Minarettverbot in der Schweiz

  • ...und in was für einer Demokratie leben wir, wo ein Politiker einen Chefredakteur absetzten kann, nur weil im seine Nase nicht passt......



    Ich finde auch, dass Minderheiten geschützt werden müssen, vor allen Dingen in einem Land, dass überwiegend aus BamS-Lesern besteht....


    Gruß


    Brian

  • ... und wer schützt die 5 englischen Crewmitglieder einer Yacht die vermutlich aufgrund eines Motorschadens ihrer Yacht in iranisches Hoheitsgebiet abgedriftet sind?


    ... und wer schützt eine englische Frau, die sich ausserehelich a bisserl vergnügt hat :love:


    Die Toleranzgrenze im Islam ist net besonders hoch - entweder man passt sich an, oder man bekommt die volle Härte des Gesetzes zu spüren...


    cu Peter


  • Ich finde auch, dass der Islam harte Bräuche hat und die in meinen Augen nicht mehr ganz Zeitgemäß sind (sowie das Zölibat)!! Aber wie Arrogant sind wir denn, über andere Kulturen und Religionen zu unterscheiden?!
    Solange "die Würde jedes einzelnen Menschen unantastbar" bleibt, soll jeder seine Religion ausüben, die er mag, und wenn er vor meinem Haus eine große Moschee mit nem Minarette bauen würde.



    Gruß


    Brian

  • , und wenn er vor meinem Haus eine große Moschee mit nem Minarette bauen würde.


    da würde ich alles geben, dass die moschee etwas grösser gebaut wird und mein haus dem moscheebau zum "opfer" fällt ... weil lieber verkaufe ich dann mein haus als neben einer moschee zu wohnen. vor einer moschee gehts ja schlimmer zu als vor nem fußballfeld. vermutlich würde es dann rund um mein haus oft keine parkplätze geben - es wäre immer viel los und meine ruhe wäre komplett gestört.

  • Das Thema ist für mich nicht die Religion und wie sie ausgeübt wird.
    Der Glaube ist ein hohes gesellschaftliches und individuelles Gut, dass es immer und überall zu achten gilt.
    Nicht tolerierbar ist, in welcher Glaubensgemeinschaft auch immer, dass fanatische Ideologen die Basis der religiösen Gemeinschaft nutzen, um faschistisch anarchische Ideen zu verbreiten, idem sie ihr perverses Gedankengut in "vermeintlichen Glauben" verpacken.
    Leider ist der "gemeine Gläubige" nur zu anfällig für diese Verbrämung, da er die Verpackung nicht vom Inhalt unterscheidet.
    In diesem Zusammenhang unterscheiden sich die Menschen der ganzen Welt nicht voneinander, auch nicht die Schweizer.
    Solange Kirchenfürsten Dogmen predigen, ändert sich nichts! Der Dalai Lama ist da ein leuchtendes Gegenbeispiel, er wird von der "Volksreligion Kommunismus" gnadenlos unterdrückt und, was viel dramatischer ist, von den großen Volksreligionen nicht ernstgenommen, weil er ihrer Politik der Dogmen diamentral gegenübersteht.
    Solange religiöser Glaube durch Glaubensvertreter weiter so vertreten wird, haben Extremisten alle Möglichkeiten das für ihre Zwecke zu mißbrauchen, völlig unabhängig von Kultur und Konfession.
    Das Selbstverständnis der Kirchen (Plural) ist der Schuldige, sie fordern Extremisten heraus, ihre Mechanismen erfolgreich zu nutzen.


    Pinguin


  • Gut, aber genauso wie wir uns an die Gesetze im Islam halten müssen, wenn wir in diesem Land sind - genauso sollten sich andere Religionen in unserem Land verhalten. Hier bei uns in UK gibt es genug Hassprediger, denen man nix anhaben kann, weil es keine Gesetze dafür gibt ...


    Auf der anderen Seite - ich war ja in den letzten Jahren des öfteren in Dubai :whistling: - werden wir ständig beim Verlassen des Hotels gewarnt, uns nicht öffentlich zu küssen, da wir dafür ins Gefängnis kommen könnten. K.A. ob das im Islam so erwähnt ist, aber bevor ich mich dort unten in ein Gefängnis setze, lass ich es lieber.


    Und Nein Danke, vier Kilometer von mir ist little India - da würd ich nie hinziehen, und wenn ne Moschee bei mir um die Ecke gebaut wird, dann such ich mir ein anderes Haus. Das Recht gesteh ich mir zu 8)


    cu Peter


  • Die Toleranzgrenze im Islam ist net besonders hoch - entweder man passt sich an, oder man bekommt die volle Härte des Gesetzes zu spüren...


    Hallo Peter


    Ich halte es nicht für sinnvoll zu sagen... der andere macht aber auch. Die Frage ist eher, wie der Islam sich in der westlichen Welt gestalten kann. Und da sind solche Entscheidungen - die ja im Grunde nebensächlich sind - kontraproduktiv. Und klar... Auswüchse müssen als solche auch benannt werden können


    Zudem gibt es DEN Islam genau so wenig, wie DEN Christlichen Glauben. Da geht die Bandbreite auch von ultrarechts bis liberal.


    MfG


  • da würde ich alles geben, dass die moschee etwas grösser gebaut wird und mein haus dem moscheebau zum "opfer" fällt ... weil lieber verkaufe ich dann mein haus als neben einer moschee zu wohnen. vor einer moschee gehts ja schlimmer zu als vor nem fußballfeld. vermutlich würde es dann rund um mein haus oft keine parkplätze geben - es wäre immer viel los und meine ruhe wäre komplett gestört.


    Hallo


    Kommt darau an... bei den Moscheen hier im ländlichen Raum ist unter der Woche eher "tote Hose"... eher freitags, dass der Bär tanzt. Und das was Du beschreibst, gilt für viele christlichen Kirchen auch...


    ...aber das sind Dinge, die man eben vor Ort berücksichtigen kann und sollte. Ist letztendlich eine Frage der Bebauung. Und genau das ist mit dieser Entscheidung gegenteilig entschieden worden.


    MfG

  • Komisch, bei manchen geht das Demokratieverständnis nur bis zu dem Punkt, wo es sich mit der eigenen Meinung deckt. Das ist genau das, was ich meine. Sämtliche Demokratien in Europa sind doch per Verfassung, Gesetzen und internationalen Verträgen an die grundlegenden Menschenrechte, auch von Minderheiten, gebunden. Wenn man eine Entscheidung nicht gut findet, kann man darüber nachdenken, ob die Verfassung in diesem Punkt lückenhaft oder verbesserungswürdig ist. Aber man kann doch nicht ein Mittel der Demokratie, ein Referendum, in Frage stellen, weil einem das Ergebniss nicht passt.


    Hat denn einer von den hier Mitdiskutierenden eine Moschee in der Nähe? Hier in Berlin haben wir 80 Moscheen (und ca. 400 Kirchen). Nicht jede Kirche hat nen Kirchturm und von den Moscheen haben IMHO zwei ein Minarett. Ich glaube auch nicht, das es wirklich um Minarette oder Moscheen geht. Sie haben eher symbolhaften Charakter. Seid ihr denn mit den sozialen Schwierigkeiten und Konflikten vertraut, die auftreten, wenn Integration nicht funktioniert oder auch teilweise nicht gewollt wird? Von der Entfernung kann man immer leicht urteilen. Ich bin eher der Meinung, das solche Ergebnisse, die dem Inhalt nach sicher auch in Deutschland denkbar wären, wenn es ähnliche Verfahren wie in der Schweiz gäbe etc., dazu anregen müssen, das Integration offener und intensiver thematisiert werden muss. Auch die Frage, ob Integration überhaupt eine Lösung sein kann. Sie wird auch von vielen Bürgern mit Migrationshintergrund abgelehnt. Das betrifft nun gerade viele Migranten mit muslimischen Hintergrund. Das ist IMHO ein viel grösseres Problem als nun ein Minarett. Und es ist IMHO auch völliger Quatsch, sämtliche im Zusammenhang mit Moslems auftretende Probleme im Miteinander nun nur auf den Umgang der deutschen mit Moslems abzustellen.


    Franz

  • Komisch, bei manchen geht das Demokratieverständnis nur bis zu dem Punkt, wo es sich mit der eigenen Meinung deckt. Das ist genau das, was ich meine.


    Hallo @Franz Jaeger


    Lass mal Dein "Demokratieverständnis" stecken... darum geht es nämlich gar nicht. Es geht schlicht und ergreifend darum, ob es notwendig ist, die Frage von konkreten Moscheebauten über ein Referndum zu klären. Dass Moscheen ohne Minarett und Referendum möglich sind, zeigen ja Beispiele bei uns. Das Ganze ist schlicht und erfreifend überzogen... denn... was willst Du an Bauten noch alles über dieses Verfahren klären? Die Höhe von Fabrikschornsteinen? Die Farbe von Kirchen oder die Anzahl der Glocken, die darin hängen? Bei dieser Diskussion geht es offensichtlich um anderes.


    Und "Ja" stell Dir vor... auch außerhalb von Berlin haben Menschen Kontakt zu Muslimen und muslimischen Gemeinden. Oder denkst Du wirklich, Du bist der Einzige?


    Und was bitte schön wird an Integrationsproblemen in D-Land anders, ob die Moscheen in der Schweiz nun Minarette haben oder nicht? Erst einmal geht es auch darum, dass in der Schweiz der gelebten Glaubensfreiheit PAUSCHAL Grenzen gesetzt werden. Schönes Demokratieverständnis... nicht wahr. Da kannst Du dir raussuchen, was Dir lieber ist... mangelndes Demokratieverständnis... oder Begrenzung der Grundrechte... :D


    Und ja... wir bräuchten eine Diskussion über die Inhalte von Religionen und was sich mit unseren Grundwerten deckt und was nicht. Da können wir aber gut und gerne bei der Religion anfangen, die in unserem Kulturkreis zu Hause ist. Wenn Du ein paar Namen von radikalen Christen in der Schweiz oder D-Land benötigst, kannst Du sich gerne bei mir melden... :P ...wenn deren politische Einstellung umgesetzt wird, dann gute Nacht... dann sind wir wirklich beim Gottesstaat.


    MfG

  • Hallo


    Ach so...


    Und wenn Du mal nachlesen willst wie selbst der... na... nennen wir's mal... "ultrakonservative Flügel fundamentalistischer christlicher Politik" die Motivation der Initiatoren jenes Referndum bewertet...


    Stellungnahme der PBC


    "...rechtspopulistischer Volkspartei und einem offen muslimfeindlichen Komitee..."


    ...wenn selbst DIE das eingestehen müssen...ansonst der übliche Sermon... keine Kirchen in der Türkei [warum immer nur Türkei, wenn von Islam die Rede ist???]... blablabla... keine Minarette bei uns... blablabla... KiGa-Verhalten.


    MfG

  • Was ich von der Entscheidung in der Schweiz halte, habe ich doch schon geschrieben und auch, das ich der festen Überzeugung bin, das zwar über Minarette entschieden wurde, die Ursache für diese Entscheidung aber in den Ängsten und Konflikten begründet sind, die sich im Umgang mit muslimischen Migranten bei mangelhafter Integration ergeben. Minarette selbst sind IMHO nicht der Kern des Problems, auch wenn darüber entschieden wurde. Minarette sind vielmehr ein Symbol dieser Problematik. Man muss also woanders ansetzen. Über nichts anderes rede ich die ganze Zeit. Religionsfreiheit ist nicht nur ne Sache von Gesetzen oder der Verfassung. Damit sie gelebt werden kann, muss sie gesellschaftlich fest verankert sein. Das kann man nicht nur mit Gesetzen bestimmen.


    Die Wahl zwischen Demokratie und Grundrechten hat man IMHO nicht. Beides bedingt einander.


    Und nein, ich glaube sicher nicht, das ich der einzige mit Kontakten zu Muslimen bin, aber ich bin mir auch sicher, das die Erfahrungen sich unterschieden.


    Also, eh du hier wieder mit Argumenten kommst, die irgendwie nicht zu mir passen:


    - Ich finde die Entscheidung über die Minarette nicht gut.
    - Deshalb stelle ich aber nicht das System der Schweiz mit ihrer direkten Demokratie, mit Volksinitiative und Referendum in Frage.
    - Das die Verfassung in der Schweiz solch einen Entscheidung zulässt, finde ich bedenklich und ich bin froh, das dies bei uns so nicht möglich ist.
    - Die "Minarettentscheidung" sehe ich als Stellvertreterabstimmung, über den Stand der Integrationsbemühungen von muslimische Migranten in der Schweiz, die ähnlich wie in Deutschland, problematisch ist. Also als Symptom einer teils gescheiterten Integration.
    - Deshalb mein Ansatz, die Probleme beim Kern zu packen.


    Franz


  • - Deshalb stelle ich aber nicht das System der Schweiz mit ihrer direkten Demokratie, mit Volksinitiative und Referendum in Frage.


    Hallo


    Und wo liest Du das raus? Es geht lediglich um die Frage, ob diese eine Sache eines Referndums bedarf? Das stellt doch nicht das System in Frage. Wenn Du für solche Fragen ein Referendum einleitest, stellt sich sofort die Frage, für was alles Du dieses mächtige Instrument noch möchtest. Dass es nicht notwendig ist, zeigen eben Beispiele in D-Land. Und... schlechtere Demokratie? Hier wird Demokartie ad absurdum geführt... und das unterstützt Du?


    Hinzu kommt der mehr als nur fragwürdige Hintergrund der Initiatoren. Da kann man sich nur klar davon distanzieren. Vor allem, wenn man den hohen Maßstab einer Demokartie anlegt. In deren Ecke will zumindest ich nicht stehen.


    Übrigens... noch so ein Unsinn: Nicht Muslime bereiten dokumentierte Schwierigkeiten bei der Integration in D-Land, sondern Türken. Was glaubst Du, wie viele von den hier lebenden Türken ihren Glauben wohl gut kennen? Zumindest gehe ich einmal davon aus, dass Du die Veröffentlichungen dazu in letzter Zeit meinst. Hier gilt es sauber zu trennen. Genau das macht die Presse nicht... und die Folge davon kann man hier nachlesen. Bei uns vor Ort sind es übrigens nicht die Türken, die z.B. laut Kriminalstatistik Probleme bereiten... den Rest spare ich mir...


    ...vielleicht lässt Du es einfach mal, alles in einen Topf zu werfen... und "Islam" drauf zu schreiben... :D


    MfG

  • obk. hast du deinen beitrag gelöscht und neu erstellt? oder hab ich schon wieder ein fehlerhaftes email erhalten?!?

  • Hallo


    Jau... ich spiele gerade mit der neuen Boardsoftware [ich habe noch nicht alle "moderaten" Funktionen drauf]... ;( ...an den Posts aber nicht zu bemerken... ;)...


    MfG