Sieg für Emmely

  • Ob ichs gut finden soll? ?(


    Diebstahl bleibt Diebstahl - egal welcher Wert und egal, nach wie viel Jahren Zugehörigkeit.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Ob ichs gut finden soll? ?(


    Diebstahl bleibt Diebstahl - egal welcher Wert und egal, nach wie viel Jahren Zugehörigkeit.

    Das es eine "Verdachtskündigung" war ist dir bekannt? Der Diebstahl ist vermutet, aber nie bewiesen worden.
    Ich finde das Urteil gut.

  • Es gibt auch noch das arbeitsrechtliche Instrument der Abmahnung, das hätte hier - nach Abwägung aller Fakten - auch ausgereicht. Aber man wollte es wohl bewusst nicht einsetzen.

  • Ob ichs gut finden soll? ?(


    Diebstahl bleibt Diebstahl - egal welcher Wert und egal, nach wie viel Jahren Zugehörigkeit.


    Hallo


    Jau... allerdings hätte ja vor der Kündigung in solch einem Fall eine Abmahnung erst einmal gereicht. Das wäre sozusagen ein Warnschuß vor den Bug gewesen. Und dieser hätte meiner Meinung nach kommen müssen und hätte der Arbeitnehmer auch verdient. Das Prob war/ist das "fristlose"...


    ...aber sicherlich: Es stellt sich die Frage nach den Grenzen. Sechs gekochte Maultaschen, die sonst in den Müll fliegen...??? Eine Akkuladung für's Handy im Wert von 1,5cent...??? Und sicherlich wird es dazu führen, dass Arbeitgeber verstärkt auf das Mittel der Abmahnung setzen. Aber das halte ich nicht einmal für verkehrt. Vielleicht mus ja nun noch gerichtlich geklärt werden, wo die Grenze liegt. Und vielleicht orientiert man sich dabei ja dann an einer "geringwertigen Sache". Dann würde der Wert allerdings deutlich höher liegen als die oben genannten Beispiele.


    MfG

  • Der Diebstahl ist vermutet, aber nie bewiesen worden.
    Ich finde das Urteil gut.


    Hallo


    Letztendlich war's wohl eine Unterschlagung [1,32€???]... nicht berechtigtes Einlösen von Pfandbon's. Wenn ich's richtig weiß, wurde das als Tatsache vorausgesetzt. Es ging wohl eher um Fragen nach dem Wert, nach der Betriebszugehörigkeit und nach der Frage zur Zerüttung des Arbeitsverhältnisses...


    MfG

  • Bei diesen Kündigungen geht es darum unangenehme Mitarbeiter ohne Abfindung los zu werden.


    Das funzt aber auch mit Abmahnungen.


    Man braucht nur genug und etwas Zeit.


    In diesem Fall war die Chance für Tengelmann.

  • Hallo


    Letztendlich war's wohl eine Unterschlagung [1,32€???]... nicht berechtigtes Einlösen von Pfandbon's. Wenn ich's richtig weiß, wurde das als Tatsache vorausgesetzt. Es ging wohl eher um Fragen nach dem Wert, nach der Betriebszugehörigkeit und nach der Frage zur Zerüttung des Arbeitsverhältnisses...


    MfG

    Wenn ich es richtig im Gedächnis habe konnte die Unterschlagung / der Diebstahl ebensowenig nachgewiesen werden wie der "Gegenverdacht" es handele sich um eine "Retourkutsche" für die aktive Teilnahme an einem Streik.

  • Nach 32 Jahren in dem Job ist die so blöd, und löst nen liegen gelassenen Pfandbon ein. Also entweder hat die das vielleicht schon immer so gemacht oder ist einfach nur dumm. Was nun jeweils in Frage kommt, wird wohl kaum festzustellen sein. Insofern sehe ich da schon einen Vertrauensverlust, der auch durch ne Abmahnung nicht wieder gut gemacht werden kann. Oder meint hier jemand, das der Filialleiter jetzt sagt, ich vertraue ihr wieder zu 100%, weil sie ja ne Abmahnung bekommen hat?


    Aber klar, da hängt es nun vom Betriebsklima und dem Verhältnis vom Vorgesetzten ab, ob er das noch mal durchgehen lassen will (mit ner Abmahnung) und die Summe sieht auch lächerlich aus. Andererseits hätten auf dem Pfandbon auch 15,-€ stehen können. Ein Kündigungsgrund ist es IMHO allemal.


    Und ja, eine gute Gelegenheit ne Mitarbeiterin ohne Abfindung entlassen zu können. Vielleicht hätte sie bei weniger Kündigungsschutz ihren Job ja noch. Die Aussicht, jemanden Abfindungsfrei entlassen zu können dürfte so manchen Chef zu ner Kündigung motivieren.


    Übrigens einer der Gründe, warum ich tunlichst seit jeher darauf achte, nie mehr als 5 Angestellte zu haben, um nicht in die Kündigungsschutzfalle zu tappen. Was bei nem grossen Unternehmen vielleicht noch geht, kann bei nem kleinen Betrieb voll in die Hose gehen. Ein, zwei falsche Mitarbeiter und ein Betrieb geht krachen. Das Ergebnis ist eher, das ich nicht versuche, bei jeder passenden Gelegenheit nen Mitarbeiter zu entlassen, sondern eher im Gegenteil. Und das einfach nur, weil ich frei in den Entscheidungen bin und ein gutes Verhältnis zu meinen Mitarbeitern habe.


    Franz

  • Wenn ich es richtig im Gedächnis habe konnte die Unterschlagung / der Diebstahl ebensowenig nachgewiesen werden wie der "Gegenverdacht" es handele sich um eine "Retourkutsche" für die aktive Teilnahme an einem Streik.


    Hallo


    Was man der Prese entnehmen konnte, hat es zumindest in den ersten Verhandlungen ausgereicht, dass die Kündigung als berechtigt angesehen wurde... aber darum ging es jetzt ja auch viel weniger. Das Urteil beruft sich ja nicht auf die Tatsache ob/dass sie unterschlagen hat... viel mehr ging es um den Grund als solchen für eine fristlose Kündigung.


    MfG

  • Und ja, eine gute Gelegenheit ne Mitarbeiterin ohne Abfindung entlassen zu können. .... Die Aussicht, jemanden Abfindungsfrei entlassen zu können dürfte so manchen Chef zu ner Kündigung motivieren.

    Ich vermute, Franz kommt mit dieser Meinung sehr dicht an die Wahrheit. Und genau dies ist für mich "Schofelig." :cursing:

  • Ein Kündigungsgrund ist es IMHO allemal.


    Hallo


    Ja... aber nach Sichtweise des BAG eben kein Grund für eine fristlose Kündigung... 8)


    ...und man kann es ganz menschlich sehen: Was sagt wohl ein Firmeninhaber, dem nach 30 Jahren guter Geschäftsbeziehung zu einem Kunde, dieser ihm sämtliche Aufträge aufgrund einer Fehlbuchung von 1,31€ entzieht...??? Da hätte er dann auch gerne einen Hinweis oder Rückruf gehabt.


    Und der Arbeitgeber hätte bei einem nachgewiesenem Vertrauensverlust und nach erfolgter Abmahnung durchaus andere Möglichkeiten gehabt. Diese sind hier aber wohl nicht einmal angedacht worden.


    Und die westerwell'sche Begründung zur Lockerung des Kündigungsschutzes ist Quark... erst einmal führt es dazu, dass Arbeitgeber schneller kündigen und billiger einstellen.


    MfG

  • Was sagt wohl ein Firmeninhaber, dem nach 30 Jahren guter Geschäftsbeziehung zu einem Kunde, dieser ihm sämtliche Aufträge aufgrund einer Fehlbuchung von 1,31€ entzieht...???


    Der Pfandbon hat sich sicher nicht aus Versehen eingelöst, was ich bei ner Fehlbuchung voraussetzen würde. Bei der Kassiererin gab es in den 32 Jahren sicher auch mal einen Fehlbetrag in der Kasse, der nicht weiter geahndet wurde. Mal falsch Wechselgeld rausgegeben... kann ja mal passieren. Bei der Pfandbongeschichte ist halt der Vorsatz so eindeutig...


    Wenn ich einen Kunden vorsätzlich betrüge, brauche ich mich auch nicht wundern, wenn ich ihn verliere, um mal bei deinem Beispiel zu bleiben. Btw. ist einer meiner besten Kunden nur deshalb mein Kunde, weil mein Vorgänger bei einem Auftrag billige Ware eingebaut und Teure berechnet hat. War evt. auch ein Versehen, aber so läuft es nun mal. (war ein Betrag von rund 10 DM bei ner Auftragssumme von rund 1000 DM)


    Bei mir wäre zum Beispiel ein Kündigungsgrund, wenn einer meiner Mitarbeiter bei nem Kunden was klauen würde. Da wäre mir die Summe auch egal. Und wenn es 5 Cent wären. Den würde ich mit nem Arschtritt rausschmeissen, denn dann würde mein Kunde das Vertrauen verlieren. (als Ergebnis aktueller Rechtssprechung natürlich aus betrieblichen Gründen...) Oder wie würdest du entscheiden, wenn ein Handwerker bei dir in der Wohnung mal eben etwas Kleingeld mitgehen lässt. Sind ja nur 1,31€...?


    Ehrlichkeit ist ne Grundvoraussetzung für manche (eigentlich die meisten) Jobs. Kassiererin würde ich da mit zuzählen wollen. Es stehen da draussen sicher genügend Schlange die den Job machen würden. Ohne was zu klauen.


    Franz

  • Das sehe ich genau so. Im Umgang mit Bargeld und Geldwerten ist 100% Vertrauen gefordert. Da gibt es kein Vertun. Die Pfandbons sollten vorsätzlich eingelöst und der Arbeitgeber geschädigt werden. Ich kann da keine "Bagatellgrenzen" zulassen. Wann fängt Vertrauen an und wo endet es?


    Willi

  • Bei soviel Nachsicht die ich hier bei einigen Schreibern lese, frage ich mich woher das kommt.
    Heißt es, das diese Leute davon ausgehen das es heute sowieso keine Ehrlichkeit mehr gibt und man daher so tolerant sein muss?
    Geklaut wird sowieso und daher sollen wir froh sein, wenn einer mal nicht soviel klaut?
    Das ist dann verzeihlich und erfordert sogar Mitleid und organisierte Aktionen mit/ für dem(n) armen Täter(n)? ?( ?(

    Gruß
    taxus






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