Bundestagswahl 2009

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    Original von judaeische_volksfront
    "Die FDP machte die abgewählte Regierung aus Union und SPD für die schlechte Finanzlage verantwortlich. "Die Große Koalition hat uns einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das erschwere umfangreiche Steuerentlastungen. Die von der FDP angepeilte Steuervereinfachung mit nur noch drei Sätzen hält Solms nach SPIEGEL-Informationen in dieser Legislaturperiode für nicht mehr realisierbar."


    Hallo


    Wie sagt Günter Grünwald?


    Ohhh... Überraschung...


    : drink


    MfG

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    Es gibt aber mittlerweile ne Generation, die eher durch die SPD in Regierungsverantwortung geprägt wurde. Diese Generation weiss noch nicht aus eigener Erfahrung, wie vertrauenswürdig eine Regierung ohne Beteiligung der SPD ist.


    Hallo


    Mal so gesagt: Es gibt noch genügend, die sich an jene "Bimbesgeschäfte" erinnern können... :gap ...und auch daran, dass jene Regierung sich um dringend notwedendige Reformen gerade im Sozialsystem gedrückt hat. Das hat man der Nachfolgeregierung überlassen, die das dann auch angegangen ist. An einigen Punkten hätte dies korrigiert gehört, aber die Richtung hat gestimmt. Es gab zur Zeit "des Dicken" genügend, die darauf hingewiesen haben, dass die Sozialsysteme in der damaligen Form nicht zu halten sind.


    Ich glaube auch nicht, dass die jetzige Regierung daran etwas ändern wird. Aber "die Kohlen haben erst einmal andere aus dem Feuer geholt". Darauf könnte die jetzige Regierung aufbauen. Ob sie's tun wird?


    Und Wahl heißt immer... sich [für ein Lager] zu entscheiden. Was noch lange nicht heißt, dass man nicht anerkennt, dass auch andere in vielen Punkten richtig arbeiten. Dies könnte man auch bei Kohl und seiner Regierung deutlich machen. Und wie die FDP regieren würde - wenn sie denn könnte - weiß man auch nicht erst seit gestern.


    MfG

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    Dafür ist sie aber die Partei, aus deren Reihen Ludwig Erhard stammt, der maßgeblich die Grundzüge der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland prägte.



    Oh, oh Franz.


    Das reizt jetzt doch zu einem Kommentar.


    Das ist richtig. Aber damals waren auch noch Männer am Werk, die für ihre Gesinnung so richtig eingetreten sind. Wehner z.B. Und zwischen damals und heute liegen doch wohl Welten, oder?


    Und wie eine Schwalbe keinen Sommer macht, macht ein Mann nicht "die Partei", sonst fällt mir sofort dieser "nette Saumagen-Schwarzgeld-Ausage-Verhinderer" ein, bei dem sich mir der Magen rumdreht.


    Aber gut, ein Mann macht keine Partei. Nur ist es momentan so, dass ich einfach viele persönlich nicht mag. 2 davon brauche ich garnicht zu sehen da genügt schon allen ihre Stimme: Guido, Profalla.


    Wir haben "gewählt", nun müssen wirs auslöffeln.

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

  • Zitat

    Original von obk
    Es gab zur Zeit "des Dicken" genügend, die darauf hingewiesen haben, dass die Sozialsysteme in der damaligen Form nicht zu halten sind.


    Da könnte man eigentlich auch wieder sofort auf Ludwig Erhard zurück kommen, der den Wohlfahrtsstaat als grösste Gefahr für die soziale Marktwirtschaft hielt und strikt gegen das von Adenauer bevorzugte Umlageverfahren in der Rente war... (war nach Erhards Meinung nicht zukunftsfähig)


    Generell meinte er:


    Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch.


    Aber egal, du hast ja recht. Nun ist die Wahl vorbei und wir müssen eh damit klarkommen, was die jetzt die nächsten 4 Jahre für einen Mist bauen.


    Franz

    Einmal editiert, zuletzt von Franz Jaeger ()

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch.


    Hallo


    Halte ich nichts davon [mir ist unsere soziale Marktwirtschaft lieber]... zudem würde ich die Zeiten von Erhard nicht mit denen von Kohl oder gar heute vergleichen wollen. Dazu sind/waren die Voraussetzungen zu unterschiedlich. Politik muss sich anpassen können. Hat die Regierung Kohl auch gewusst und z.B. die PV eingeführt. Allerdings sind sie eben vor der Reform des gesamten Sozialsystem stecken geblieben. Und die Staatsverschuldung haben sie alle in die Höhe getrieben...


    ...und wer an den Generationenvertrag ran will, sollte erst einmal eine sinnvolle Alternative haben. Ich sehe derzeit keine...


    MfG

  • :applaus <Jubel> <Feier> :applaus
    Die Saar-Grünen zeigen Lafontaine die lange Nase, was für ein Tag!
    :applaus <Jubel> <Feier> :applaus
    Jetzt fehlt nur noch das Einreiseverbot ins Saarland für ihn :D


    Obendrein meldet n-tv: "Lafontaine: Ulrich (Grüne) unzurechnungsfähig"
    Hoffentlich gibt es dafür eine Strafanzeige für ihn!!!


    Gruß
    Achim


  • Hallo Franz,


    auch ich habe die Kohlregierung miterlebt.


    Hier herrschte Dekadenz, Gleichgültigkeit (Generation Golf) in der Bevölkerung und illegale Parteispenden etc.


    Eins hat Rot/Grün dann doch erreicht, dass unsere Gesellschaft ein wenig weltoffener geworden ist.


    Brian

  • Zitat

    Original von Achim
    <Jubel> <Feier>


    Hallo


    Ich würde nicht zu früh jubeln; der Mann hat eine Mission und die ist noch nicht zu Ende [keine Ahnung, ob er das erreicht]... :-D) ;) :-D) ...für die ist die Oppositionsbank sogar geeigneter.


    MfG

  • Zitat

    Original von judaeische_volksfront
    Hier herrschte Dekadenz, Gleichgültigkeit (Generation Golf) in der Bevölkerung und illegale Parteispenden etc.


    Hallo


    Meine Einstellung zu dieser Partei kannst Du hier nachlesen... ;) ...allerdings kann Kohl auch das Eine oder Andere als Erfolg verbuchen. Das hätte so ggf. kein anderer hinbekommen. Muss man ihm auch lassen...


    MfG

  • Doppeltposting

    Einmal editiert, zuletzt von NavScout ()


  • Hier geht es ja lustig zu. :gap


    Hauptsache Feindbilder pflegen, und Sachargumente vermeiden. So lebt es sich ja auch einfacher. :evil:


    Übrigens, um einen eine lange Nase zeigen zu können, muss man erst eine haben. Und vom Lügen bekommt man eine lange Nase, oder nicht? :gap


    Übrigens, falls Berlusconi jetzt nun doch verfolgt wird, sollten wir ihm politisches Asyl geben und ihn zum nächsten Bundeskasper, sorry Bundeskanzler, machen. Im Rahmen der globalisierten Marktwirtschaft ist es ja eh nicht mehr relevant, wer was wann wie meint politisch noch etwas ausrichten zu können. So erhöht sich wenigstens noch der Unterhaltungsfaktor. :gap

    3 Mal editiert, zuletzt von NavScout ()

  • Zitat

    Original von NavScout
    und Sachargumente vermeiden. So lebt es sich ja auch einfacher. :evil:


    Na man gut das du sie in diesem Posting ausreichend lieferst.

  • Zitat

    Original von SoBa


    Na man gut das du sie in diesem Posting ausreichend lieferst.


    Wie jetzt, stimmt das mit der langen Nase etwa nicht? :gap

  • Zitat

    Original von obk


    Hallo


    Halte ich nichts davon [mir ist unsere soziale Marktwirtschaft lieber]...


    Naja, ist ein Zitat von Ludwig Erhard. Der war übrigens schon 1974 der Meinung, das die soziale Marktwirtschaft nicht mehr in D praktiziert wird.


    Aber ich bin da bei dir, das der Spruch zu radikal ist. Die Wirtschaft braucht einen Rahmen. Letztlich hat sie ne gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen (Schaffung und Sicherung unseres Wohlstandes, Versorgung mit allen notwendigen Gütern). Ohne Rahmen dient sie nur ihrem Selbstzweck. Die Frage ist immer nur, wieviel Freiraum sie braucht, um diese Aufgabe bestmöglich zu erfüllen.


    Franz

    Einmal editiert, zuletzt von Franz Jaeger ()

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    Naja, ist ein Zitat von Ludwig Erhard.


    Hallo


    Jau... nett... ich glaube nicht, dass es funktionieren würde, da "Wirtschaft" eben auch auf Gewinnoptimierung aus ist. Dies muss bei bestimmten Dingen in geregelten Bahnen laufen.


    Und "Wohlstand für alle" kenne ich irgendwo her... :gap ...nein...nein... im damaligen Kontext hat es etwas anderes bedeutet. Aber gescheitert ist Erhard letztendlich an einer Wirtschaftsrezession.


    Ich glaube nicht, dass es derzeit ein Allheilmittel für die Rettung einer Volkswirtschaft gibt. Wenn, dann würde das eine Regierung in Angriff nehmen und auch in den Griff bekommen. Du weißt ja... "es gibt keine linke Wirtschaftspolitik". ;) Momentan geht es eher darum, wie wir die vorhandenen "Güter" möglichst gerecht verteilen. Und diese Gerechtigkeit hinkt ein wenig... und das gleich auf mehreren Seiten. Stichwort "global handeln; lokal regieren"...


    MfG