und was würdest Du machen?
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Im Grunde gibt es keinen sicheren Wert, bei der Strahlung ungefährlich ist. Jede Strahlung, auch die natürlich vorkommende Strahlung (in D rund 2,1 mSv) kann das Erbgut schädigen. Ein CT des Bauchraumes belastet den Körper (je nach Alter/Körpermasse) z.B. mit rund 10-20 mSv.
Die Chance auf eine dauerhafte oder folgenreiche Schädigung ist aber höher, je grösser die Strahlendosis ist, die man abbekommen hat. Der Grenzwert bei der IAEO liegt für Evakuierung bei 100mSv/Jahr (über der natürlichen Strahlung, ohne Röntgenuntersuchungen). Bei Schwangeren, Kindern usw (weil da viele Zellteilungen stattfinden und somit Erbgutschädigungen stärker schädigen) liegt der Grenzwert für die Gesamtdosis bei 1 mSv. In einem Gebiet, das im Grenzwert liegt, dürfte sich ein Kind also max 1/100 eines Jahres aufhalten.
Berufliche Grenzen in D 20 mSv pro Jahr/ max 400 mSv/Berufsleben. In Fukushima haben die Arbeiter (jedenfalls habe ich einen im Interview gesehen) teilweise schon 800 mSv abbekommen.
Es gibt (wenige) Leute, die weit mehr abbekommen haben und nicht erkrankt sind, andererseits gibt es Leute, die auch ohne besonders hohe Dosis an Krebs erkranken. Deshalb immer die %-Angabe/Dosis, wie die Chance auf Krebs ist.
Franz
Das ist doch vermutlich eher eine Sache "viel bringt (tut) viel", denn im Falle von Jod 131 z.B., werden Beta-Teilchen = Elektronen "gestrahlt": Trifft nun ein Elektron auf eine Zelle - im weitesten Sinne - kann es zu einer Schädigung kommen. Damit dürfte klar sein, je mehr (Teilchen ausgesandt werden), desto mehr Schädigungen sind zu erwarten.
Im Großen und Ganzen sind wir aber wohl alle nicht im Detail darüber informiert, was da wirklich abläuft. Will man mehr wissen, dann wird das zu einer stunden-, tagelangen Recherche im Internet, wobei auch hier die Gefahr besteht, dass Fehlinterpretationen vorgenommen werden. Fazit: es ist wie auch immer eine sehr schreckliche Geschichte, genaues wissen zu wollen ist legitim, wird aber kaum, gelingen.
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> Die Betreiberfirma TEPCO entschloss sich daher, den erlaubten Grenzwert von 100 Millisievert pro Dienstschicht auf 150 anzuheben. Angesichts dieser „noch nie da gewesenen“ Katastrophe sei das notwendig, gab TEPCO Samstagfrüh (Ortszeit) im staatlichen Sender NHK bekannt. <
> Die Agentur Jiji berichtete von einer Strahlenbelastung von 1000 Millisievert pro Stunde im Wasser von Block 2. Das würde bedeuten, dass ein Arbeiter den bereits angehobenen Grenzwert von 100 auf 250 Millisievert binnen 15 Minuten abbekommen hätte. <
Wenn die erlaubten Grenzwerte nicht passen, werden sie von Tepco einfach passend gemacht.
Zum Glück ist Humankapital nachwachsend.Es ist brutal, aber global gesehen (leider) richtig: die vielen Toten die es (Tsunami und AKW) gab und noch geben wird werden vom Gesamtwachstum der Bevölkerung unserer Erde in Null-Komme-nix aufgefangen. Das gilt für alle "Katastrophen" wie Erdbeben, Tsunami, Kriege, AKW-Unfälle.... Nur, trifft es uns selbst oder unsere Verwandten, Freunde, oder (fast) ein ganzes Volk, wird es von uns selbst als schrecklich eingestuft. Und wenige Jahre danach wieder vergessen. Das - auch - ist Natur. Im Detail besehen ist sie manchmal schrecklich.
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Wenn die erlaubten Grenzwerte nicht passen, werden sie von Tepco einfach passend gemacht.
Zum Glück ist Humankapital nachwachsend.Hallo
Furchtbar - aber Teil der Realität. Ich glaube auch nicht, dass dies bei uns anders wäre. Und dann stellt sich die Frage: Wer räumt das wieder auf bzw. muss im Zweifel ran und sich dieser Gefahren aussetzen? Vermutlich auch diejenigen, die sich heute noch ehrenamtlich engagieren (FFW, THW, DRK u.a.).
MfG
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Und diese Grenzwerte werden z.T. auch Makulatur sein, wenn es Arbeiten gibt, wo sich dieser Grenzwert nicht einhalten lässt, die aber getan werden müssen. Und nur mal zum nachdenken: Jeder deutsche Soldat setzt beim Einsatz auch sein Leben aufs Spiel... ganz ohne Grenzwert!
Wichtig für unser behütetes Leben in unserer heilen Welt ist, das uns jemand vorrechnen kann, das die Chance auf ein Unglück (Verkehr, Chemie, Kernkraft, Meteor usw.) so gering ist, das wir nicht mit rechnen müssen. Wird es ne vorstellbare Grösse (wie eben bei der Kernkraft in Fukushima) werden alle wach und sind verschreckt.
Franz
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... der Soldat hat ggfls. eine Waffe in der Hand und kann sich verteidigen.
Aufgrund der vielen Berichte aus Japan glaube ich aber auch so langsam, dass Atomkraftwerke gar nicht so gefährlich sind, die Strahlen sind fast alle harmlos, man sollte nur kein Plutonium essen .... und nicht mehr als einen halben Liter verstrahltes Meerwasser trinken.
Es ist eben Alles relativ.
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Kennt ihr das hier?
Hoffentlich sind unsere AKW's besser ausgelegt, sprich alle Themen die bekannt sind bzw. bekannt waren auch berücksichtigt.
In der Liste der stärksten Tsunami kommt im letzten Jahrhundert Japan 6x vor. Wellenhöhen dabei bis 30m. Das zur Schutzmauer von, was war das noch 6m? Das zum Thema konnte keiner Wissen, jetzt sind alle schlauer...

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@Polarstern
Meinst du denn, das es sich leichter stirbt, wenn man mit der Waffe in der Hand "am Hindukusch Deutschland verteidigt"? Gemein ist beiden, das sie "im höheren Auftrag" bzw. für ne "höhere Sache" im Zweifel in den Tod oder Invalidität gehen.
@Mazzi
Beim Tsunami vor Indonesien war die Höhe zwischen 6 und 30 Meter... je nach Ort. Und vielleicht war er irgendwo auch höher, nur hat da keiner gemessen. Vielleicht gibt es auch mehr zwischen Himmel und Erde, woraus man die Tsunamigefahr, auch in der Höhe ableitet, als nur historische Daten anzunehmen. In ner Bucht wird die Welle z.B. höher als an nem geraden Küstenabschnitt sein. Vielleicht spielt auch ne Rolle, wie der Seeboden vor der Küste ist oder wie die Verwerfungslinie vor dem Küstenabschnitt aussieht. Vielleicht ist es auch einfach so, das keine Mauer der Welt einen 30 Meter Tsunami aufhalten kann. Nicht nur wegen der Höhe, sondern auch wegen der Kräfte, die bei einem Aufprall wirken.
Ich schrieb ja oben schon mal, das es wahrscheinlich besser gewesen wäre, ein KKW nicht direkt am Meer bzw. auf ner Anhöhe zu bauen. Aber da gibt es bestimmt die nächsten Probleme... Erdrutsche, Felsstürze und was weiss ich.
Franz
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Hallo
Einsatz deutscher Soldaten am Hindukusch im Vergleich mit Erdbeben/Tsunami/GAU...???
MfG
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Hallo
Einsatz deutscher Soldaten am Hindukusch im Vergleich mit Erdbeben/Tsunami/GAU...???
MfG
Ich habe das nur deshalb verglichen, weil es eben Menschen gibt, die aus unterschiedlichen Gründen mehr Risiken auf sich nehmen (evt. müssen) als andere Menschen. Manche freiwillig, manche nicht. Wenn man höhere Grenzwerte bei den Arbeitern in Fukushima kritisiert, dann kann man sich IMHO auch mal Gedanken darüber machen, das es auch Deutsche gibt, denen wir hoch offiziell höheren Risiken aussetzen. Ganz ohne Gau...
Franz
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Hallo
Ich halte solche Vergleiche für... hmmm... schwierig. Werden i.d.R. weder dem einen noch dem anderen gerecht.
MfG
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Aufgrund der vielen Berichte aus Japan glaube ich aber auch so langsam, dass Atomkraftwerke gar nicht so gefährlich sind, die Strahlen sind fast alle harmlos, man sollte nur kein Plutonium essen .... und nicht mehr als einen halben Liter verstrahltes Meerwasser trinken.
Es ist eben Alles relativ.
Stimmt, ich für mich hab jetzt beschlossen kein Kobe-Beef mehr zu essen (angeblich ist auch das Rindfleisch verstrahlt)

Ich seh das wie Franz - die "paar" Arbeiter, die versuchen zu retten was zu retten, ist opfern sich/werden geopfert, damit Hundertausende andere überleben.
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Ich seh das wie Franz - die "paar" Arbeiter, die versuchen zu retten was zu retten, ist opfern sich/werden geopfert, damit Hundertausende andere überleben.Hallo
Momentan sieht es aber danach aus, dass es sich eher um einen Kampf gegen Windmühlen handelt. Wie's ausgeht, weiß wohl keiner. Plan B ["Deckel drauf" und das evakuierte Gebiet für langfristig unbewohnbar erklären] will wohl derzeit noch keiner wirklich angehen. Mit hundertausenden direkten Toten würde ich auch nicht rechnen. Wenn, erschrecken eher die zu erwartenden Langzeitfolgen.
MfG
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Ja, DonQuixote lässt grüssen...
Hundertausende (nicht unmittelbar) würden es sein, wenn die Japaner z.Zt. keine Menschen opfern wie von Polarstern gefordert (zumindest les ich so seine ständig aus irgendwelchen News zitierten Beiträge) um zu retten was zu retten ist.