"Japan" und die Folgen

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    Stimmt, ich für mich hab jetzt beschlossen kein Kobe-Beef mehr zu essen (angeblich ist auch das Rindfleisch verstrahlt) ;(


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    ... du kannst Das Rindfleisch weiter essen:


    >EU erhöht Grenzwerte für Cäsium 134
    So wurde der Grenzwert für Milcherzeugnisse von 370 Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg) auf 1000 Becquerel heraufgesetzt. „Dem Verbraucher wird nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima ein Mehrfaches an radioaktivem Cäsium zugemutet. Das entspricht nicht dem vorbeugenden Gesundheitsschutz, es ist sogar rechtswidrig, sagt der Chemiker und Greenpeace-Experte Manfred Santen. Greenpeace hat die neuen Grenzwerte juristisch prüfen lassen, das Ergebnis ist eindeutig.


    Gemäss Greenpeace ist neben Milcherzeugnissen aus Japan importierter Fisch massiv betroffen. Bisher gelte für Fisch der allgemeine Lebensmittelgrenzwert von 600 Becquerel (Bq). Die Eilverordnung lasse jetzt einen doppelt so hohen Cäsium-Grenzwert zu: 1250 Bq pro Kilogramm. Nur bei Säuglingsnahrung falle die Erhöhung geringer aus. Hier sei der Grenzwert von 370 auf 400 Bq hochgesetzt. <



    Und das Finanzministerium - also Schäuble - prüft z.Zt., wie er den Ausfall der Brennelementesteuer in Höhe von 200 Mio. Euro der aufgrund des Moratoriums stillgelegten Meiler kompensieren kann.


    Der Knüppel liegt beim Hund.


  • Plan B ["Deckel drauf" und das evakuierte Gebiet für langfristig unbewohnbar erklären] will wohl derzeit noch keiner wirklich angehen


    Zu spät. Das Gebiet ist bereits langfristig unbewohnbar. Fraglich ist nur der Zeitraum . 50 Jahre, 500 Jahre, sucht euch eine Zahl aus. Kann zurzeit niemand zuverlässig sagen.
    Fraglich ist nur noch ob das evakuierte Gebiet erweitert werden muss.
    MfG
    rth

    • Offizieller Beitrag

    Da die KKW schon existieren können zur Herstellungskostenberechnung des aktuell produzierten 'Atomstrom' nur die anfallenden Betriebskosten und die dadurch zusätzlichen Entsorgungskosten herangezogen werden.



    Wie die Gesamt-Bilanz im Vergleich zu anderen Energieträgern ausfällt ist eine andere Rechnung.
    Aber z.B. bei den Fossilen werden ja auch immer astronomische CO2-'Entsorgungs'-Kosten genannt.

  • Da die KKW schon existieren können zur Herstellungskostenberechnung des aktuell produzierten 'Atomstrom' nur die anfallenden Betriebskosten und die dadurch zusätzlichen Entsorgungskosten herangezogen werden.


    Hallo


    Na ja... entwickelt und hingestellt werden mussten die Dinger halt auch und da gehen/gingen eben Steuergelder drauf. Steht für mich so unter der Überschrift: Was Atomstrom wirklich kostet. Theoretisch könnte man's auf's KW runterrechnen. Klar: Wenn man nur die momentanen Betriebskosten rechnen würde... ist es eine billige Energiequelle. So hat man's auch jahrelang verkauft. Es hängt halt nur ein Rattenschwanz dran... momentan geht die Diskussion um diesen [wieder] los. Ich glaube: Insg. gesehen ist Atomstrom nicht billiger [ggf. auch nicht teurer] als andere Energiequellen.


    MfG

    • Offizieller Beitrag

    Hi,


    es hängt halt bei allem was wir tun ein Rattenschwanz hinten dran.
    Einerseits sind die Ressourcen endlich, dann wieder in der Hand von Leuten denen wir nicht immer vertrauen, oder stehen nicht immer zuverlässig zur Verfügung, etc.


    Wer weiß heute schon mit was die Menschheit ihren immer weiter steigenden Energiebedarf decken können wird?
    Öl, Sonne, Uran, Wind, Thorium, Kohle, Wasserstoff, Wasser, Gas, nachwachsende Energieträger?


    Und vielleicht wäre es auch eine Überlegung wert aus Fehlern zu lernen und eine Sache zu verbessern.
    Die Luftfahrt konnte ja auch von einem der gefährlichsten Transportmittel zu einem der sichersten entwickelt werden.



    Gruss

  • Einerseits sind die Ressourcen endlich, dann wieder in der Hand von Leuten denen wir nicht immer vertrauen, oder stehen nicht immer zuverlässig zur Verfügung, etc.


    Stimm! Trifft aber alles auch auf Uran zu.


  • Wobei - wenn ich es richtig weiß - die Überkapazitäten höher als jene 11% sind... selbst ohne die jetzt abgeschalteten AKW's können wir noch exportieren


    Theorie und Praxis... Klick


    Franz

  • ... Ich glaube: Insg. gesehen ist Atomstrom nicht billiger [ggf. auch nicht teurer] als andere Energiequellen.


    MfG



    .... letzthin war ein Bericht aus Brockdorf; Einwohner beschwerten sich über die Unsicherheit der Kernenergie und den damit verbundenen Risiken, insbesondere darüber, dass im Falle eines GAU's sie ihre Häuser und Grundstücke verlieren würden. Leider sind die Betreiber nur mit 2,5 Mrd. pro AKW versichert, weil die Regierung diesen Wert festgelegt hat, weil ansonsten der Atomstrom nicht wettbewerbsfähig wäre.


    Die japanische Regierung hat schon erwogen, sich bei Tepco einzukaufen und dem Unternehmen so eine Finanzspritze zukommen zu lassen. 8|


    Fazit: Jede Regierung wälzt letztendlich das Risiko immer auf die Bürger/Steuerzahler ab. ;(

  • Da waren wir in der Diskussion doch schon vor ein paar Seiten...


    Wir können ja für die letzen 30 Jahre für jede Kilowattstunde einen Nachschlag von 3 Cent von den Verbrauern erheben, die grinsend mit dem billigen Strom ihre Kühlschranke, Fernseher, Bügeleisen etc betrieben haben oder in ner Stromintensiven Industrie gearbeitet haben und so ihr Arbeitsplatz gesichert war.


    Das dürfte fürs Risiko reichen, inklusive der Entschuldung von Griechenland... :gab


    Es geht doch nicht nur um die reinen Kosten. Umweltaspekte (kein CO, dafür Risiko eines Störfalles mit radioktiven Fallout, Flächenbedarf, Entsorgung), Versorgungssicherheit (Rohstoffverfügbarkeit, Abhängigkeit vom Ausland) und natürlich die Kosten. Nicht nur für uns Endverbraucher, sondern auch und gerade für die Industrie, die es ja bekanntlich in D gibt.


    Das entscheidene Argument ist IMHO, das eine Mehrheit angesichts der Katastrophe in Japan keine Atomkraft mehr will. Wenn dem so ist, dann ab dafür... Welche Energieform hier nun billiger oder teurer kommt und was man in die Rechnung mit einbeziehen darf, führt eh zu keinem belastbaren Ende. Oder kann hier einer beziffern, wie die Kosten in Zukunft für den Klimawandel auf die Kohlekraftwerke oder steigende Nahrungsmittelpreise auf Biosprit umzurechen sind? Diese Kosten trägt auch die Allgemeinheit.


    Es sind politische, strategische Entscheidungen, die nicht immer kostenbasiert sind.


    Franz

  • Bei Uran238 und Thorium ist die Endlichkeit aber recht weit entfernt.


    Weit entfernt ist relativ. Die Kohlevorräte reichen weiter. Erdgas auch???
    Sonne, Wind, Wasser, Gezeiten, Geotherme, - und sparen reichen "ewig". Sind in der "Beschaffung" erst einmal teurer.

  • von den Verbrauern erheben


    Hallo


    Was denkst Du, wer das alles bezahlt hat und weiter bezahlen wird? 8) Es geht AUCH um die Kosten bzw. Wirtschaftlichkeit... und da hat man gelegentlich Märchen erzählt in der Vergangenheit. Wobei in der Tat der Sicherheitsaspekt das Entscheidende ist.


    MfG

  • Was denkst Du, wer das alles bezahlt hat und weiter bezahlen wird?


    Na wer denn sonst? Auch wenn der Betreiber staatlich oder ein e.V. wäre... Der Verbraucher, oder Bürger usw. zahlt in jedem Fall die Zeche. Und wenn die Wirtschaftlichkeit nur per Ausnahme von der Haftpflicht, Förderung usw. gegeben war, dann war es gesellschaftlicher, politischer Wille, von der demokratisch gewählten Regierung umgesetzt.


    Vielleicht verstehen wir auch manchmal nur die Begrifflichkeiten unterschiedlich. Ein Unternehmen gehört genauso zu unserer Gesellschaft wie der HarzIV-Empfänger.


    Im Grunde wird bei allem, was gefördert, verstaatlicht usw. wird, politisch ein höherer Nutzen angenommen, der über die (momentane) Wirtschaftlichkeit hinausgeht. Und die sehe ich auch, weil hier in seiner Zeit eine neue Energiequelle erschlossen wurde, die versprach, preiswert, Ressourcenschonend und sicher Strom zu erzeugen. Nebenbei wurde Foschung betrieben und die Technologie wurde industriell verkauft, wovon die Unternehmen, die Arbeiter und die Gesellschaft profitiert haben.


    Deshalb hab ich ja mal die Rechnung entsprechend addressiert.


    Franz