einem privaten Unternehmen für die Kassierung zukommen lassen muß. Hätte es das Mauthäuschen nicht auch getan? So schafft man Arbeitsplätze für wenig Qualifizierte, die eh kaum vermittelbar sind und das Geld der Maut findet sinnvoll Verwendung. Naja, ist nicht das einzige, was Stolpe in den Sand gesetzt hat...



    mfG


    skydiver66

  • Wenn ich Dich richtig verstehe, dann nach französischem Vorbild, wo die Dinger vor jeder Ausfahrt stehen. Wenn Du drauffährst, kriegst Du eine Art "Parkticket", das, wenn Du wieder runterfährst, abgerechnet wird. Mit Sicherheit eine Alternative, allerdings würden die Mautkosten mit Sicherheit weiter in die Höhe gehen, da ja wieder Personal (und das nicht zu wenig) bezahlt werden müsste.


    Außerdem traue ich dem Staat um ehrlich zu sein, nicht wirklich zu, eine rentable Gesellschaft zu schaffen bzw. zu unterhalten (s. DB, Post, Telekom....).


    Das System aus Österreich auf Mikrowellenbasis wäre mit Sicherheit eine vernünftige Idee gewesen. Langfristig hätte man dann ja immer noch an der Spielerei mit der sattellitengestützten Abrechnung basteln können.

  • Zitat

    Original von Connor0308
    ... allerdings würden die Mautkosten mit Sicherheit weiter in die Höhe gehen, da ja wieder Personal (und das nicht zu wenig) bezahlt werden müsste.


    In der Hinsicht kann ich da nicht ganz zustimmen, denn (wie einer der Vorschreiber schon gesagt hat) die Arbeitslosen werden von diesem Staat (also von uns) ja schon bezahlt, da hätt ich keine Probleme mit, wenn die "im Kasten" sitzen, bevor sie "vorm Kasten" sitzen und gar nichts tun (kann unsereins ja so auch nicht).


    Nehmen wir an, das wir bei ca 4.5 Mio. Arbeitslosen liegen, nehmen wir weiterhin an, wir knapsen uns 20 % von denen ab für die Maunt, das wären dann 900.000 Leute, die Tickets ausgeben. Sollte das nicht reichen?
    Unsere Arbeitslosenzahl hätten wir dann auf 3.6 Mio. Arbeitslose gesenkt (Naja, hinkt etwas. Ich weiß, ist aber bei den ABM nicht anders), und hätten uns den Flop mit der Maunt gespart den wir noch obendrauf bezahlen müssen...

  • Zitat

    Original von handykult.de
    Nur so zur Info:
    Die Mautbrücken sind nicht für die Mautberechnung, sondern zur Kontrolle ob Maut bezahlt wurde. Die Brücken können Nummernschildes jedes Fahrzeugs scannen und die info wird dann mit dem Mautsystem abgeglichen.
    Welche Aufgaben diese Teile für den Staat noch erledigen sind leicht auszumalen.


    Hat jemand den Bericht im Ersten von kurz vor Weihnachten gesehen. Das war der Hammer.


    Ich habe mich mit dem Thema zwar noch nicht so sehr auseinandergesetzt, aber das, was Du schreibst, halte ich für ein Gerücht!


    Dann braucht man keine GPS-Empfänger sondern gute herkömmliche Fotoapparate... und einen Computer.


    Du hast nicht zufällig eine Satire-Sendung verfolgt? ?( :-D) :-D) :-D)

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)