Beratung: 70 Premium Live oder TomTom ...?

  • Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu, wenngleich auch aus einer z.T. etwas anderen und Hersteller-neutralen Sichtweise.


    Angeschafft wurde je eins der beiden Navis wegen des Live-Verkehrsfunks, wobei die beiden Fahrzeuge zwar über Festenbaugeräte mit 7"-Displays verfügen, ansonsten aber nur TMC-Daten empfangen können. Das sind jetzt sozusagen die "Reserve-Navis".


    Ich habe sowohl das Navigon 70 Premium Live als auch seit ein paar Tagen für ein weiteres Fahrzeug das TomTom GO 1005 Live in Gebrauch.
    Von daher und mangels Parallelbetrieb in einem Fahrzeug konnte ich noch nicht alle Stärken und Schwächen der beiden Kandidaten im Zusammenhang mit der Live-Navigation ermitteln und gegeneinander abwägen. Es ist auch meinerseits nicht geplant, daraus eine Doktorarbeit in Form eines "Zwei-Navis-Leistungsvergleichstest-im Parallellbetrieb" abzuleiten.



    Bei der Geräteauswahl gibt es jedenfalls z.T. auch KO-Kriterien, welche im Einzelfall für die Auswahl entscheidend sein können (war bei mir der Fall).
    Beispiele von beim o.g. TomTom nicht vorhandenen Leistungsmerkmalen:
    - Speicherkartenplatz im Navi zur parallelen Aufnahme außereuropäischer Karten (z.B. Nordamerika)
    - Routenplanung über mehrere Stationen



    Da in meinem Fall bei zumindest einem der beiden Navis die vorgenannten Leistungsmerkmale erfüllt werden müssen, wurde zuerst ein Gerät von Navigon beschafft.
    Die Anschaffung des zweiten Navis (TomTom) erfolgte nicht etwa, weil ich mit Navigon nicht zufrieden wäre, wie man theoretisch vermuten könnte. Im Normalfall reichen mir beide Navis aus und sind m.E. bei ihrer gesamtheitlichen Betrachtung in etwa gleichwertig.


    Somit gebe ich beiden Spitzengeräten eine Chance, da ich mir sowiso zwei Navis neu anschaffen wollte. Nur durch eigene Gerätevergleiche kann man m.E. herausfinden, was am Ende das hierzulande und in den angrenzenden Staaten von mir bevorzugte Navi sein wird, denn ich kann ja nicht zwei Fahrzeuge gleichzeitig bewegen (aber andere Personen können das zweite Kfz nutzen und sollten dann auch ein Live-Navi an Bord haben).



    Der Kaufpreis des TomTom-Gerätes liegt nach meinen Beobachtungen etwas höher als der des Navigon-Navis. Dafür sind bei TomTom 24 Monate Live-Dienst und beim Navigon nur 15 Monate enthalten, was den höheren Preis des TomTom etwas kopmpensiert (ca. minus 36 EUR für 9 zusätzliche Monate). Danach fallen identische Preise für diesen Dienst an (ca. 4 EUR pro Monat).
    Allerdings verfügt das Gerät von Navigon bereits serienmäßig für die Navigation in nicht mit Live-Diensten versorgten Ländern einen eingebauten TMC-Empfänger, den man für das Gerät von TomTom bei Bedarf zusätzlich erwerben müsste.


    Legt man Wert auf aktuelle Karten, dann ist man bei Navigon in den ersten zwei Jahren wesentlich besser gestellt, denn die 8 Karten-Updates kann man direkt nach dem Gerätekauf für insgesamt nur 20 EUR bestellen. Bei TomTom wird diese Sache dagegen ein teurer Spaß.


    Was die Kartenqualität betrifft, dürfte Navigon mit den Navteq-Karten gegenüber TomTom mit Teleatlas-Karten die Nase vorn haben, wenn man den vielen Beiträgen zu diesem Thema Glauben schenkt.



    Was die Qualität der Live-Verkehrsdaten betrifft, so hatte ich bei Navigon bisher keinen Grund zur Klage. TomTom steht mir erst seit ein paar Tagen zur Verfügung, daher konnte ich noch nicht viel Erfahrungen damit sammeln.
    Darauf, dass die beiden Navi-Hersteller die Vorzüge ihrer Produkte jeweils mehr oder weniger als das gelbe vom Ei anpreisen oder etwas mehr Zurückhaltung üben, falle ich nicht herein.
    Fakt ist, ohne auf Details einzugehen, dass nach derzeitigem Stand beide Produkte gewisse Gemeinsamkeiten aufweisen aber auch individuelle Alleinstellungsmerkmale besitzen.


    Von unbelegten Äußerungen, wie z.B. der "weltbeste Verkehrsfunk" gebe ich nichts, solange mir darüber keine belastbaren Langzeiterfahrungen mit den unterschiedlichsten Verkehrslagen bekannt werden. Bei einseitigem Foren-Lobgesang zu bestimmten Produkten (z.T. ohne praktische Kenntnisse der Alternativen seitens des Verfassers) bin ich jedenfalls nicht leichtgläubig.
    Man kann z.B. in Internet-Foren oftmals nur schwerlich feststellen, wer hinter bestimmten Äußerungen steckt und welche Ziele möglicherweise damit verfolgt werden (z.B. wirtschaftliche Interessen oder oder die Rechtfertigung der persönlichen Kaufentscheidung?).


    Die Verkehrsdaten-Qualität ist jedenfalls nicht von diesen beiden Geräten selbst abhängig, sondern vom aktuell angebotenen Service des jeweiligen Anbieters.
    Sollte, was vielfach behauptet wird, TomTom schon nahe am Ideal dran sein, so wären in diesem Fall hier naturgemäß kaum Verbesserungen möglich. Wenn Navigon dieses Service-Angebot betreffend Nachholbedarf haben sollte, dann wäre dies m.E. sicher nur kurzzeitig der Fall, denn der Wettbewerbsdruck dürfte einen vorstellbaren Nachholbedarf bald ausgleichen können.


    Was die Live-Verkehrsdaten z.B. auf Nebenstrecken betrifft, so verwendet TomTom die anonymen Daten vieler sich bewegender Mobiltelefone im Vodafone-Netz. Wegen der bei diesen Rohdaten ungenauen Standorte ist eine entsprechende Datenaufbereitung erforderlich, aus welcher sich der vermutete Verkehrsfluss auf bestimmten Streckenabschnitten ergibt.
    Problematisch wird die Sache jedoch bei stark befahrenen und parallel verlaufenden Hauptstraßen, welche von den gleichen Mobilfunkzellen entlang der Strecke versorgt werden, da hierbei systembedingt keine punktgenaue Ortung stattfindet.


    Diese Mobilfunkdaten zur Kalkulation von Bewegungsprofilen ließen sich auch von Navigon nutzen. Und zwar, indem man z.B. mit Vodafone entsprechende Verträge abschließt.


    Navigon verwendet z.Z. hier die wesentlich genaueren GPS-Daten ihrer Live-Navis, um aus deren Bewegung im Verkehr auch für Straßen abseits der Autobahnen ein Verkehrslagebild zu erstellen.
    Nur leider mangelt es z.Z. (noch) etwas am entsprechenden Datenaufkommen, da noch nicht allzu viele Live-Navis dieses Herstellers flächendeckend auf den Straßen unterwegs sein dürften.
    Egal wo Navigon-Live-Gerätenutzer sich gerade mit aktivem Navi gerade bewegen, die eigenen präzisen GPS-Standort- und Geschwindigkeitsdaten werden anonymisiert an den Live-Server gesendet (wenn man diesem Vorgang zustimmt, was aber Sinn ergibt). Wenn sich mangels anfänglicher Live-Geräteverbreitung auf einer bestimmten Strecke niemand mit entsprechendem Live-Navigon bewegt, dann fehlen für diesen Straßenabschnitt eben diese Daten. Diese Wahrscheinlichkeit ist natürlich höher, als dass sich dort niemand mit einem Mobiltelefon von Vodafone bewegt (da im letzteren Fall mehr sich in der Fläche bewegende Geräte vorhanden sind).



    Für die Live-Verkehrsdaten von Autobahnen sind die beiden Navi-Hersteller ohnehin nicht allein auf solche Hilfsmittel (wie für Nebenstrecken) angewiesen. Denn auf Autobahnen existieren reichlich fest installierte Sensoren, deren Datenerhebungen die Navi-Hersteller "einkaufen" können, um sie für ihre Kunden in den Live-Dienst einfließen zu lassen.



    Bei der Navigationsleistung der beiden Navis konnte ich noch keine wesentlichen Unterschiede feststellen.


    Historische Streckendaten, was u.a. z.B. den von der Tageszeit abhängigen Verkehrsfluss betrifft, sind übrigens nicht ausschließlich ein Privileg von TomTom, sondern gehören auch bei Navigon zum Standard (durch Verarbeitung von historischen Echtdaten der z.B. von Taxi- und Kurierfahrern zu unterschiedlichen Zeiten zurückgelegten Strecken).
    Zudem fließt beim Navigon angeblich auch das erlernte Fahrverhalten mit in die Kalkulation mit ein (wie schnell man auf verschiedenen Strecken unterwegs ist).



    Was die reinen Einschaltzeiten der Navis betrifft, da hat TomTom die Nase zunächst deutlich vorne,
    aber das allein reicht noch nicht, um sogleich eine "Live-Routenplanung" vorzunehmen, denn die Live-Daten muss sich das Gerät erst noch über das GSM-Netz besorgen.


    Nach dem Einschalten und vor der Routenplanung macht es Sinn, erst einmal abzuwarten, bis sich die Navis über das GSM-Netz ein Bild von der aktuellen Verkehrslage gemacht haben. Hierbei macht Navigon wieder Zeit wett, denn dieser Vorgang lief nach meiner Beobachtung schneller ab als bei TomTom.



    Für den einen oder anderen Nutzer ist es auch wichtig, ob die von ihm bereisten Staaten auch mit Live-Verkehrsmeldungen über das GSM-Netz versorgt werden. Navigon hatte hierbei zumindest in der Vergangenheit die Nase vorn. Da muss sich jeder Interessent vor dem Kauf selbst schlau machen, welche ihn interessierenden Staaten hier bereits mit Live-Verkehrsdaten versorgt werden.


    Falls Live-Verkehrsdaten in einem Land nicht lieferbar sind oder das Abo abgelaufen ist und nicht verlängert wird, so verfügt das Navigon bereits über einen eingebauten TMC-Empfänger, der hier möglicherweise weiterhilft. Bei TomTom muss dieses Teil bei Bedarf extra zugekauft werden.



    Was die Update-Funktion über das Internet betrifft, lässt einen das entsprechende Tool von Navigon nicht darüber im Unklaren, welche Aufgabe gerade ansteht. Auch die Backup-Funktion ist sehr gut gelöst. Das Programm dazu läuft auch nicht unnötig auf dem PC im Hintergrund und benötigt somit bei Nichtgebrauch hier keine unnötigen Ressourcen. Einfach das Tool starten und die Anmeldeprozedur beim Navigon-Server läuft automatisch ab.
    Bei dem entsprechenden und im Hintergrund auf dem PC immer aktiven Tool von TomTom weiß ich nie genau, was da eigentlich genau abgeht. Vielleicht ändert sich da seitens des Anbieters noch etwas. Allerdings habe ich dieses Gerät von TomTom noch nicht so lange und mir hat sich hier evtl. noch nicht alles erschlossen.
    Jedenfalls bekomme ich (und andere Leute?) mit dem einen von zwei Tools - "TomTom Home" - keine Verbindung zum Navi hergestellt. Dies funktioniert nur mit MyTomTom.



    Was die gleich großen Displays betrifft, so ist es mehr oder weniger Geschmacksache, welches man bevorzugt. Das auf kapazitiver Basis funktionierende Glasdisplay des TomTom spiegelt etwas mehr als der Touch-Screen des Navigon.
    Bei TomTom treffe ich öfter mit meinen kräftigen Fingern schon mal daneben. Eine größere Treffsicherheit erziele ich beim Navigon besonders dann, wenn ich da Display mit dem Fingernagel zielgenauer bediene, was so aber konstruktionsbedingt nur bei diesem Display funktioniert.
    Persönlich gefällt mir das Display von Navigon jedenfalls besser als das von TomTom, was die Bedienbarkeit betrifft.


    Die Kartendarstellung und die Navi-Ansagen gefallen mir bei Navigon ebenfalls besser als die von TomTom.



    Die max. Lautstärke ist bei beiden Geräten in etwa vergleichbar und bietet keine ausreichenden Reserven für alle Einsatzbedingungen. Bei einem relativ leisen Kfz reicht sie m.E. gerade mal aus. Wenn man aber parallel zum Navi das Radio oder den CD-Player des Pkw einschaltet, dann leiden die Navi-Ansagen von ihrer Verständlichkeit jedoch mehr oder weniger darunter.


    Befindet sich das Navi z.B. jedoch in einem lauten Pkw, Kleinlaster oder Wohnmobil und entsprechenden Fahrgeräuschen, dann stößt die max. Lautstärke der beiden Navis sehr schnell an ihre Grenzen. Auch hohe Fahrgeschwindigkeiten bei div. Pkw lassen die Navi-Ansagen vermutlich schon mal ins Nirvana verschwinden.


    Inwieweit sich die beiden Navis über Bluetooth an vorhandene (und evtl. entspr. aufzurüstende) Audio-Systeme der jeweiligen Fahrzeuge anbinden lässt, ist mir nicht bekannt.
    TomTom (nur das 1005) bietet z.B. einen Audio-Signalausgang, welcher aber nur bei separat zu beschaffenden Halterung für den Festeinbau mit einer darin eingebauten Klinkenbuchse zugänglich ist und sich somit evtl. mit dem Pkw-Audiosystem verbinden lässt, wenn dieses dafür bereits geeignet ist oder entsprechend nachgerüstet wird (MP3-Playereingang).


    Die Freisprechfunktion beider Geräte ist von dieser relativ niedrigen Maximallautstärke ebenfalls betroffen.



    Eins kann ich aber nach kurzer Vergleichserfahrung mit beiden Navis jetzt schon sagen: Keins der beiden Geräte stellt die für jeden Nutzer ideale Lösung dar. Ideal wäre ein einziges Gerät, welches die jeweiligen Vorzüge beider Navis in sich vereinigen würde.


    Ich habe fertig. :)


    Gruß

  • Echt super Vergleich.Sicherlich nicht nur für sit,sondern für alle unentschlossenen Navikäufer.

  • zur Technik der Livedienste: TomTom verwendet die Handybewegungen als auch die Position und Geschwindigkeit der TT-Livegeräte


    zu historischen Verkehrsflussdaten: Navteq hat diese im Angebot, nicht Navigon und soweit ich weiß verwendet Navigon diese Daten bisher nicht in ihren Geräten, im Gegensatz z.B. zu Becker.

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • @Paul Panzer


    ... Danke für den Beitrag, dieser war sehr gut, ... und schon bin ich wieder vollkommen uneinig.


    Meine Fragen:


    1. Zeigt das P70Live den Stau detailliert an, also Richtung der Fahrbahn und den dazugehörigen Zeitverlust in Minuten?


    2. Werden wirklich auch Staus durch/in den Ortschaften angezeigt (was bei Umleitungen von der BAB ja oft der Fall ist), war das schon der Fall?


    - MN7 auf meinenm WM-Handy zeigt alle Staus an, auch zwischen A u. B (Pfeil auf beiden Seiten, was für Ortsfremde verwirrt), aber leider nicht den zugehörigen Zeitverlust. Auf dem Handy ist der MN7 sicherlich nur eine abgespeckte Version.


    Danke und viele Grüße

  • Moin.Ich lese schon eine ganze weile mit. @hope68,die drei Routen kannst du ausschalten,sodas wie bie jedem anderen Navi nur eine Route angezeigt wird.
    Läßt du dir alle drei anzeigen,kannst du ja in die Karte Zoomen und die beste auswählen.Das sollte auch in unbekannten Gegenden etwas bringen.


    Seh ich - zumindest hier für mich in UK - nicht so. Vor allem wenn ich in ländlichen Gebiet unterwegs bin sagt mir auch der Zoom nicht, ob die Strasse eng ist oder nicht (da hilft dann nur StreetView) ...


    Beispiel: Route von Farnham Common nach Burnham - die blaue Route ist die beste Route - die beiden anderen gehen über kleine Strassen (die orange geht noch so halbwegs, da es nur einmal zu ner Verengung kommt, die grüne kann man ganz vergessen) und die Routendauer ist bei allen 3 Routen ein schlechter Scherz, bei keiner der vorgeschlagenen Route erreicht man nach der angegebenen Zeit das Ziel. Wenn ich die blaue Route nehme und zügig durchfahre, dann komm ich auf 9 Minuten. Die grüne (mit Gegenverkehr) bin ich letzte Woche gefahren und dauerte 12 Minuten...


    [Blockierte Grafik: http://img576.imageshack.us/img576/540/imagepmm.jpg]


    Teil der grünen Route:
    siehe hier



    Z.Z. der Landkarten mußte ich auch auf die Karte schauen,obwohl ich die Gegend nicht kannte.In Gegenden wo ich mich auskenne brauche ich keine Karte und auch kein Navi.Also ist Deine Antwort etwas blödsinnig.ODER?


    Und genau deswegen hab ich mir ein Navi gekauft - um nicht mehr auf die Karte zu schauen, sondern ne Destination eingeben und losfahren.
    Machen viele nicht, weil sie sich die Route erstmal vorher anschauen und abwägen ob sie gut ist oder nicht.


    Ich will auch nicht Navigon schlecht machen - für meine Bedürfnisse ist Navigon nicht so gut wie TomTom. Für Dich als Kraftfahrer einer Spedition ist TT unbrauchbar weil keine LKW-SW integriert ist und bei den neuen Geräten keine Routenplanung. Und nachdem der TS nach Erfahrungen gefragt hat, hab ich ihm meine mitgeteilt - auch wenns für einige blödsinnig klingt...


    cu Peter

  • Ich finde den Vergleich von Paul_Panzer sehr aufschlußreich, bis auf einen Punkt. Nach der Beschreibung hätte ich eine klare Bevorzugung des Navigon erwartet. Das war aber mitnichten so. Insbesondere da die Life Funktionen zuerst ausschließliches Kaufkriterium waren, muss man natürlich gewissermaßen abwarten, was die Navigationsgeräte so bieten und kommt dann zu einem vielleicht sogar für sich selbst unvorhersehbaren Fazit.
    Ich hätte es für sinnvoller gehalten außer den Life Funktionen eine weitere Prioritätensetzung zu betreiben. Ein nicht erweiterbarer Speicher ist für mich z.B. ein Ausschlußkriterium. So eine Vergleichsmöglichkeit bietet Garmin auf seiner Seite, allerdings nur für die eigenen Geräte, an. Diese wäre in einem direkten Vergleich Navigon/TomTom sinnvoll gewesen. Also ausgehend von der Frage: Was will ich eigentlich, und welches Gerät erfüllt genau diese Kriterien.

  • @:hope68. Ich wollte dich nicht persön. angreifen.
    Ich selber komme mit dem ranzoomen in D sehr gut klar.
    Wie schon erwähnt,hat jeder so seinen Geschmack. und wie schon geschrieben,ich war Jahrelang mit TT unterwegs und bin auch angekommen.
    In der letzen Zeit waren aber einige Routen so schlecht,das ich oft durch die Pampa oder über sehr schlechte Straßen geführt wurde.
    Ich denke mal das es an der IQ-Route lag. Ich hatte diese zwar immer ausgeschaltet,bin aber immer noch der Meinung,das sie sich nicht 100 Prozentig ausschalten läßt.
    MfG Bessy11

  • Zitat

    Problematisch wird die Sache jedoch bei stark befahrenen und parallel verlaufenden Hauptstraßen, welche von den gleichen Mobilfunkzellen entlang der Strecke versorgt werden, da hierbei systembedingt keine punktgenaue Ortung stattfindet.


    Das hat TomTom nach meinen Beobachtungen sehr gut im Griff. Die sich bewegenden Punktwolken der Handys der Autofahrer werden auch durch vereinzelt mitschwimmende GPS-Geräte einiger weniger Autofahrer kalibriert, und es gibt sicherlich eine Reihe von technischen Tricks, die TomTom uns nicht verrät. Wie auch immer es realisiert wird, offenbar geht es recht gut. Man sieht die Daten ja bequem und übersichtlich unter routes.tomtom.com am Telefon oder am PC.

  • zu historischen Verkehrsflussdaten: Navteq hat diese im Angebot, nicht Navigon und soweit ich weiß verwendet Navigon diese Daten bisher nicht in ihren Geräten, im Gegensatz z.B. zu Becker.

    Kleine Anmerkung meinerseits zu Becker: Die "historischen" Daten können verwendet werden, müssen aber nicht. Kann man per Option zuschalten oder eben nicht. Gut möglich dass diese Option aber nur in den neueren Beckergeräten existiert.

  • Die von mir Beschriebenen Waldwege und Seilbahnroutings gibt es bei TomTom mit Sicherheit. Das ganze habe ich mehrfach erlebt.


    Versuche mal von Amriswil nach Kreuzlingen ind die Hohrainstrasse zu fahren, Laut tomTom gibt es kurz vor dem Ziel in Rüti eine Strasse in die du links einbiegen sollst. Das ist ein Feldweg den du mit dem Velo fahren kannst, da kommst nichtmal mit einem Traktor lang.


    Das Gleiche wie bereits von mir Beschrieben auch wenn du nach Betten/ Bettmeralp navigierst. Laut Navi geht es in Breiten nach rechts oben in Richtung Betten, der gezeigte Weg ist ein Wanderweg, selbst mit einem Crossmotorad wird es schwer dorthoch zu kommen. Betten/Bettmeralp ist nur per Seilbahn oder Helikopter zu erreichen.


    Munter weiter gehts, versuche mal von Altishausen nach Berg /Dörflistrasse zu kommen. In Berg gehts laut Navi kurz vor dem Ziel nach links. Das ist ein Gehweg und dort gab es nie eine Strasse.


    Ganz Interessante Routen findest du auch in Lichtenstein. Starte mal in Schellenberg /Widum und Ende in Nendeln /Sägastrasse. Im ersten Drittel sollst du laut Navi links vom Bühlweg abbiegen. Unmöglich, da ist weder Wanderweg noch Seilbahn. Da hat es ein paar Bäume und es geht mal eben Fix im freien Fall in Richtung Mauren.


    Diese Beispiele sollte ausreichen, es ist weder gelogen noch an den Haaren herbeigezogen. Das ist TomTom Routing.


    Zum Thema Live Dienste im Ausland kann ich dir auch verlässlich antworten. Ich arbeite im Rheintal an der Grenze zu Lichtenstein. Ich bin in der Woche ca. 3000km als Gutachter in der Schweiz / Lichtenstein / Deutschland / Oesterreich / Frankreich u. Italien unterwegs.


    Sobald das TomTom eine Grenze wittert ist es vorbei mit dem Live Service. Wenn du Glück hast dann schaffst du es das Gerät nach Ein u. Ausschalten wieder zum laufen zu bekommen. Ansonsten Pech und ewig Sim Fehler.


    Beim Support nehmen sich beide Hersteller nicht viel. Ich hatte TomTom mit meinen Problemen konfrontiert, diese Mängel seinen nicht bekannt hiess es. Klaro, hunderte User in diversen Foren spinnen ja. Von 5 Fragen wurde nicht eine beantwortet.


    Bei Navigon musste ich 3 Tage warten bis eine Antwort kam.


    Soviel für heute. Ich fahre mit dem Navigon bessser. Der Live Service funktioniert auch wunderbar.

  • Fällt eigentlich das Garmin 1690 bzw. 1695 als Option gänzlich heraus? Und was hier noch kaum zur Sprache gekommen ist, ist die Konfigurierbarkeit und Erweiterbarkeit der Navigons. (z.B. Favoriten auf einen beliebigen Ordner auslagern, Truck Navigation, also auch passend für Wohnmobile etc.)

    2 Mal editiert, zuletzt von Frau Müller ()

  • Toll gepostet. Ich sehe hier Forum mehrheit Navigon stimme als TomTom. Navigon ist sehr gut bedienen und 3 Route auswählen. Navigon kann Miro-SD Karte abnehmen und reinstecken. Gegebrüber TT Miro-SD fest eingebaut.

  • Toll gepostet. Ich sehe hier Forum mehrheit Navigon stimme als TomTom. Navigon ist sehr gut bedienen und 3 Route auswählen. Navigon kann Miro-SD Karte abnehmen und reinstecken. Gegebrüber TT Miro-SD fest eingebaut.


    Wieso eingebaut?
    Dass interne speicher ist vielleicht etwas vergrösserd beim TT aber ein "eingebautes" MicroSD hatt er nicht.
    Ich denke dass du dich mit der SIM karte verrirrt hast. :D

  • 1. Zeigt das P70Live den Stau detailliert an, also Richtung der Fahrbahn und den dazugehörigen Zeitverlust in Minuten?


    Ja. Siehe nachfolgenden Screenshot von der Navigon-Homepage.


    [Blockierte Grafik: http://www.navigon.com/export/sites/default/common/images/features/live_services_features/NAVIGON_feature_traffic_live_de.jpg]


    2. Werden wirklich auch Staus durch/in den Ortschaften angezeigt (was bei Umleitungen von der BAB ja oft der Fall ist), war das schon der Fall?


    Zumindest in Ballungsgebieten ist dies der Fall.


    3. Funktioniert die Blitzerwarnung (mobile Blitzer) wirklich gut?


    Mir wurden im Raum Stuttgart bzw. auf der A8 zwischen Stuttgart und München bereits drei mobile Blitzer korrekt angezeigt. Insofern erachte ich diese Funtion als durchaus hilfreich an. Hängt aber natürlich auch davon ab, ob die mobilen Blitzer auch entsprechend gemeldet wurden.