Hallo zusammen,
so, jetzt komme ich endlich noch in Zürich ins Netz, um etwas mehr zu dem erlebnisreichen Usertreffen zu sagen.
Am Abend erst aus Berlin eingetroffen fanden wir schon eine Runde vor: die österreichische Fraktion mit dem sympathischen Zungenschlag (solange sie nicht, wie sofort angedroht, wienerisches Platt reden), einige Berliner und andere Norddeutsche und die verschiedenen User aus Süddeutschland. Habe ich jemanden vergessen?
Ja, natürlich: fermoll. Er erinnerte sich, uns schon auf dem NRW-Treffen gesehen zu haben.
Die Baustelle vor dem Stadttor hatte uns zu einer Ortsrundfahrt verholfen. Ursel half uns nach Kräften, aber wir fuhren dennoch einmal am Hotel vorbei. Bei der nächsten Runde sprangen wir dann vom Karussell ab.
Die Chefin vom Löwen gab uns freundlich Auskunft, z.B., dass wir das Auto bis 9:30 vor dem Hotel stehen lassen könnten. Das Zimmer war ruhig, wohnlich eingerichtet und hatte alles, was wir brauchten vor allem den Stromanschluss für unsere Geräte. Der Knopf für die Klospülung wollte nicht von selbst in die Ausgangsposition zurück, sondern jedes Mal von Hand auf Bereitschaft umgestellt werden. Kann ja mal passieren. Meine Frage, ob wir wertvolle Geräte während unserer Abwesenheit bei ihr unterstellen sollten, beantwortete die Chefin freundlich mit Nein, das brauchten wir nicht. Sie habe eine sehr zuverlässige Reinmachehilfe, wir könnten unbesorgt alles im Schrank verschliessen, es sei noch nie etwas Schlimmes vorgekommen.
Ja, was meint Ihr mit Service? Das Zimmer war aufgeräumt, als wir vom Frühstück kamen, wir wurden nicht gestört, haben aber auch niemanden mit besonderen Wünschen auf die Probe gestellt.
Frühstück fränkisch reichlich, der Kaffee na ja, nicht dünn, aber geschmacklich darf man im Hotel wohl nichts Spezielles erwarten. Speisen und Bedienung kein Einwand.
Wir waren zufrieden und würden dieses Zimmer wieder nehmen wollen.
Viel wichtiger war natürlich das Treffen selbst.
Wir waren vor allem neugierig auf die Gesichtern hinter der Schreibe, und davon bekamen wir mehr zu sehen, als unser Gedächtnis fassen wollte. Jedes Mal aufs Neue die Überraschung: ach, das ist der und der nein, ich hatte eine ganz andere Vorstellung. Oder: genauso hatte ich mir die oder den vorgestellt. Verschiedentlich vertieften Gespräche den äusseren Eindruck nachhaltig (Carsten, was hast Du für einen lieben Menschen mitgebracht.). Insgesamt: wir waren fasziniert von dieser Erscheinung Userforum eine uns vollkommen neue soziologische Struktur einer Gemeinschaft, wie sie in dieser, naja: Wolfsgesellschaft eigentlich gar nicht vorgesehen ist: weitgehend selbstgesteuert, kaum Hierarchien (und wenn, dann aus der Sache bedingt), kaum Herrschaftswissen (denn das Wissen wird ja geteilt) und manchmal überwältigend selbstlos und gemeinschaftsbezogen, wie bei der Reaktion von fermoll zu seinem Tombolagewinn: nein, TT habe ich schon, gebt das mal jemand anderem.
Wir haben viele - wie wir es nennen gute Gesichter kennen gelernt, und das sind die Erlebnisse, die wir nicht vergessen. Gleich am Morgen traf ich auf bab aber bab hat das ja schon geschildert, danke, auch von meiner Frau, für die lieben Grüsse, bab. Fotografiert habe ich in der kleinen Stadt, vom Usertreffen nur eine kleine typische Serie. Sobald ich zurück bin, stelle ich die noch ins Netz.
Wie viel Arbeit ist da im Vorfeld geleistet worden und wie gut war sie angelegt! Danke allen, die zu dem gelungenen Treffen beigetragen haben.
Noch zu dem Besuch bei Navigon. Wir haben viel gelernt, was wir so noch nicht wussten. Die didaktische Aufbereitung war hervorragend, dafür dankt besonders meine Frau. Die Offenheit beeindruckte, und wer sich hinter unserem DrDiste verbarg, war eine der gelungenen Überraschungen des Usertreffens. Mit den räumlichen Problemen konnten wir uns arrangieren, schliesslich hatten wir sie ja mit verursacht.
Was bleibt an Bedenkenswertem für ein nächstes Treffen? Einmal vielleicht etwas mehr Luft für empfindliche Nichtraucher (sehr persönliche Bitte), aber auch eine grundsätzliche Frage, die mir zu schaffen macht. Haben wir vielleicht durch die doch immensen Kosten für den Einzelnen nicht manchen unbeabsichtigt ausgeschlossen? Und wird sich dieses Dilemma vielleicht noch verschärfen, wenn auch Familien untergebracht und transportiert werden müssen?
Immer noch begeistert
artur