Minarettverbot in der Schweiz

  • Vorab gesagt ist mir der Bau
    von Minaratten so was von egal, aber diese Schweizer Ablehnung hat seine „
    Hintergründe “, aber jetzt ein kleines Beispiel:


    Wahre Begebenheit:


    Eine Stuttgarter Stadtteil, Einbahnstasse, sehr ruhig
    gelegen, vormals ein Arbeiterwohnviertel, Porsche, Daimler, Sel. usw.


    Lauter 2 und Dreifamilienhäuschen. Gute Nachbarschaft mit
    Straßenfesten usw.
    Dann wurde ein von der Straße zurückgesetzter Bau mit altem Obstbaumbestand mitten in der Wohnstrasse von der vormals ruhigen neuapostolischen Gemeinde an einen islamischen Verein verkauft.


    Nachdem erstmal die Kreuze entfernt wurden und das obere
    runde Fester trotz Denkmalschutz gegen ein eckiges getauscht
    sowie die Bäume einem Parkplatz weichen mussten , begann hier ein
    Moscheebetrieb mit Wochenendkinder Koranschule.


    Kein Minarett !


    Nun ist hier jedes Wochenende die Hölle los.
    Freitagsgebet mit Einzug der Wochenendgäste.Vorwiegend
    Kinder. Bis zu 50 Stück.
    Im Sommer werden bei offenen Fenstern stundenlang Suren
    gelernt, ein Fensteröffnen für die Anwohner ist nicht mehr denkbar. Das der
    Vorbeter einen Lautsprecher braucht ist wohl auf einige Schwerhörige unter den
    Kindern zurückzuführen.Ständiges an-und abfahren von großen „Dieselstinkern“.


    Die gegenüberliegenden Häuser sind mittlerweile für
    Spottpreise an „Mittelsmänner“ dieser Herrschaften verkauft worden. Das Viertel
    ist heute total heruntergekommen.


    Die ehemalige Haupteinkaufsstraße beherbergt heute nahezu
    nur noch Ramschläden usw.


    Von weiteren Ausführungen was die Politiker / Rathaus usw. in
    diesem Fall betraf, nehme ich besser Abstand.


    Nur mal so ohne Wertung zum Nachdenken, hauptsächlich an Kollege „judaeische_volksfront“ welcher so gern eine Moschee bei sich hätte.

    Einmal editiert, zuletzt von Skarabäus () aus folgendem Grund: Formatierung

  • Frage, bin ich der einzige, der gestern Nacht in der ARD " Hart aber fair" gesehen hat?
    Es war eine sehr gemischte Diskusionsrunde.
    Zum ersten mal, das ich Frank Blasberg überhaupt als Mod ausgezeichnet fand. Er ist doch eher der Reporter Typ :(

    ;) bab

  • Ich fand die Sendung sehr interessant. Wertung werde ich keine geben.

  • 50 Stück Kinder? Wenn die zum Wochenende kommen ist die Hölle los?


    Welch Wortwahl!


    Übrigens wurde gestern nicht einmal durch Herrn Bosbach in "Hart aber fair" bestritten, dass ausgerechnet und bezeichnenderweise gerade in den Kommunen der Schweiz, in denen die vier (!) Moscheen mit Minaretten stehen, das Referendum gegen den landesweiten Bau weiterer Minarette keine Mehrheit fand.

  • Deichsel dir das ruhig so hin wie es dir passt.


    Originalwortlaut: Kinder bis zu 50 Stück. Das liest sich schon anders,oder?
    Oder wie würdest du es formulieren?


    Fakt ist das in diesem Fall zu viel weggeschaut wurde und zu viele Augen zugedrückt.


    Außerdem hat das was du anführst mit meinem Beitrag aber auch garnichts zu tun.

  • Übrigens wurde gestern nicht einmal durch Herrn Bosbach in "Hart aber fair" bestritten, dass ausgerechnet und bezeichnenderweise gerade in den Kommunen der Schweiz, in denen die vier (!) Moscheen mit Minaretten stehen, das Referendum gegen den landesweiten Bau weiterer Minarette keine Mehrheit fand.


    Wenn ich mal den schon mal aufgetauchten Begriff benutzen darf, umgekehrt wird ein Schuh daraus.
    Gerade ausgerechnet und bezeichnender Weise ist es dort ja auch nutzlos (oder wie man sagt, zu spät) gewesen, dem Referendum zuzustimmen.
    Es hätte ja nichts mehr geändert.


  • Nur mal so ohne Wertung zum Nachdenken, hauptsächlich an Kollege „judaeische_volksfront“ welcher so gern eine Moschee bei sich hätte.


    Hallo


    Nur mal so zum Nachdenken... mit den drei Moscheen in unserer Region gibt es keinerlei Probleme in diese Richtung. Der Bau war jeweils unproblematisch. Die eine Gemeinde hat es sofort akzeptiert, dass sie kein Minarett bauen kann [Stadtbildprägung] und die andere hat es mehr oder weniger klaglos hingenommen, dass ihr Minarett gerade mal 13,45m misst [angestrebt waren 15m]. Und auch der Betrieb ist nicht "problematischer" als eine Kirche oder ein Gemeindehaus, wenn eine "Horde" Konfirmanden gelegentlich lärmt. Ein mal gab es Prob's mit Jugendlichen, die einen Hinterhof zum Basketballspielen entdeckt haben... ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Kulturvereines und es war in jenem Hof Ruhe. Ein paar Meter weiter gab es einen unproblematischeren Platz. Zwei Moscheen stehen eher in Gebieten mit Mischbebauung und eine mitten in einem Wohngebiet. In der größten dieser drei Moscheen ist richtig Betrieb... am meisten, wenn Tag der offenen Tür ist. Auch das gibt es...


    MfG

  • @Skarabäus


    Ich würde "Kinder, bis zu 50" schreiben.


    Was ich sonst anführte leitete ich extra mit dem Wort "Übrigens" ein.


    Und ganz so fernliegend scheint mir das nicht. Du schreibst zwar von "Fakt ist". Wer sagt denn, dass es im von Dir beschriebenen Umfeld nicht konträre Sichtweisen dazu gibt? Vielleicht ist es ja vergleichbar mit dem Phänomen im Umfeld der existierenden Moscheen in der Schweiz. Unter den Anwohnern gibt es sicherlich einige bis viele, die sich auch dort an den Gegebenheiten stören. Die Mehrheit der unmittelbar benachbarten Betroffenen muss sich aber offenbar arrangiert haben.

  • Hi
    für mich ein Fazit diese Threads.
    Egal, ob pro oder kontra. Die Hauptsache ist, man redet miteinander.
    Weil, wie will man sonst sein Gegenüber besser kennen lernen.
    Doch vor allem mit zuhören und dem Gegenüber Zeit geben.
    Und vielleicht lernt man ja selber auch noch was. :)


    Ich klinke mich jetzt hier aus ;)

    ;) bab

  • @ obk


    Um dich zu zitieren:
    Und auch der Betrieb ist nicht "problematischer" als eine Kirche oder
    ein Gemeindehaus, wenn eine "Horde" Konfirmanden gelegentlich lärmt.


    Das ganze Jahr hindurch von Freitag Mittag bis Sonntag spätabends :?:


    Es wird viel von "gegenseitiger" Rücksichtnahme geschrieben.
    Gegen ein rücksichtsvolles Miteinander hat kein Mensch etwas, wird es nur leider nie geben, schade eigentlich.


    @ TeeSteinchen


    Du hast Recht mit der Formulierung, war etwas rustikal. Deine gefällt mir besser ;)
    Kann aber dahingehend fehlinterpretiert werden das "Kinder" bis zu 50 Jahren gemeint sind. :D


  • Genau das meine ich auch.
    Dann bräuchte man weder ein Referendum welches so etwas regelt, noch regt man sich darüber auf, dass eine nahegelende Moschee zu laut ist. Hier sind genauso Ruhezeiten einzuhalten wie für eine Disco oder Kneipe....trotz Kinder


    Gruß


    Brian

  • nicht einmal durch Herrn Bosbach...


    Wieso, ist der ein vehementer Befürworter von Minarettverboten? Eher nicht... Das Minarett in seiner Heimatstadt findet er jedenfalls "Städtebaulich gut integriert".


    Und zu dem Beispiel mit der Moschee und den Kindern... Das gleiche passiert auch, wenn da ein paar assoziale Nachbarn einziehen, die jedes Wochendene Saufparty im Freien machen.


    Ich werfe mal das in die Diskussion:


    Es ist das gleiche wie ein Asylantenheim, ein Atomkraftwerk, ne Autobahn, ne Disko oder ne Kläranlage. Keiner will es in seiner Nähe haben, aber der Bedarf ist da. Bitte immer "woanders" bauen. Wenn zu ner Moschee noch ein Minarett kommt, dann kann man es nicht mehr übersehen oder verdrängen. Dann ist es unübersehbar da. Ein Symbol der Anwesenheit, der Präsenz, der Stärke.


    Wozu ist denn ein Minarett da? Von dem Turm soll der Gebetsrufer die Gläubigen zum Gebet (5x/Tag) rufen. Das wird in D meines Wissens nach überhaupt nicht gemacht. Der Gebetsruf wird nur innerhalb der Moschee praktiziert. Also von dem Standpunkt aus ist der Turm eh überflüssig bzw. nur ein Symbol.


    Franz


  • Das ganze Jahr hindurch von Freitag Mittag bis Sonntag spätabends :?:


    Es wird viel von "gegenseitiger" Rücksichtnahme geschrieben.
    Gegen ein rücksichtsvolles Miteinander hat kein Mensch etwas, wird es nur leider nie geben, schade eigentlich.


    Hallo


    Natürlich sind die Moscheen bei uns das ganze Jahr in Betrieb. Wie denn sonst?


    Und - das wurde aber schon geschrieben - es gibt genügend andere Einrichtungen, die ebenfalls das ganze Jahr bei den Anwohnern für Unruhe sorgen. Auch Gemeindehäuser oder Einrichtungen der Jugendarbeit. Bei uns geht es z.B. rund um ein Pflegeheim "rund". Oder rund um einen Gebäudeblock, der von einer ganz anderen Migrationsgruppe bewohnt wird. So etwas kann am Betrieb liegen oder auch an ganz einfachen menschlichen Unzulänglichkeiten. Die gibt es leider nun einmal und können schwer belasten... aber eben überall.


    MfG

  • Also von dem Standpunkt aus ist der Turm eh überflüssig bzw. nur ein Symbol.


    Hallo


    Das Minarett ist ein Symbol... ja. Aber eben alles andere als überflüssig, da Menschen sich genau mit diesen Symbolen idendifizieren. Gerade in den semitischen Religionen wimmelt es nur so von Symbolen. Oder warum haben die meisten Kirchen wohl einen Turm? Auch dort gilt: Man könnte darauf verzichten. In vielen Diasporasituationen ist es auch so... oder bei neueren Gemeindezentren. Vom Selbstverständnis her ist für einen christlichen Gottesdienst kein Münster notwendig. Das hat der Lauf der Geschichte erledigt. Und trotzdem ist genau jener Turm vielen Menschen heute wichtig. Zu spüren war das in D z.B. beim Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden. Und genau so geht es Muslimen eben auch. Wie gesagt: Gelungene Beispiele zeigen, dass beide Interessen letztendlich unter einen Hut zu bekommen sind: Moscheen mit oder ohne Minarett und wenn mit Minarett, müssen sie keinen prägenden Charakter haben. Und nein... von Minaretten darf in D kein Muezin zu hören sein.


    MfG

  • Die erhitzten Gemüter werden sich auch zu diesem Thema wieder beruhigen; nichts wird so heiß gegessen wie gekocht. Moscheen dürfen weiterhin gebaut werden und ob ein Minarett auch als Minarett in der Baugenehmigung deklariert werden muß bzw. ein spitzfindiger Jurist da einen "Ausweg" findet, kann man heute noch gar nicht sagen.


    Jedenfalls scheinen sich - zumindest momentan - diese Schweizer Befürchtungen nicht zu erfüllen.